Was, wenn Du feststeckst – und wie Du Deinen Flow wiederfindest

Alles anders. Dir ist schon aufgefallen, dass Die Artikel hier anders klingen nicht wahr? Das ist gut so. Eigentlich. Irgendwie wäre mir es auch lieber gewesen, ich hätte den Umweg nicht nehmen müssen. Aber dann wiederum ist der Weg (und auch der Umweg) ja das Ziel. Also wars wohl genau richtig so. Ein Artikel über den Weg, Baustellen und eine verrückte Idee.

 

Der Weg und das Feststecken

Eigentlich ist Feststecken kein Problem. Klar, es macht keinen großen Spass, das Gefühl zu haben, man hätte – ganz im Gegensatz zu allen anderen – überhaupt keinen Plan.

Dabei hat niemand einen Plan.

Ich kann das sagen, ich stecke gerade nicht fest.

 

Widerstand oder Reibung entsteht, wenn … – ach, was solls. Lass es mich einfach in den Worten meiner Oma sagen: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Oder in im aktuellen Self-help-Sprech:

Du kannst nicht Wachstum wollen und Dein Denken nicht verändern.

 

Meine Baustelle war also in meinem Kopf

Ich will ganz ehrlich sein: selbst für jemanden wie mich, die gerne Dinge anders, nach ihrem Kopf macht, ist es schwer, all die Tipps und Ratschläge nicht zu sehr zu internalisieren. Nicht zu sehr davon die eigene Stimme überlagern zu lassen. Vor allem weil all die Tipps funktionieren. “5 Tipps für….” geht auf Pinterest ab wie Schmidt’s Katze.

Und so habe ich viele solcher Beiträge produziert. Mit Herzblut. Sogar aus Überzeugung, denn mein Ziel war es immer, dir etwas mitzugeben, wenn du einen meiner Beiträge gelesen hast. Und es gibt doch nichts praktischeres als Tipps-Listen oder?!?

Und es war schlichtweg auch eine Entwicklung. Seit den ersten Beiträgen, habe ich 1000ende Wörter für Modern Slow geschrieben.

Manche Dinge lernt man erst (über sich selbst), indem man sie tut.

 

Was das mit dir zu tun hat

Ich bin inzwischen überzeugt, dass diese Art von Beiträgen nur bedingt dafür taugen, eine Veränderung in Gang zu setzen. Für eine wirkliche Veränderung in deinem Alltag brauchst du keinen Tipp, sondern ein echtes Umdenken im Kopf. Und dafür muss dich der Artikel zum Innehalten und Nachdenken bringen.

Also alles ein bisschen anders.

Nicht komplett auf dem Kopf gestellt. Aber anders. Auf dass wir beide nicht mehr feststecken…!

Manchmal steckt man fest, im Kopf, in Gefühlen, in einer Art zu denken. Wie du mit dem Feststecken umgehen kannst und deinen Flow wieder findest.

 

Die verrückte Idee

Die verrückte Idee ist also das: tun, was sich richtig anfühlt – auch wenns niemand sonst tut.

 

Denn vielleicht, nur vielleicht, ist genau das der Schlüssel.

 

Klar, einfach lesen geht anders.

Andererseits: wer liest eigentlich noch Blogartikel?

Ich meine so richtig. Die meisten Leser scannen doch nur noch oder?! Egal ob Tageszeitung oder Blog. Das ist kein Vorwurf. Ich mache das auch so. Die Artikel, die ich wirklich lese, sind die, die anders sind.

 

Also, wenn ich schon selbst Schema-F-Artikel nicht mehr lesen will, warum sollte ich sie dann anderen vorsetzen?!

Lieber schreibe ich so, dass die 5 oder 10 oder 100 Frauen, die den Artikel wirklich lesen, etwas für ihre Zeit bekommen. Dass die 5 oder 10 oder 100 Frauen etwas in meinem Artikel finden, was ein Schema-F-Artikel nicht kann (und ganz ehrlich auch gar nicht will):

Eine andere Perspektive. Einen neuen Zusammenhang. Oder einfach eine verrückte Idee.

 

Warum ich Hilfe brauche (und deshalb Modern Slow ein Team hat)

Tief einatmen. Ich brauche Hilfe. Schon seit längerem und deshalb habe ich sie nun auch. Ein Beitrag über Transparenz, Delegieren und das Problem in unseren Köpfen. Und auch ein Beitrag über meine tolle Assistentin, die Modern Slow besser macht.

 

Ich habe lange überlegt, diesen Post zu machen.

Erst, weil ich mir nicht sicher war, ob ich ihn machen möchte. Dann, weil ich mir nicht sicher war, wie ich ihn machen möchte. Denn das Thema Hilfe ist in unserer Gesellschaft und insbesondere unter Frauen ein Tabuthema und noch dazu begibt man sich auf sehr dünnes Eis.

 

Nein, ich will mich nicht hinstellen und auf dicke Online-Business-Hose machen. “Ich habe ein Team” wird schnell zu “was glaubt die denn, wer sie ist?!” uminterpretiert. Gerade wir Frauen reagieren gerne mal allergisch auf solche Aussagen – manchmal (manchmal!) zu Recht.

Manchmal sagt die Interpretation aber mehr über uns selbst aus.

Sympathiepunkte sammelt Frau eher mit Aussagen wie “ich hatte Glück”, “mir passieren viele tolle Dinge” – nur nicht anecken, nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich selbst lenken und schon gar nicht etwas für sich beanspruchen.

Gleichzeitig schlägt uns bei “ich habe Unterstützung” oftmals auch eine ganz andere Interpretation entgegen: “schaffst Du es nicht?” “ich mache ja xyz immer selbst” – und der böse große Bruder in unserem eigenen Kopf “bist Du nicht gut genug?!”.

Und so schweigen wir. Darüber, dass wir Hilfe haben. Darüber, dass wir Hilfe brauchen.

 

Zeit das zu ändern.

 

Du brauchst Hilfe. Und das ist in Ordnung. | modernslow.com

Mein Tag hat 24 h, wie Deiner.

 

Ganz klar, das haben mir die letzten Jahre gezeigt, Planung und Prioriäten, bewusste und mutige Entscheidungen, Ziele und effektive Gewohnheiten, mein Mann, meine Familie und und und sind wichtige Gründe dafür, warum ich so viel in meinen 24 h schaffe.

 

Aber es sind und bleiben 24 h.

 

Und so ist ein weiterer Grund ist eben auch, dass ich es seit ein paar Monaten nicht mehr alleine tue.

Modern Slow hat inzwischen ein Team.

 

In diesem Beitrag geht es aber um mehr als Transparenz.

Es geht darum, umzudenken.

Mir liegt dieser Beitrag ganz besonders am Herzen, weil er so viele von uns betrifft. Wir Frauen sind Meister darin, viel zu hohe Ansprüche an uns selbst zu stellen. Und oftmals merken wir es gar nicht mehr. Und wenn es mal drunter und drüber geht, wenn wir straucheln und gerade so die Dinge hinkriegen, oder wenn wir tatsächlich scheitern, dann zeigen wir das lieber nicht – nicht einmal vor unseren engsten Freundinnen.

Viel wichtiger ist die Fassade: alles schaffen und es mühelos aussehen lassen.

 

Und dazu möchte ich nicht beitragen. Dass ich das Aufräumen auch mal ausfallen lasse und stattdessen an Modern Slow arbeite oder Zeit mit meiner Familie verbringe, habe ich schon an mehr als einer Stelle erwähnt. Ich arbeite Vollzeit, ich arbeite an Modern Slow, ich habe eine Familie und Sport mache ich auch. Aber: ich schaffe nicht alles und schon gar nicht zur gleichen Zeit. Mühelos hat so viel mit meinem Alltag zu tun, wie Pommes und Schokolade mit gesunder Ernährung.

 

All das was ich da so tagein tagaus tue ist spannend und erfüllend und ich möchte keine Minute missen, aber es ist nicht mühelos.

 

Mein Alltag ist nicht stressig. Aber auch das ist kein Zufall. Das ist das Resultat von vielen bewussten Entscheidungen und einer ganz besonderen: ich akzeptiere meine Grenzen. Ich akzeptiere, dass ich nicht “alles” schaffen kann und entscheide entsprechend meiner Prioritäten.

