Was, wenn Du feststeckst – und wie Du Deinen Flow wiederfindest

Alles anders. Dir ist schon aufgefallen, dass Die Artikel hier anders klingen nicht wahr? Das ist gut so. Eigentlich. Irgendwie wäre mir es auch lieber gewesen, ich hätte den Umweg nicht nehmen müssen. Aber dann wiederum ist der Weg (und auch der Umweg) ja das Ziel. Also wars wohl genau richtig so. Ein Artikel über den Weg, Baustellen und eine verrückte Idee.

 

Der Weg und das Feststecken

Eigentlich ist Feststecken kein Problem. Klar, es macht keinen großen Spass, das Gefühl zu haben, man hätte – ganz im Gegensatz zu allen anderen – überhaupt keinen Plan.

Dabei hat niemand einen Plan.

Ich kann das sagen, ich stecke gerade nicht fest.

 

Widerstand oder Reibung entsteht, wenn … – ach, was solls. Lass es mich einfach in den Worten meiner Oma sagen: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Oder in im aktuellen Self-help-Sprech:

Du kannst nicht Wachstum wollen und Dein Denken nicht verändern.

 

Meine Baustelle war also in meinem Kopf

Ich will ganz ehrlich sein: selbst für jemanden wie mich, die gerne Dinge anders, nach ihrem Kopf macht, ist es schwer, all die Tipps und Ratschläge nicht zu sehr zu internalisieren. Nicht zu sehr davon die eigene Stimme überlagern zu lassen. Vor allem weil all die Tipps funktionieren. “5 Tipps für….” geht auf Pinterest ab wie Schmidt’s Katze.

Und so habe ich viele solcher Beiträge produziert. Mit Herzblut. Sogar aus Überzeugung, denn mein Ziel war es immer, dir etwas mitzugeben, wenn du einen meiner Beiträge gelesen hast. Und es gibt doch nichts praktischeres als Tipps-Listen oder?!?

Und es war schlichtweg auch eine Entwicklung. Seit den ersten Beiträgen, habe ich 1000ende Wörter für Modern Slow geschrieben.

Manche Dinge lernt man erst (über sich selbst), indem man sie tut.

 

Was das mit dir zu tun hat

Ich bin inzwischen überzeugt, dass diese Art von Beiträgen nur bedingt dafür taugen, eine Veränderung in Gang zu setzen. Für eine wirkliche Veränderung in deinem Alltag brauchst du keinen Tipp, sondern ein echtes Umdenken im Kopf. Und dafür muss dich der Artikel zum Innehalten und Nachdenken bringen.

Also alles ein bisschen anders.

Nicht komplett auf dem Kopf gestellt. Aber anders. Auf dass wir beide nicht mehr feststecken…!

Manchmal steckt man fest, im Kopf, in Gefühlen, in einer Art zu denken. Wie du mit dem Feststecken umgehen kannst und deinen Flow wieder findest.

 

Die verrückte Idee

Die verrückte Idee ist also das: tun, was sich richtig anfühlt – auch wenns niemand sonst tut.

 

Denn vielleicht, nur vielleicht, ist genau das der Schlüssel.

 

Klar, einfach lesen geht anders.

Andererseits: wer liest eigentlich noch Blogartikel?

Ich meine so richtig. Die meisten Leser scannen doch nur noch oder?! Egal ob Tageszeitung oder Blog. Das ist kein Vorwurf. Ich mache das auch so. Die Artikel, die ich wirklich lese, sind die, die anders sind.

 

Also, wenn ich schon selbst Schema-F-Artikel nicht mehr lesen will, warum sollte ich sie dann anderen vorsetzen?!

Lieber schreibe ich so, dass die 5 oder 10 oder 100 Frauen, die den Artikel wirklich lesen, etwas für ihre Zeit bekommen. Dass die 5 oder 10 oder 100 Frauen etwas in meinem Artikel finden, was ein Schema-F-Artikel nicht kann (und ganz ehrlich auch gar nicht will):

Eine andere Perspektive. Einen neuen Zusammenhang. Oder einfach eine verrückte Idee.

 

Warum Multitasking Dir nichts bringt – und wie Du stattdessen achtsam produktiv wirst

Oder (das war mal der Arbeitstitel) “Wie Du wirklich, endlich, ein für alle mal mit dem Multitasking aufhörst, obwohl Du es schon x Mal versucht hast”. Denn die Sache ist: wir wissen, dass Multitasking nicht gut für uns ist. Aufhören tun wir trotzdem nicht. Denn es ist einfach so verdammt attraktiv. Mehr schaffen in weniger Zeit – wer wünscht sich sich das nicht (zumindest insgeheim)? Und noch dazu ist es so verdammt einfach. “Nur mal schnell…” ist das neue “getting sh*t done”, 10 Tabs gleichzeitig offen gilt als Zeichen von Produktivität, und sich aufs Smartphone-starrend anzuschweigen ist sozial akzeptiert. Ein Beitrag über die schöne neue Welt, das Karussell in Deinem Kopf und wie Du dem Wissen auch Taten folgen lässt.

 

Wir alle wissen, dass Multitasking schlecht ist. Eigentlich.

Eine Google-Suche nach “Multitasking” und schon die ersten Überschriften zeigen, dass Multitasking nichts Gutes ist: “Mythos”, “Märchen”, “funktioniert nicht”. Soweit, so bekannt. Nur liegen zwischen diesem Wissen und unserem Handeln oftmals Welten. Die Möglichkeiten, Multitasking zu betreiben, werden eher mehr denn weniger. Dank Smartphone, Smart Home und einer stabilen Internetverbindung können wir jederzeit und überall “mal nebenbei” 2, 3 oder 5 Dinge gleichzeitig tun. Und unser vollgepackter Alltag suggeriert uns dabei, dass Multitasking der Schlüssel zu unserer Produktivität ist. Der Reiz, so mehr zu schaffen ist groß – aber leider ein Trugschluss.

Effizienz durch Multitasking ist ein – siehe Schlagwort aus der Google-Suche – Mythos. Und Märchen.

Und es funktioniert nicht. Alles gleichzeitig zu erledigen macht nicht schneller. Du bist sogar deutlich langsamer, als wenn Du eines nach dem anderen abarbeiten würdest. Je mehr Aufgaben wir gleichzeitig erledigen möchten, desto mehr versetzen wir unser Gehirn in einen Stresszustand. Wer regelmäßig multitaskt, befindet sich unter permanenten Stress und es wird immer schwerer, sich davon wieder zu erholen. Multitasking macht also nicht produktiver, sondern treibt nur den Stresslevel nach oben.

 

Und mehr Fehler machen wir  auch. Beispiel: Hast Du Dich schon einmal dabei beobachtet, was passiert, wenn Du telefonierst und gleichzeitig den Einkaufszettel schreibst? Es geht, so mehr oder weniger. Aber im Nachhinein merkt man oft, dass man sich nicht so ganz daran erinnern kann, was der Gesprächspartner am anderen Ende da alles erzählt hat. Hand aufs Herz, wir alle haben schon mehr als einmal nicht mitgekriegt was uns unser Partner oder unsere Kinder von ihrem Tag erzählt haben, weil wir während dessen gekocht/Emails beantwortet/Instagram gecheckt haben. Deine Aufmerksamkeit kann nicht auf beides gleichzeitig gerichtet werden. Wenn Du zwei Dinge gleichzeitig tust, dann springt Deine Aufmerksamkeit zwischen beiden Dingen – so entstehen Fehler und Lücken in Deiner Erinnerung, ganz zu schweigen von dem Stress in Deinem Kopf.

 

Aber: das wissen wir ja eigentlich schon alles.

 

 

Dass Multitasking nicht gut ist, weißt Du. Aber wie kannst Du achtsam produktiv werden? | modernslow.com #stress

 

Entweder…oder…

Multitasking ist letztlich nichts anderes als eine Gewohnheit – eine Gewohnheit, die wir uns tagein tagaus antrainieren, indem wir – mit dem Smartphone in der Hand – unseren Alltag effizienter gestalten.

