DAS GEHEIMNIS MEINER YOGA-ROUTINE: ANDREA {SERIE}

Wir alle kennen es, live happens. Der Alltag überrollt uns – und der Plan ein bisschen zu meditieren oder eine Runde Yoga zu machen, ist hinfällig. Das trifft noch viel mehr zu, wenn sich die Yoga-Sequenz wie ein weiteres To Do anfühlt. Egal ob Anfängerin oder erfahrene Yogi, wenn deine Yoga-Routine nicht deinen aktuellen Bedürfnissen entspricht, wird es dir schwerfallen, sie umzusetzen. Wir alle kennen diese Zeiten, in denen der Alltag so voll erscheint, dass unmöglich Zeit für uns und unsere Bedürfnisse ist. In denen wir das Gefühl haben, weder die Zeit noch die Energie zu haben, die Matte auszurollen und etwas für uns selbst zu tun. Dabei ist es unerlässlich für unsere Zufriedenheit, unsere Stress-Resistenz und unsere Produktivität, dass wir in uns selbst investieren.

Genau darüber habe ich vor einiger Zeit geschrieben: wie ich meine Yoga-Routine gestalte, so dass ich sie nicht ausfallen lasse. Jetzt ist daraus eine Serie entstanden.

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine ist eine Serie, in der ganz unterschiedliche, echte Frauen erzählen, wie sie Yoga – und ein paar Minuten für sich – in ihren Alltag integrieren.

Der Wunsch hinter dieser Serie: Dich zu inspirieren, damit du deine ganz persönliche Antwort, darauf finden kannst, was deine Yoga-Routine ausmacht und wie sie ein fester Bestandteil deines Alltags wird.

Heute teilt die liebe Andrea von Kinderyoga Berlin ihre Routine mit uns. Und wenn du direkt aktiv werden willst und Inspiration suchst, dann findest du hier auf YouTube eine Sequenz von Andrea, die du wunderbar in deinen Alltag integrieren kannst:

7 Minuten Kinderyoga-Abfolge für mehr Energie

 

Viel Freude bei diesem Interview!

 

Das Geheimnis von Andreas Yoga-Routine

 

Seit wann praktizierst du Yoga?

Ich praktiziere seit 12 Jahren Yoga. Ich habe in der Schwangerschaft begonnen und es seitdem nie wieder aufgehört.

Zu Beginn hatte ich große Schwierigkeiten damit, die Ruhe auszuhalten. Sobald ich mich in den Yogasitz setzte, wurde ich von einer riesigen Unruhe erfasst. Meine Füße schliefen meist nach einer Minute in diesem sehr ungewohnten Sitz ein, so dass ich mich schon nach wenigen Atemzügen bewegen musste.

Durch beharrliches Üben konnte ich Schritt für Schritt zur Ruhe finden. Heute ist ein Tag ohne Yogapraxis für mich gar nicht mehr denkbar.

 Das Geheimnis meiner Yoga Routine - Andrea von Kinderyoga Berlin

Welche Rolle spielt Yoga in deinem Alltag und wie oft praktizierst du?

Yoga war eine Zeitlang “meins” – doch das sollte sich flugs ändern: Als meine Tochter 2006 geboren wurde, nahm ich sie im Alter von nur wenigen Monaten mit zu den Prenatal-Kursen von Patricia Thielemann bei Spirit Yoga in Berlin. Dort lag Lilly wie all die anderen Babies auf einer Decke neben den Matten der übrigen Mütter. Bis, ja bis sie herausgefunden hatte, dass baby sich auch von der Decke fortbewegen kann. Auf dem Rücken liegend, den Kopf abenteuerlich weit in den Nacken gelegt, robbte sich meine Tochter über den Schädel, weg von mir. Der verzückte Kommentar der Kursleiterin damals: “Schaut mal, schon Babies üben sich im Yoga-Fisch!”

