Warum Multitasking Dir nichts bringt – und wie Du stattdessen achtsam produktiv wirst

Oder (das war mal der Arbeitstitel) “Wie Du wirklich, endlich, ein für alle mal mit dem Multitasking aufhörst, obwohl Du es schon x Mal versucht hast”. Denn die Sache ist: wir wissen, dass Multitasking nicht gut für uns ist. Aufhören tun wir trotzdem nicht. Denn es ist einfach so verdammt attraktiv. Mehr schaffen in weniger Zeit – wer wünscht sich sich das nicht (zumindest insgeheim)? Und noch dazu ist es so verdammt einfach. “Nur mal schnell…” ist das neue “getting sh*t done”, 10 Tabs gleichzeitig offen gilt als Zeichen von Produktivität, und sich aufs Smartphone-starrend anzuschweigen ist sozial akzeptiert. Ein Beitrag über die schöne neue Welt, das Karussell in Deinem Kopf und wie Du dem Wissen auch Taten folgen lässt.

 

Wir alle wissen, dass Multitasking schlecht ist. Eigentlich.

Eine Google-Suche nach “Multitasking” und schon die ersten Überschriften zeigen, dass Multitasking nichts Gutes ist: “Mythos”, “Märchen”, “funktioniert nicht”. Soweit, so bekannt. Nur liegen zwischen diesem Wissen und unserem Handeln oftmals Welten. Die Möglichkeiten, Multitasking zu betreiben, werden eher mehr denn weniger. Dank Smartphone, Smart Home und einer stabilen Internetverbindung können wir jederzeit und überall “mal nebenbei” 2, 3 oder 5 Dinge gleichzeitig tun. Und unser vollgepackter Alltag suggeriert uns dabei, dass Multitasking der Schlüssel zu unserer Produktivität ist. Der Reiz, so mehr zu schaffen ist groß – aber leider ein Trugschluss.

Effizienz durch Multitasking ist ein – siehe Schlagwort aus der Google-Suche – Mythos. Und Märchen.

Und es funktioniert nicht. Alles gleichzeitig zu erledigen macht nicht schneller. Du bist sogar deutlich langsamer, als wenn Du eines nach dem anderen abarbeiten würdest. Je mehr Aufgaben wir gleichzeitig erledigen möchten, desto mehr versetzen wir unser Gehirn in einen Stresszustand. Wer regelmäßig multitaskt, befindet sich unter permanenten Stress und es wird immer schwerer, sich davon wieder zu erholen. Multitasking macht also nicht produktiver, sondern treibt nur den Stresslevel nach oben.

 

Und mehr Fehler machen wir  auch. Beispiel: Hast Du Dich schon einmal dabei beobachtet, was passiert, wenn Du telefonierst und gleichzeitig den Einkaufszettel schreibst? Es geht, so mehr oder weniger. Aber im Nachhinein merkt man oft, dass man sich nicht so ganz daran erinnern kann, was der Gesprächspartner am anderen Ende da alles erzählt hat. Hand aufs Herz, wir alle haben schon mehr als einmal nicht mitgekriegt was uns unser Partner oder unsere Kinder von ihrem Tag erzählt haben, weil wir während dessen gekocht/Emails beantwortet/Instagram gecheckt haben. Deine Aufmerksamkeit kann nicht auf beides gleichzeitig gerichtet werden. Wenn Du zwei Dinge gleichzeitig tust, dann springt Deine Aufmerksamkeit zwischen beiden Dingen – so entstehen Fehler und Lücken in Deiner Erinnerung, ganz zu schweigen von dem Stress in Deinem Kopf.

 

Aber: das wissen wir ja eigentlich schon alles.

 

 

Dass Multitasking nicht gut ist, weißt Du. Aber wie kannst Du achtsam produktiv werden? | modernslow.com #stress

 

Entweder…oder… Multitasking vs. Singletasking

Multitasking ist letztlich nichts anderes als eine Gewohnheit – eine Gewohnheit, die wir uns tagein tagaus antrainieren, indem wir – mit dem Smartphone in der Hand – unseren Alltag effizienter gestalten.