Wie bei jeder Gewohnheit ist der erste Schritt zur Besserung immer die bewusste Entscheidung, die Gewohnheit zu ändern. Deshalb ist Achtsamkeit so eine kraftvolle Möglichkeit, mit Multitasking aufzuhören. Anstatt ins Rödeln zukommen und Fehler zu machen oder den Überblick über unsere Arbeit zu verlieren, besinnen wir uns wieder bewusst auf den Ist-Zustand. Was ist jetzt gerade wichtig?

Achtsam vorzugehen bedeutet auch, sich einer Tätigkeit nach der anderen zu widmen. Prioritäten setzen ist das effektivste Mittel gegen den Drang, alles gleichzeitig machen zu wollen.

Das ist nicht gerade einfach und wir werden auch mal Scheitern – vor allem weil unser treuer Begleiter beim Multitasking (unser Smartphone) nur einen Handgriff entfernt ist. Aber Fokussieren hilft und Stück für Stück wird es einfacher.

 

Trau Dir selbst nicht!

Um es (mehr oder weniger) mit Simon Sineks Worten zu sagen: We hate email, but man do we love the bing, beep, and buzz.*

Wir sind alle ein bisschen süchtig nach unseren Smartphones und genau deshalb fällt es auch so schwer, unseren Vorsatz, das Multitasking endlich sein zu lassen, umzusetzen. Solange diese wunderbaren Geräte, die uns so viele positive Dinge ermöglichen, in Reichweite sind, ist “nur mal schnell…” immer eine Option.

Um also Deinem Wissen endlich Taten folgen zu lassen, hilft es oftmals schon enorm, einfach mal das Smartphone wegzulegen.

Ich weiß, das wolltest Du nicht hören. Wahrscheinlich, weil Du es schonmal gehört hast. Mehrmals.

Andererseits die gute Nachricht ist: es hat weniger mit Disziplin und persönlicher Stärke zu tun, als mit den Rahmenbedingungen, die Du Dir setzt.

Solche Rahmenbedingungen könnten sein:

  • kein Smartphone am Esstisch
  • während Deiner besten Arbeitszeit liegt dein Smartphone in einem anderen Zimmer
  • nur ein Medium konsumieren: Fernsehen oder Smartphone
  • kein Smartphone während einer Konversation

 

Wirklich, vergiss Disziplin!!

Wenn Du darauf baust, dass Du aus schierer Willenskraft nicht zum Smartphone greifst, während ein Kollege von seinem Wochenende erzählt, wenn Du auf etwas nicht sofort die Antwort weißt, oder wenn Du “nur mal schnell” Instagram checken willst, während Dein Laptop ein Programm öffnet, verurteilst Du Dich selbst zum Scheitern.

Selbst, wenn Du Dein Multitasking damit unter Kontrolle hast (wohl eher: hättest).

Denn: Du hast nur eine endliche Menge an Willenskraft. Wenn Du also Deine Willenskraft dafür aufbrauchst, Dein Smartphone nicht anzufassen, obwohl es direkt neben Dir liegt, hast Du deutlich weniger Willenskraft zur Verfügung, um “nein” zu anderen Dingen zu sagen.

Du hast deutlich weniger Willenskraft, um bei dem Vorsatz “heute kein Dessert” zu bleiben. Du hast auch weniger Willenskraft zur Verfügung, um mit Gelassenheit auf den Wutanfall Deines Kindes zu reagieren. Du hast weniger Willenskraft, um “nein” zu einem Impulseinkauf zu sagen. Du hast weniger Willenskraft, um den Wecker für Deine Morgenroutine zu stellen. Und und und.

Regeln klingen auf einmal so viel besser nicht wahr?!

 

Was Du tun kannst, wenn Du Dich doch beim Multitasken ertappst

Egal welchen Ansatz zu wählst, es wird nicht immer funktionieren. Multitasking ist schwer loszulassen. Und: gerade mit Kindern fühlt es sich manchmal unmöglich an, sich nur auf eine Sache zu konzentrieren, da Kinder häufig Deine Aufmerksamkeit – gerne auch lauthals – einfordern, während Du eigentlich etwas anderes tust.

Nur, Multitasking ist auch keine Lösung. (Wie wir ja auch schon wissen.)

 

Dein 3-Schritte-Plan, wenn Du Dich beim Multitasking ertappst

Multitasking ist wie eine Spirale, ein ständiges mehr, mehr, mehr. Um nicht in Stress zu verfallen, ist es wichtig, diese Spirale bewusst zu durchbrechen.

Das kannst Du in 3 Schritten angehen:

  1. Stoppe bewusst: Sobald es Dir auffällt, dass Du multitaskst, hörst du mit beiden Tätigkeiten auf.
  2. Halte inne: Atme tief durch, und schließ (wenn möglich) für ein paar Sekunden die Augen, um zur Ruhe zu kommen und Abstand zu gewinnen. Versuche, dich ganz allein auf Deine Atmung zu konzentrieren – so als ob Du Meditieren würdest. Wenn Du spürst, dass Du entspannst, geht es an den nächsten Schritt.
  3. Sortiere Deine Prioritäten neu: Was hast Du eben alles versucht, gleichzeitig zu tun? Entscheide jetzt, welche Tätigkeit die Wichtigste ist und gehe sie als Erstes an. Konzentriere Dich nur auf sie, bis sie abgeschlossen ist. Erst dann widmest Du Dich der nächsten Aufgabe.

 

Multitasking lässt sich nicht von heute auf morgen abstellen. Es ist anstrengend und bedeutet, dass Du Deine Gewohnheiten verändern musst.

 

Du drückst Dich um die Entscheidung.

Bereit für die letzte provokante These? Du multitaskst, weil Du Dich um eine Entscheidung drückst.

Multitasking ist nichts anderes als der Kram in Deiner Wohnung. Vertagte Entscheidungen.

Statt unnütze Dinge zu entsorgen, entwickeln wir komplexe Ordnungssysteme. Statt Aufgaben zu priorisieren (oder nein zu sagen), multitasken wir.

Triff die Entscheidung.

 

Du gewinnst Klarheit, wirst sogar produktiver, gelassener und zufriedener.

Auch das hast Du wahrscheinlich schon mal gehört…

 

 

Hast Du auch immer wieder mit Multitasking zu kämpfen? In welchen Situationen verspürst Du den Wunsch, zu multitasken?

 

*full disclosure: ich konnte nicht mehr den Vortrag finden, in dem Simon Sinek (mehr oder weniger) diese Aussage getroffen hat. Sinngemäß findet sie sich aber meisten aktuellen auf Youtube verfügbaren Vorträgen von Simon Sinek.

Warum ich Hilfe brauche (und deshalb Modern Slow ein Team hat)

Tief einatmen. Ich brauche Hilfe. Schon seit längerem und deshalb habe ich sie nun auch. Ein Beitrag über Transparenz, Delegieren und das Problem in unseren Köpfen. Und auch ein Beitrag über meine tolle Assistentin, die Modern Slow besser macht.

 

Ich habe lange überlegt, diesen Post zu machen.

Erst, weil ich mir nicht sicher war, ob ich ihn machen möchte. Dann, weil ich mir nicht sicher war, wie ich ihn machen möchte. Denn das Thema Hilfe ist in unserer Gesellschaft und insbesondere unter Frauen ein Tabuthema und noch dazu begibt man sich auf sehr dünnes Eis.

 

Nein, ich will mich nicht hinstellen und auf dicke Online-Business-Hose machen. “Ich habe ein Team” wird schnell zu “was glaubt die denn, wer sie ist?!” uminterpretiert. Gerade wir Frauen reagieren gerne mal allergisch auf solche Aussagen – manchmal (manchmal!) zu Recht.

Manchmal sagt die Interpretation aber mehr über uns selbst aus.

