Warum wir deinen Erfolg sehen wollen (und sollten)

Das Ziel ist nicht das Ziel. Das Ziel ist der Weg. Und wir wollen wissen, wie dein Weg war – damit wir den Mut haben unseren zu gehen. Ein Beitrag über Erfolg, Freiheit und den Mut, seine Erfolge zu zeigen.

 

Es ist also geschafft

Diss abgegeben und nun auch verteidigt. Und es fühlt sich ziemlich unspektakulär an. Kein innerlicher Freudentaumel. Kein “ich habe es geschafft!” Jubelschrei. Dieses Ereignis, das Ziel, das „herzlichen Glückwunsch, sie wurden nun promoviert“ fühlte sich ziemlich  unbedeutend im Vergleich zu dem Weg an, wenn ich ehrlich bin.

Versteh mich nicht falsch. Ich bin unheimlich dankbar. Für die Unterstützung von so vielen Seiten. Für die Bekanntschaften und Freundschaften. Für all die Erkenntnisse auf diesem Weg. Natürlich feiere ich. Nur verblasst das Ziel angesichts des Weges.

Wie sehr, das wurde mir erst bewusst, als der Weg zu Ende und das Ziel erreicht war.

 

Und so feiere ich, wer ich durch diese 5 Jahre geworden bin

Als ich damals am Lehrstuhl angefangen habe, war die Vorstellung vor anderen zu sprechen, meine Arbeit vorzustellen und zu verteidigen, erfahreneren Experten Rede und Antwort zu stehen und einzustecken, dass jemand fachlich ganz anderer Meinung ist, eine die mir Angst machte.

Nicht mehr.

Ich feiere, dass auf diesem Weg aus einer zurückhaltenden, manchmal schüchternen jungen Frau eine Frau geworden ist, über die sich ein männlicher Teilnehmer der Prüfungskommission beschwert, sie wäre ihm zu selbstbewusst.*

 

Ja, als ich da stand mit meiner Präsentation, war ich selbstbewusst.

Weil ich weiß, dass meine Arbeit nicht perfekt ist, aber ich auch weiß, dass mein Wert, und mein Selbstwert, davon nicht abhängt. Ich feiere diese Freiheit, denn ohne den Weg hätte ich sie nicht.

Und doch, ich fühle mich immer noch und immer wieder komisch, anderen von meinen Ergebnissen und Erfolgen zu erzählen.

Dieser Weg ist noch nicht zu Ende. Es gibt einen Teil in mir, der hätte es am liebsten niemandem erzählt, dass mein TED-Talk  online ist. Und es gibt tatsächlich Leute, denen ich noch immer nicht davon erzählt habe. Weil es einfacher ist, nichts zu sagen. Weil ich so nicht die Aufmerksamkeit auf mich ziehe. Weil ich mich so nicht angreifbar mache.

 

Warum du deinen Erfolg ruhig zeigen kannst. Weil wir deinen Erfolg sehen wollen.

Nur das gehört auch zu einem gesunden Selbstwertgefühl.

 

Nicht nur die fachlichen Fakten selbstsicher vortragen, sondern mit der gleichen Selbstverständlichkeit die eigene Leistung zeigen.

Viele meiner männlichen Kollegen, die ich in meinem bisherigen Arbeitsleben kennengelernt habe, haben keinerlei Hemmungen, Scheu oder Selbstzweifel regelmäßig vor dem Chef, den Kollegen oder anderen Leuten auf ihre Erfolge und Ergebnisse hinzuweisen.

 

Und niemand kreidet es ihnen an.

 

Naja, nicht unbedingt niemand. Ein paar Leute schon.

Die sich damit unwohl fühlen, sich selbst darzustellen. Die es zwar versuchen wollen, aber nicht über den eigenen Schatten springen, nicht die eigene Komfortzone verlassen.

Und ja, ich zähle mich manchmal leider auch dazu. Auch ich verdrehe manchmal noch innerlich (oder weithin sichtbar) die Augen, wenn einer der Männer mal wieder loslegt und seine Jagdtrophäen auspackt und detailliert.

Nur genauso wie die Aussage des Teilnehmers meiner Prüfungskommission, dass ich ihm zu selbstbewusst auftrete mehr über ihn als über mich aussagt, so sehr sagt mein Augenverdrehen über die Jagdtrophäen der anderen etwas über mich aus.

 

Es ist vollkommen in Ordnung, nur für sich den Weg zu zelebrieren

Die Veränderung an sich selbst wahrzunehmen und zu bestaunen. Und zu wissen, dass das genug ist – für dich, für dein eigenes Selbstwertgefühl.

Aber gerade wir Frauen sollten auch üben, auf unsere eigenen Ergebnisse und Erfolge hinzuweisen.

Damit es normaler wird.

Damit wir gemeinsam wachen können.

Damit wir anderen Frauen sehen, was möglich ist.

Damit andere sehen, was wir zu leisten vermögen- denn Tatsache ist, die anderen sind meist mit sich selbst beschäftigt und nehmen gar nicht wahr, was wir leisten und erreichen.

Und nicht zuletzt damit wir uns selbst nicht schlecht fühlen, wenn wir – versuchen – über unsere eigenen Erfolge zu sprechen.

 

Natürlich wollen wir deinen Erfolg sehen

Ja, es gibt diese Tage, an denen jeder noch so kleine Erfolg oder einfach nur das Bild eines schön gedeckten Frühstückstisches eine negative Vergleichsspirale in Gang setzt. Nur, seien wir ehrlich: an diesen Tagen ist es schon fast egal, was andere tun oder lassen, was sie erreichen oder selbst woran sie scheitern. An den Tagen mögen wir uns selbst nicht. Wiederum, unser Problem mit den anderen, hat am Ende mehr mit uns als mit den anderen zu tun.