Wie bei jeder Gewohnheit ist der erste Schritt zur Besserung immer die bewusste Entscheidung, die Gewohnheit zu ändern. Deshalb ist Achtsamkeit so eine kraftvolle Möglichkeit, mit Multitasking aufzuhören. Anstatt ins Rödeln zukommen und Fehler zu machen oder den Überblick über unsere Arbeit zu verlieren, besinnen wir uns wieder bewusst auf den Ist-Zustand. Was ist jetzt gerade wichtig?

Achtsam vorzugehen bedeutet auch, sich einer Tätigkeit nach der anderen zu widmen. Prioritäten setzen ist das effektivste Mittel gegen den Drang, alles gleichzeitig machen zu wollen.

Das ist nicht gerade einfach und wir werden auch mal Scheitern – vor allem weil unser treuer Begleiter beim Multitasking (unser Smartphone) nur einen Handgriff entfernt ist. Aber Fokussieren hilft und Stück für Stück wird es einfacher.

 

Trau Dir selbst nicht!

Um es (mehr oder weniger) mit Simon Sineks Worten zu sagen: We hate email, but man do we love the bing, beep, and buzz.*

Wir sind alle ein bisschen süchtig nach unseren Smartphones und genau deshalb fällt es auch so schwer, unseren Vorsatz, das Multitasking endlich sein zu lassen, umzusetzen. Solange diese wunderbaren Geräte, die uns so viele positive Dinge ermöglichen, in Reichweite sind, ist “nur mal schnell…” immer eine Option.

Um also Deinem Wissen endlich Taten folgen zu lassen, hilft es oftmals schon enorm, einfach mal das Smartphone wegzulegen.

Ich weiß, das wolltest Du nicht hören. Wahrscheinlich, weil Du es schonmal gehört hast. Mehrmals.

Andererseits die gute Nachricht ist: es hat weniger mit Disziplin und persönlicher Stärke zu tun, als mit den Rahmenbedingungen, die Du Dir setzt.

Solche Rahmenbedingungen könnten sein:

  • kein Smartphone am Esstisch
  • während Deiner besten Arbeitszeit liegt dein Smartphone in einem anderen Zimmer
  • nur ein Medium konsumieren: Fernsehen oder Smartphone
  • kein Smartphone während einer Konversation

 

Wirklich, vergiss Disziplin!!

Wenn Du darauf baust, dass Du aus schierer Willenskraft nicht zum Smartphone greifst, während ein Kollege von seinem Wochenende erzählt, wenn Du auf etwas nicht sofort die Antwort weißt, oder wenn Du “nur mal schnell” Instagram checken willst, während Dein Laptop ein Programm öffnet, verurteilst Du Dich selbst zum Scheitern.

Selbst, wenn Du Dein Multitasking damit unter Kontrolle hast (wohl eher: hättest).

Denn: Du hast nur eine endliche Menge an Willenskraft. Wenn Du also Deine Willenskraft dafür aufbrauchst, Dein Smartphone nicht anzufassen, obwohl es direkt neben Dir liegt, hast Du deutlich weniger Willenskraft zur Verfügung, um “nein” zu anderen Dingen zu sagen.

Du hast deutlich weniger Willenskraft, um bei dem Vorsatz “heute kein Dessert” zu bleiben. Du hast auch weniger Willenskraft zur Verfügung, um mit Gelassenheit auf den Wutanfall Deines Kindes zu reagieren. Du hast weniger Willenskraft, um “nein” zu einem Impulseinkauf zu sagen. Du hast weniger Willenskraft, um den Wecker für Deine Morgenroutine zu stellen. Und und und.

Regeln klingen auf einmal so viel besser nicht wahr?!