Sympathiepunkte sammelt Frau eher mit Aussagen wie “ich hatte Glück”, “mir passieren viele tolle Dinge” – nur nicht anecken, nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich selbst lenken und schon gar nicht etwas für sich beanspruchen.

Gleichzeitig schlägt uns bei “ich habe Unterstützung” oftmals auch eine ganz andere Interpretation entgegen: “schaffst Du es nicht?” “ich mache ja xyz immer selbst” – und der böse große Bruder in unserem eigenen Kopf “bist Du nicht gut genug?!”.

Und so schweigen wir. Darüber, dass wir Hilfe haben. Darüber, dass wir Hilfe brauchen.

 

Zeit das zu ändern.

 

Du brauchst Hilfe. Und das ist in Ordnung. | modernslow.com

Mein Tag hat 24 h, wie Deiner.

 

Ganz klar, das haben mir die letzten Jahre gezeigt, Planung und Prioriäten, bewusste und mutige Entscheidungen, Ziele und effektive Gewohnheiten, mein Mann, meine Familie und und und sind wichtige Gründe dafür, warum ich so viel in meinen 24 h schaffe.

 

Aber es sind und bleiben 24 h.

 

Und so ist ein weiterer Grund ist eben auch, dass ich es seit ein paar Monaten nicht mehr alleine tue.

Modern Slow hat inzwischen ein Team.

 

In diesem Beitrag geht es aber um mehr als Transparenz.

Es geht darum, umzudenken.

Mir liegt dieser Beitrag ganz besonders am Herzen, weil er so viele von uns betrifft. Wir Frauen sind Meister darin, viel zu hohe Ansprüche an uns selbst zu stellen. Und oftmals merken wir es gar nicht mehr. Und wenn es mal drunter und drüber geht, wenn wir straucheln und gerade so die Dinge hinkriegen, oder wenn wir tatsächlich scheitern, dann zeigen wir das lieber nicht – nicht einmal vor unseren engsten Freundinnen.

Viel wichtiger ist die Fassade: alles schaffen und es mühelos aussehen lassen.

 

Und dazu möchte ich nicht beitragen. Dass ich das Aufräumen auch mal ausfallen lasse und stattdessen an Modern Slow arbeite oder Zeit mit meiner Familie verbringe, habe ich schon an mehr als einer Stelle erwähnt. Ich arbeite Vollzeit, ich arbeite an Modern Slow, ich habe eine Familie und Sport mache ich auch. Aber: ich schaffe nicht alles und schon gar nicht zur gleichen Zeit. Mühelos hat so viel mit meinem Alltag zu tun, wie Pommes und Schokolade mit gesunder Ernährung.

 

All das was ich da so tagein tagaus tue ist spannend und erfüllend und ich möchte keine Minute missen, aber es ist nicht mühelos.

 

Mein Alltag ist nicht stressig. Aber auch das ist kein Zufall. Das ist das Resultat von vielen bewussten Entscheidungen und einer ganz besonderen: ich akzeptiere meine Grenzen. Ich akzeptiere, dass ich nicht “alles” schaffen kann und entscheide entsprechend meiner Prioritäten.

 

Und so war ich vor ein paar Monaten an dem Punkt, an dem ich mir selbst eingestehen musste, dass ich allein nicht mehr Zeit für Modern Slow aufwenden kann, als ich es tue. Wenn ich also mehr tun möchte, mehr Frauen helfen möchte, dann brauche ich Hilfe. Und so habe ich nun Unterstützung von einer ganz zauberhaften Assistentin, der lieben Chrissi.

 

Für alle, die sie noch nicht kennen: das ist Chrissi.

 

Sie ist eine Modern Slow Leserin der ganz frühen Stunde – und seit gut einem halben Jahr selbstständig als VA. Egal ob im WordPress-Backend, bei der grafischen Unterstützung bei meinem “Mehr Zeit für Dich”-Programm, oder einfach als Brainstorming-Buddy, Chrissi ist inzwischen ein wichtiger Teil von Team Modern Slow.

 

Bei Modern Slow geht es nicht um mich. Ich teile meine Erfahrungen, meinen Weg. Aber letztenendes es geht nicht um mich.

Es geht um Dich.

Es geht darum, möglichst viele Frauen zu inspirieren, ihren Alltag in die Hand zu nehmen, und sie dabei zu unterstützen, kleine und große mutige Entscheidungen zu treffen, damit sie ihr Leben nach ihren Prioritäten gestalten können. Das ist meine Vision. Und genau an diese Vision glaubt auch Chrissi und um diese Vision umzusetzen, hat Modern Slow ein Team.

 

Fotocredit Portrait Chrissi: Foxografie.

Inbox Zero: Warum Dein E-Mail-Postfach leer sein sollte

Wieviele Emails kriegst Du pro Tag? Und wie oft glaubst Du, dass Du jede dieser E-Mails im Schnitt öffnest und scanst? Je nach Job und Anzahl an Newslettern flattern pro Tag ganz schön viele digitale Briefe in Dein Postfach und verlangen nach Deiner Aufmerksamkeit. Einige bleiben ungelesen liegen und schwupps vergisst Du, dass da noch jemand auf Deine Antwort wartet. Oder Du screenst mehrmals die gleiche Email, wenn sie kommt, wenn Du Deine To Do-Liste erstellst, wenn Du sie beantwortest und oft auch noch mehrmals dazwischen. Nicht so ideal oder? Oft sieht Dein E-Mail-Postfach aus wie Du Dich in Deinem Alltag fühlst: zu viel zu organisieren und zu tun. Lass uns das ändern! In diesem Beitrag stelle ich Dir das Konzept Inbox Zero vor, das mir hilft mein E-Mailpostfach unter Kontrolle zu haben, welche Vorteile es bringt, warum auch Du Dein E-Mailpostfach leeren solltest, und wie Du es schaffst, dass auch Dein E-Mailpostfach ganz und gar zen ist.

 

 Oft nehmen wir uns tagtäglich viel zu viel vor. Gönne Dir ganz bewusst Zeiten der Ruhe. | www.modernslow.com

 

Digital vereinfachen

Wie viele E-Mails bekommst Du so pro Tag? 5? 10? 25? Oder noch mehr? Auf jeden Fall eine Vielzahl mehr als an guter alter Briefpost.

Unser modernes digitales Leben eröffnet uns viele wundervolle Möglichkeiten. Einfach und schnell miteinander zu kommunizieren ist großartig, aber die tägliche E-Mail-Flut bedeutet auch, dass wir ein vielfaches an Entscheidungen Tag für Tag zu treffen haben.

Jede E-Mail schreit nach unserer Aufmerksamkeit – und je länger sie in unserem E-Maileingang verbleibt, desto häufiger bekommt sie auch diese Aufmerksamkeit.

Warum Dein E-Mailpostfach leer sein sollte

Die leicht provokante Antwort: weil Du dein Briefpostfach ja auch nicht zumüllst. Jeden Tag gehst Du zu Deinem physischen Briefkasten, holst all die Briefe und Postwurfsendungen heraus und sortierst die einkommende Post – wegwerfen, bezahlen, aufheben, usw. Wieso sollte es anders bei Deinem E-Mailpostfach sein? Genauso wie uns ein überquellendes Postfach und ein unaufgeräumter Schreibtisch stressen und überfordern, stresst und überfordert uns ein volles E-Mailpostfach.

 

Mehr Zeit und weniger Stress

Mit einem leeren E-Maileingang verbringst Du weniger Zeit in Deinem Account, denn Du weißt ganz genau, welche E-Mails Deine Aufmerksamkeit benötigen. Solange sich eine E-Mail im Posteingang befindet, neigen wir dazu sie nochmals zu lesen oder zumindest zu überfliegen. Das kostet Zeit und lenkt ab! Und mit dem Konzept, das ich Dir hier vorstelle, verschwendest Du auch nicht Stunden Deiner wertvollen Zeit, Dir eine detaillierte Ordnerstruktur zu überlegen, die am Ende doch nie so ganz Deinen Bedürfnissen gerecht wird.