 

Und so war ich vor ein paar Monaten an dem Punkt, an dem ich mir selbst eingestehen musste, dass ich allein nicht mehr Zeit für Modern Slow aufwenden kann, als ich es tue. Wenn ich also mehr tun möchte, mehr Frauen helfen möchte, dann brauche ich Hilfe. Und so habe ich nun Unterstützung von einer ganz zauberhaften Assistentin, der lieben Chrissi.

 

Für alle, die sie noch nicht kennen: das ist Chrissi.

 

Sie ist eine Modern Slow Leserin der ganz frühen Stunde – und seit gut einem halben Jahr selbstständig als VA. Egal ob im WordPress-Backend, bei der grafischen Unterstützung bei meinem “Mehr Zeit für Dich”-Programm, oder einfach als Brainstorming-Buddy, Chrissi ist inzwischen ein wichtiger Teil von Team Modern Slow.

 

Bei Modern Slow geht es nicht um mich. Ich teile meine Erfahrungen, meinen Weg. Aber letztenendes es geht nicht um mich.

Es geht um Dich.

Es geht darum, möglichst viele Frauen zu inspirieren, ihren Alltag in die Hand zu nehmen, und sie dabei zu unterstützen, kleine und große mutige Entscheidungen zu treffen, damit sie ihr Leben nach ihren Prioritäten gestalten können. Das ist meine Vision. Und genau an diese Vision glaubt auch Chrissi und um diese Vision umzusetzen, hat Modern Slow ein Team.

 

Fotocredit Portrait Chrissi: Foxografie.

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine

GANZ ODER GAR NICHT?! GEWOHNHEITEN BEGINNEN UND BEIBEHALTEN

In der Silvesternacht werden wir mutig. Wir nehmen uns Vorsätze für’s neue Jahr, stoßen auf unser neues, besseres Leben an – und würden oft all das ein paar Tage später wieder vergessen. Veränderung ist anstrengend. Gepaart mit einem vollen Alltag sind Stress und Selbstzweifel vorprogrammiert. Jedes Ziele, jede angestrebte Veränderung beruht auf Gewohnheiten. Gewohnheiten zu etablieren ist das eine, sie dann wirklich – langfristig – beizubehalten das andere. In diesem Beitrag dreht sich alles um diese Herausforderung und ich teile meine Tipps, wie eine “ganz oder gar nicht” Einstellung nicht das Ende für Deine Vorsätze und Ziele bedeutet.

 

 

Ganz oder gar nicht!

Die meisten von uns fallen zumindest für einige Routinen und Gewohnheiten in die “ganz oder gar nicht” Kategorie. Wir essen gar keine Schokolade oder gleich die ganze Tafel. Wir sind richtig diszipliniert oder verfallen in die “jetzt ist es auch schon egal” Denkweise. Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich mit dieser Denkweise auseinander setzen muss. Will ich das wirklich? Will ich es nicht doch noch einmal mit dem Ziel versuchen? Wenn Du Dich im “gar nicht” Bereich des Gewohnheiten-Spektrums befindest, dann gibt es für mich nur einen Weg, wie Du da wieder herausfindest. Du fängst da an, wo Du aufgehört hast.

 

 

Wie Du Gewohnheiten beibehältst

Gewohnheiten neu einzuführen ist aufregend. Die Motivation hilft Dir in den ersten Tagen und Wochen. Aber was, wenn die Motivation nachlässt? Und der Alltag überhand nimmt? Und Du dann auch noch der “ganz oder gar nicht”-Typ bist? Genau diese Frage wurde mir in der Modern Slow Community vor gut einem dreiviertel Jahr gestellt – und die Antwort findest Du in diesem Video. Darin dreht sich alles darum, wie Du Gewohnheiten beibehältst – gerade, wenn Du ein “ganz oder gar nicht” Typ bist und das Fallen aus einer Gewohnheit mit Schuldgefühlen verbunden ist.

 

 

 

Ein Durchhänger ist noch nicht das Ende

 

Selbst wenn Du nur eine Kleinigkeit verändern willst, kommt eben doch das Leben mit seinen unerwarteten dazwischen. Du bist auf Reisen, Dein krankes Kind braucht Deine Aufmerksamkeit oder Dein innerer Schweinehund macht sich bemerkbar. Sei Dir darüber im Klaren, dass ein Durchhänger nicht bedeutet, dass all die Schritte und Anstrengungen umsonst war. Anstatt aufzugeben, hake es ab und mach morgen weiter.

 

Gewohnheiten beginnen und beibehalten. Ziele erreichen - aber wie? Tipps und Workshop | modernslow.com

Wenn Dir die Gewohnheit schwerfällt

 

Es gibt diese Momente, in denen die (vielleicht gar nicht mehr so) neue Gewohnheit schwerfällt. Wenn alles andere wichtiger erscheint. Wenn da einfach ein Widerstand in uns ist. Die Frage ist, wie gehen wir damit um? Mit dieser Frage beschäftigt sich der nachfolgende Podcast (kann man das so nennen, so ganz ohne “richtigen” Podcast bei itunes?!?). Das Video ist zwar ein dreiviertel Jahr alt, aber für mich noch immer absolut relevant und wichtig. Dennoch wollte ich mich dem Thema noch einmal aus einem anderen Blickwinkel annähern. Diesmal dreht sich alles um Disziplin und Deine Komfortzone.

 

 

Gewohnheiten sind die Basis

Gewohnheiten sind die Basis jedes Ziels. Welchen Wunsch Du auch gerade verfolgst – oder träumst zu verfolgen. Diesem Wunsch liegt immer auch die Veränderung von Gewohnheiten zugrunde. Dieses Thema ist nicht nur unheimlich spannend besser zu verstehen, sondern hat weitgreifende Auswirkungen auf Dein Leben. Besser zu verstehen, welche Ziele wirklich die richtigen für Dich sind und welche Veränderungen notwendig sind, um diese Ziele zu erreichen, ist eine der besten Investitionen in Dich selbst, die Du tätigen kannst. Zu verstehen, welche Schritte es Dir möglich machen, Dein Leben Stück für Stück zu verändern, ist wahrlich lebensverändernd. Und: Du kannst diese Schritte lernen. In meinem Workshop “Ziele mit Herz und Verstand” lernst Du meine 4-Schritte-Erfolgsformel, die Du auf alle Deine Ziele anwenden kannst – damit Du Deine wertvolle Zeit und Energie fokussiert einsetzt. Du erhältst 7 Videos, insgesamt 120 Minuten Training und Coaching und ein gut 40-seitiges Workbook, damit Du all die Veränderungen tatsächlich erreichst, die Du Dir wünschst. Mehr Informationen und die Bestellung findest Du hier.

 

Ziele mit Herz und Verstand - Lerne, wie Du die für Dich richtigen Ziele setzt und tatsächlich erreichst. | modernslow.com

 

Welche Gewohnheit möchtest du 2018 endlich ändern?

BUCHTIPPS FÜR DEIN ERFÜLLTES LEBEN

Nicht noch eine Bücherliste… doch! Ja, die Fülle an Büchern und Ratgebern ist überwältigend und wenn es Dir wie mir geht, kaufst Du so viele, dass Dir der Lesestoff, die nächsten Jahre nicht ausgeht. Deshalb habe ich Dir hier in diesem Beitrag meine liebsten Buchtipps zusammengestellt.

 

Alle Bücher, die ich Dir hier empfehle, habe ich selbst gelesen (… psst! Und eins davon geschrieben!). Für mich sind sie Wegweiser und Orientierungshilfen auf dem Weg zu einem bewussten und erfüllenden Leben und ich möchte sie gerne an Dich weitergeben. (Außerdem gibt es nichts Schöneres, als sich mit einem Buch in ein gemütliches Eckchen zu verziehen, Kaffee oder Tee dabei zu trinken und ganz in dem Thema aufzugehen, nicht wahr?)