 

Was Du tun kannst, wenn Du Dich doch beim Multitasken ertappst

Egal welchen Ansatz zu wählst, es wird nicht immer funktionieren. Multitasking ist schwer loszulassen. Und: gerade mit Kindern fühlt es sich manchmal unmöglich an, sich nur auf eine Sache zu konzentrieren, da Kinder häufig Deine Aufmerksamkeit – gerne auch lauthals – einfordern, während Du eigentlich etwas anderes tust.

Nur, Multitasking ist auch keine Lösung. (Wie wir ja auch schon wissen.)

 

Dein 3-Schritte-Plan, wenn Du Dich beim Multitasking ertappst

Multitasking ist wie eine Spirale, ein ständiges mehr, mehr, mehr. Um nicht in Stress zu verfallen, ist es wichtig, diese Spirale bewusst zu durchbrechen.

Das kannst Du in 3 Schritten angehen:

  1. Stoppe bewusst: Sobald es Dir auffällt, dass Du multitaskst, hörst du mit beiden Tätigkeiten auf.
  2. Halte inne: Atme tief durch, und schließ (wenn möglich) für ein paar Sekunden die Augen, um zur Ruhe zu kommen und Abstand zu gewinnen. Versuche, dich ganz allein auf Deine Atmung zu konzentrieren – so als ob Du Meditieren würdest. Wenn Du spürst, dass Du entspannst, geht es an den nächsten Schritt.
  3. Setze Deine Prioritäten neu: Was hast Du eben alles versucht, gleichzeitig zu tun? Entscheide jetzt, welche Tätigkeit die Wichtigste ist und gehe sie als Erstes an. Konzentriere Dich nur auf sie, bis sie abgeschlossen ist. Erst dann widmest Du Dich der nächsten Aufgabe.

 

Multitasking lässt sich nicht von heute auf morgen abstellen. Es ist anstrengend und bedeutet, dass Du Deine Gewohnheiten verändern musst.

 

Der Grund für dein Multitasking? Du drückst Dich um eine Entscheidung!

Bereit für die letzte provokante These? Du multitaskst, weil Du Dich um eine Entscheidung drückst. Weil du für dich keine klaren Prioritäten setzt.

Multitasking ist nichts anderes als der Kram in Deiner Wohnung. Vertagte Entscheidungen.

Statt unnütze Dinge zu entsorgen, entwickeln wir komplexe Ordnungssysteme. Statt Aufgaben zu priorisieren (oder nein zu sagen), multitasken wir.

Triff die Entscheidung.

 

Du gewinnst Klarheit, wirst sogar produktiver, gelassener und zufriedener.

Auch das hast Du wahrscheinlich schon mal gehört…

 

 

Hast Du auch immer wieder mit Multitasking zu kämpfen? In welchen Situationen verspürst Du den Wunsch, zu multitasken?

 

*full disclosure: ich konnte nicht mehr den Vortrag finden, in dem Simon Sinek (mehr oder weniger) diese Aussage getroffen hat. Sinngemäß findet sie sich aber meisten aktuellen auf Youtube verfügbaren Vorträgen von Simon Sinek.

 

Werde eine von uns!

Mockup ressources

Erhalte jede Woche persönliche Inspiration und Tipps, um dein Leben nach deinen Prioritäten zu gestalten.


Als Teil der Modern Slow Community erhältst du auch Zugriff auf die Modern Slow Ressourcen-Plattform mit Workbooks, Online-Kursen, und vielem mehr.

Du trägst Dich für den Modern Slow Newsletter ein. Sollten Dir die Inhalte nicht gefallen, kannst Du Dich jederzeit wieder austragen. Powered by ConvertKit

Warum ich Hilfe brauche (und deshalb Modern Slow ein Team hat)

Tief einatmen. Ich brauche Hilfe. Schon seit längerem und deshalb habe ich sie nun auch. Ein Beitrag über Transparenz, Delegieren und das Problem in unseren Köpfen. Und auch ein Beitrag über meine tolle Assistentin, die Modern Slow besser macht.

 

Ich habe lange überlegt, diesen Post zu machen.