In den folgenden gemeinsamen Jahren kam Lilly immer öfter zu mir auf die Yoga-Matte, wenn ich zuhause praktizierte. Anfangs war ich irritiert – wir Mamas haben so wenig Zeit für uns! Doch zu zweit ist Yoga auch sehr schön und intensiv – hier geht es eher weniger um die Asanas, als um die achtsame Verbindung zum anderen. Auf der Matte zeigte Lilly ihre ganz eigene Version von Haltungen wie Hund, Baum oder Tisch. Wir probierten gemeinsame Übungen aus und erfanden neue. Daher praktizierte ich neben meiner eigenen Praxis auch immer öfter Yoga mit Kind. Ich entdeckte, dass Yoga mit Kindern eben nicht, wie auf den ersten Blick, ein neumodischer Großstadt-Trend ist, sondern ganz natürlich und aus dem Kind heraus entstehen kann.

Ich begann, mir eigene Yoga-Geschichten auszudenken. Hier kam mir meine Erfahrung als Redakteurin beim Kinder- und Jugend-TV zugute. Die ersten Yoga-Schüler waren die Kindergarten-Freundinnen meiner Tochter. Diese ließen sich neben Yoga-Haltungen auch von Massagen mit kleinen Reimen begeistern.

So langsam erwuchs meine Leidenschaft für Yoga mit Kindern: Heute bin ich hauptberuflich Yogalehrerin – für Kinder, Eltern-Kind-Paare und Erwachsene. Unsere Tochter überlässt mir inzwischen übrigens wieder gern die Matte (sie unterrichtet mit bei den Eltern-Kind-Yoga-Workshops, hat aber ihr Herz für Taekwondo entdeckt).

Yoga ist also präsent in meinem Alltag – durch viele Kurse und Workshops und meine eigene Eltern-Kind-Yogalehrerausbildung. Aber ich bin auch jeden Morgen selbst auf der Matte (und manchmal ist es nur der Teppich!).

 

Wie sieht deine tägliche Yoga-Routine aus?

Ich übe jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen – mal eine halbe Stunde Sonnengrüße, mal nur Katze/Hund/Plank. Neben mir steht – ganz unyogisch – der Kaffee und neben mir schnurren – sehr yogisch – unsere beiden Katzen. Zusätzlich zu meiner Home-Praxis gehe ich mindestens 1x/Woche ins Yogastudio. Etwa 2x/Woche meditiere ich. Das funktioniert mit Apps wie 7Mind oder Balloon sehr gut – für Anfänger wie für alte Meditationshasen.

 

Was ist das Geheimnis deiner Yoga-Routine?

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine ist, dass sie immer morgens (für die Struktur) und inhaltlich sehr intuitiv ist. Ich rolle auch mal auf der Faszienrolle umher, nehme einen Tennisball, um meine Füße zu wecken. Der Vierfüßlerstand ist eher ein “Durch-Alle-Gelenke-Kreisen” und der nach unten schauende Hund wird auch sehr variiert – je nach Tagesform. Ebenso die Varianten vom Baum. Ich übe mit geschlossenen Augen, sehr in mir. Der Yoga ist im Laufe der Zeit also sehr zu meinem Yoga geworden.

 

Achtsamkeit im Alltag – Gelassenheit und Fokus trotz voller To Do-Liste

Auf den ersten Blick hat mein Leben nicht viel mit Achtsamkeit zu tun. Ich arbeite Vollzeit in der Wirtschaft, ich arbeite in meiner Freizeit an Modern Slow und Mutter und Ehefrau bin ich auch noch. Wie passt das mit Achtsamkeit zusammen? Schließlich bin ich ja keine Yogalehrerin…!?! Oder Coach. Oder zumindest Vollzeit-Blogger. Mein Alltag ist voll und – da ich für ein Unternehmen und nicht mich selbst arbeite – auch bis zu einem gewissen Grad fremdbestimmt. Dabei ist Achtsamkeit ein unheimlich wichtiger Bestandteil meines Alltags, von morgens bis abends. Und genau das ist das Geheimnis: du brauchst keinen bestimmten Lifestyle, um Achtsamkeit zu leben. Du musst nicht Dinge in deinem Leben verändern, um achtsamer zu leben. Im Gegenteil: Achtsamkeit funktioniert wo du gerade jetzt bist. Und so ist Achtsamkeit – und wie ich sie in meinen Alltag integriere – der Grund, warum ich all das sein und tun kann. Ein Beitrag über Achtsamkeit im Alltag. Auch eine Einladung alte und bekannte Muster zu hinterfragen.