 

An allen anderen Tagen freue ich mich einfach, wenn eine von uns einen kleinen oder großen Erfolg verkündet.

Weil es mich stolz macht, Frauen zu kennen, die mich inspirieren. Weil es mir Mut macht. Weil es mir Möglichkeiten zeigt, die ich selbst nicht gesehen hätte.

 

Wir brauchen beides

Die tiefe Zufriedenheit sich selbst zu genügen UND den Mut anderen davon zu erzählen.

Wo genau wir die Linie ziehen, ist individuell und mag sich verändern, je mehr wir zu uns selbst finden.

 

Aber “ich lasse einfach mal meine Erfolge für sich sprechen” ist zu wenig

Denn oft hat diese Einstellung mehr mit unserer Angst vor Aufmerksamkeit zu tun als mit tatsächlichem Großmut und Selbstwertgefühl. Oft steht dahinter das genaue Gegenteil.

 

Zeit das zu ändern. 

Wir wollen sie sehen, deine Erfolge! Wir brauchen sie, damit wir den Mut haben, zu wachsen. Also zeig sie uns, deine Erfolge!

Genauso wie ich feiere, wer ich auf diesem Weg geworden bin, so hast auch du kleine und große Veränderungen erreicht, die du es dir verdient hast, zu feiern. Und genauso wie ich mir die 10.000 Gründe warum ich diesen Artikel nicht veröffentlichen sollte, ausgeredet habe, kannst du dir die 10.000 Gründe ausreden, warum du deine ganz persönlichen Erfolge, JETZT gerade nicht teilen solltest.

Ich meine es ernst: Wir wollen sie sehen, deine Erfolge!

 

Hab Mut und zeig sie uns in den Kommentaren…

 

 

*Was diese Aussage über sein Weltbild und unsere Arbeitswelt sagt, ist eine Geschichte für einen anderen Tag…

 

 

Lass uns Regeln brechen… Work-Life-Balance und so

Ich bin lange um das Thema herumgetanzt. Vielleicht sah es von Außen nicht so aus. Von Innen hat es sich aber so angefühlt. Denn seit der Gründung von Modern Slow gab es eine Regel: sprich nicht über die Arbeit. Weil ich angestellt bin und bestimmte Details nicht ins Internet gehören. Weil ich mir kein Urteil über deine Arbeit erlaube. Weil ich überzeugt bin, dass es keine allgemein gültige Lösung gibt. Denn die Situationen sind so individuell und kompliziert. Und die Regeln in der Arbeitswelt machen meist andere. Im Sinne von mutigen Entscheidungen und verrückten Ideen habe ich aber inzwischen das Gefühl, dass ich Stellung beziehen möchte. Ein Beitrag, den es früher nicht gegeben hätte. Auch ein Beitrag über Regeln und die Erkenntnis, dass wir es nicht allein schaffen.

 

Es geht eben nicht ohne…!

Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass wir, wenn wir Frauen über Themen wie Zeitmanagement und Achtsamkeit sprechen, nicht umhin kommen über die Arbeit zu sprechen. Schließlich hat die berühmte Work-Life-Balance zwei Faktoren.

Und wenn wir über Frauen im Job sprechen, dann kommen wir nicht umhin über die Arbeitswelt zu sprechen. Also sprechen wir drüber.

 

 

Ich habe bisher nicht über Arbeit geschrieben, weil es so unheimlich individuell ist.

Und ziemlich emotional – auch wenn wir uns das nicht immer eingestehen. Wer daran zweifelt, verfolge bitte aufmerksam wie Frauen untereinander die Lebensentscheidungen der anderen bewerten.

Die Emotionalität fängt schon bei den Wörtern an.

Karriere – schlechtes Wort. Das klingt nach keine Kinder kriegen, um eine Chance auf den Vorstandsjob oder Senior Management zu haben.

Erfolg – ähnlich schlecht. Suggeriert Karriere, gerne auch das Gehalt.

 

Dabei haben die meisten von uns einen Beruf und Job aus genau diesen Gesichtspunkten gewählt. Es war keine “mir doch egal was ich mache, hauptsache jemand zahlt mir was und ich bin krankenversichert”-Entscheidung.

Du wolltest Erfolg und Karriere. Halt, falsche Wörter. Lass mich das konkreter formulieren:

du wolltest einen Beruf und Job, der dir Freude macht, an dem du wachsen kannst und etwas beiträgst.

Nicht unbedingt Lebenssinn stiftend und allumfassend, aber ein bisschen Erfüllung darf schon sein.

Und anfangs lief das auch ganz gut. Wir haben gute Arbeit gemacht, wurden befördert.

 

Doch mit dem ersten Kind wurde alles anders.

Auf einmal müssen wir anecken. Grenzen ziehen.

Nein, den Termin kann ich nicht wahrnehmen, da ich dann im Mutterschutz sein werde.

Nein, diesen Abendtermin kann ich so kurzfristig nicht wahrnehmen.

Können wir den Termin bitte vor 16.00 Uhr legen?

 

Grenzen ziehen fällt uns so schon oft genug schwer. Aber darum soll es heute nicht gehen.

Sondern darum, WARUM wir mit diesen Grenzen anecken.

 

Wenn ich mich in dem Teil der Wirtschaft, den ich in den letzten 10+ Jahren kennengelernt habe, umschaue, dann ist es kein Problem Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen.