Erst, weil ich mir nicht sicher war, ob ich ihn machen möchte. Dann, weil ich mir nicht sicher war, wie ich ihn machen möchte. Denn das Thema Hilfe ist in unserer Gesellschaft und insbesondere unter Frauen ein Tabuthema und noch dazu begibt man sich auf sehr dünnes Eis.

 

Nein, ich will mich nicht hinstellen und auf dicke Online-Business-Hose machen. “Ich habe ein Team” wird schnell zu “was glaubt die denn, wer sie ist?!” uminterpretiert. Gerade wir Frauen reagieren gerne mal allergisch auf solche Aussagen – manchmal (manchmal!) zu Recht.

Manchmal sagt die Interpretation aber mehr über uns selbst aus.

Sympathiepunkte sammelt Frau eher mit Aussagen wie “ich hatte Glück”, “mir passieren viele tolle Dinge” – nur nicht anecken, nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich selbst lenken und schon gar nicht etwas für sich beanspruchen.

Gleichzeitig schlägt uns bei “ich habe Unterstützung” oftmals auch eine ganz andere Interpretation entgegen: “schaffst Du es nicht?” “ich mache ja xyz immer selbst” – und der böse große Bruder in unserem eigenen Kopf “bist Du nicht gut genug?!”.

Und so schweigen wir. Darüber, dass wir Hilfe haben. Darüber, dass wir Hilfe brauchen.

 

Zeit das zu ändern.

 

Du brauchst Hilfe. Und das ist in Ordnung. | modernslow.com

Mein Tag hat 24 h, wie Deiner.

 

Ganz klar, das haben mir die letzten Jahre gezeigt, Planung und Prioriäten, bewusste und mutige Entscheidungen, Ziele und effektive Gewohnheiten, mein Mann, meine Familie und und und sind wichtige Gründe dafür, warum ich so viel in meinen 24 h schaffe.

 

Aber es sind und bleiben 24 h.

 

Und so ist ein weiterer Grund ist eben auch, dass ich es seit ein paar Monaten nicht mehr alleine tue.

Modern Slow hat inzwischen ein Team.

 

In diesem Beitrag geht es aber um mehr als Transparenz.

Es geht darum, umzudenken.

Mir liegt dieser Beitrag ganz besonders am Herzen, weil er so viele von uns betrifft. Wir Frauen sind Meister darin, viel zu hohe Ansprüche an uns selbst zu stellen. Und oftmals merken wir es gar nicht mehr. Und wenn es mal drunter und drüber geht, wenn wir straucheln und gerade so die Dinge hinkriegen, oder wenn wir tatsächlich scheitern, dann zeigen wir das lieber nicht – nicht einmal vor unseren engsten Freundinnen.

Viel wichtiger ist die Fassade: alles schaffen und es mühelos aussehen lassen.

 

Und dazu möchte ich nicht beitragen. Dass ich das Aufräumen auch mal ausfallen lasse und stattdessen an Modern Slow arbeite oder Zeit mit meiner Familie verbringe, habe ich schon an mehr als einer Stelle erwähnt. Ich arbeite Vollzeit, ich arbeite an Modern Slow, ich habe eine Familie und Sport mache ich auch. Aber: ich schaffe nicht alles und schon gar nicht zur gleichen Zeit. Mühelos hat so viel mit meinem Alltag zu tun, wie Pommes und Schokolade mit gesunder Ernährung.

 

All das was ich da so tagein tagaus tue ist spannend und erfüllend und ich möchte keine Minute missen, aber es ist nicht mühelos.

 

Mein Alltag ist nicht stressig. Aber auch das ist kein Zufall. Das ist das Resultat von vielen bewussten Entscheidungen und einer ganz besonderen: ich akzeptiere meine Grenzen. Ich akzeptiere, dass ich nicht “alles” schaffen kann und entscheide entsprechend meiner Prioritäten.

 

Und so war ich vor ein paar Monaten an dem Punkt, an dem ich mir selbst eingestehen musste, dass ich allein nicht mehr Zeit für Modern Slow aufwenden kann, als ich es tue. Wenn ich also mehr tun möchte, mehr Frauen helfen möchte, dann brauche ich Hilfe. Und so habe ich nun Unterstützung von einer ganz zauberhaften Assistentin, der lieben Chrissi.