 

Voller Alltag – wo bleibt da bitte die Achtsamkeit?!

Auch wenn ich als BWLerin wie ein reiner Kopfmensch klinge, Achtsamkeit hat einen hohen Stellenwert für mich und ist ein unheimlich wichtiger Bestandteil meines Alltags.

Regelmäßig in mich hineinhören. Meine Morgenroutine, die ich jeden, wirklich jeden Tag mache. Meine Abendroutine, mit der ich immer wieder mal hadere (und sie nicht tue, um dann wieder zu ihr zurückzukommen). Meine Pausen im Laufe des Tages. Ein kleiner Check-in während ich den Espresso trinke. Einfach aus dem Fenster schauen. Das Fenster aufmachen und einmal tief einatmen.

 

All das, Achtsamkeit generell, geht auch im Büro

In meinem Fall mit 10+ Kollegen daneben…

Und im Zweifel hilft es, einfach mal kurz die Flucht aus dem Großraumbüro zu ergreifen. Auch ich saß schon im leeren Essenraum, habe die Schuhe ausgezogen mich im Schneidersitz hingesetzt (so gut das in einer Anzughose geht) und meditiert. Oder bin samt Laptop in einen leeren Meetingraum umgezogen, um mal für 30 Minuten Ruhe zu haben für eine denkintensive Aufgabe – aber auch, um mal kurz mit mir allein zu sein.

Es vergeht kein Tag im Büro, in dem ich nicht eine dieser kleinen Achtsamkeits-Pausen mache.

Das ist eher unüblich in meiner Arbeitswelt. Aber damit tue ich nicht nur mir etwas Gutes, sondern auch meiner Produktivität…

 

All die kleinen Dinge, das ist Achtsamkeit

In meinem Alltag setzt Achtsamkeit den Rahmen, morgens, abends und zwischendurch. All die kleinen und großen Rituale helfen mir, dass ich die Ruhe bewahre, konzentriert bin und auf gut deutsch nicht wahnsinnig werde. Achtsamkeit macht mich produktiver, ausgeglichener und zu einem netteren Menschen.

Ich kann mit Wutausbrüchen meines Sohnes besser umgehen. Ich kann mit einem blöden Spruch einer schlechtgelaunten, gestressten Person besser umgehen. Ich werde selbst nicht zur schlechtgelaunten, gestressten Person, die anderen blöde Sprüche reindrückt (meistens…  – nobody’s perfect).

 

Achtsamkeit ist mehr als Yogalehrer zu werden

Eigentlich hat sie gar nichts mit deiner Berufswahl zu tun. Ja, die meisten Menschen, die über Achtsamkeit sprechen, habe sie in irgendeiner Form zu ihrem Beruf gemacht. Aber das bedeutet nicht, dass ein Job oder Lifestyle die Voraussetzung für Achtsamkeit ist.

 

Gerade, wenn sie das erste mal mit Achtsamkeit in Kontakt kommen, schwanken viele zwischen “das bringt doch nichts” und “dafür muss man Yogalehrer oder irgendsoeine Eso-Tante sein”.

Ich kann dir aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen, es bringt wirklich etwas – vielmehr als du denkst und für möglich hältst – und ich bin jetzt auch nicht als hippie-dippie Eso-Tante unterwegs, sondern einfach eine viel ausgeglichenere Projektmanagerin in einer Strategieabteilung.

 

Bei Achtsamkeit helfen die guten alten Schubladen im Kopf nicht viel.

Denn Achtsamkeit ist das, was auch immer du möchtest, dass sie sein soll.

Achtsamkeit ist das, was du brauchst.

 

 

Achtsamkeit im Alltag - weniger Stress, mehr Fokus und Gelassenheit trotz langer To Do-Liste #stress #achtsamkeit

Was ist also Achtsamkeit für mich?