Egal, ob Karriere nun die Jagd auf den Vorstandsposten oder einfach eine spannende Position mit Verantwortung bedeutet.

 

Wie kannst du Work-Life-Balance erreichen? Besseres Zeitmanagement? Nicht solange...

Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen, ist kein Problem.

Alles was du dazu brauchst, ist eine Frau.

Eine Frau, die sich um alles andere außerhalb des Büros kümmert.

 

Wenn ich mich umschaue, dann korreliert die “Vereinbarkeit” von Kind und Beruf mit einem bestimmten Lebensmodell: er macht den Job, sie den Rest.

 

Und um das ganz deutlich zu machen: ich habe kein Problem mit dem Lebensmodell. Es gibt viele Gründe das zu wählen. Und so lange es eine wirkliche Wahl für die beiden Beteiligten war, habe ich kein Problem damit.

Es gibt nicht das eine Lebensmodell, das objektiv besser ist. Es gibt nur das Lebensmodell, das für dich und deine Familie ganz subjektiv richtig ist.

Es geht mir nicht darum, dass alle Frauen Karriere machen MÜSSEN.

 

Ich bin ein Verfechter von freier Wahl.

Wenn du aus ganzem Herzen zu Hause bei deinen Kindern sein möchtest, dann unterstütze ich dich dabei aus ganzem Herzen.

 

Was mich wütend macht, ist wenn du arbeiten willst- und die Herausforderung mit der Kinderbetreuung geklärt hast – in einem Umfeld arbeitest, dessen Regeln nur noch bedingt mit deinem Lebensmodell übereinstimmen.

 

“Gute Arbeit” sollte ein Ausdruck von Qualität sein.

Oft genug vermischt sich das aber mit Kriterien, die leicht messbar sind, aber nur bedingt mit “guter Arbeit” zusammenhängen: Präsenzzeit, generell lange Arbeiten, die Bereitschaft, auch mal kurzfristig in den Flieger zu steigen.

 

Und genau das ist, was das Grenzen ziehen so schwer macht.

Weil man sich gefühlt – oder in manchen Unternehmen auch tatsächlich – Wege verbaut, die man gerne gegangen wäre.

Weil man gefühlt – oder in manchen Unternehmen auch tatsächlich – eine Anomalie ist.

Weil man manchmal einfach keine Lust hat, für etwas zu kämpfen, was doch keine große Sache sein sollte.

 

All das betrifft natürlich auch Männer.

Männer, die “früher” gehen, die Arbeitszeit reduzieren wollen, oder einfach ein anderes Arbeitsmodell wünschen, stehen oft vor den gleichen Herausforderungen.

 

Und oft steckt hinter den Regeln, hinter den Kommentaren gar keine Bösartigkeit. Sondern einfach Unwissenheit über die Realität des anderen.

 

Es wird Zeit, dass wir die Regeln brechen und miteinander reden.

 


Der Vollständigkeit halber sei erwäht, dass ich meine Regel das erste Mal schon vor einem Monat auf Instagram gebrochen habe. Die Gespräche in den Kommentaren und Nachrichten stimmen genau darin überein: Lasst uns drüber reden!

Dieses Thema lässt sich unmöglich in einem Artikel bewältigen.

Eine weitere und absolut lesenswerte Sicht auf die Rolle der Männer in diesem ganzen Vereinbarkeitskarussell beschreibt Andrea in diesem Artikel, den ich dir wirklich sehr ans Herz legen möchte.

 

Wenn du einen Beitrag zu diesem Thema empfehlen kannst, dann schreib uns gerne hier in den Kommentaren oder per Email.

Was, wenn Du feststeckst – und wie Du Deinen Flow wiederfindest

Alles anders. Dir ist schon aufgefallen, dass Die Artikel hier anders klingen nicht wahr? Das ist gut so. Eigentlich. Irgendwie wäre mir es auch lieber gewesen, ich hätte den Umweg nicht nehmen müssen. Aber dann wiederum ist der Weg (und auch der Umweg) ja das Ziel. Also wars wohl genau richtig so. Ein Artikel über den Weg, Baustellen und eine verrückte Idee.

 

Der Weg und das Feststecken

Eigentlich ist Feststecken kein Problem. Klar, es macht keinen großen Spass, das Gefühl zu haben, man hätte – ganz im Gegensatz zu allen anderen – überhaupt keinen Plan.

Dabei hat niemand einen Plan.

Ich kann das sagen, ich stecke gerade nicht fest.

 

Widerstand oder Reibung entsteht, wenn … – ach, was solls. Lass es mich einfach in den Worten meiner Oma sagen: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Oder in im aktuellen Self-help-Sprech:

Du kannst nicht Wachstum wollen und Dein Denken nicht verändern.

 

Meine Baustelle war also in meinem Kopf

Ich will ganz ehrlich sein: selbst für jemanden wie mich, die gerne Dinge anders, nach ihrem Kopf macht, ist es schwer, all die Tipps und Ratschläge nicht zu sehr zu internalisieren. Nicht zu sehr davon die eigene Stimme überlagern zu lassen. Vor allem weil all die Tipps funktionieren. “5 Tipps für….” geht auf Pinterest ab wie Schmidt’s Katze.

Und so habe ich viele solcher Beiträge produziert. Mit Herzblut. Sogar aus Überzeugung, denn mein Ziel war es immer, dir etwas mitzugeben, wenn du einen meiner Beiträge gelesen hast. Und es gibt doch nichts praktischeres als Tipps-Listen oder?!?