 

Für alle, die sie noch nicht kennen: das ist Chrissi.

 

Sie ist eine Modern Slow Leserin der ganz frühen Stunde – und seit gut einem halben Jahr selbstständig als VA. Egal ob im WordPress-Backend, bei der grafischen Unterstützung bei meinem “Mehr Zeit für Dich”-Programm, oder einfach als Brainstorming-Buddy, Chrissi ist inzwischen ein wichtiger Teil von Team Modern Slow.

 

Bei Modern Slow geht es nicht um mich. Ich teile meine Erfahrungen, meinen Weg. Aber letztenendes es geht nicht um mich.

Es geht um Dich.

Es geht darum, möglichst viele Frauen zu inspirieren, ihren Alltag in die Hand zu nehmen, und sie dabei zu unterstützen, kleine und große mutige Entscheidungen zu treffen, damit sie ihr Leben nach ihren Prioritäten gestalten können. Das ist meine Vision. Und genau an diese Vision glaubt auch Chrissi und um diese Vision umzusetzen, hat Modern Slow ein Team.

 

Fotocredit Portrait Chrissi: Foxografie.

 

Werde eine von uns!

Mockup ressources

Erhalte jede Woche persönliche Inspiration und Tipps, um dein Leben nach deinen Prioritäten zu gestalten.


Als Teil der Modern Slow Community erhältst du auch Zugriff auf die Modern Slow Ressourcen-Plattform mit Workbooks, Online-Kursen, und vielem mehr.

Du trägst Dich für den Modern Slow Newsletter ein. Sollten Dir die Inhalte nicht gefallen, kannst Du Dich jederzeit wieder austragen. Powered by ConvertKit
Das Geheimnis meiner Yoga-Routine | modernslow.de

DAS GEHEIMNIS MEINER YOGA-ROUTINE: PETRA {SERIE}

Wir alle kennen es, live happens. Der Alltag überrollt uns – und der Plan ein bisschen zu meditieren oder eine Runde Yoga zu machen, ist hinfällig. Das trifft noch viel mehr zu, wenn sich die Yoga-Sequenz wie ein weiteres To Do anfühlt. Egal ob Anfängerin oder erfahrene Yogi, wenn Deine Yoga-Routine nicht Deinen aktuellen Bedürfnissen entspricht, wird es Dir schwerfallen, sie umzusetzen. Wir alle kennen diese Zeiten, in denen der Alltag so voll erscheint, dass unmöglich Zeit für uns und unsere Bedürfnisse ist. In denen wir das Gefühl haben, weder die Zeit noch die Energie zu haben, die Matte auszurollen und etwas für uns selbst zu tun. Dabei ist es unerlässlich für unsere Zufriedenheit, unsere Stress-Resistenz und unsere Produktivität, dass wir in uns selbst investieren.

Genau darüber habe ich vor einiger Zeit geschrieben: wie ich meine Yoga-Routine gestalte, so dass ich sie nicht ausfallen lasse. Jetzt ist daraus eine Serie entstanden.

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine ist eine Serie, in der ganz unterschiedliche, echte Frauen erzählen, wie sie Yoga – und ein paar Minuten für sich – in ihren Alltag integrieren.

Der Wunsch hinter dieser Serie: Dich zu inspirieren, damit Du Deine ganz persönliche Antwort, darauf finden kannst, was Deine Yoga-Routine ausmacht und wie sie ein fester Bestandteil Deines Alltags wird.

Heute teilt die liebe Petra von Minimalismus21 ihre Routine mit uns. Jeder von uns kennt es, manchmal bleibt die Yoga-Matte länger zugerollt in der Ecke stehen, als wir eigentlich wollten. Und so findest Du in diesem Interview von Petra ganz viele große und kleine inspirierende Aspekte, wie Du damit umgehen kannst, wenn etwas zwischen Dir und Deiner Yoga-Routine steht und wie wichtig es ist, den für Dich richtigen Weg (und Lehrer) zu finden.