Auf der Mindful Blogging Conference* im April wurden wir Speaker gebeten, den Satz “Achtsamkeit ist für mich…” mit einem Wort zu vervollständigen. Vor laufender Kamera. Meine erste Reaktion: “was?!?! wie?!?! nur ein Wort?!?! Und dann auch noch in die Kamera sagen?!?! Hilfe, ich bin doch noch total zerknittert vom Flug! Kann ich sagen, die sollen mich in einer halben Stunde noch mal fragen?! Wenn ich meine Gedanken sortiert habe…”

Nachdem sich die Panik der ersten Millisekunden gelegt hat (ja Millisekunden, meine Gedanken sind schnell glaub mir), übernahm meine “sag einfach ja”-Reaktion, die ich mir in den letzten Jahren antrainiert habe. Und schon war ich auf dem Weg zum Kameraspot. Aber während ich da so darauf zuging, wusste ich genau die Antwort. Keine Panik. Einfach Ruhe, Sicherheit, Gelassenheit. Ich weiß meine Antwort.

Achtsamkeit ist für mich Fokus.

Achtsamkeit schafft Fokus. Sie stellt sicher, dass ich fokussiert bleibe. Dass ich bei mir bleibe und gleichzeitig offen bin für das da draußen. Dass ich mich nicht in blindem Aktionismus verrenne. Achtsamkeit macht mir bewusst, dass meine Ressourcen (insbesondere meine mentalen) begrenzt sind. Und nicht zuletzt, verdrängt sie all den Bullshit, den ich nicht brauche.

Achtsamkeit ist Fokus.

Und genau deshalb ist Achtsamkeit auch so unersetzlich in meinem Alltag. Ohne geht es schlichtweg nicht. Naja, es geht schon. Es gab ja auch in meinem Leben eine Zeit vor der Achtsamkeit. Die Zeit war geprägt von Stress, negativen Gedankenspiralen und einem ständigen Gefühl von nicht gut genug. Es hat funktioniert…so lange, bis mich die Aussicht darauf einen Termin mit einem Klempner zu vereinbaren, zum Weinen gebracht hat.

Es hat funktioniert, bis ich nicht mehr funktioniert habe.

 

Welchen Rahmen kann Achtsamkeit in deinem Leben setzen?

Das spannende an der Aktion auf der Mindful Blogging Conference?

Fast alle Speaker haben sich für ein anderes Wort entschieden.

Jede von uns hat einen anderen Zugang zur Achtsamkeit, jede von uns macht ihre eigenen Erfahrungen damit.

Die Antwort, was Achtsamkeit für dich ist und was sie für dich tun kann, ist abhängig davon, wo du gerade stehst.

Deine individuelle Antwort wird eine andere sein, wenn du mit beiden Beinen im Berufsleben stehst, wenn du gerade ein Neugeborenes durch die Wohnung schukelst, wenn du den Spagat zwischen Familie und Beruf versuchst, wenn du… Deine individuelle Antwort ist eine andere, wenn du schon mit Achtsamkeit in Kontakt gekommen warst, wenn du ein Meditationsprofi bist, wenn du noch nie etwas in die Richtung versucht hast.

Das ist – gerade am Anfang – frustrierend. Schließlich wäre ein Rezept, ein 5-Schritte-Plan schön.

Aber den gibt es nicht  den brauchst du nicht. Denn Achtsamkeit setzt bei deinen Bedürfnissen an.

Und ja, deine Bedürfnisse sind so individuell wie du.

Achtsamkeit bedeutet ja gerade eben in dich hineinzuhorchen. Und dafür brauchst du keinen 5-Schritte-Plan. Sondern einfach nur ein bisschen Mut, um Zeit mit dir selbst zu verbringen.

Diese Zeit findest du bei einer Pause im Alltag – vielleicht ähnlich wie meine Kaffeepause.