Und es war schlichtweg auch eine Entwicklung. Seit den ersten Beiträgen, habe ich 1000ende Wörter für Modern Slow geschrieben.

Manche Dinge lernt man erst (über sich selbst), indem man sie tut.

 

Was das mit dir zu tun hat

Ich bin inzwischen überzeugt, dass diese Art von Beiträgen nur bedingt dafür taugen, eine Veränderung in Gang zu setzen. Für eine wirkliche Veränderung in deinem Alltag brauchst du keinen Tipp, sondern ein echtes Umdenken im Kopf. Und dafür muss dich der Artikel zum Innehalten und Nachdenken bringen.

Also alles ein bisschen anders.

Nicht komplett auf dem Kopf gestellt. Aber anders. Auf dass wir beide nicht mehr feststecken…!

Manchmal steckt man fest, im Kopf, in Gefühlen, in einer Art zu denken. Wie du mit dem Feststecken umgehen kannst und deinen Flow wieder findest.

 

Die verrückte Idee

Die verrückte Idee ist also das: tun, was sich richtig anfühlt – auch wenns niemand sonst tut.

 

Denn vielleicht, nur vielleicht, ist genau das der Schlüssel.

 

Klar, einfach lesen geht anders.

Andererseits: wer liest eigentlich noch Blogartikel?

Ich meine so richtig. Die meisten Leser scannen doch nur noch oder?! Egal ob Tageszeitung oder Blog. Das ist kein Vorwurf. Ich mache das auch so. Die Artikel, die ich wirklich lese, sind die, die anders sind.

 

Also, wenn ich schon selbst Schema-F-Artikel nicht mehr lesen will, warum sollte ich sie dann anderen vorsetzen?!

Lieber schreibe ich so, dass die 5 oder 10 oder 100 Frauen, die den Artikel wirklich lesen, etwas für ihre Zeit bekommen. Dass die 5 oder 10 oder 100 Frauen etwas in meinem Artikel finden, was ein Schema-F-Artikel nicht kann (und ganz ehrlich auch gar nicht will):

Eine andere Perspektive. Einen neuen Zusammenhang. Oder einfach eine verrückte Idee.

 

 

Warum Multitasking Dir nichts bringt – und wie Du stattdessen achtsam produktiv wirst

Oder (das war mal der Arbeitstitel) “Wie Du wirklich, endlich, ein für alle mal mit dem Multitasking aufhörst, obwohl Du es schon x Mal versucht hast”. Denn die Sache ist: wir wissen, dass Multitasking nicht gut für uns ist. Aufhören tun wir trotzdem nicht. Denn es ist einfach so verdammt attraktiv. Mehr schaffen in weniger Zeit – wer wünscht sich sich das nicht (zumindest insgeheim)? Und noch dazu ist es so verdammt einfach. “Nur mal schnell…” ist das neue “getting sh*t done”, 10 Tabs gleichzeitig offen gilt als Zeichen von Produktivität, und sich aufs Smartphone-starrend anzuschweigen ist sozial akzeptiert. Ein Beitrag über die schöne neue Welt, das Karussell in Deinem Kopf und wie Du dem Wissen auch Taten folgen lässt.

 

Wir alle wissen, dass Multitasking schlecht ist. Eigentlich.

Eine Google-Suche nach “Multitasking” und schon die ersten Überschriften zeigen, dass Multitasking nichts Gutes ist: “Mythos”, “Märchen”, “funktioniert nicht”. Soweit, so bekannt. Nur liegen zwischen diesem Wissen und unserem Handeln oftmals Welten. Die Möglichkeiten, Multitasking zu betreiben, werden eher mehr denn weniger. Dank Smartphone, Smart Home und einer stabilen Internetverbindung können wir jederzeit und überall “mal nebenbei” 2, 3 oder 5 Dinge gleichzeitig tun. Und unser vollgepackter Alltag suggeriert uns dabei, dass Multitasking der Schlüssel zu unserer Produktivität ist. Der Reiz, so mehr zu schaffen ist groß – aber leider ein Trugschluss.

Effizienz durch Multitasking ist ein – siehe Schlagwort aus der Google-Suche – Mythos. Und Märchen.

Und es funktioniert nicht. Alles gleichzeitig zu erledigen macht nicht schneller. Du bist sogar deutlich langsamer, als wenn Du eines nach dem anderen abarbeiten würdest. Je mehr Aufgaben wir gleichzeitig erledigen möchten, desto mehr versetzen wir unser Gehirn in einen Stresszustand. Wer regelmäßig multitaskt, befindet sich unter permanenten Stress und es wird immer schwerer, sich davon wieder zu erholen. Multitasking macht also nicht produktiver, sondern treibt nur den Stresslevel nach oben.

 

Und mehr Fehler machen wir  auch. Beispiel: Hast Du Dich schon einmal dabei beobachtet, was passiert, wenn Du telefonierst und gleichzeitig den Einkaufszettel schreibst? Es geht, so mehr oder weniger. Aber im Nachhinein merkt man oft, dass man sich nicht so ganz daran erinnern kann, was der Gesprächspartner am anderen Ende da alles erzählt hat. Hand aufs Herz, wir alle haben schon mehr als einmal nicht mitgekriegt was uns unser Partner oder unsere Kinder von ihrem Tag erzählt haben, weil wir während dessen gekocht/Emails beantwortet/Instagram gecheckt haben. Deine Aufmerksamkeit kann nicht auf beides gleichzeitig gerichtet werden. Wenn Du zwei Dinge gleichzeitig tust, dann springt Deine Aufmerksamkeit zwischen beiden Dingen – so entstehen Fehler und Lücken in Deiner Erinnerung, ganz zu schweigen von dem Stress in Deinem Kopf.

