Alles anders. Dir ist schon aufgefallen, dass Die Artikel hier anders klingen nicht wahr? Das ist gut so. Eigentlich. Irgendwie wäre mir es auch lieber gewesen, ich hätte den Umweg nicht nehmen müssen. Aber dann wiederum ist der Weg (und auch der Umweg) ja das Ziel. Also wars wohl genau richtig so. Ein Artikel über den Weg, Baustellen und eine verrückte Idee.

 

Der Weg und das Feststecken

Eigentlich ist Feststecken kein Problem. Klar, es macht keinen großen Spass, das Gefühl zu haben, man hätte – ganz im Gegensatz zu allen anderen – überhaupt keinen Plan.

Dabei hat niemand einen Plan.

Ich kann das sagen, ich stecke gerade nicht fest.

 

Widerstand oder Reibung entsteht, wenn … – ach, was solls. Lass es mich einfach in den Worten meiner Oma sagen: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Oder in im aktuellen Self-help-Sprech:

Du kannst nicht Wachstum wollen und Dein Denken nicht verändern.

 

Meine Baustelle war also in meinem Kopf

Ich will ganz ehrlich sein: selbst für jemanden wie mich, die gerne Dinge anders, nach ihrem Kopf macht, ist es schwer, all die Tipps und Ratschläge nicht zu sehr zu internalisieren. Nicht zu sehr davon die eigene Stimme überlagern zu lassen. Vor allem weil all die Tipps funktionieren. “5 Tipps für….” geht auf Pinterest ab wie Schmidt’s Katze.

Und so habe ich viele solcher Beiträge produziert. Mit Herzblut. Sogar aus Überzeugung, denn mein Ziel war es immer, dir etwas mitzugeben, wenn du einen meiner Beiträge gelesen hast. Und es gibt doch nichts praktischeres als Tipps-Listen oder?!?

Und es war schlichtweg auch eine Entwicklung. Seit den ersten Beiträgen, habe ich 1000ende Wörter für Modern Slow geschrieben.

Manche Dinge lernt man erst (über sich selbst), indem man sie tut.

 

Was das mit dir zu tun hat

Ich bin inzwischen überzeugt, dass diese Art von Beiträgen nur bedingt dafür taugen, eine Veränderung in Gang zu setzen. Für eine wirkliche Veränderung in deinem Alltag brauchst du keinen Tipp, sondern ein echtes Umdenken im Kopf. Und dafür muss dich der Artikel zum Innehalten und Nachdenken bringen.

Also alles ein bisschen anders.

Nicht komplett auf dem Kopf gestellt. Aber anders. Auf dass wir beide nicht mehr feststecken…!

Manchmal steckt man fest, im Kopf, in Gefühlen, in einer Art zu denken. Wie du mit dem Feststecken umgehen kannst und deinen Flow wieder findest.

 

Die verrückte Idee

Die verrückte Idee ist also das: tun, was sich richtig anfühlt – auch wenns niemand sonst tut.

 

Denn vielleicht, nur vielleicht, ist genau das der Schlüssel.

 

Klar, einfach lesen geht anders.

Andererseits: wer liest eigentlich noch Blogartikel?

Ich meine so richtig. Die meisten Leser scannen doch nur noch oder?! Egal ob Tageszeitung oder Blog. Das ist kein Vorwurf. Ich mache das auch so. Die Artikel, die ich wirklich lese, sind die, die anders sind.

 

Also, wenn ich schon selbst Schema-F-Artikel nicht mehr lesen will, warum sollte ich sie dann anderen vorsetzen?!

Lieber schreibe ich so, dass die 5 oder 10 oder 100 Frauen, die den Artikel wirklich lesen, etwas für ihre Zeit bekommen. Dass die 5 oder 10 oder 100 Frauen etwas in meinem Artikel finden, was ein Schema-F-Artikel nicht kann (und ganz ehrlich auch gar nicht will):

Eine andere Perspektive. Einen neuen Zusammenhang. Oder einfach eine verrückte Idee.

 

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