Diese Zeit findest du bei einer Morgenroutine, einer Abendroutine, auf dem Weg zur Arbeit, beim Spazierengehen, beim Kochen, Bügeln, Wäsche falten, …

Eigentlich brauchst du nicht mehr für ein bisschen mehr Achtsamkeit in deinem Alltag. Du musst nur damit anfangen, hineinzuhorchen und mit dir zu sein.

 

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DEIN WEG ZU MEHR GELASSENHEIT

Ich schreibe auf Modern Slow regelmäßig über Stress, da es eine Zeit gab, in der Stress mein Leben bestimmt hat – und ich aus vielen Gesprächen, online wie offline, weiß, dass ich damit nicht alleine bin. Viele von uns fühlen sich zerstreut, gestresst, und in unterschiedliche Richtungen gleichzeitig gezerrt. Viele von uns sehnen sich nach mehr Ruhe im Alltag, nach Zeit für sich und für das was zählt. In diesem Beitrag stelle ich Dir mehrere Möglichkeiten vor, mehr Gelassenheit zu kultivieren und so mehr Ruhe in Deinem Alltag zu finden.

 

Weniger Stress, mehr Gelassenheit

Stressphasen waren mir früher nicht unbekannt, aber vor inzwischen mehr als einem Jahr hat etwas in mir klick gemacht. Damals habe ich verstanden, dass eine Pause – so wie sonst – nicht genug war. Dass ich nicht wieder in meine alten Verhaltensmuster zurückfallen darf, sondern wirklich etwas grundlegendes ändern muss. Und genau das habe ich getan. Inzwischen habe ich ein ganzes Arsenal an Methoden, um stressfrei zu leben.

Stress aus meinem Leben zu verbannen und achtsamer zu leben, hatte zudem einen weiteren Effekt, einen den ich so nicht erwartet hatte. Vielmehr noch, mir war gar nicht bewusst, dass das eine Konsequenz aus meinen Bemühungen sein würde. Wovon ich spreche? Von Gelassenheit.

 

Was ist Gelassenheit?

Gelassenheit ist ein komplexes Konstrukt. Gelassenheit ist eine Haltung, ja eine Lebenseinstellung, die damit unser gesamtes (Selbst-)Verständnis umfasst. Wenn ich gelassen bin, bedeutet das, dass ich mir zutraue, mich selbst zu entfalten und dass ich mir zutraue, mit den Herausforderungen, die mir dabei begegnen, umzugehen.

Jede Form von Veränderung – egal ob positiv oder negativ, egal ob geplant oder überraschend – stellt eine Herausforderung für uns dar. Gelassenheit und das damit verbundene Gefühl von ich kann das schaffen ermöglicht es uns, mit diesen Herausforderungen umzugehen und tatsächlich daran zu wachsen.

Natürlich, Gelassenheit ist nicht in allen Situationen unseres Lebens angemessen. Manchmal ist es unerlässlich, dass wir empört und heftig reagieren, dass wir unsere Meinung (oder Wut) deutlich machen oder sofort handeln. Aber viele Situationen unseres Alltags, viele alltägliche Ärgernisse und Schwierigkeiten, sind oftmals nichts anderes als eine Übung unserer Gelassenheit und Geduld. Egal ob ein verspäteter Zug, der Stau auf dem Weg zur Arbeit, die Meinungsverschiedenheit mit einem Kollegen, der ausverkaufte Lieblingssnack – Situationen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen und die, wenn wir das große Ganze betrachten, nicht wichtig sind, sind genau der Rahmen, in dem unsere Gelassenheit gefragt ist.

 

Mach Dir Dein Leben leichter

Mich hat es anfangs ziemlich überrascht, dass ich – quasi als Nebenprodukt meiner Bemühungen gegen Stress – gelassener wurde. Kleine – belanglose – Dinge, wie eine verpasste U-Bahn oder ein verschüttetes Glas haben mich früher einfach geärgert. Wenn etwas nicht wie am Schnürchen klappte, war es da, das Brodeln in mir und oft habe ich dann noch stundenlang über die ganze Situation gebrütet. Das gehört nun der Vergangenheit an. Vor ein paar Monaten fiel mir mein iPhone  runter – und dieses Mal war das Display komplett kaputt. Früher hätte das jede Menge Ärger, Selbstvorwürfe und langes Brüten bedeutet. Aber: ich blieb vollkommen ruhig. Keine Gedankentricks, kein Mantra vorsagen, ich blieb einfach von mir aus vollkommen ruhig und gelassen. So sehr mich diese neue Seite anfangs verwundert hat, so wunderbar befreiend empfinde ich sie.