 

Meine Buchtipps – Inspiration für Dein erfülltes Leben

Vielleicht hast Du Dich schon ein wenig in diese Themen eingearbeitet oder möchtest ganz neu damit starten, Dein erfülltes Leben zu leben: diese Bücher können Dir dabei helfen. Ich habe die einzelnen Bücher in verschiedene Kategorien für ein erfülltes Leben eingeteilt:

 

 

  • Lebensphilosophie – die Bücher, auf denen meine Veränderung fußt und die Dich dabei unterstützen, ein bewusstes, erfülltes Leben zu finden

 

  • Achtsamkeit & Zufriedenheit – Wie kannst Du Achtsamkeit in Dein Leben integrieren; wie wirst Du glücklich?

 

  • Selbstvertrauen – So baust Du Selbstvertrauen auf und lernst, in Deine Fähigkeiten zu vertrauen

 

  • Alltag – Anregungen und Praxistipps, die Dir Deinen Alltag erleichtern

 

Dieser Beitrag lebt von meinen (und Deinen!) Empfehlungen, deshalb werde ich ihn laufend für Dich erweitern.

Setze ihn auf Deine Leseliste und pinne ihn für später, damit Du nichts verpasst. Sofern verfügbar, findet ihr das Buch sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verlinkt. Tatsächlich gelesen habe ich immer die englischsprachige Ausgabe.

 

Ich hoffe, du kannst deine Leseliste ordentlich auffüllen! 🙂

 

Buchtipps für Dein erfülltes und bewusstes Leben. Inspiration für weniger Stress und mehr Zufriedenheit. | modernslow.com

Lebensphilosophie

The Life-Changing Magic of Tidying up (Marie Kondō) – hier auf Englisch und auf Deutsch

Essentialism: The Disciplined Pursuit of Less (Greg McKeown) – auf Englisch

Big Magic – Creative Living Beyond Fear (Elizabeth Gilbert) – hier auf Englisch und auf Deutsch

Achtsamkeit & Zufriedenheit

The Happiness Hypothesis: Putting Ancient Wisdom to the Test of Modern Science (Jonathan Haidt) – hier auf Englisch und auf Deutsch

Modern Mindful (Katharina Tanimura) – auf Deutsch (und hier ein paar Insiderinfos dazu)

Tuesdays with Morrie (Mitch Albom) – auf Englisch und auf Deutsch

 

Selbstvertrauen

Year of Yes: How to Dance It Out, Stand In the Sun and Be Your Own Person (Shonda Rhimes) – hier auf Englisch und auf Deutsch

Confidence Code (Katty Kay) – hier auf Englisch und auf Deutsch

 

Alltag

Better than before: Mastering the Habits of Our Everyday Lives (Gretchen Rubin) – hier auf Englisch und auf Deutsch

Never split the difference: Negotiating As If Your Life Depended On It (Chris Voss) – hier auf Englisch und auf Deutsch

 

 

Welches Buch daraus hat Dir bereits weitergeholfen und warum?

Was darf auf Deiner persönlichen „Must-Read“-Liste keinesfalls fehlen?

Tipps zum Ausmisten und KonMari | modernslow.com

Warum Ausmisten nie verkehrt ist (und wann vielleicht doch)

Ausmisten ist gefühlt in aller Munde – Marie Kondo und der steigenden Aufmerksamkeit für ein minimalistisches Leben sei dank. Und tatsächlich, die Ideen von Marie Kondo sind wirklich hilfreich. Nach meiner Erfahrung ist es aber mit einmal ausmisten nicht getan. Also, auf geht’s in die nächste Runde?!? In diesem Beitrag stelle ich Dir drei Gründe vor, warum Ausmisten immer eine gute Idee ist, wenn Du Dein Leben bewusster gestalten willst – und spreche aber auch über drei Situationen, in denen Du Dein Ausmisten überdenken (und vielleicht auch beenden) solltest.

 

Ausmisten bedeutet Aktion

Ein bewusstes Leben zu gestalten, klingt nach einer riesigen Aufgabe und nach viel Veränderung – und genau das macht das Beginnen für uns schwer. Wenn das Ziel so unheimlich weit weg erscheint, verfallen wir oft, aus einem Gefühl der Überwältigung heraus, in eine Schockstarre – und tun erst mal nichts. Der Schlüssel ist es, kleine machbare Schritte zu definieren und das Ausmisten bietet Dir genau diese Möglichkeit. Erst kleinere Dinge wie die Handtasche oder den Junk Drawer, dann größere Dinge wie den Kleiderschrank, Papier, Elektronikprodukte oder und Digitales. Entscheidend ist: Du kommst ins Handeln und schaffst so Motivation und Dynamik für die weiteren Schritte.

 

Dinge vor Gewohnheiten

Ja, es wäre manchmal besser für uns und unser Wohlbefinden, wenn wir zuerst unsere Gewohnheiten änderten. Aber wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Egal welche Gewohnheit oder Situation Du ändern willst, die ersten Schritte fallen oft richtig schwer. Früher aufstehen – klar, aber vielleicht erst morgen. Sport machen – natürlich, aber nicht heute abend, denn der Tag war so anstrengend. Unser Gehirn produziert nur zu gerne solche Ausreden, denn alles beim alten ist der präferierte Zustand unseres Gehirns.

Es fällt uns dagegen leichter, uns von Dingen zu trennen. Natürlich, auch hier produziert unser Gehirn Ausreden, aber der Widerstand wird deutlich geringer ausfallen als wenn Du versuchst, Deinen gesamten Alltag umzukrempeln. Gleichzeitig liegt es in der Natur der Sache, dass Du beim Ausmisten schneller Erfolgserlebnisse feiern kannst als wenn Du Deine Gewohnheiten änderst. Dein Ausmisten schafft so die Motivation und Dynamik, aber auch das Selbstvertrauen, das Du brauchst, um Deine Gewohnheiten zu verändern.

 

Von außen nach innen

Ein aufgeräumteres, leichteres Außen hilft uns, uns auf unser Inneres zu konzentrieren und dort Veränderungspotential zu erkennen. Weniger Besitz und eine dementsprechend minimalistischere Wohnung erlauben Dir den Blick nach Innen zu richten – vielmehr als Dir das in einer überladenen, vollgepackten Wohnung möglich ist. Das Ausmisten selbst gibt Dir auch die Möglichkeit bestimmte Muster in Deinem Verhalten zu erkennen und Dich zu hinterfragen und legt so die Basis für eine tiefgründigere Seelenforschung.

Warum Ausmisten nie verkehrt ist. Egal, ob Du zum ersten Mal von Marie Kondo hörst oder schon ausgemistet hast, Ausmisten ist immer eine gute Idee (Ausnahmen bestätigen die Regel) | modernslow.com

 

Ausmisten ist nie verkehrt, aber…

Ausmisten hat große Vorteile und ich kann es absolut empfehlen, regelmäßig zu hinterfragen, welchen Dingen man Platz in seinem Zuhause gewährt. Aber es sollte nicht zur präferierten Aktivität des Wochenendes werden. Ausmisten muss (und soll) auch nicht zur Gewohnheit werden, wie das Bad zu putzen und staubzusagen. Es ist kein Sport und auch nicht das Endziel. Ausmisten ist ein Hilfmittel, eine Methode, um Dein Leben bewusst zu gestalten.

Keine Ablenkung

Ausmisten sollte nicht ersetzen, dass Du über Deine Prioritäten und Deine Wünsche nachdenkst, dass Du Deine Gedanken- und Verhaltensmuster überdenkst, und Dein Leben achtsamer gestaltest. Ausmisten sollte nicht zu einer Form des Prokrastinierens verkommen, in der Du immer wieder das Ausmisten vorschiebst, um Dich nicht mit den wirklich wichtigen Dingen auseinanderzusetzen.

Keine Verschwendung

Wenn Ausmisten zur Gewohnheit wird, besteht die Gefahr, dass Du Dein Einkaufsverhalten nicht anpasst – und genau dieses Einkaufsverhalten ist ja oft der Grund dafür, dass Du ausmisten möchtest (das Zeug muss ja irgendwo herkommen…). “Ich kann es ja einfach ausmisten” ist ein gefährlicher Gedanke – und ein ziemlich teurer noch dazu! Geld für unnütze Dinge auszugeben, die Dir keine Freude bereiten und die Du kurz darauf wieder ausmistest, ist eine absolute Verschwendung. Und genau dieses Geld fehlt Dir dann, um Deine Werte zu leben und Deine Träume zu verwirklichen.