Der weitaus größere – und für mich persönlich wichtigere – Effekt ist, dass ein leeres Postfach positiv auf Dein Wohlbefinden wirkt. Keine E-Mail im Posteingang – das fühlt sich an nach getaner Arbeit, nach Erfolg, nach ich habe meine To-Dos unter Kontrolle. Mir war nie bewusst, wie anstrengend mein übervolles E-Mailpostfach für mich war – bis ich es radikal geändert habe.

 

Inbox Zero: Das leere E-Mailpostfach

Der Name dieses Konzepts, Inbox Zero, ist klar Programm. Das Ziel ist es, dass am Ende jeden Tages 0, ja null, Nachrichten in Deinem Postfach sind.

 

Die Vorteile von Inbox Zero

  1. Zeitliche Ersparnis. Inbox Zero ist zu Beginn mit ein paar Stunden Arbeit verbunden – mehr dazu gleich. Langfristig gewinnst Du dadurch eine erhebliche Zeitersparnis und schonst Deine Nerven.
  2. Ein System, das funktioniert. Inbox Zero ist dafür ausgelegt, einfach und nachvollziehbar zu sein. Keine schwammige Organisationsstruktur mehr, kein “Wo soll ich diese Mail ablegen?”-Rätseln. Du weißt ohne groß nachzudenken, wo jede einzelne Mail hingehört.
  3. Du nimmst den Druck raus. Anstatt dass Dich tagelang dieselben Nachrichten vorwurfsvoll anstarren, kannst Du Dich mit gutem Gewissen in Dein Postfach einloggen. Denn am Ende des Tages hast Du alles bearbeitet.

 

Am Ende des Tages keine einzige E-Mail in Deinem Postfach – wie das funktionieren soll?

Eigentlich ganz einfach mit ein paar kleinen Regeln!

 

Wie Du zu Inbox Zero gelangst

 

Aufräumen –  aber anders als Du denkst

Zu dem Zeitpunkt als ich zu Inbox Zero gewechselt bin, hatte ich gute 1000 E-Mails in meinem Posteingang. Natürlich waren die nicht alle ungelesen! Aber nachdem ich sie erhalten, gelesen und bearbeitet hatte, habe ich sie eben nicht immer in einen meiner vielen Ordner verschoben. Warum? Weil ich oft einfach nicht so genau wusste, in welchen Ordner, die Email nun gehört. Und ja, ich hatte noch weit mehr E-Mails in einer Vielzahl von Ordnern abgelegt.

Wie ich dieses Chaos gezähmt habe?

Ganz einfach: ich habe einen Ordner mit dem Namen “Alte Struktur” angelegt und alle Ordner und alle E-Mails in meinen Posteingang verschoben.

Das klingt nach einem faulen Ausweg?

Bei weitem nicht! Überlege Dir mal: was wäre gewonnen, wenn ich 2000 alte und bearbeitete E-Mails in eine neue Ordnerstruktur gebracht hätte? Nichts! Im Gegenteil! Ich hätte unheimlich viel Zeit verschwendet. Wenn ich aus irgendeinem Grund wirklich eine dieser alten E-Mails benötige, dann würde ich sowieso die Suchfunktion benutzen.

Also: verschwende bitte keine unnötige Zeit für das Aufräumen. Stelle sicher, dass keine E-Mails dabei verloren gehen, aber schaffe Dir diese alten E-Mail so schnell wie möglich aus dem Weg!

Inbox Zero ist die Möglichkeit Dein digitales Leben zu vereinfachen. Erfahre auf modernslow, wie Du Dein Emailpostfach leer hälst und wie Du davon profitieren wirst. | modernslow.com

 

Der erste Schritt: Ein Postfach für alles

Zu einer übersichtlichen E-Mailstruktur gehört es, alle E-Mails an einem Ort zu haben. Im ersten Schritt solltest Du also alle bestehenden Mail-Postfächer – soweit möglich – auf eines zusammenlegen, so dass Du nur noch ein privates und ein berufliches E-Mail-Postfach zu strukturieren hast. So behältst Du am einfachsten den Überblick.

 

Die Scheingenauigkeit von Ordnern

Um Deinen Posteingang auch langfristig auf null zu reduzieren, legst Du nun eine neue Ordnerstruktur an. Der springende Punkt: diese neue Ordnerstruktur ist nicht thematisch organisiert sondern nach Aufgaben. Das Problem bei einer thematischen Ordnerstruktur ist die Scheinordnung, die Du damit erzeugst. Bei thematischen Ordnern ist Deine Ordnerstruktur nie so fein oder abstrakt, wie Du es gerade brauchst. Das bedeutet, dass Du bei Deinen E-Mails oft eigene Logiken verwendest, warum diese E-Mail in Ordner 1 und diese E-Mail in Ordner 2 kommt. Das Problem: diese Logiken sind über die Zeit hinweg oft nicht stabil, sondern abhängig davon wie wir den Inhalt der E-Mail interpretieren. Das Ergebnis: wir finden die E-Mails nicht da wo wir sie vermuten und benutzen doch schließlich die Suchfunktion.

 

Aufgabenorientierte Ordner

Inbox Zero nutzt die Suchfunktion ganz bewusst – ohne den Umweg über eine detaillierte Ordnerstruktur, die unser Gehirn sowieso überfordert. Stattdessen legst Du eine minimale, aufgabenorientierte Ordnerstruktur an.

 

Mein E-Mailpostfach verfügt aktuell über 4 Ordner:

  1. to do – E-Mails, die eine Aktion meinerseits erfordern
  2. read/review – alle E-Mails, die auf Handbücher oder Anleitungen verweisen
  3. reference – der klassische Ablageordner, d.h. diese E-Mails erfordern keine (weitere) Handlung von mir, aber ich kann die E-Mail auch nicht löschen
  4. maybe – alle E-Mails mit Ideen und Vorschlägen, die toll klingen, aber die – aktuell – weder wichtig noch dringend sind

 

Streng genommen gibt es noch einen weiteren Ordner, den ich nutze – wenn auch im Arbeitsleben nur sehr eingeschränkt: den Papierkorb.

 

Unterstützend kannst Du Color Coding verwenden, um das System der Inbox Zero mit maximal 4-5 Kategorien mithilfe verschiedener Farben zu unterscheiden. Aber, die Farben sollten ebenfalls nicht für Themen und Inhalte stehen, sondern nur die aufgabenorientierte Struktur hervorheben.

 

Radikal umsetzen

Schön, aber nun trudeln natürlich Tag für Tag eine Vielzahl an E-Mails ein. Wie schaffe ich es also, dass am Ende jeden Tages mein Postfach tatsächlich leer ist?

 

Immer wenn ich meine E-Mails checke, screene ich die E-Mails im Posteingang und entscheide sofort was damit zu tun ist.

  • Fall 1: Ich antworte sofort – das mache ich, sofern ich die Antwort in 1-2 Minuten geben kann.
  • Fall 2: Ich transferiere die E-Mail in den Ordner to do.
  • Fall 3: Die E-Mail wandert gleich in die Ablage, also Ordner reference.

Und schon ist mein Postfach wieder leer!

 

Den Posteingang langfristig freihalten

Du hast Deinen Posteingang aufgeräumt und willst ihn natürlich weiterhin leer halten. Nun heißt es, eisern bleiben und die neue Gewohnheit bestmöglich zu unterstützen. Die folgenden Tipps helfen Dir dabei, langfristig vom Inbox Zero System zu profitieren:

 

  • Melde Dich rigoros von allen Newslettern ab, die Du sowieso nicht liest. Ja, das gilt auch für die Modern Slow Community. Jedes Newsletter-Abo, das Du seit mindestens 4 Wochen nicht mehr angeschaut hast – oder Du Dich gar nicht mehr erinnerst, wieso Du Dich dafür überhaupt angemeldet hattest – kann weg.
  • Deaktiviere den Versand von Social Media Benachrichtigungen per E-Mail. In den Einstellungen von Facebook & Co. lassen sich solche Info-Mails abstellen.
  • Lege Dir feste Zeiten für Dein E-Mailpostfach zu. Jeder auch noch so kurze Sprung in Dein Email-Postfach (“nur mal schnell schauen”) reißt Dich aus Deiner Konzentration heraus. Deshalb überlege Dir gut, wann Outlook und Co. im Hintergrund geöffnet sind. Für die meisten von uns reicht es vollkommen 2x am Tag die Emails zu checken und abzuarbeiten.