 

Gelassenheit ist komplex und doch so befreiend. Wie kannst Du gelassener werden? #stress #gelassenheit | modernslow.com

Wie kannst Du gelassener werden?

Ein wichtiger Schritt um gelassener zu werden, ist es den eigenen Umgang mit Stressauslösern zu verstehen zu verbessern. Denn: Du hast die Situation – den verspäteten Zug, einen Kommentar, den Stau – nicht unter Kontrolle, aber Du hast Deine Reaktion darauf unter Kontrolle. Ich möchte Dir heute drei Möglichkeiten vorstellen, mit denen Du Deinen Umgang mit Stressauslösern verbessern kannst.

Verändere Deine Bewertung

Es hilft oft bereits unheimlich die Situation in Perspektive zu setzen und sich frühere Stresssituationen und deren Bewältigung ins Gedächtnis zu rufen (z.B., wenn S-Bahn nicht fährt, kann ich auf einen Bus ausweichen). Manchmal hilft es schon mit einer anderen, realistischeren Erwartungshaltung in die Situation zu gehen, um nicht beim Eintritt einer Schwierigkeit gleich Stress zu empfinden.

 

Hole Dir Unterstützung von anderen

Gerade im Bezug auf Stress kann es sehr hilfreich sein, sich Hilfe von anderen (gerne auch von mir) zu holen, seine Gefühle mit anderen zu teilen, gemeinsam die Gefühle zu untersuchen, zu verarbeiten und Lösungsansätze zu finden.

 

 

 

 

 

Stärke Deine Entspannungskräfte

Stress ist Anspannung, mental und körperlich. Um besser mit Stressauslösern umzugehen, kannst Du Deine Entspannungskraft trainieren – so dass Du in Stresssitutationen aktiv zu Deiner Entspannung beitragen kannst. Entspannung kannst Du auf viele Arten erzielen: Sport, Meditation, Musik hören, schreiben, bewusst atmen, …

 

Tue Dir Gutes

Eine gelassene Einstellung hat auch etwas mit der Wertschätzung zu tun, die Du Dir selbst entgegenbringst. Wertschätzung Dir selbst gegenüber bedeutet zum einen sich selbst anzunehmen, aber auch sich selbst und den eigenen Körper gut zu behandeln. Das umfasst auch für ausreichend erholsamen Schlaf zu sorgen, sich gesund zu ernähren, sich zu bewegen und sich selbst Ruhepausen zu gönnen.

 

Wenn etwas aus der Stress-Serie hervorgeht, dann dass Du mehrere Angriffspunkte hast, um Stress ganz bewusst zu reduzieren und gelassener und zufriedener zu werden. Die hier vorgestellten Strategien klingen alles andere als revolutionär. Dabei ist die Wirkung so umfassend. Der Weg hierher war alles andere als selbstverständlich und er kostete mich viel Kraft und Arbeit. Aber das war es wert!

 

Modern Mindful - Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest. | modernslow.com

Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest

Hallo meine Lieben, die lange Osterpause ist vorbei und der Moment, auf den ich die letzten mehr als fünf Monate hingearbeitet habe ist da: heute stelle ich Euch mein Buch Modern Mindful vor. In den letzten Monaten habe ich unheimlich viel Zeit, Energie und Liebe in dieses Herzensprojekt gesteckt und ich bin so unendlich dankbar, dass ich Euch nun das Ergebnis vorstellen kann: Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest.

 

Wieso eigentlich ein Buch?