Kein race to the bottom

Beim Ausmisten geht es nicht darum immer weniger zu besitzen, um bei einer möglichst kleinen Zahl an Besitztümern anzugelangen. Lass Dir nicht einreden, Du wärst erst ein Minimalist, wenn Du nur noch x Teller und y Bücher besitzt. Ich bin kein Freund davon, sich eine Zahl als Limit zu setzen – und finde es toll, dass es Leute wie Sabine gibt, die das genauso sehen. Wie viele Dinge solltest Du denn besitzen dürfen? 100? 125? 200? Was wenn Du 201 besitzt? Hast Du dann versagt? Nein, natürlich nicht. Willkürliche Zielzahlen mögen vielleicht als Indikation oder Inspiration taugen, aber eine wirkliche Handlungsempfehlung sind sie für mich nicht. Das Ziel ist es vielmehr, so die Dinge zu identifizieren, die Dir wichtig sind – und im Umkehrschuss sich von denen zu trennen, die nicht nicht (oder nicht mehr) zu Deinem Leben passen.

 

Ich möchte Dich ermutigen, Deinen Besitz regelmäßig zu hinterfragen. Nicht als Selbstzweck, als Zelebrieren des Ausmistens, sondern als Methode, um Dein Leben und Deine Entscheidungen zu hinterfragen. Manchmal sind wir nicht so achtsam beim Einkaufen, wie wir uns vorgenommen haben. Oft verändern wir uns – und mit uns unsere Bedürfnisse. Die Prämisse, die für mich hinter jeder Ausmist-Entscheidung steht, ist die Dinge zu identifizieren,die ich wirklich schätze, die mich glücklich machen und die ich benutze. Alles andere ist unnütz. Das könnte ich mal brauchen trägt nicht zu Deinem Leben bei.

Wo Du die Linie ziehst, hängt von Dir ab – und wird sich auch im Zeitablauf ändern. Also, nimm den Druck aus der Sache und fang einfach an.

Was fällt Dir beim Ausmisten schwer?

Wie fange ich an? Erste Schritte zu einem bewussten Leben

Da bist Du also: Du möchtest ein bewusstes Leben führen. Aber wie fängst Du an? Und womit? An Inspiration mangelt es nicht und auch nicht an Beiträgen, die Dir erklären, wie Du ausmisten kannst, wie Du eine minimalistische Garderobe erstellst, wie Du meditierst, usw. Aber was ist denn nun der erste Schritt?!? In diesem Beitrag findest Du meine Empfehlung, um Deine ersten Schritte zu einem bewussten Leben zum Beginn einer Erfolgsgeschichte werden zu lassen.

 

Ein Gefühl der Überwältigung

Jedem Anfang wohnt eine wundervolle Magie, eine ganz besondere Motivation und auch eine ganz schöne Dosis Überwältigung inne. In Deinem Kopf ist dieses Bild, wie Dein Leben aussehen sollte – und um Dich herum die Realität, die eine gefühlte Ewigkeit von dieser Zielvorstellung entfernt ist.

Ich habe lange darüber nachgedacht, was mein Rat für Frauen ist, die ganz am Anfang stehen und die ersten Schritte in ein bewusstes Leben wagen sollen. Sollten sie so vorgehen wie ich? Erst Ausmisten, dann um das Innenleben kümmern? Oder lieber erst meditieren und dann das äußere Chaos zähmen?

 

Der eine Weg zum bewussten Leben

Die ehrliche Antwort ist: ich weiß es nicht. Ich denke, niemand kann das wissen – außer Du selbst. Es gibt – wie so oft im Leben – nicht den einen Weg. Ich teile auf Modern Slow und in meinem Buch Modern Mindful meinen Weg, in der Hoffnung, dass er Dich inspiriert und zum Nachdenken animiert. Aber es ist mein persönlicher Weg und ich erhebe nicht den Anspruch, dass dieser der allgemein gültige Weg ist.

In diesem Beitrag findest Du daher keine Antwort auf die etwas plakative Frage “erst Ausmisten oder erst meditieren?”. Stattdessen findest Du hier meine Schritte und Tipps, um für Dich selbst herauszufinden, wie Deine ganz eigenen ersten Schritte zu einem bewussten Leben aussehen.

 

Entscheiden, nicht wünschen

Der Startpunkt Deiner Reise sollte genau das sein: eine Entscheidung. Eine Entscheidung, Dein Leben bewusst zu gestalten – nicht nur der Wunsch, ein bewusstes Leben zu führen. Das klingt wie Haarspalterei, aber es ist doch eine so wichtige Unterscheidung. Wünsche sind großartig, sie regen zum Träumen an und geben uns ein wohlig-warmes Gefühl. Aber sie führen nicht zu Veränderung. Veränderung bedeutet Arbeit – und das bedeutet immer auch: Motivation, Disziplin und Anstrengung.

Wenn Du also wirklich ein bewusstes Leben führen möchtest, dann nimm Die Zügel in die Hand. Gestehe Dir selbst eine aktive Rolle zu. Du gestaltest Dein Leben. Wenn Du Dir Deine Entscheidungskompetenz aberkennst, werden Entscheidungen von anderen für Dich getroffen werden – und andere Menschen verfolgen in der Regel andere Ziele als Du. Also starte genau damit: entscheide Dich, dass Du Dein Leben bewusst gestalten wirst. Sieh der Veränderung – der Selbstmotivation, Disziplin und Anstrengung – ins Auge und sage – ganz bewusst – JA!

 

Reflektion statt Aktionismus

Solltest Du direkt beginnen wollen – mit dem Ausmisten, mit dem Meditieren, mit einem Achtsamkeitstagebuch – tue das, aber schiebe die Selbstreflektion nicht zu lange vor Dir her.

Reflektiere über Deinen Wunsch – und Deine Entscheidung – ein bewusstes Leben zu führen und versuche, Dein Warum zu identifizieren.

Dein Warum ist genau das – der Wunsch, das Gefühl, das Ziel, das hinter dem bewussten Leben steht. Warum möchtest Du ein bewusstes Leben führen? Dein Warum ist ein unheimlich starker Motivator – und Dein Wissen darüber wird Dir helfen, die Veränderung Stück für Stück Realität werden zu lassen.

Dein Warum zu kennen, hat aber noch einen weiteren Vorteil: es gibt Dir Hinweise darauf, was Du verändern solltest. Wenn Dein Warum ist, dass Du mehr Zeit mit Deiner Familie verbringen möchtest, werden Deine Schritte anders aussehen, als wenn Dein Warum ist, dass Du ein zufriedenerer Mensch sein möchtest. Die Schritte auf diesem Weg sind nicht konträr, aber der Fokus ist nichtsdestotrotz ein anderer – und das bedingt Dein Vorgehen.

Achtsamkeit hat umfassende Auswirkungen auf mein Leben. | modernslow.com

Bewusstes Leben heißt…

Wenn Du reflektierst – und das ist bei so einem großen Ziel ein Prozess und nicht eine einmalige Angelegenheit – dann werde konkret, wie Dein bewusstes Leben aussieht. Wohnst Du ländlicher? Wohnst Du in einer kleineren Wohnung als bisher? Reist Du um die Welt? Wie sieht es mit der Arbeit aus? Gibt es bestimmte Dinge oder Tätigkeiten, die Du Dir für Deinen Alltag wünscht? Werde so konkret wie es geht, um Klarheit zu bekommen wie ein bewusstes Leben für Dich aussieht. Du kannst definieren, was ein bewusstes Leben für Dich ganz persönlich umfasst.

Wann immer sich bestimmte Aspekte konkretieren, reflektiere noch einmal kritisch, ob es sich wirklich um Deine persönliche Definition handelt, oder ob Du Dich zu sehr von anderen Leuten inspirieren lassen hast. Inspiration ist etwas wundervolles, aber Inspiration verlangt auch immer von uns, dass wir uns die Frage stellen, was Inspiration und was unser eigener, intrinsischer Wunsch ist. Diese konkreten Aspekte Deines bewussten Lebens geben Dir wertvolle Hinweise darauf, welche Veränderungen Du angehen solltest.