Viel Freude bei diesem Interview!

 

Das Geheimnis von Petras Yoga-Routine

 Das Geheimnis meiner Yoga-Routine | modernslow.de

Seit wann praktizierst Du Yoga?

Angefangen hat alles im März 2017. Genauer gesagt mit Annette. Annette hat bei uns im Office einen zehnwöchigen Yogakurs für Einsteiger angeboten. Mein erster Gedanke: „Jetzt oder nie!“

Ob als hochglanzpoliertes Lifestyle-Erlebnis in Magazinen, als Touristenattraktion im Urlaub, ob als Ratgeberlektüre und Rezensionsexemplar für unseren Blog oder als faszinierende Verkörperung durch eine ehemalige Kollegin: In irgendeiner Form gab es immer wieder Schnittstellen und Kreuzungen zwischen der philosophischen Lehre des Yogas und meinem Leben.

Allerdings nie von Dauer. Denn ich bin mental und körperlich stets auf einen anderen Weg abgebogen.

 

Bis zu dem Tag, als Annette mit ihrer wunderbaren warmen Stimme und ihrem warmen Herzen kam. Aus unserer kleinen Anfängergruppe von Kolleginnen und Kollegen entwickelte sich nach zweieinhalb Monaten ein solider „harter Kern“.

Jeden Mittwoch rollten wir fortan nach Feierabend von Frühjahr bis Winter unsere Matten zwischen Konferenz- und Ruheraum aus. Hund, Katze, Kuh bekamen in diesem Zeitraum eine vollkommen neue Bedeutung für mich – ebenso wie der Krieger, der ich praktisch bzw. praktizierend sein wollte.

Und der doch so oft den Kampf gegen den inneren „Schweinehund“ führte.

 

Welche Rolle spielt Yoga in Deinem Alltag?

Ich würde gerne sagen „eine große“. Doch das wäre nicht ganz richtig. Annette hat es in einem Dreivierteljahr geschafft, den Yogi in mir zu wecken und mit ihm eine Sehnsucht nach einem bis dato unbekannten innerlichen Flow, nach dem unmittelbaren Gefühl des Augenblicks und des absoluten „Bei-sich-Seins“. Dennoch ist es mir am Ende (noch) nicht gelungen, einen dauerhaften Wandel herbeizuführen und diese kraftvolle Form der Entschleunigung konsequent in meinen Alltag zu integrieren.

 

Wie oft praktizierst Du?

Meine Praxis wurde jäh unterbrochen, als Annette der Liebe folgte und München (und damit unseren Kurs) Ende 2017 verlassen hat. Zwischen Urlaub, Krankheit und einem kleinen medizinischen Eingriff habe ich irgendwann die Matte zusammengerollt und meine Yogaroutine unter selbiger begraben. Allerdings nicht, ohne immer wieder den Versuch zu starten, einen großen Schritt nach vorne zu steigen, die Arme nach oben zu strecken und die Schultern nach unten fallen zu lassen. Bei YouTube gibt es nämlich durchaus einige inspirierende Persönlichkeiten, die mich in unregelmäßigen Abständen wieder auf den Boden der achtsamen Tatsachen (zurück-)gebracht haben.

 

 Das Geheimnis meiner Yoga-Routine | modernslow.de

 

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine | modernslow.de

 

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine | modernslow.de

 

Wie sieht Deine tägliche Yoga-Routine aus?

Meine tägliche Routine artikuliert sich derzeit ehrlicherweise in einem schlechten Gewissen: Yoga wird gedacht, aber weniger gemacht. Ich habe in den letzten Wochen bei verschiedenen neuen Trainern Stunden genommen und gemerkt, wie unterschiedlich die yogische Spielwiese doch sein kann. Mehr als bei jeder anderen körperlichen Betätigung in meinem Leben ist für mich das richtige Wechselspiel aus Anspannung und Entspannung, aus Raum und Atmosphäre, aus Philosophie und Persönlichkeit des Lehrmeisters entscheidend.