 

Aber: das wissen wir ja eigentlich schon alles.

 

 

Dass Multitasking nicht gut ist, weißt Du. Aber wie kannst Du achtsam produktiv werden? | modernslow.com #stress

 

Entweder…oder…

Multitasking ist letztlich nichts anderes als eine Gewohnheit – eine Gewohnheit, die wir uns tagein tagaus antrainieren, indem wir – mit dem Smartphone in der Hand – unseren Alltag effizienter gestalten.

Wie bei jeder Gewohnheit ist der erste Schritt zur Besserung immer die bewusste Entscheidung, die Gewohnheit zu ändern. Deshalb ist Achtsamkeit so eine kraftvolle Möglichkeit, mit Multitasking aufzuhören. Anstatt ins Rödeln zukommen und Fehler zu machen oder den Überblick über unsere Arbeit zu verlieren, besinnen wir uns wieder bewusst auf den Ist-Zustand. Was ist jetzt gerade wichtig?

Achtsam vorzugehen bedeutet auch, sich einer Tätigkeit nach der anderen zu widmen. Prioritäten setzen ist das effektivste Mittel gegen den Drang, alles gleichzeitig machen zu wollen.

Das ist nicht gerade einfach und wir werden auch mal Scheitern – vor allem weil unser treuer Begleiter beim Multitasking (unser Smartphone) nur einen Handgriff entfernt ist. Aber Fokussieren hilft und Stück für Stück wird es einfacher.

 

Trau Dir selbst nicht!

Um es (mehr oder weniger) mit Simon Sineks Worten zu sagen: We hate email, but man do we love the bing, beep, and buzz.*

Wir sind alle ein bisschen süchtig nach unseren Smartphones und genau deshalb fällt es auch so schwer, unseren Vorsatz, das Multitasking endlich sein zu lassen, umzusetzen. Solange diese wunderbaren Geräte, die uns so viele positive Dinge ermöglichen, in Reichweite sind, ist “nur mal schnell…” immer eine Option.

Um also Deinem Wissen endlich Taten folgen zu lassen, hilft es oftmals schon enorm, einfach mal das Smartphone wegzulegen.

Ich weiß, das wolltest Du nicht hören. Wahrscheinlich, weil Du es schonmal gehört hast. Mehrmals.

Andererseits die gute Nachricht ist: es hat weniger mit Disziplin und persönlicher Stärke zu tun, als mit den Rahmenbedingungen, die Du Dir setzt.

Solche Rahmenbedingungen könnten sein:

  • kein Smartphone am Esstisch
  • während Deiner besten Arbeitszeit liegt dein Smartphone in einem anderen Zimmer
  • nur ein Medium konsumieren: Fernsehen oder Smartphone
  • kein Smartphone während einer Konversation

 

Wirklich, vergiss Disziplin!!

Wenn Du darauf baust, dass Du aus schierer Willenskraft nicht zum Smartphone greifst, während ein Kollege von seinem Wochenende erzählt, wenn Du auf etwas nicht sofort die Antwort weißt, oder wenn Du “nur mal schnell” Instagram checken willst, während Dein Laptop ein Programm öffnet, verurteilst Du Dich selbst zum Scheitern.

Selbst, wenn Du Dein Multitasking damit unter Kontrolle hast (wohl eher: hättest).

Denn: Du hast nur eine endliche Menge an Willenskraft. Wenn Du also Deine Willenskraft dafür aufbrauchst, Dein Smartphone nicht anzufassen, obwohl es direkt neben Dir liegt, hast Du deutlich weniger Willenskraft zur Verfügung, um “nein” zu anderen Dingen zu sagen.

Du hast deutlich weniger Willenskraft, um bei dem Vorsatz “heute kein Dessert” zu bleiben. Du hast auch weniger Willenskraft zur Verfügung, um mit Gelassenheit auf den Wutanfall Deines Kindes zu reagieren. Du hast weniger Willenskraft, um “nein” zu einem Impulseinkauf zu sagen. Du hast weniger Willenskraft, um den Wecker für Deine Morgenroutine zu stellen. Und und und.

Regeln klingen auf einmal so viel besser nicht wahr?!

 

Was Du tun kannst, wenn Du Dich doch beim Multitasken ertappst

Egal welchen Ansatz zu wählst, es wird nicht immer funktionieren. Multitasking ist schwer loszulassen. Und: gerade mit Kindern fühlt es sich manchmal unmöglich an, sich nur auf eine Sache zu konzentrieren, da Kinder häufig Deine Aufmerksamkeit – gerne auch lauthals – einfordern, während Du eigentlich etwas anderes tust.

Nur, Multitasking ist auch keine Lösung. (Wie wir ja auch schon wissen.)

 

Dein 3-Schritte-Plan, wenn Du Dich beim Multitasking ertappst

Multitasking ist wie eine Spirale, ein ständiges mehr, mehr, mehr. Um nicht in Stress zu verfallen, ist es wichtig, diese Spirale bewusst zu durchbrechen.

Das kannst Du in 3 Schritten angehen:

  1. Stoppe bewusst: Sobald es Dir auffällt, dass Du multitaskst, hörst du mit beiden Tätigkeiten auf.
  2. Halte inne: Atme tief durch, und schließ (wenn möglich) für ein paar Sekunden die Augen, um zur Ruhe zu kommen und Abstand zu gewinnen. Versuche, dich ganz allein auf Deine Atmung zu konzentrieren – so als ob Du Meditieren würdest. Wenn Du spürst, dass Du entspannst, geht es an den nächsten Schritt.
  3. Sortiere Deine Prioritäten neu: Was hast Du eben alles versucht, gleichzeitig zu tun? Entscheide jetzt, welche Tätigkeit die Wichtigste ist und gehe sie als Erstes an. Konzentriere Dich nur auf sie, bis sie abgeschlossen ist. Erst dann widmest Du Dich der nächsten Aufgabe.

