In dieser Welt voller Informationen muss man manchmal die Scheuklappen anziehen. Den ständigen Informationsfluss unterbrechen. Weniger Informationen konsumieren. Nicht nach links oder rechts schauen. Nicht in das nächste schwarze Loch gezogen werden. Ein Beitrag über Informationen und Kreativität – und warum du deine Kreativität mit all den Informationen erstickst und dich selbst daran hinderst, ins Handeln zu kommen.

Information ist nicht Inspiration

Information sind Daten, Zahlen, Fakten, Meinungen.

Information führt nur zu Inspiration, wenn noch eine wichtige Sache hinzukommt: Raum.

Der Raum in deinem Kopf zu denken „mhm, was wäre wohl, wenn…“.
Doch je mehr wir Inspiration durch Information suchen, desto mehr ersticken wir den Raum und die Inspiration gleich mit. Dann ist da stattdessen eher dieser Gedanke in unserem Kopf: „ich sollte das und das und dann das machen…“

 

DU.BIST.KREATIV!

Dem zugrunde liegt ein fundamentales Missverständnis, dem die meisten von uns bewusst oder unbewusst folgen: „ich bin nicht kreativ“. Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass Inspiration nur von außen kommen kann.
Und so machen wir uns auf und googlen wie wild, folgen zig Blogs, die „mal interessant sein könnten“, abonnieren Podcasts und folgen Instagram-Accounts, weil die Bilder so schön sind, so dass sie uns bestimmt inspirieren.
All das um Inspiration zu spüren.
Dabei bist du kreativ.
Jede von uns hat das in sich.
Denn das, was wir für Kreativität brauchen ist nicht eine bestimmte Genetik, sondern Raum in unserem Kopf.
Den Raum in unserem Kopf einen bestimmten Schritt zu vollziehen, den wir uns nicht zutrauen:

Eigenleistung.

Das Verknüpfen von existierenden Konzepten mit deinen Erfahrungen, deinen Erkenntnissen und deinen ganz eigenen Daten.
Das ist, was Kreativität ausmacht.

Warum du weniger Informationen konsumieren solltest - für deine Kreativität und um ins Handeln zu kommen.

Kreativität ist nichts anderes als bestehende Dinge neu zu kombinieren oder etwas Bestehendes mit etwas Neuem zu kombinieren. 

Je mehr Informationen du konsumierst und recherchierst, desto mehr unterdrückst du den Raum in deinem Kopf (und deinem Terminkalender), den du brauchst, um inspiriert und kreativ zu sein.

Die kleine Flamme in dir

Inspiration ist dieses gute Gefühl im Bauch von Veränderung zum Besseren, von Möglichkeit und Potential.
Das gleiche Gefühl, das uns Vorsätze fassen, Pläne erstellen und Bullet Journals vollkritzeln lässt.

A time to consume and a time to produce

Natürlich ist es schön zu konsumieren, es ist schön in die Gedankengänge anderer Leute einzutauchen und einfach Informationen aufzusaugen.
Nur, wann immer du Konzepte anwenden willst, wann immer du eine Veränderung schaffen willst, ist nicht die Zeit zu konsumieren. Dann ist die Zeit ins Handeln zu kommen und die Ideen auf den Prüfstand zu stellen. Die Inspiration zu finden und deine Kreativität anzufeuern, den Ideen deinen eigenen Stempel aufzudrücken.
Es gibt Zeiten, da verschlinge ich Hörbücher und Podcasts. Da tauche ich in Themen auf YouTube ein, mit denen ich mich bisher nicht beschäftigt habe (aktuell: Ayurveda). Und dann gibt es Zeiten, in denen ich fast nichts lese. Anfang April, nachdem ich die Diss fertig hatte, habe ich so viel gelesen, gehört und geschaut wie schon lange nicht mehr. Nicht nur weil ich die Zeit dafür hatte, sondern weil ich Lust auf Neues hatte. Aber als es dann daran ging, den Talk für die Mindful Blogging Conference vorzubereiten, als ich meinen TED-Talk vorbereitet habe, da habe ich die Scheuklappen angezogen. Denn nur dann kann ich über meine Meinung und meine Erfahrung sprechen.

Die Angst hervorzustechen

Das ist es doch, warum wir Informationen suchen und konsumieren. Wir haben Angst, nicht genug zu wissen. Wir haben Angst zu scheitern. Aber noch viel mehr haben wir Angst vor unserer eigenen Individualität. Wir haben Angst, mit unserer Meinung, unseren Gedanken hervorzustechen. Denn genau damit machen wir uns – zumindest gefühlt – angreifbar.

Trau dir zu, deinen eigenen Weg zu finden!

Egal vor welcher Herausforderung du stehst, in den meisten Fällen wird die bestmögliche Lösung individuell sein. Die bestmögliche Lösung wird nicht die Kopie eines How-to-Videos auf YouTube oder dem Folgen einer “5 Schritte zu…”-Liste sein.

Die bestmögliche Lösung entdeckst du, wenn du in dich hineinhorchst.

Wenn du Dinge ausprobierst und dir dabei bewusst bist über deine Bedürfnisse und Wünsche. Und wenn du dir in dieser Welt voller Informationen den Raum lässt, deine ganz eigene Lösung zu entwickeln.

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