 

Ich verfolge dieses Konzept nun seit 2,5 Jahren und ich bin so unendlich froh, dass ich meine Herangehensweise an E-Mails geändert habe. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du zu viel Zeit mit E-Mails verbringst, dann probier Inbox Zero aus! Ich freue mich, von Deinen Erfahrungen zu hören!

 

Wie viele E-Mails sind gerade in Deinem Postfach?

Wie geht es Dir, wenn Du an Dein E-Mail-Postfach denkst?

 

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine

GANZ ODER GAR NICHT?! GEWOHNHEITEN BEGINNEN UND BEIBEHALTEN

In der Silvesternacht werden wir mutig. Wir nehmen uns Vorsätze für’s neue Jahr, stoßen auf unser neues, besseres Leben an – und würden oft all das ein paar Tage später wieder vergessen. Veränderung ist anstrengend. Gepaart mit einem vollen Alltag sind Stress und Selbstzweifel vorprogrammiert. Jedes Ziele, jede angestrebte Veränderung beruht auf Gewohnheiten. Gewohnheiten zu etablieren ist das eine, sie dann wirklich – langfristig – beizubehalten das andere. In diesem Beitrag dreht sich alles um diese Herausforderung und ich teile meine Tipps, wie eine “ganz oder gar nicht” Einstellung nicht das Ende für Deine Vorsätze und Ziele bedeutet.

 

 

Ganz oder gar nicht!

Die meisten von uns fallen zumindest für einige Routinen und Gewohnheiten in die “ganz oder gar nicht” Kategorie. Wir essen gar keine Schokolade oder gleich die ganze Tafel. Wir sind richtig diszipliniert oder verfallen in die “jetzt ist es auch schon egal” Denkweise. Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich mit dieser Denkweise auseinander setzen muss. Will ich das wirklich? Will ich es nicht doch noch einmal mit dem Ziel versuchen? Wenn Du Dich im “gar nicht” Bereich des Gewohnheiten-Spektrums befindest, dann gibt es für mich nur einen Weg, wie Du da wieder herausfindest. Du fängst da an, wo Du aufgehört hast.

 

 

Wie Du Gewohnheiten beibehältst

Gewohnheiten neu einzuführen ist aufregend. Die Motivation hilft Dir in den ersten Tagen und Wochen. Aber was, wenn die Motivation nachlässt? Und der Alltag überhand nimmt? Und Du dann auch noch der “ganz oder gar nicht”-Typ bist? Genau diese Frage wurde mir in der Modern Slow Community vor gut einem dreiviertel Jahr gestellt – und die Antwort findest Du in diesem Video. Darin dreht sich alles darum, wie Du Gewohnheiten beibehältst – gerade, wenn Du ein “ganz oder gar nicht” Typ bist und das Fallen aus einer Gewohnheit mit Schuldgefühlen verbunden ist.

 

 

 

Ein Durchhänger ist noch nicht das Ende

 

Selbst wenn Du nur eine Kleinigkeit verändern willst, kommt eben doch das Leben mit seinen unerwarteten dazwischen. Du bist auf Reisen, Dein krankes Kind braucht Deine Aufmerksamkeit oder Dein innerer Schweinehund macht sich bemerkbar. Sei Dir darüber im Klaren, dass ein Durchhänger nicht bedeutet, dass all die Schritte und Anstrengungen umsonst war. Anstatt aufzugeben, hake es ab und mach morgen weiter.

 

Gewohnheiten beginnen und beibehalten. Ziele erreichen - aber wie? Tipps und Workshop | modernslow.com

Wenn Dir die Gewohnheit schwerfällt

 

Es gibt diese Momente, in denen die (vielleicht gar nicht mehr so) neue Gewohnheit schwerfällt. Wenn alles andere wichtiger erscheint. Wenn da einfach ein Widerstand in uns ist. Die Frage ist, wie gehen wir damit um? Mit dieser Frage beschäftigt sich der nachfolgende Podcast (kann man das so nennen, so ganz ohne “richtigen” Podcast bei itunes?!?). Das Video ist zwar ein dreiviertel Jahr alt, aber für mich noch immer absolut relevant und wichtig. Dennoch wollte ich mich dem Thema noch einmal aus einem anderen Blickwinkel annähern. Diesmal dreht sich alles um Disziplin und Deine Komfortzone.

 

 

Gewohnheiten sind die Basis

Gewohnheiten sind die Basis jedes Ziels. Welchen Wunsch Du auch gerade verfolgst – oder träumst zu verfolgen. Diesem Wunsch liegt immer auch die Veränderung von Gewohnheiten zugrunde. Dieses Thema ist nicht nur unheimlich spannend besser zu verstehen, sondern hat weitgreifende Auswirkungen auf Dein Leben. Besser zu verstehen, welche Ziele wirklich die richtigen für Dich sind und welche Veränderungen notwendig sind, um diese Ziele zu erreichen, ist eine der besten Investitionen in Dich selbst, die Du tätigen kannst. Zu verstehen, welche Schritte es Dir möglich machen, Dein Leben Stück für Stück zu verändern, ist wahrlich lebensverändernd. Und: Du kannst diese Schritte lernen. In meinem Workshop “Ziele mit Herz und Verstand” lernst Du meine 4-Schritte-Erfolgsformel, die Du auf alle Deine Ziele anwenden kannst – damit Du Deine wertvolle Zeit und Energie fokussiert einsetzt. Du erhältst 7 Videos, insgesamt 120 Minuten Training und Coaching und ein gut 40-seitiges Workbook, damit Du all die Veränderungen tatsächlich erreichst, die Du Dir wünschst. Mehr Informationen und die Bestellung findest Du hier.

 

Ziele mit Herz und Verstand - Lerne, wie Du die für Dich richtigen Ziele setzt und tatsächlich erreichst. | modernslow.com

 

Welche Gewohnheit möchtest du 2018 endlich ändern?

OHNE STRESS DURCH DIE WEIHNACHTSZEIT

Ja, die Adventszeit hat noch nicht angefangen. Aber Du denkst schon an die Weihnachtszeit, nicht wahr? Vielleicht hast Du schon eine To Do-Liste mit all den Dingen, die vor dem 24.12. noch zu erledigen sind. Und Du weißt noch aus dem letzten Jahr: irgendwann zwischer ersten und der vierten Kerze wird es stressig. Lass uns das dieses Jahr ändern. Wie wäre es mit weniger Stress in der Weihnachtszeit und dafür mehr genießen? In diesem Beitrag stelle ich Dir drei Strategien vor, wie Du ohne Stress durch die Weihnachtszeit kommst – und drei Erste-Hilfe-Strategien, wenn doch Stress ausbricht.

 

Warum ist die Weihnachtszeit oft stressig?

Weihnachten ist nur 1x im Jahr

Ja, diese Beobachtung ist ziemlich trivial. Aber ganau das ist einer der Gründe, warum die Weihnachtszeit oft stressig wird. Man kann so, so viele schöne Dinge in der Weihnachtszeit machen. Plätzchen backen, mit den Kindern basteln, Weihnachtsmärkte besuchen, sich mit Freunden auf einen Glühwein treffen, und und und. Bestimmt hast Du auch eine Liste und Bilder im Kopf mit Aktivitäten, auf die Du Dich freust. Die Sache hat nur einen großen Haken: nur weil Weihnachten ist, hört unser normaler Alltag nicht auf. Arbeit, Kinder, Haushalt, all das, was wir an jeden anderen Tag des Jahres auch tun (müssen), läuft weiter.