 

Was ist das Geheimnis Deiner Yoga-Routine?

Seltsamerweise neigen viele Menschen dazu, ihren Terminkalender mit Pflicht- und Geschäftsterminen vollzupacken. Aber wo bleiben eigentlich die Reservierungen für Freizeit, Ausgleich und Erholung? Um Routine zu erzeugen, muss ich Routine erzeugen – durch feste Uhrzeiten und Wochentage, die nur Yoga und mir gehören. Ohne Ausrede und Unterlass. Momentan regelt meine Firma den Yogakurs in unserer Company neu. Und es sieht so aus, als würde eine Schülerin von Annette den Geist und die Tradition ihrer Lehrerin in Zukunft fortsetzen. Ich bin zuversichtlich, dass ich meinem Geist und meinem Körper bald wieder ein regelmäßiges Ruhekissen im Hier und Jetzt geben kann. Und mich die kurze Abzweigung wieder auf den eigentlichen Weg bringt.

 

Endlich eine Morgenroutine, die du auch durchhältst!

Mockup mindful morning

Melde dich an und du erhältst Zugriff auf die Modern Slow Ressourcen-Plattform. Dort findest du den "Mindful Morning Morgenroutinekurs", Workbooks und noch viel mehr.


Als Teil unserer Modern Slow Community schicke ich dir außerdem jede Woche persönliche Inspiration und Tipps, um dein Leben nach deinen Prioritäten zu gestalten.

Du trägst Dich für den Modern Slow Newsletter ein. Sollten Dir die Inhalte nicht gefallen, kannst Du Dich jederzeit wieder austragen. Powered by ConvertKit

How to Om: Online-Ressourcen für Yoga im Alltag

Soviel vorneweg: hier gehts nicht um Produkte. Im Gegenteil, eigentlich geht es in diesem Beitrag um Gewohnheiten, nämlich darum, wie Dir Online-Ressourcen helfen können, Yoga in Deinen Alltag zu holen. Dein Alltag ist voll, und Yoga eine wunderbare Möglichkeit einen Gegenpol zu setzen, indem Du zum Beispiel morgens ganz sanft in den Tag startest oder abends den Tag achtsam beendest. Entscheidend dafür, ob Du dran bleibst, ist – wie so oft bei Routinen – dass Deine individuelle Yoga-Praxis Deinen persönlichen Bedürfnissen und Lebensumständen entspricht. In diesem Beitrag teile ich meine liebsten Online-Ressourcen für Yoga mit Dir, damit auch Du Yoga in Deinen Alltag integrieren kannst.

 

Yoga im Alltag – einfach zuhause

In meinem vollen Alltag hat Yoga einen unschlagbaren Vorteil: ich kann es jederzeit im eigenen Wohnzimmer praktizieren. Gerade, wenn Du mit Yoga startest oder Dich schon der Gedanken an einen festen Termin im Studio stresst, ist zuhause üben eine wesentlich entspanntere Variante. Ganz ehrlich: wenn Du startest, brauchst Du erst einmal gar nichts, außer 20 Minuten Zeit und ein Video, das Dir erklärt, wie die einzelnen Asanas funktionieren. Es gibt ganz wunderbare, ökologisch verantwortungsvoll produzierte Matten – und ja, ich hätte auch gerne eine – aber ganz ehrlich, die alte Matte, die ich vor inzwischen 7 Jahren ganz spontan bei Hema in Maastricht gekauft habe, funktioniert immer noch. Und – liebe Profi-Yogis verzeiht es mir – wenn Du es einfach nur ausprobieren willst, tuts auch der Teppich im Wohnzimmer.

Auch der Dresscode ist zuhause um einiges entspannter. Gerade wenn Du Yoga in Deine Morgen- oder Abendroutine einbaust, kannst Du die Sequenz auch ohne Probleme im Schlafanzug machen. Kleines Geheimnis: das mache ich auch. Wenn ich um 5.00 oder 6.00 Uhr morgens bei gedämpften Licht im Wohnzimmer ein sanfte Yoga-Sequenz mache, werfe ich mich nicht erst in ein Instagram-taugliches Yoga-Outfit.