Wer nicht Teil der Modern Slow Community ist (dort gab es bereits vorab mehrere Einblicke in das Buch und meinen Weg dorthin) oder mir auf Instagram folgt, ist wahrscheinlich ein bisschen überrascht. Wieso gibt es ein Buch? Warum ein Buch über Achtsamkeit, Glück und Zufriedenheit?

Auf diese Frage gibt es eine kurze und eine lange Antwort. Die kurze Antwort ist die: Weil Achtsamkeit mein Leben so fundamental verändert hat, dass ich dieses Wissen, meinen Weg und meine Methode mir Dir teilen möchte.

Weil ich den tiefen Wunsch und die Hoffnung, habe, dass Dir dieses Buch helfen kann, egal wo Du gerade in Deinem Leben stehst.

Die lange Antwort beginnt vor knapp einem Jahr. Zu dieser Zeit war ich ziemlich gestresst, sehr gestresst, und ganz schön ausgelaugt. Viel von dem Stress kam von meinem vollen, durchgetakteten Alltag – Vollzeitjob, Kind, Haushalt, damals noch meiner ersten Webseite A Hearty Matter und zugleich die Idee für Modern Slow, die ich umsetzen wollte, Sport, Freunde, Familie, … das volle Programm eben. Aber mindestens genauso viel Stress kam von mir, von meinen hohen Ansprüchen an mich selbst. Zusammen war das eine ziemlich toxische Mischung. Stress war in meinem Alltag vorprogrammiert – und mir schon länger gut bekannt. Über die Jahre hatte ich gelernt damit umzugehen – dachte ich zumindest. Bis ich vor knapp einem Jahr an einem Tiefpunkt realisiert habe, dass ich etwas ändern muss. Dass ich mein Leben wirklich ändern muss, wenn ich nicht will, dass sich kleine, alltägliche Planänderungen regelmäßig anfühlen wie eine mittlere Katastrophe.

 

Modern Mindful - Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest | modernslow.com

Kleine, große Schritte zu Achtsamkeit und Glück

Nachdem ich diesen Entschluss gefasst hatte, hat sich natürlich mein Leben nicht über Nacht geändert. Aber Stück für Stück habe ich Achtsamkeit mehr in mein Leben gelassen und Stück für Stück hat diese Lebensweise meinen Alltag, mein gesamtes Leben verändert. Komplett und umfassend verändert.

Dabei habe ich äußerlich betrachtet rein gar nichts verändert: gleicher Job, gleiches Vollzeitpensum. Ein Kind, dessen Betreuungsstunden ich nicht erhöht habe. Mann, Freunde, Familie, Haushalt, Modern Slow, Sport. All das ist gleich geblieben. Nicht einmal eine Haushaltshilfe habe ich eingestellt.

Alles, was ich verändert habe ist in mir.

Alles, was ich verändert habe, lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Achtsamkeit.

 

Seit ein paar Monaten kombiniere ich nun auch Achtsamkeit, Dankbarkeit und Schreiben, indem ich jeden Tag, morgens und abends, ein paar Fragen für mich beantworte.

Das Ergebnis überwältigt mich noch immer.

Seit ich damit begonnen habe, bin ich gelassener und glücklicher. Deutlich gelassener und glücklicher. Diese Fragen haben meinen Alltag in einem Ausmaß bereichert, das ich nicht für möglich gehalten hätte.

Ich bin so begeistert, von dem was ich gelernt habe, von dieser so umfassenden Veränderung, dass ich mein Wissen und meine Tagebuchfragen mit Dir teilen möchte. Ich möchte Dir helfen, Achtsamkeit nachhaltig in Dein Leben zu integrieren, damit Du Dich weniger gestresst und dafür glücklicher fühlst.

 

Das Konzept von Modern Mindful

Modern Mindful ist das Ergebnis meiner Suche nach einem Weg, mein Leben bewusster zu gestalten, ohne dabei mein ganzes Leben über den Haufen zu werfen. Genau das ist die Philosophie hinter Modern Slow – es ist meine Philosophie: ich bin der Meinung, dass Du die Lösung für ein achtsames Leben nicht auf einer einsamen Berghütte findest, sondern in Dir selbst – da, wo Du gerade bist.