 

Multitasking lässt sich nicht von heute auf morgen abstellen. Es ist anstrengend und bedeutet, dass Du Deine Gewohnheiten verändern musst.

 

Du drückst Dich um die Entscheidung.

Bereit für die letzte provokante These? Du multitaskst, weil Du Dich um eine Entscheidung drückst.

Multitasking ist nichts anderes als der Kram in Deiner Wohnung. Vertagte Entscheidungen.

Statt unnütze Dinge zu entsorgen, entwickeln wir komplexe Ordnungssysteme. Statt Aufgaben zu priorisieren (oder nein zu sagen), multitasken wir.

Triff die Entscheidung.

 

Du gewinnst Klarheit, wirst sogar produktiver, gelassener und zufriedener.

Auch das hast Du wahrscheinlich schon mal gehört…

 

 

Hast Du auch immer wieder mit Multitasking zu kämpfen? In welchen Situationen verspürst Du den Wunsch, zu multitasken?

 

*full disclosure: ich konnte nicht mehr den Vortrag finden, in dem Simon Sinek (mehr oder weniger) diese Aussage getroffen hat. Sinngemäß findet sie sich aber meisten aktuellen auf Youtube verfügbaren Vorträgen von Simon Sinek.

Warum ich Hilfe brauche (und deshalb Modern Slow ein Team hat)

Tief einatmen. Ich brauche Hilfe. Schon seit längerem und deshalb habe ich sie nun auch. Ein Beitrag über Transparenz, Delegieren und das Problem in unseren Köpfen. Und auch ein Beitrag über meine tolle Assistentin, die Modern Slow besser macht.

 

Ich habe lange überlegt, diesen Post zu machen.

Erst, weil ich mir nicht sicher war, ob ich ihn machen möchte. Dann, weil ich mir nicht sicher war, wie ich ihn machen möchte. Denn das Thema Hilfe ist in unserer Gesellschaft und insbesondere unter Frauen ein Tabuthema und noch dazu begibt man sich auf sehr dünnes Eis.

 

Nein, ich will mich nicht hinstellen und auf dicke Online-Business-Hose machen. “Ich habe ein Team” wird schnell zu “was glaubt die denn, wer sie ist?!” uminterpretiert. Gerade wir Frauen reagieren gerne mal allergisch auf solche Aussagen – manchmal (manchmal!) zu Recht.

Manchmal sagt die Interpretation aber mehr über uns selbst aus.

Sympathiepunkte sammelt Frau eher mit Aussagen wie “ich hatte Glück”, “mir passieren viele tolle Dinge” – nur nicht anecken, nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich selbst lenken und schon gar nicht etwas für sich beanspruchen.

Gleichzeitig schlägt uns bei “ich habe Unterstützung” oftmals auch eine ganz andere Interpretation entgegen: “schaffst Du es nicht?” “ich mache ja xyz immer selbst” – und der böse große Bruder in unserem eigenen Kopf “bist Du nicht gut genug?!”.

Und so schweigen wir. Darüber, dass wir Hilfe haben. Darüber, dass wir Hilfe brauchen.

 

Zeit das zu ändern.

 

Du brauchst Hilfe. Und das ist in Ordnung. | modernslow.com

Mein Tag hat 24 h, wie Deiner.

 

Ganz klar, das haben mir die letzten Jahre gezeigt, Planung und Prioriäten, bewusste und mutige Entscheidungen, Ziele und effektive Gewohnheiten, mein Mann, meine Familie und und und sind wichtige Gründe dafür, warum ich so viel in meinen 24 h schaffe.

 

Aber es sind und bleiben 24 h.

 

Und so ist ein weiterer Grund ist eben auch, dass ich es seit ein paar Monaten nicht mehr alleine tue.

Modern Slow hat inzwischen ein Team.

 

In diesem Beitrag geht es aber um mehr als Transparenz.

Es geht darum, umzudenken.

Mir liegt dieser Beitrag ganz besonders am Herzen, weil er so viele von uns betrifft. Wir Frauen sind Meister darin, viel zu hohe Ansprüche an uns selbst zu stellen. Und oftmals merken wir es gar nicht mehr. Und wenn es mal drunter und drüber geht, wenn wir straucheln und gerade so die Dinge hinkriegen, oder wenn wir tatsächlich scheitern, dann zeigen wir das lieber nicht – nicht einmal vor unseren engsten Freundinnen.

Viel wichtiger ist die Fassade: alles schaffen und es mühelos aussehen lassen.

 

Und dazu möchte ich nicht beitragen. Dass ich das Aufräumen auch mal ausfallen lasse und stattdessen an Modern Slow arbeite oder Zeit mit meiner Familie verbringe, habe ich schon an mehr als einer Stelle erwähnt. Ich arbeite Vollzeit, ich arbeite an Modern Slow, ich habe eine Familie und Sport mache ich auch. Aber: ich schaffe nicht alles und schon gar nicht zur gleichen Zeit. Mühelos hat so viel mit meinem Alltag zu tun, wie Pommes und Schokolade mit gesunder Ernährung.

 

All das was ich da so tagein tagaus tue ist spannend und erfüllend und ich möchte keine Minute missen, aber es ist nicht mühelos.