 

Online-Ressourcen für Yoga im Alltag

Und genau das ist das schöne an den vielen Online-Ressourcen zum Yoga: sie erlauben Dir pragmatisch zu sein und Dich an Deinen persönlichen Bedürfnissen zu orientieren. Hier findest Du Ressourcen, die ich gerne nutze bzw. die Anlaufstellen, die ich aufsuche, wenn ich mal Lust auf eine neue Sequenz habe oder einfach Inspiration rund um Yoga und Meditation suche. Probiere ich gerne durch und lass mir unbedingt in den Kommentaren einen Link zu Deinen persönlichen Lieblings-Sequenzen oder Beiträgen da. Ich freue mich, wenn die Modern Slow Leser (und ich) so neue Inspiration für unsere Yoga-Praxis finden können.

 

 

 

Meine liebsten Yoga Ressourcen

 

Youtube-Kanäle für mehr Om im Alltag

Wie schon an anderer Stelle beschrieben, schätze ich eher sanftere Sequenzen und so wirst Du in den Video-Empfehlungen hier keinen auspowernden Vinyasa-Flow finden. Die hier vorgestellten Kanäle decken aber ein ganzes Spektrum an Yoga-Stilen ab, so dass Du dort auch kraftvollere Sequenzen finden kannst.

 

Mady Morrison (deutschsprachig) | Video-Empfehlung: Sanfter Morgen

 

Happy and Fit Yoga (deutschsprachig) | Video-Empfehlung: Yin Yoga für Entspannung

 

Boho Beautiful (englischsprachig) | Video-Empfehlung: Meditation to end your day

 

Ju Yogi (deutschsprachig) | Video-Empfehlung: Sanfte Morgenroutine im Bett

 

Jana Ciura (deutschsprachig) | Video-Empfehlung: Body Scan

 

Yoga by Candace (englischsprachig) | Video-Empfehlung: Yoga in Bed to Unwind in the Evening

Online-Yoga-Ressourcen helfen Dir Yoga in Deinen Alltag zu integrieren. Mehr Tipps zur Yoga-Routine. | modernslow.com #yoga

Blogs für mehr Om im Alltag

Wenn ich auf der Suche nach Inspiration bin oder konkrete Infos suche, werde ich hier fündig:

Flow&Glow – Yin Yoga, Meditation & achtsame Ernährung | Lese-Empfehlung: Sitzhaltungen für Meditation

 

MOMazing – Yoga für Mütter | Lese-Empfehlung: Mama meditiert: Drei Schritte zu Deiner Meditationspraxis

 

Kaerlighed – Mind, Body & Soul | Lese-Empfehlung: Irrtümer über Meditation

 

OhMyYogi – Yoga, Achtsamkeit, Yogi Lifestyle | Lese-Empfehlung: Wie Du Dich mit Yoga vom Stress befreist

 

Yogareich – Yoga, Meditation, Ayurveda | Lese-Empfehlung: Der Alltag einer Yoga-Mum

 

Wenn Du noch weitere teilenswerte Yoga-Ressourcen hast, poste sie gerne in die Kommentare!

 

Endlich eine Morgenroutine, die du auch durchhältst!

Mockup mindful morning

Melde dich an und du erhältst Zugriff auf die Modern Slow Ressourcen-Plattform. Dort findest du den "Mindful Morning Morgenroutinekurs", Workbooks und noch viel mehr.


Als Teil unserer Modern Slow Community schicke ich dir außerdem jede Woche persönliche Inspiration und Tipps, um dein Leben nach deinen Prioritäten zu gestalten.

Du trägst Dich für den Modern Slow Newsletter ein. Sollten Dir die Inhalte nicht gefallen, kannst Du Dich jederzeit wieder austragen. Powered by ConvertKit