Wenn also der Stress in der (Vor-)Weihnachtszeit überhand nimmt – und das gilt auch für den Rest des Jahres – dann liegt das meistens auch daran, dass Du versuchst, zu viel in Deinen Alltag zu packen. Du lässt Dich leiten von “das wäre schön, wenn…”, ebenso wie von hohen Ansprüchen an Dich selbst. Hand aufs Herz, wir Frauen sind oft wirkliche Meister darin, unseren Alltag zu verkennen und stattdessen Ansprüche an uns zu stellen, die mehr mit einer utopischen Vorstellung als unserer Realität zu tun haben. Ja, es wäre schön, wenn wir all die schönen weihnachtlichen Aktivitäten und Vorbereitungen machen könnten. Aber wir haben in diesen Wochen des Jahres ja nicht automatisch mehr Zeit pro Tag. Nein, wir haben unseren ganz normalen Alltag. Vielmehr noch, genau in diese Zeit fallen oft noch viele zusätzliche Termine.

 

Weihnachtszeit heißt viele Termine

Weihnachtszeit heißt Termine über Termine: Nikolaus, Weihnachtsfeiern, Wichteln … Und dann fällt die Weihnachtszeit ja auch zusammen mit den letzten Wochen des Jahres, d.h. es kommen noch all die Dinge und Termine auf uns zu, die noch dieses Jahr erledigt werden müssen. Und all das zusätzlich zu unserem ganz normalen Alltag. Also eigentlich kein Wunder, dass wir die Weihnachtszeit oft auch als stressig wahrnehmen. Und was kannst Du dagegen tun?

 

Strategien für weniger Stress in der Weihnachtszeit

Strategie #1: Priorisieren

Je mehr Termine und To Dos, Aktivitäten und Ansprüche um Deine Aufmerksamkeit und Deine Zeit buhlen, desto wichtiger ist es, klar zu priorisieren. Was ist Dir wirklich wichtig? Auf welche Aktivitäten möchtest Du in der Weihnachtszeit nicht verzichten? Gibt es Familienrituale? Gibt es Termine oder Aktivitäten, die unvermeidbar (wirklich, ehrlich unvermeidbar?!) sind? Nutze die Zeit bevor die Weihnachtszeit losgeht, um Klarheit zu haben, welche Dinge in den kommenden Wochen auf Dich zukommen werden. Evaluiere ganz ehrlich: wie viel steht jetzt schon in Deinem Kalender? Wie viel Platz (Zeit und Energie) ist da noch für andere Aktivitäten? Gibt es Termine und Aktivitäten, die Dir eigentlich nicht wichtig sind und kannst Du noch aus der Nummer raus oder eine andere Lösung finden? Klarheit über Deine Prioritäten in dieser Weihnachtszeit wird Dir auch helfen zu entwcheiden, wenn im Laufe des Dezembers immer neue To Dos und Aktivitäten auf Dich zukommen.

 

Strategie #2: Ruhepausen und Kraftrituale

Schon während der letzten 11 Monate waren Pausen und Zeit für Dich oft optional – etwas, was Du machst, wenn Du Zeit hast? Umso wichtiger ist es, in der vollen Weihnachtszeit ganz bewusst Pausen für Dich einzuplanen. Sei es, dass Du mit Tee und Plätzchen einfach ein paar Minuten auf der Couch entspanntst – ohne Fernseher, ohne Smartphone, ohne währenddessen etwas zu planen. Oder, dass Du Dir einen freien Abend gönnst. Wichtig ist, überlege Dir schon jetzt, wie Du in der Weihnachtszeit Kraft tanken möchtest und plane die Zeit dafür fest ein.

Alle Jahre wieder... Die Weihnachtszeit ist oft stressig. Strategien und Erste Hilfe Tipps für weniger Stress in der Weihnachtszeit. | modernslow.com

Strategie #3: Frühzeitig aktiv werden

Viele Aktivitäten und To Dos, die in die Weihnachtszeit fallen, können wir bereits jetzt schon absehen – und abarbeiten. Wer sagt, dass Du die Weihnachtskarten nicht schon dieses Wochenende schreiben kannst? Du kannst ja mit dem abschicken noch warten, um die Adressaten nicht zu verwirren. 🙂

Diese drei Strategien helfen natürlich für sich genommen, aber die größte Wirkung entfalten sie, wenn Du alle Strategien gemeinsam nutzt und sie ineinander greifen lässt. Wenn Du frühzeitig aktiv wirst, kannst Du Dir guten Gewissens Mitte Dezember eine Pause gönnen. Wenn Du die Termine, Aktivitäten und To Dos priorisiert hast, ist nicht nur Platz für Pausen, sondern Du weißt auch, welche Dinge Du schon im November abhaken kannst und solltest.

 

 

Troubleshooting: Was tun, wenn die Weihnachtszeit doch stressig wird?

Erste Hilfe Schritt 1: Auf die Bremse treten

Wirklich Pause machen und abschalten. Wenn Du Dich gestresst fühlst, musst Du die damit verbundenen Verhaltens- und Gedankenmuster (Multitasking, “das schaffe ich auch noch”-Mentalität, usw.) unterbrechen und Abstand dazu gewinnen. Wie die Pause aussieht, hängt von Deinem Stresslevel ab. Horche in Dich hinein und sei ehrlich. Reicht ein ruhiger Abend, mit einem heißen Bad und einem Buch? Solltest Du früher ins Bett gehen? In den meisten Fällen ist es damit aber nicht getan und Du musst wirklich etwas ändern.

 

Erste Hilfe Schritt 2: Prioritäten klären

Du schaffst es, Dein Pensum zu ändern, indem Du alle Termine und To Dos, Aktivitäten und Ansprüche hinterfragst und priorisierst. Was muss wirklich erledigt werden? Was ist Dir wirklich wichtig? Was ist versteckter Perfektionismus und übertriebene Ansprüche an Dich selbst? Wenn Du weißt, was Dir wirklich wichtig ist, kannst Du auch entscheiden, was unwichtig (und damit zu vernachlässigen) ist.

 

Erste Hilfe Schritt 3: Delegieren und Plan B

Nachdem Du Klarheit erlangt hast, brauchst Du einen neuen Plan. Wichtig: dieser neue Plan muss weniger Termine, To Dos, Aktivitäten und Ansprüche beinhalten als der vorherige. Sonst stehst Du ein paar Tage später wieder vor dem gleichen Problem. Das bedeutet, Du musst Dinge absagen, Aufgaben delegieren, oder Ansprüche loslassen, um Dir mehr Zeit zu ermöglichen. Frage Dich hier: Kann Dein Partner, Deine Mutter, Deine Kinder oder eine Freundin Dir etwas abnehmen? Kannst Du bestimmte Tätigkeiten an einen Dienstleister auslagern? Was genau würde Dir helfen? Einmal Essen liefern lassen, um den Haushalt auf Vordermann zu bringen? Geschenke verpacken lassen? Das Weihnachtsessen streichen und zum Essen gehen? Die Familie bitten, Essen mitzubringen? Plätzchen kaufen statt backen? Zeit statt Zeug schenken? Es gibt unheimlich viele Möglichkeiten. Nutze Deine Zeit und Energie für das, was Dir wirklich wichtig ist und finde für den Rest eine andere Lösung.

 

Worauf freust Du Dich in der Weihnachtszeit besonders?

 

Wie fange ich an? Erste Schritte zu einem bewussten Leben

Da bist Du also: Du möchtest ein bewusstes Leben führen. Aber wie fängst Du an? Und womit? An Inspiration mangelt es nicht und auch nicht an Beiträgen, die Dir erklären, wie Du ausmisten kannst, wie Du eine minimalistische Garderobe erstellst, wie Du meditierst, usw. Aber was ist denn nun der erste Schritt?!? In diesem Beitrag findest Du meine Empfehlung, um Deine ersten Schritte zu einem bewussten Leben zum Beginn einer Erfolgsgeschichte werden zu lassen.