 

Mein Alltag ist nicht stressig. Aber auch das ist kein Zufall. Das ist das Resultat von vielen bewussten Entscheidungen und einer ganz besonderen: ich akzeptiere meine Grenzen. Ich akzeptiere, dass ich nicht “alles” schaffen kann und entscheide entsprechend meiner Prioritäten.

 

Und so war ich vor ein paar Monaten an dem Punkt, an dem ich mir selbst eingestehen musste, dass ich allein nicht mehr Zeit für Modern Slow aufwenden kann, als ich es tue. Wenn ich also mehr tun möchte, mehr Frauen helfen möchte, dann brauche ich Hilfe. Und so habe ich nun Unterstützung von einer ganz zauberhaften Assistentin, der lieben Chrissi.

 

Für alle, die sie noch nicht kennen: das ist Chrissi.

 

Sie ist eine Modern Slow Leserin der ganz frühen Stunde – und seit gut einem halben Jahr selbstständig als VA. Egal ob im WordPress-Backend, bei der grafischen Unterstützung bei meinem “Mehr Zeit für Dich”-Programm, oder einfach als Brainstorming-Buddy, Chrissi ist inzwischen ein wichtiger Teil von Team Modern Slow.

 

Bei Modern Slow geht es nicht um mich. Ich teile meine Erfahrungen, meinen Weg. Aber letztenendes es geht nicht um mich.

Es geht um Dich.

Es geht darum, möglichst viele Frauen zu inspirieren, ihren Alltag in die Hand zu nehmen, und sie dabei zu unterstützen, kleine und große mutige Entscheidungen zu treffen, damit sie ihr Leben nach ihren Prioritäten gestalten können. Das ist meine Vision. Und genau an diese Vision glaubt auch Chrissi und um diese Vision umzusetzen, hat Modern Slow ein Team.

 

Fotocredit Portrait Chrissi: Foxografie.

 

 

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine | modernslow.de

DAS GEHEIMNIS MEINER YOGA-ROUTINE: PETRA {SERIE}

Wir alle kennen es, live happens. Der Alltag überrollt uns – und der Plan ein bisschen zu meditieren oder eine Runde Yoga zu machen, ist hinfällig. Das trifft noch viel mehr zu, wenn sich die Yoga-Sequenz wie ein weiteres To Do anfühlt. Egal ob Anfängerin oder erfahrene Yogi, wenn Deine Yoga-Routine nicht Deinen aktuellen Bedürfnissen entspricht, wird es Dir schwerfallen, sie umzusetzen. Wir alle kennen diese Zeiten, in denen der Alltag so voll erscheint, dass unmöglich Zeit für uns und unsere Bedürfnisse ist. In denen wir das Gefühl haben, weder die Zeit noch die Energie zu haben, die Matte auszurollen und etwas für uns selbst zu tun. Dabei ist es unerlässlich für unsere Zufriedenheit, unsere Stress-Resistenz und unsere Produktivität, dass wir in uns selbst investieren.

Genau darüber habe ich vor einiger Zeit geschrieben: wie ich meine Yoga-Routine gestalte, so dass ich sie nicht ausfallen lasse. Jetzt ist daraus eine Serie entstanden.

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine ist eine Serie, in der ganz unterschiedliche, echte Frauen erzählen, wie sie Yoga – und ein paar Minuten für sich – in ihren Alltag integrieren.

Der Wunsch hinter dieser Serie: Dich zu inspirieren, damit Du Deine ganz persönliche Antwort, darauf finden kannst, was Deine Yoga-Routine ausmacht und wie sie ein fester Bestandteil Deines Alltags wird.

Heute teilt die liebe Petra von Minimalismus21 ihre Routine mit uns. Jeder von uns kennt es, manchmal bleibt die Yoga-Matte länger zugerollt in der Ecke stehen, als wir eigentlich wollten. Und so findest Du in diesem Interview von Petra ganz viele große und kleine inspirierende Aspekte, wie Du damit umgehen kannst, wenn etwas zwischen Dir und Deiner Yoga-Routine steht und wie wichtig es ist, den für Dich richtigen Weg (und Lehrer) zu finden.

Viel Freude bei diesem Interview!

 

Das Geheimnis von Petras Yoga-Routine

 Das Geheimnis meiner Yoga-Routine | modernslow.de

Seit wann praktizierst Du Yoga?

Angefangen hat alles im März 2017. Genauer gesagt mit Annette. Annette hat bei uns im Office einen zehnwöchigen Yogakurs für Einsteiger angeboten. Mein erster Gedanke: „Jetzt oder nie!“

Ob als hochglanzpoliertes Lifestyle-Erlebnis in Magazinen, als Touristenattraktion im Urlaub, ob als Ratgeberlektüre und Rezensionsexemplar für unseren Blog oder als faszinierende Verkörperung durch eine ehemalige Kollegin: In irgendeiner Form gab es immer wieder Schnittstellen und Kreuzungen zwischen der philosophischen Lehre des Yogas und meinem Leben.

Allerdings nie von Dauer. Denn ich bin mental und körperlich stets auf einen anderen Weg abgebogen.

 

Bis zu dem Tag, als Annette mit ihrer wunderbaren warmen Stimme und ihrem warmen Herzen kam. Aus unserer kleinen Anfängergruppe von Kolleginnen und Kollegen entwickelte sich nach zweieinhalb Monaten ein solider „harter Kern“.