Ich hoffe, dass Dich Modern Mindful dabei unterstützen wird, ein achtsames Leben zu gestalten – egal, wo Du gerade bist. Egal, ob Du Dich bereits mit Achtsamkeit auseinandergesetzt hast. Egal, ob Du nur etwas von den Ärgernissen des Alltags genervt bist, oder wirklich unter dem Stress in Deinem Leben leidest. Achtsamkeit kann Dir helfen, damit umzugehen, und mehr Glück und Zufriedenheit zu finden.

Aber ganz klar: Achtsamkeit ist keine schnelle Lösung.

Ich halte nichts von Methoden (oder Gesichtscremes), die grandiose Ergebnisse über Nacht versprechen. Genauso wenig möchte ich mit Modern Mindful suggerieren, dass Du nur das Buch kaufen musst, es liest und dann ist alles Friede Freude Eierkuchen.

 

Modern Mindful will Dich unterstützen, etwas zu verändern – aber Du musst selbst aktiv werden. Daher gibt es Modern Mindful ausschließlich als Hardcopy Buch. Modern Mindful ist Dein täglicher Begleiter, der Dir hilft, Deinen Alltag, Tag für Tag, Stück für Stück, achtsamer zu gestalten.

 

Modern Mindful enthält die wesentlichen Konzepte, die mir geholfen haben, es enthält meine persönlichen Erfahrungen, Übungen und ein Tagebuch für 100 Tage. Modern Mindful ist Wissens- und Inspirationsquelle, Arbeits- und Tagebuch in einem. Ich möchte Dich ermutigen, nicht nur das Buch, sondern auch einen Stift in die Hand zu nehmen und dabei tatsächlich ins Handeln, ins Verändern, zu kommen.

Modern Mindful enthält ein Achtsamkeitstagebuch für 100 Tage. | modernslow.com

Ein Blick in Modern Mindful

Modern Mindful hat insgesamt 280 Seiten und besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil stelle ich Dir das Konzept der Achtsamkeit vor, zeige Dir warum Achtsamkeit so entscheidend für Deine Zufriedenheit ist und wie Du Achtsamkeit in Dein Leben nachhaltig integrieren kannst. In diesem Teil warten 11 Übungen auf Dich, die Dir helfen, Deine Gedanken und Dein Handeln zu hinterfragen, um zu verstehen, wie Dein Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit aussehen kann.

Inhalt von Modern Mindful | modernslow.com

Selbstreflektion ist ein wesentlicher Bestandteil von Modern Mindful. Je mehr Du Dich selbst verstehst, desto mehr kannst Du an Dir und Deinem Leben arbeiten. Das Ziel ist dabei wortwörtlich Selbstverständnis – entwickle Verständnis für Dich und Deine Gedanken. Höre hin, nimm Deine Gedanken an und versuche negative Gedankenschleifen Stück für Stück aufzulösen. Das ist ein ganzes Stück Arbeit, aber es ist all die Mühen wert.

 

Der zweite Teil von Modern Mindful ist ein Achtsamkeitstagebuch für 100 Tage, das Dir hilft Dein Leben Tag für Tag, Stück für Stück, achtsamer zu gestalten. Das Tagebuch enthält ein paar Fragen für morgens und abends und unterstützt Dich so, Dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit zu nehmen – um zu reflektieren, um Dich Dir selbst zuzuwenden, um dankbar zu sein. Es sind genau die Fragen, die ich seit Monaten selbst täglich für mich beantworte.

Wenn ich jetzt daran denke, wie ich mich vor knapp einem Jahr gefühlt habe, dann fühlt sich dieses Leben Lichtjahre entfernt an. Nicht weil es so lange her ist – was ist schon ein Jahr – sondern weil ich mich nicht anders fühlen könnte. Wenn ich eine derartige Veränderung in meinem Leben erreichen kann, dann kannst Du das auch!

Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest ist jetzt verfügbar im Buchhandel.

Hier findest Du weitere Informationen, Erfahrungsberichte, usw.

Alles Liebe

Katharina