 

Ein Gefühl der Überwältigung

Jedem Anfang wohnt eine wundervolle Magie, eine ganz besondere Motivation und auch eine ganz schöne Dosis Überwältigung inne. In Deinem Kopf ist dieses Bild, wie Dein Leben aussehen sollte – und um Dich herum die Realität, die eine gefühlte Ewigkeit von dieser Zielvorstellung entfernt ist.

Ich habe lange darüber nachgedacht, was mein Rat für Frauen ist, die ganz am Anfang stehen und die ersten Schritte in ein bewusstes Leben wagen sollen. Sollten sie so vorgehen wie ich? Erst Ausmisten, dann um das Innenleben kümmern? Oder lieber erst meditieren und dann das äußere Chaos zähmen?

 

Der eine Weg zum bewussten Leben

Die ehrliche Antwort ist: ich weiß es nicht. Ich denke, niemand kann das wissen – außer Du selbst. Es gibt – wie so oft im Leben – nicht den einen Weg. Ich teile auf Modern Slow und in meinem Buch Modern Mindful meinen Weg, in der Hoffnung, dass er Dich inspiriert und zum Nachdenken animiert. Aber es ist mein persönlicher Weg und ich erhebe nicht den Anspruch, dass dieser der allgemein gültige Weg ist.

In diesem Beitrag findest Du daher keine Antwort auf die etwas plakative Frage “erst Ausmisten oder erst meditieren?”. Stattdessen findest Du hier meine Schritte und Tipps, um für Dich selbst herauszufinden, wie Deine ganz eigenen ersten Schritte zu einem bewussten Leben aussehen.

 

Entscheiden, nicht wünschen

Der Startpunkt Deiner Reise sollte genau das sein: eine Entscheidung. Eine Entscheidung, Dein Leben bewusst zu gestalten – nicht nur der Wunsch, ein bewusstes Leben zu führen. Das klingt wie Haarspalterei, aber es ist doch eine so wichtige Unterscheidung. Wünsche sind großartig, sie regen zum Träumen an und geben uns ein wohlig-warmes Gefühl. Aber sie führen nicht zu Veränderung. Veränderung bedeutet Arbeit – und das bedeutet immer auch: Motivation, Disziplin und Anstrengung.

Wenn Du also wirklich ein bewusstes Leben führen möchtest, dann nimm Die Zügel in die Hand. Gestehe Dir selbst eine aktive Rolle zu. Du gestaltest Dein Leben. Wenn Du Dir Deine Entscheidungskompetenz aberkennst, werden Entscheidungen von anderen für Dich getroffen werden – und andere Menschen verfolgen in der Regel andere Ziele als Du. Also starte genau damit: entscheide Dich, dass Du Dein Leben bewusst gestalten wirst. Sieh der Veränderung – der Selbstmotivation, Disziplin und Anstrengung – ins Auge und sage – ganz bewusst – JA!

 

Reflektion statt Aktionismus

Solltest Du direkt beginnen wollen – mit dem Ausmisten, mit dem Meditieren, mit einem Achtsamkeitstagebuch – tue das, aber schiebe die Selbstreflektion nicht zu lange vor Dir her.

Reflektiere über Deinen Wunsch – und Deine Entscheidung – ein bewusstes Leben zu führen und versuche, Dein Warum zu identifizieren.

Dein Warum ist genau das – der Wunsch, das Gefühl, das Ziel, das hinter dem bewussten Leben steht. Warum möchtest Du ein bewusstes Leben führen? Dein Warum ist ein unheimlich starker Motivator – und Dein Wissen darüber wird Dir helfen, die Veränderung Stück für Stück Realität werden zu lassen.

Dein Warum zu kennen, hat aber noch einen weiteren Vorteil: es gibt Dir Hinweise darauf, was Du verändern solltest. Wenn Dein Warum ist, dass Du mehr Zeit mit Deiner Familie verbringen möchtest, werden Deine Schritte anders aussehen, als wenn Dein Warum ist, dass Du ein zufriedenerer Mensch sein möchtest. Die Schritte auf diesem Weg sind nicht konträr, aber der Fokus ist nichtsdestotrotz ein anderer – und das bedingt Dein Vorgehen.

Achtsamkeit hat umfassende Auswirkungen auf mein Leben. | modernslow.com

Bewusstes Leben heißt…

Wenn Du reflektierst – und das ist bei so einem großen Ziel ein Prozess und nicht eine einmalige Angelegenheit – dann werde konkret, wie Dein bewusstes Leben aussieht. Wohnst Du ländlicher? Wohnst Du in einer kleineren Wohnung als bisher? Reist Du um die Welt? Wie sieht es mit der Arbeit aus? Gibt es bestimmte Dinge oder Tätigkeiten, die Du Dir für Deinen Alltag wünscht? Werde so konkret wie es geht, um Klarheit zu bekommen wie ein bewusstes Leben für Dich aussieht. Du kannst definieren, was ein bewusstes Leben für Dich ganz persönlich umfasst.

Wann immer sich bestimmte Aspekte konkretieren, reflektiere noch einmal kritisch, ob es sich wirklich um Deine persönliche Definition handelt, oder ob Du Dich zu sehr von anderen Leuten inspirieren lassen hast. Inspiration ist etwas wundervolles, aber Inspiration verlangt auch immer von uns, dass wir uns die Frage stellen, was Inspiration und was unser eigener, intrinsischer Wunsch ist. Diese konkreten Aspekte Deines bewussten Lebens geben Dir wertvolle Hinweise darauf, welche Veränderungen Du angehen solltest.

 

Wie sehen die ersten Schritte für ein bewusstes Leben aus? Wie kannst Du anfangen, ein bewusstes Leben zu gestalten? | modernslow.com

Fang an – ein bewusstes Leben passiert nicht, Du erschaffst es!

Und dann kommt letztendlich der Punkt, an dem Du Deinem eigenen Bauchgefühl vertrauen musst, und einfach startest. Du bist der Experte für Dein Leben. Vertrau Dir selbst und leg los. Triff eine Entscheidung, bei der Du ein gutes Gefühl hast – oder die gut in Dein Leben passt (z.B. ein bereits geplanter Umzug, der das Ausmisten in den Mittelpunkt rückt) – und dann leg los!

 

Sei achtsam bei jedem Schritt

Während Du Deine Schritte in Richtung bewusstes Leben gehst, sei achtsam, was die Veränderung mit Dir macht. Veränderungen passieren oft in Schüben. Du arbeitest darauf hin und findest Dein Gleichgewicht und dann – weil sich etwas in Deinem Umfeld verändert hat oder weil Du Dich selbst verändert hast – hast Du erneut das Bedürfnis, etwas anzupassen und Dir Dein neues Gleichgewicht zu suchen.

Und ja, Du kannst natürlich mehr als eine Veränderung angehen. Du kannst Ausmisten und Meditieren. Du kannst Deine Wohnung und Dein Innenleben gleichzeitig bewusster gestalten. Beides schließt sich nicht aus. Es passt sogar hervorragend zusammen und verstärkt sich auch gegenseitig. Aber wiederum: sei achtsam. Lass Dich nicht von einem versteckten Perfektionismus überrollen!

Das Leben, das die meisten von uns leben, ist oftmals ein ganzes Stück von einem bewussten Leben entfernt. Stress ist ein ganz normaler Bestandteil des Alltags und Zeit für uns selbst Mangelware. Um solche Gewohnheiten hin zu einem bewussten Leben zu verändern, braucht es Zeit und Energie. Gewähre sie Dir! Wenn Du Dir zu viel auf einmal zugemutet hast, dann fokussiere Dich neu auf einzelne Bereiche – und vertage bestimmte Veränderungen auf später. Vor allem: sei nachsichtig mit Dir selbst. Wichtig ist, dass Du Dich Veränderung bewusst und aktiv vorantreibst. Das Tempo ist Deine Entscheidung.