 

Wie sehen die ersten Schritte für ein bewusstes Leben aus? Wie kannst Du anfangen, ein bewusstes Leben zu gestalten? | modernslow.com

Fang an – ein bewusstes Leben passiert nicht, Du erschaffst es!

Und dann kommt letztendlich der Punkt, an dem Du Deinem eigenen Bauchgefühl vertrauen musst, und einfach startest. Du bist der Experte für Dein Leben. Vertrau Dir selbst und leg los. Triff eine Entscheidung, bei der Du ein gutes Gefühl hast – oder die gut in Dein Leben passt (z.B. ein bereits geplanter Umzug, der das Ausmisten in den Mittelpunkt rückt) – und dann leg los!

 

Sei achtsam bei jedem Schritt

Während Du Deine Schritte in Richtung bewusstes Leben gehst, sei achtsam, was die Veränderung mit Dir macht. Veränderungen passieren oft in Schüben. Du arbeitest darauf hin und findest Dein Gleichgewicht und dann – weil sich etwas in Deinem Umfeld verändert hat oder weil Du Dich selbst verändert hast – hast Du erneut das Bedürfnis, etwas anzupassen und Dir Dein neues Gleichgewicht zu suchen.

Und ja, Du kannst natürlich mehr als eine Veränderung angehen. Du kannst Ausmisten und Meditieren. Du kannst Deine Wohnung und Dein Innenleben gleichzeitig bewusster gestalten. Beides schließt sich nicht aus. Es passt sogar hervorragend zusammen und verstärkt sich auch gegenseitig. Aber wiederum: sei achtsam. Lass Dich nicht von einem versteckten Perfektionismus überrollen!

Das Leben, das die meisten von uns leben, ist oftmals ein ganzes Stück von einem bewussten Leben entfernt. Stress ist ein ganz normaler Bestandteil des Alltags und Zeit für uns selbst Mangelware. Um solche Gewohnheiten hin zu einem bewussten Leben zu verändern, braucht es Zeit und Energie. Gewähre sie Dir! Wenn Du Dir zu viel auf einmal zugemutet hast, dann fokussiere Dich neu auf einzelne Bereiche – und vertage bestimmte Veränderungen auf später. Vor allem: sei nachsichtig mit Dir selbst. Wichtig ist, dass Du Dich Veränderung bewusst und aktiv vorantreibst. Das Tempo ist Deine Entscheidung.

 

Was ist auf Deinem persönlichen Weg gerade Deine größte Herausforderung?

Worauf legst Du gerade den Fokus?  Ausmisten oder Innenleben?

Weniger Stress, mehr Achtsamkeit. | modernslow.com

5 Zeichen, dass Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben brauchst

Ist Dein tägliches Leben auch das reinste go go go!? Hast Du oft keinerlei Erinnerung, ob Du das Fenster zu Hause wirklich zugemacht hast? Verschüttest Du oft Dein Getränk? Verfällst Du in Aktionismus, wenn sich unerwartet ein Zeitfenster öffnet? Wenn Du bei diesen Fragen innerlich genickt hast, dann ist das ein Beitrag für Dich. Und wenn Du – weil Du gerade multitaskst oder mit den Gedanken woanders bist oder einfach aus Gewohnheit – diesen Artikel nur überfliegst, hier noch einmal in fett gedruckt, damit Du auch in diesen Fällen den Nutzen für Dich erkennen kannst: Dieser Beitrag gibt Dir die Möglichkeit zu reflektieren, ob Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben brauchst – denn höchstwahrscheinlich trifft mindestens eines dieser Zeichen auch auf Dich zu.

Jede freie Minute ist eine Möglichkeit etwas abzuarbeiten

Kennst Du dieses Verhalten? Sobald sich ein Zeitfenster unerwartet öffnet, beginnst Du wie von Sinnen, To Dos abzuarbeiten. Grüne Welle auf der Nachhausefahrt, ein Meeting das unerwartet kürzer dauert, ein Arzttermin, der nicht wie sonst mit langer Wartezeit verbunden ist – all das sind keine Geschenke für Dich. Keine Gelegenheit um einmal durchzuatmen, tief Luft zu holen und die wenigen freien Minuten mit etwas schönem zu füllen. Nein, diese geschenkte Zeit ist die Gelegenheit endlich die Oberhand über Deine To Do Liste zu bekommen. Diese geschenkte Zeit muss möglichst effizient genutzt werden.

 

Du verwendest Zeit auf irrelevante Entscheidungen

Tagtäglich sind wir mit einer Vielzahl an Entscheidungen konfrontiert. Einige davon haben weitreichende Auswirkungen, einige wenige bestimmen unser Leben für lange Zeit. Aber die meisten Entscheidungen sind ziemlich unbedeutend. Und doch verschwenden wir oft kostbare Zeit auf diese unbedeutenden Entscheidungen.

Sich bewusst gegen das überanalysieren von irrelevanten Entscheidungen zu entscheiden, bringt eine unheimliche Freiheit mit sich. Ein – etwas unsaisonales, aber nicht weniger treffendes – Beispiel: als wir letztes Jahr unseren Weihnachtsbaum gekauft haben, haben wir uns zwischen zwei Bäumen innerhalb von 30 Sekunden entschieden. Kein Witz, keine Übertreibung.  Der oder der? Der. Ok, erledigt. Der Grund: der Baum ist für uns sekundär – jeder Baum sieht gut aus, wenn wir ihn zuvor als Familie gemeinsam geschmückt haben. Was uns wichtig ist, sind die Rituale rund um Weihnachten, die gemeinsame Zeit, das Vorbereiten, das Baumschmücken, das gemeinsame Essen.

Du stellst zu hohe Erwartungen an Dich

Das Essen ist selbst gemacht und selbstverständlich gibt es jeden Tag ein anderes Gericht, die Wohnung ist immer aufgeräumt, frisch gestaubsaugt, und saisonal dekoriert. Du bist gestylt als wärst Du gerade aus einem Magazin gesprungen – effortlessly chic – und auch selbstverständlich bist Du on top of everything. Das klingt übertrieben, wenn man es so liest, nicht wahr? Aber sei ehrlich: wie oft hast Du solche, oder ähnliche Ansprüche schon an Dich gestellt? Häufiger als Dir lieb ist, häufiger als Dir gut tut. Der härteste Antreiber und der stärkste Kritiker lebt in uns selbst.

 

 5 Zeichen, warum Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben brauchst. | modernslow.com

 

Du bist ständig am Multitasken

Auch ein Zeichen, dass Du unter Strom stehst und das meiste aus Deiner Zeit herausholen möchtest: Du erliegst dem Bann des Multitasken. Ach, Multitasken klingt einfach so toll. Wie gern würde ich noch mehr in meiner Zeit schaffen. Nur, Multitasken funktioniert einfach nicht – zumindest nicht so wie wir es gerne hätten. Ja, wir können zwei Tätigkeiten parallel ausführen, aber wir brauchen länger und machen mehr Fehler. Klingt doch nicht mehr so toll oder?

Deine Gedanken geben nie Ruhe

Egal was wir tun: die Gedanken rasen. Wenn wir morgens das Frühstück zubereiten, planen wir schon im Kopf unseren Tag und die To Dos. Wenn wir abends im Bett liegen, springen die Gedanken wild zwischen den Ereignissen des Tages und den das darf ich morgen auf gar keinen Fall vergessen – Gedanken hin und her. Wir sehen das oft als eine Art badge of honor – wir sind produktiv, wichtig, busy eben. So habe ich das auch gesehen. Nur, es macht uns krank auf lange Sicht. Wir fühlen uns ausgelaugt und sind nie richtig präsent. Stößt Du auch ständig gegen irgendwelche Dinge? Verschüttest Dein Getränk oder hast keine Erinnerung daran, was Du vor einer Minute getan hast? All das sind Zeichen, dass Du vollkommen in Deinen Gedanken, und nicht in der Gegenwart präsent warst.

Warum mehr Achtsamkeit die Antwort ist

Achtsamkeit entschleunigt, Achtsamkeit gibt Dir die Möglichkeit zu reflektieren, Achtsamkeit lässt Dich zur Ruhe kommen. Dieses Gefühl, Du müsstest aus jeder Sekunde noch etwas herausholen, mehr planen, mehr leisten, ist letztlich eine Einladung für Stress- und Schuldgefühle.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Du mit Achtsamkeit gegen diese Verhaltensmuster angehen kannst. Du kannst meditieren, Du kannst über Dich nachdenken, Du kannst versuchen, Deine Angewohnheiten zu hinterfragen. Achtsamer zu leben bedeutet Dein Leben von grund auf zu verändern.

Möchtest Du Unterstützung dabei, Achtsamkeit in Dein Leben zu integrieren?

Achtsamkeit ist nicht etwas, was Du einfach von einem Tag auf den anderen umsetzt. Es ist ein Weg und entscheidend ist, dass Du jeden Tag, Schritt für Schritt, ein bisschen Achtsamkeit in Dein Leben holst. Mein Buch Modern Mindful zeigt Dir meinen persönlichen Weg zu mehr Achtsamkeit – denn vor weniger als einem Jahr hatte ich alle diese Gewohnheiten. Wenn Du jetzt, noch heute, etwas verändern möchtest, kannst Du direkt meinen einwöchigen, kostenlosen Onlinekurs Schluss mit Stress starten. Hier gehts zur Anmeldung…

Schluss mit Stress ist ein kostenloser Onlinekurs von Modern Slow. Du lernst Deine Stressmuster zu erkennen und achtsamer zu leben - für mehr Zufriedenheit in Deinem Leben. | modernslow.com

Welche dieser Zeichen treffen auf Dich zu?

Welche Angewohnheit könntest Du am leichtesten ändern? Welche würde Dir besonders schwer fallen?

Mir fiel es tatsächlich leichter das Multitasking abzustellen – hatte ich nicht erwartet – als dieses Gefühl, jede Sekunde nutzen zu müssen, sei es mit To Dos abarbeiten oder in meinem Kopf planen und überlegen und analysieren.

Modern Mindful - Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest. | modernslow.com

Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest

Hallo meine Lieben, die lange Osterpause ist vorbei und der Moment, auf den ich die letzten mehr als fünf Monate hingearbeitet habe ist da: heute stelle ich Euch mein Buch Modern Mindful vor. In den letzten Monaten habe ich unheimlich viel Zeit, Energie und Liebe in dieses Herzensprojekt gesteckt und ich bin so unendlich dankbar, dass ich Euch nun das Ergebnis vorstellen kann: Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest.

 

Wieso eigentlich ein Buch?

Wer nicht Teil der Modern Slow Community ist (dort gab es bereits vorab mehrere Einblicke in das Buch und meinen Weg dorthin) oder mir auf Instagram folgt, ist wahrscheinlich ein bisschen überrascht. Wieso gibt es ein Buch? Warum ein Buch über Achtsamkeit, Glück und Zufriedenheit?

Auf diese Frage gibt es eine kurze und eine lange Antwort. Die kurze Antwort ist die: Weil Achtsamkeit mein Leben so fundamental verändert hat, dass ich dieses Wissen, meinen Weg und meine Methode mir Dir teilen möchte.

Weil ich den tiefen Wunsch und die Hoffnung, habe, dass Dir dieses Buch helfen kann, egal wo Du gerade in Deinem Leben stehst.

Die lange Antwort beginnt vor knapp einem Jahr. Zu dieser Zeit war ich ziemlich gestresst, sehr gestresst, und ganz schön ausgelaugt. Viel von dem Stress kam von meinem vollen, durchgetakteten Alltag – Vollzeitjob, Kind, Haushalt, damals noch meiner ersten Webseite A Hearty Matter und zugleich die Idee für Modern Slow, die ich umsetzen wollte, Sport, Freunde, Familie, … das volle Programm eben. Aber mindestens genauso viel Stress kam von mir, von meinen hohen Ansprüchen an mich selbst. Zusammen war das eine ziemlich toxische Mischung. Stress war in meinem Alltag vorprogrammiert – und mir schon länger gut bekannt. Über die Jahre hatte ich gelernt damit umzugehen – dachte ich zumindest. Bis ich vor knapp einem Jahr an einem Tiefpunkt realisiert habe, dass ich etwas ändern muss. Dass ich mein Leben wirklich ändern muss, wenn ich nicht will, dass sich kleine, alltägliche Planänderungen regelmäßig anfühlen wie eine mittlere Katastrophe.

 

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Kleine, große Schritte zu Achtsamkeit und Glück

Nachdem ich diesen Entschluss gefasst hatte, hat sich natürlich mein Leben nicht über Nacht geändert. Aber Stück für Stück habe ich Achtsamkeit mehr in mein Leben gelassen und Stück für Stück hat diese Lebensweise meinen Alltag, mein gesamtes Leben verändert. Komplett und umfassend verändert.

Dabei habe ich äußerlich betrachtet rein gar nichts verändert: gleicher Job, gleiches Vollzeitpensum. Ein Kind, dessen Betreuungsstunden ich nicht erhöht habe. Mann, Freunde, Familie, Haushalt, Modern Slow, Sport. All das ist gleich geblieben. Nicht einmal eine Haushaltshilfe habe ich eingestellt.

Alles, was ich verändert habe ist in mir.

Alles, was ich verändert habe, lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Achtsamkeit.

 

Seit ein paar Monaten kombiniere ich nun auch Achtsamkeit, Dankbarkeit und Schreiben, indem ich jeden Tag, morgens und abends, ein paar Fragen für mich beantworte.

Das Ergebnis überwältigt mich noch immer.

Seit ich damit begonnen habe, bin ich gelassener und glücklicher. Deutlich gelassener und glücklicher. Diese Fragen haben meinen Alltag in einem Ausmaß bereichert, das ich nicht für möglich gehalten hätte.

Ich bin so begeistert, von dem was ich gelernt habe, von dieser so umfassenden Veränderung, dass ich mein Wissen und meine Tagebuchfragen mit Dir teilen möchte. Ich möchte Dir helfen, Achtsamkeit nachhaltig in Dein Leben zu integrieren, damit Du Dich weniger gestresst und dafür glücklicher fühlst.

 

Das Konzept von Modern Mindful

Modern Mindful ist das Ergebnis meiner Suche nach einem Weg, mein Leben bewusster zu gestalten, ohne dabei mein ganzes Leben über den Haufen zu werfen. Genau das ist die Philosophie hinter Modern Slow – es ist meine Philosophie: ich bin der Meinung, dass Du die Lösung für ein achtsames Leben nicht auf einer einsamen Berghütte findest, sondern in Dir selbst – da, wo Du gerade bist.

Ich hoffe, dass Dich Modern Mindful dabei unterstützen wird, ein achtsames Leben zu gestalten – egal, wo Du gerade bist. Egal, ob Du Dich bereits mit Achtsamkeit auseinandergesetzt hast. Egal, ob Du nur etwas von den Ärgernissen des Alltags genervt bist, oder wirklich unter dem Stress in Deinem Leben leidest. Achtsamkeit kann Dir helfen, damit umzugehen, und mehr Glück und Zufriedenheit zu finden.

Aber ganz klar: Achtsamkeit ist keine schnelle Lösung.

Ich halte nichts von Methoden (oder Gesichtscremes), die grandiose Ergebnisse über Nacht versprechen. Genauso wenig möchte ich mit Modern Mindful suggerieren, dass Du nur das Buch kaufen musst, es liest und dann ist alles Friede Freude Eierkuchen.

 

Modern Mindful will Dich unterstützen, etwas zu verändern – aber Du musst selbst aktiv werden. Daher gibt es Modern Mindful ausschließlich als Hardcopy Buch. Modern Mindful ist Dein täglicher Begleiter, der Dir hilft, Deinen Alltag, Tag für Tag, Stück für Stück, achtsamer zu gestalten.

 

Modern Mindful enthält die wesentlichen Konzepte, die mir geholfen haben, es enthält meine persönlichen Erfahrungen, Übungen und ein Tagebuch für 100 Tage. Modern Mindful ist Wissens- und Inspirationsquelle, Arbeits- und Tagebuch in einem. Ich möchte Dich ermutigen, nicht nur das Buch, sondern auch einen Stift in die Hand zu nehmen und dabei tatsächlich ins Handeln, ins Verändern, zu kommen.