 

Was ist auf Deinem persönlichen Weg gerade Deine größte Herausforderung?

Worauf legst Du gerade den Fokus?  Ausmisten oder Innenleben?

Organisiere Dein Leben! Ausmisten umfasst nicht nur Gegenstände... | www.modernslow.com

6 Dinge zum Ausmisten, die keine Sachen sind

Minimalismus wird oft damit gleichgesetzt, wenige Dinge zu besitzen und bisweilen asketisch zu leben. Wenn ich mir auch über den Wert des Labels Minimalist an sich nicht sicher bin, so ist die Definition meiner Meinung nach zu kurz gegriffen. Minimalistisch – einfacher und bewusster – zu Leben umfasst mehr als nur die Anzahl Deiner Möbel oder die Größe Deines Kleiderschranks. Vielmehr umfasst es eine Lebenseinstellung, die sich auch auf Deinen Alltag, Deine Gewohnheiten, und Dein soziales Umfeld auswirken.

Natürlich bin ich der Meinung, dass das Ausmisten von Gegenständen, von Besitztümern, ein wichtiger und wertvoller Schritt ist, um Dein Leben zu gestalten. Mir selbst hat das Ausmisten unheimlich geholfen. Nichtsdestotrotz möchte ich Dich mit diesem Beitrag ermutigen, über das klassische Ausmisten hinaus, Dein Leben zu vereinfachen. In diesem Beitrag erhältst Du ein paar Gedankenanstöße, in welchen Bereichen Deines Lebens Du ausmisten könntest, um ein bewussteres und einfacheres Leben zu erreichen.

 

1. Dinge, die Du nicht ändern kannst

Es gibt in unserem Alltag so viele Dinge, die wir nicht beeinflussen können. Dennoch verwenden wir wertvolle Energie darauf, uns darüber zu ärgern oder darüber nachzugrübeln. Der Klassiker: die verspätete U-Bahn (oder Bahn oder Bus). Natürlich ist das ärgerlich, wenn die U-Bahn Verspätung hat. Es bedeutet oft, dass wir einen Anschuss verpassen und letztendlich später nach Hause kommen. Bei einem durchgetakteten Tag (siehe unten) kann das natürlich einige Dinge durcheinander bringen. Aber: hast Du einen Einfluss darauf ob die U-Bahn verspätet ist? Nein! Nichts was Du tust, beeinflusst das Ergebnis. Also lass los! Hake die Situation ab. Es bringt Dir nichts, aber auch wirklich gar nichts, Dich über eine Situation zu ärgern, die Du nicht beeinflussen kannst.

 

2. Perfektionismus

Eigentlich wissen wir doch alle, dass uns Perfektionismus nicht gut tut. Dennoch verfallen wir oft in ein Muster, in dem wir eine Aufgabe nicht abschließen, weil wir noch die letzten 2% herausholen wollen. Dabei ist Perfektionismus im Alltag schlicht fehl am Platz. Jawohl! Perfektionismus macht Dir Dein Leben schwerer und Dich zudem unglücklich. Nach dem bestmöglichen Ergebnis zu streben ist das eine, aber krampfhaft zu versuchen etwas perfekt zu machen, ist oft kontraproduktiv. Natürlich gibt es Aufgaben in Deinem Alltag, denen Du mehr Aufmerksamkeit widmen solltest, aber ständig nach einem perfekten Resultat zu streben, bedeutet einfach nur unnötigen Stress. Ich versuche mir inzwischen ein Zitat aus Elizabeth Gilbert’s Big Magic regelmäßig vor Augen zu halten: Done is better than perfect. Sachen abhaken zu können ist oft tatsächlich mehr wert als Sachen perfekt zu machen.

 

Diese 6 Dinge solltest Du Ausmisten - auch wenn es keine Dinge sind! Steigere Deine Lebensqualität und Deinen Fokus. | www.modernslow.com

 

3. Unnötige Deadlines und Termine

Hast Du schon mal darüber nachgedacht, wieviele Deadlines Du Dir selbst auferlegst? Oft sind wir viel zu optimistisch was wir an einem Tag oder in einer Woche schaffen können und definieren für uns selbst Deadlines, die wir schlichtweg nicht einhalten können. Du weißt wovon ich rede, oder? Sei Dir bei Deiner Wochen- oder Tagesplanung darüber bewusst, und nimm Dir noch einmal am Ende der Planung Zeit, kritisch zu reflektieren, ob das, was Du Dir vorgenommen hast, wirklich machbar ist.

Oft trifft eine zu optimistische Planung dann auch auf zu viele Termine, die Du guten Gewissens in Deinen Kalender stopfst. Stichwort: Freizeitstress? Plane regelmäßige Zeitfenster der Ruhe ein, Zeiten zu denen Du nichts geplant hast und nutze die Zeit bewusst für Deine Familie oder Dich selbst.

 

Oft nehmen wir uns tagtäglich viel zu viel vor. Gönne Dir ganz bewusst Zeiten der Ruhe. | www.modernslow.com

4. Deinen Tagesablauf

Über den Tag hinweg verteilt, verlieren wir oft viel Zeit in vollkommen nebensächlichen Tätigkeiten. Denke mal über Deinen alltäglichen Rhythmus nach. Worauf verwendest Du viel Zeit? Sind das Dinge oder Tätigkeiten, die wirklich so viel Deiner Zeit, Aufmerksamkeit, und Energie verdienen? Frage Dich ganz konkret, ob es Tätigkeiten gibt, die Du einfach eliminieren oder reduzieren kannst, um mehr Zeit für die Dinge zu haben, die Dir am Herzen liegen.

 

5. Multitasking

Oh wie oft bin ich schon dem Charme des Multitasking erlegen! Es klingt so schön: zwei Dinge erledigen und dabei weniger Zeit benötigen. Doch: es ist zu schön um wahr zu sein. Die Realität sieht dann eher so aus: man braucht länger, als wenn man die Tätigkeiten nacheinander abgearbeitet hätte und die Qualität ist oft viel schlechter, da wir eben nur einen Teil unserer Aufmerksamkeit den einzelnen Aufgaben gewidmet haben. Versuche daher ganz bewusst, Multitasking in Deinem Alltag zu eliminieren.

 

6. Beziehungen, die Dir nicht gut tun

Ja, ich weiß, das unliebsame, vielleicht auch unangenehme Thema, über das nur wenige Leute gerne reden, habe ich mir für den Schluss aufgehoben. Dennoch wissen wir alle genau von welchen Beziehungen und Personen die Rede ist. Personen, zu denen man Kontakt hält, aus einem Gefühl der Pflicht heraus, nicht weil man wirklich Zeit miteinander verbringen möchte. Vielleicht sogar Beziehungen, die einem ein schlechtes Gefühl geben. Das ist ein heikles Thema und je nach Art der Beziehung kann es hilfreich und ratsam sein mit jemandem darüber zu reden. Ich möchte Dich dazu ermutigen, den ersten Schritt zu gehen und Deine Beziehungen zu anderen Menschen zu hinterfragen.

Egal ob Möbel oder Termine, Bücher oder Vorstellungen, Kleider oder Beziehungen, ein einfacheres Leben umfasst ein bewusstes Besinnen auf das, was uns wirklich wichtig ist und was unser Leben positiv bereichert.

Welchen dieser Bereiche willst Du als Erstes ausmisten?

Ich versuche gerade sehr bewusst in meiner Tagesplanung zu sein und miste daher insbesondere Bereiche 3 und 4 aus.

Das Ergebnis dieser Bemühungen ist übrigens auch in meinen kostenlosen einwöchigen Onlinekurs Schluss mit Stress geflossen. Hier geht’s zur Anmeldung.

Schluss mit Stress ist ein kostenloser Onlinekurs von Modern Slow. Du lernst Deine Stressmuster zu erkennen und achtsamer zu leben - für mehr Zufriedenheit in Deinem Leben. | modernslow.com