Modern Mindful enthält ein Achtsamkeitstagebuch für 100 Tage. | modernslow.com

Ein Blick in Modern Mindful

Modern Mindful hat insgesamt 280 Seiten und besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil stelle ich Dir das Konzept der Achtsamkeit vor, zeige Dir warum Achtsamkeit so entscheidend für Deine Zufriedenheit ist und wie Du Achtsamkeit in Dein Leben nachhaltig integrieren kannst. In diesem Teil warten 11 Übungen auf Dich, die Dir helfen, Deine Gedanken und Dein Handeln zu hinterfragen, um zu verstehen, wie Dein Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit aussehen kann.

Inhalt von Modern Mindful | modernslow.com

Selbstreflektion ist ein wesentlicher Bestandteil von Modern Mindful. Je mehr Du Dich selbst verstehst, desto mehr kannst Du an Dir und Deinem Leben arbeiten. Das Ziel ist dabei wortwörtlich Selbstverständnis – entwickle Verständnis für Dich und Deine Gedanken. Höre hin, nimm Deine Gedanken an und versuche negative Gedankenschleifen Stück für Stück aufzulösen. Das ist ein ganzes Stück Arbeit, aber es ist all die Mühen wert.

 

Der zweite Teil von Modern Mindful ist ein Achtsamkeitstagebuch für 100 Tage, das Dir hilft Dein Leben Tag für Tag, Stück für Stück, achtsamer zu gestalten. Das Tagebuch enthält ein paar Fragen für morgens und abends und unterstützt Dich so, Dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit zu nehmen – um zu reflektieren, um Dich Dir selbst zuzuwenden, um dankbar zu sein. Es sind genau die Fragen, die ich seit Monaten selbst täglich für mich beantworte.

Wenn ich jetzt daran denke, wie ich mich vor knapp einem Jahr gefühlt habe, dann fühlt sich dieses Leben Lichtjahre entfernt an. Nicht weil es so lange her ist – was ist schon ein Jahr – sondern weil ich mich nicht anders fühlen könnte. Wenn ich eine derartige Veränderung in meinem Leben erreichen kann, dann kannst Du das auch!

Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest ist jetzt verfügbar im Buchhandel.

Hier findest Du weitere Informationen, Erfahrungsberichte, usw.

Alles Liebe

Katharina

Tagebuch schreiben verbessert Dein Leben. | modernslow.com

Tagebuch schreiben oder Journaling – wie Dich Schreiben glücklicher macht

Ich möchte, dass die Inhalte von Modern Slow Dir dabei helfen, Dein Leben bewusster zu gestalten und zufriedener zu sein. Dass Du hier nicht nur Inspiration findest, sondern auch das Handwerkszeug, dass Du benötigst, um diese Ideen in Dein Leben zu integrieren. Oft sind die Beiträge daher in Form von Tipps und Strategien aufgebaut. Der heutige Beitrag ist anders. Nicht in seinem Ziel. Ganz und gar nicht. Auch in diesem Beitrag möchte ich Dir eine Methode vorstellen, die mein Leben unendlich bereichert. Aber dieser Beitrag ist dennoch anders. Er ist persönlicher und weniger strategiegetrieben. Weil es zu dem Thema passt. Und weil viele von uns mentale Blockaden und Gedankenmuster haben, die uns den Zugang zu diesem Thema versperren oder zumindest erschweren. Der heutige Beitrag stellt Dir ein unheimlich mächtiges Hilfmittel vor – das Tagebuch schreiben – und zeigt Dir, wie ich nach vielen vielen Jahren endlich einen Zugang dazu gefunden habe, der mir guttut.

 

Tagebuch schreiben, Journaling, oder einfach schreiben

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich, wenn ich vor einem guten halben Jahr den Titel gelesen hätte, den Artikel weggeklickt. Schön, dass Du noch da bist. 🙂 Der Grund dafür ist, dass ich bis vor kurzem eine Assoziation mit Tagebuch schreiben in meinem Kopf hatte, die alles andere als positiv war. Die meisten von uns haben es schon mal versucht, aber viele haben es wieder aufgegeben. Wenn das auch auf Dich zutrifft, lass Dich nicht von dem Begriff abschrecken: Tagebuch schreiben, Journaling, oder einfach schreiben – wichtig ist nicht, wie Du es nennst, sondern dass Du es tust – denn schreiben hat eine unheimliche Kraft.

 

Die Kraft des Schreibens

Forschung aus dem Feld der positiven Psychologie legt nahe, dass Schreiben sich positiv auf unser Wohlbefinden auswirkt. Du hast das sicherlich schon einmal an Dir selbst beobachtet. Wenn Du Dich geärgert hast und eine wütende Email verfasst hast, um Dich bei dem Verursacher zu beschweren und Deinem Ärger Luft zu machen, ist die ganze Situation deutlich entspannter, nachdem Du die Email geschrieben hast. Nicht nachdem Du sie abgeschickt hast, sondern bereits nachdem Du sie geschrieben hast, geht es Dir schon deutlich besser.

 

Erwartungshaltung und Gedankenmuster

Obwohl ich schon als Kind eine große Faszination für Bücher und das Schreiben hatte, habe ich nie ein Tagebuch geschrieben. Na gut, für ein, zwei Wochen hier und da. Aber nichts was der Rede wert ist. Nichts, was einer Routine nahekommt. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob die Bücher noch existieren. Ich habe die starke Vermutung, dass ich sie weggeworfen habe, als ich mein Kinderzimmer ausgemistet habe und von zuhause ausgezogen sind. Wenn dem so ist, nicht weiter schlimm. Denn eben weil das Tagebuchschreiben nie eine wichtige Routine für mich war, habe ich auch keine emotionale Bindung an wenigen Versuche, die ich in meiner Kindheit gewagt habe.

Achtsamkeit hat umfassende Auswirkungen auf mein Leben. | modernslow.com

Dabei hatte ich immer die Idee, wie schön es wäre Tagbuch zu schreiben. Ein schönes Tagebuch. Eines, dass man selbst Jahre später liest. Eines, dass die Kinder oder Enkel mal lesen werden. Eines, dass vielleicht eines Tages so interessant ist, dass es auch andere Menschen lesen werden.

Ganz schön schwere Gedanken und ganz schön hohe Anforderungen an einen Teenager, der sich gerade mit den üblichen Problemen dieser Zeit herumschlägt (wieso mag mich XYZ nicht?, was wohl die anderen über mich denken?, bin ich gut genug? und all diese schönen, zerstörerischen Gedanken, die einem in seiner Jugend durch den Kopf geistern).

Was schade ist, denn genau diese absurde Erwartungshaltung und diese negativen Gedankenmuster haben letztlich dazu geführt, dass ich zu dieser traurigen Schlussfolgerung gekommen bin: ich bin dafür einfach nicht gemacht. Zum Tagebuchschreiben. Zum Schreiben generell. Schließlich schreibt doch jeder, der das später mehr oder weniger Ernst betreibt schon seit frühester Kindheit. Jeder Schreiberling, ob Schriftsteller oder Journalist, wird doch nicht müde zu erwähnen, wie viel er schon während seiner Kindheit und Jugend geschrieben hat. Tagebuch, Gedichte, vielleicht sogar einen Roman. Also lieber gar nicht schreiben!

 

Sag nein zu dem inneren Zensor

Nach Jahren ohne nenneswerte Schreibpraxis, hat das Schreiben inzwischen einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben. By design. Denn ich habe über die Jahre verstanden, dass Schreiben eben doch für mich wichtig ist. Nun schreibe ich für Modern Slow, Schreiben hat auch eine wichtige Rolle in meinem day job, und ich schreibe inzwischen auch in einem Tagebuch. Schreiben ist nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken und das möchte ich auch gar nicht.

Der Schlüssel zum Schreiben, den ich in meinem Job und auf Modern Slow gelernt habe – und der insbesondere für das Tagebuchschreiben essentiell ist, ist dabei so einfach: Schreib was Du denkst – ohne gleich zu redigieren. Natürlich, geschriebenes das veröffentlicht werden soll, muss irgendwann überarbeitet werden. Aber das ist der zweite Schritt. Und für Dein Tagebuch gilt das umso mehr: die Gedanken sollen raus auf dem Kopf und auf das Papier. Keine Angst vor dem – vermeitlichen – Versagen.

 

Tagebuch schreiben - journaling - oder einfach nur schreiben: egal ist, wie Du es nennst. Wichtig - für Dein Wohlbefinden - ist, dass Du es tust. | modernslow.com

Einfacher Einstieg: Stream of Consciousness

Für mich der einfachste Einstieg zum Tagebuch-Schreiben ist das Stream of Consciousness-Schreiben, d.h. Du schreibst einfach was Du denkst. Diese Methode ist leicht umzusetzen, da Du nicht von vornherein in die Rolle des Bewerters (“was war heute erwähnenswert”) kommst, sondern einfach das zu Papier bringst, was Dich gerade in dem Moment bewegt. Das sind manchmal triviale Dinge.

Das ist vollkommen egal: das Ziel ist bring das zu Papier, was gerade in Deinem Kopf ist. Danach fühlst Du Dich aufgeräumter und ruhiger.

Das ist auch die Methode, die Julia Cameron in The Artist’s Way als Morgenseiten empfiehlt: morgens, bevor Du etwas anders tust, 3 Seiten handschriftlich als stream of consciousness schreiben. Für den Einstieg mag das vielleicht zu umfangreich sein. Vielleicht möchtest Du auch lieber als Tagesabschluss schreiben.

Ich persönlich schreibe auch keine 3 Seiten, wenn ich als stream of consciousness schreibe. Meistens schreibe ich eine Seite. Aber ich gehe ohne Erwartungshaltung ran. Ich schreibe einfach so lange, wie es sich gut anfühlt. Wenn Dich das Konzept interessiert, findest Du hier auf Julia Cameron’s Homepage mehr Infos und hier bei Sunray von The Organized Cardigan einen Erfahrungsbericht.

Schreiben ist ehrlich

Inzwischen habe ich auch meinen Frieden mit den Tagebuch-Versuchen als Kind geschlossen. Das, was mich damals abgehalten hat, einfach zu schreiben, das, was mir ein unangenehmes Gefühl gegeben hat, nachdem ich etwas geschrieben hatte, war die Ehrlichkeit und die Authentizität, die damit einher geht, seine Gedanken auf Papier zu bannen. Dinge zu Papier zu bringen, vor allem wenn es sich um die eigenen Gefühle handelt, ist ehrlich, ungeschönt, und manchmal ein bisschen brutal. Aber gerade aus diesem Grund ist es eine wundervolle und starke Methode, mit der Du Dein Leben bewusster und achtsamer gestalten kannst.

Schreibst Du Tagebuch oder hast als Kind Tagebuch geschrieben?

Wie fühlst Du Dich dabei Dinge auf Papier festzuhalten?

Nachhaltig Stress abbauen und aus seinem Leben verbannen ist gar nicht so schwer. | modernslow.com

Wie ich Stress verbannt habe {Stress-Strategie 5: Dankbarkeit}

Zeit offline zu verbringen, To Dos zu streichen, Stressgefühle gar nicht erst aufkommen zu lassen, all das ist unheimlich wichtig für mein heutiges Leben. Aber das war nicht immer so. Immer mehr, mehr, mehr war für mich lange Zeit auch bei Projekten, To Dos und der täglichen Planung mein Credo. In dieser Beitragsreihe erfährst Du wie ich mein Leben nachhaltig entschleunigt habe und es geschafft habe, Stress aus meinem Leben zu verbannen. In diesem Beitrag stelle ich Dir meine fünfte Stress-Strategie vor: Dankbarkeit.

 

Stress-Strategie 5: Dankbarkeit

Wir kennen bestimmt alle diese Situation: wir empfinden negative Situationen und Emotionen als weniger schlimm, wenn wir positive Gefühle haben. Mehr noch: es fördert unser gesamtes Wohlbefinden, wenn wir mehr positive als negative Emotionen erleben. Auch wenn wir die negativen Emotionen bis zu einem gewissen Grad beeinflussen können – indem wir uns nicht über kleine belanglose Dinge ärgern, indem wir uns nicht mehr mit Menschen umgeben, die uns nicht guttun – den größten Hebel haben wir selbst auf die positiven Gefühle. Dankbarkeit ist ein wundervolles Mittel um genau dieses mehr an positiven Emotionen zu erreichen.

 

Wenn wir dankbar sind, können wir die Anzahl an positiven Gefühlen erhöhen und diese positiven Gefühle sogar intensivieren, wenn wir uns später an bestimmte Erlebnisse oder Situationen zurückerinnern.

Dankbarkeit. | modernslow.com

 

Wie kannst Du Dankbarkeit in Deinen Alltag integrieren?

Sei präsent

Genießen und dankbar sein setzt voraus, dass Du all die positiven Dinge, die Dir widerfahren, die um Dich herum passieren, auch tatsächlich wahr nimmst. Oft sind wir in Gedanken, grübeln über die Vergangenheit oder planen die Zukunft, ohne wirklich wahrzunehmen was im jetzt passiert. Je mehr Du versuchst, achtsam durch Deinen Tag zu gehen, desto mehr wirst Du positive Dinge wahrnehmen können.

 

Dankbar zu sein und Dankbarkeit zu zeigen hat unheimlich viel für mein Wohlbefinden getan. | modernslow.com

Dankbarkeit zeigen

Nicht nur, dass wir oft gar nicht im gegenwärtigen Moment leben. Oft sind wir in unserem Kopf so fokussiert auf uns, unsere Bedürfnisse, unsere Wünsche, unsere To Dos, dass wir all die Menschen um uns herum nicht wirklich wahrnehmen und dabei all das, was uns an positiven Dingen widerfährt als selbstverständlich annehmen. Die Unterstützung der Kollegin, die nette Geste der anderen Kita-Mutter, den Beitrag unseres Partners – dass andere Menschen für uns Mühen auf sich nehmen, nehmen wir oft gar nicht wahr. Sei achtsam dafür, was andere für Dich tun und zeige ehrliche Dankbarkeit dafür. Damit schaffst Du nicht nur positive Emotionen für Dich, sondern auch für die anderen Menschen.

 

Counting my blessings

Gerade in Stress-Situationen, wenn ich mit Dingen konfrontiert werde, die mir vollkommen gegen den Strich laufen, aber auch vollkommen außer meiner Kontrolle liegen (z.B. eine S-Bahn-Vollsperrung, wenn ich meinen Sohn aus der Kita holen will), hilft es mir, in meinem Kopf eine Liste zu führen, für Dinge die ich dankbar bin. Damit kann ich meine rasenden Gedanken beruhigen und meinen Blick auf das Wesentliche lenken. Gerade wenn der Alltag durcheinander gewirbelt wird, hilft diese Methode, sich bewusst zu machen, was zählt – und was einfach eine Übung unserer Geduld ist. Im Fall der S-Bahn-Vollsperrung kam ich über eine halbe Stunde zu spät zur Kita. Mein Sohn hatte es nicht einmal gemerkt, dass er später als sonst geholt wurde. Das Essen stand trotzdem schnell auf dem Tisch – Leftovers sei dank (das war auch eines der Dinge für die ich dankbar war, als ich in der Kälte auf einen Zug gewartet habe :)). Im Endeffekt: alles kein Problem. Und die Dankbarkeitsliste hat mir geholfen, die Ruhe zu bewahren.

 

Reflexion

Ruhepausen oder der Abend bieten sich an, um den Tag positiv Revue passieren zu lassen. Egal ob in Gedanken oder auf Papier, positive Momente zu reflektieren und dankbar dafür zu sein, macht Dich zufriedener und glücklicher. Ich persönliche praktiziere meine Dankbarkeitsroutine am Abend schriftlich in Tagebuchform (und zwar diesem), da ich so die positiven Effekte einer Abendroutine, des Tagebuchschreibens und der Dankbarkeitspraxis kombinieren kann.

 

Welche Rolle spielt Dankbarkeit für Dein Leben?