Jeden Mittwoch rollten wir fortan nach Feierabend von Frühjahr bis Winter unsere Matten zwischen Konferenz- und Ruheraum aus. Hund, Katze, Kuh bekamen in diesem Zeitraum eine vollkommen neue Bedeutung für mich – ebenso wie der Krieger, der ich praktisch bzw. praktizierend sein wollte.

Und der doch so oft den Kampf gegen den inneren „Schweinehund“ führte.

 

Welche Rolle spielt Yoga in Deinem Alltag?

Ich würde gerne sagen „eine große“. Doch das wäre nicht ganz richtig. Annette hat es in einem Dreivierteljahr geschafft, den Yogi in mir zu wecken und mit ihm eine Sehnsucht nach einem bis dato unbekannten innerlichen Flow, nach dem unmittelbaren Gefühl des Augenblicks und des absoluten „Bei-sich-Seins“. Dennoch ist es mir am Ende (noch) nicht gelungen, einen dauerhaften Wandel herbeizuführen und diese kraftvolle Form der Entschleunigung konsequent in meinen Alltag zu integrieren.

 

Wie oft praktizierst Du?

Meine Praxis wurde jäh unterbrochen, als Annette der Liebe folgte und München (und damit unseren Kurs) Ende 2017 verlassen hat. Zwischen Urlaub, Krankheit und einem kleinen medizinischen Eingriff habe ich irgendwann die Matte zusammengerollt und meine Yogaroutine unter selbiger begraben. Allerdings nicht, ohne immer wieder den Versuch zu starten, einen großen Schritt nach vorne zu steigen, die Arme nach oben zu strecken und die Schultern nach unten fallen zu lassen. Bei YouTube gibt es nämlich durchaus einige inspirierende Persönlichkeiten, die mich in unregelmäßigen Abständen wieder auf den Boden der achtsamen Tatsachen (zurück-)gebracht haben.

 

 Das Geheimnis meiner Yoga-Routine | modernslow.de

 

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine | modernslow.de

 

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine | modernslow.de

 

Wie sieht Deine tägliche Yoga-Routine aus?

Meine tägliche Routine artikuliert sich derzeit ehrlicherweise in einem schlechten Gewissen: Yoga wird gedacht, aber weniger gemacht. Ich habe in den letzten Wochen bei verschiedenen neuen Trainern Stunden genommen und gemerkt, wie unterschiedlich die yogische Spielwiese doch sein kann. Mehr als bei jeder anderen körperlichen Betätigung in meinem Leben ist für mich das richtige Wechselspiel aus Anspannung und Entspannung, aus Raum und Atmosphäre, aus Philosophie und Persönlichkeit des Lehrmeisters entscheidend.

 

Was ist das Geheimnis Deiner Yoga-Routine?

Seltsamerweise neigen viele Menschen dazu, ihren Terminkalender mit Pflicht- und Geschäftsterminen vollzupacken. Aber wo bleiben eigentlich die Reservierungen für Freizeit, Ausgleich und Erholung? Um Routine zu erzeugen, muss ich Routine erzeugen – durch feste Uhrzeiten und Wochentage, die nur Yoga und mir gehören. Ohne Ausrede und Unterlass. Momentan regelt meine Firma den Yogakurs in unserer Company neu. Und es sieht so aus, als würde eine Schülerin von Annette den Geist und die Tradition ihrer Lehrerin in Zukunft fortsetzen. Ich bin zuversichtlich, dass ich meinem Geist und meinem Körper bald wieder ein regelmäßiges Ruhekissen im Hier und Jetzt geben kann. Und mich die kurze Abzweigung wieder auf den eigentlichen Weg bringt.

How to Om: Online-Ressourcen für Yoga im Alltag

Soviel vorneweg: hier gehts nicht um Produkte. Im Gegenteil, eigentlich geht es in diesem Beitrag um Gewohnheiten, nämlich darum, wie Dir Online-Ressourcen helfen können, Yoga in Deinen Alltag zu holen. Dein Alltag ist voll, und Yoga eine wunderbare Möglichkeit einen Gegenpol zu setzen, indem Du zum Beispiel morgens ganz sanft in den Tag startest oder abends den Tag achtsam beendest. Entscheidend dafür, ob Du dran bleibst, ist – wie so oft bei Routinen – dass Deine individuelle Yoga-Praxis Deinen persönlichen Bedürfnissen und Lebensumständen entspricht. In diesem Beitrag teile ich meine liebsten Online-Ressourcen für Yoga mit Dir, damit auch Du Yoga in Deinen Alltag integrieren kannst.

 

Yoga im Alltag – einfach zuhause

In meinem vollen Alltag hat Yoga einen unschlagbaren Vorteil: ich kann es jederzeit im eigenen Wohnzimmer praktizieren. Gerade, wenn Du mit Yoga startest oder Dich schon der Gedanken an einen festen Termin im Studio stresst, ist zuhause üben eine wesentlich entspanntere Variante. Ganz ehrlich: wenn Du startest, brauchst Du erst einmal gar nichts, außer 20 Minuten Zeit und ein Video, das Dir erklärt, wie die einzelnen Asanas funktionieren. Es gibt ganz wunderbare, ökologisch verantwortungsvoll produzierte Matten – und ja, ich hätte auch gerne eine – aber ganz ehrlich, die alte Matte, die ich vor inzwischen 7 Jahren ganz spontan bei Hema in Maastricht gekauft habe, funktioniert immer noch. Und – liebe Profi-Yogis verzeiht es mir – wenn Du es einfach nur ausprobieren willst, tuts auch der Teppich im Wohnzimmer.

Auch der Dresscode ist zuhause um einiges entspannter. Gerade wenn Du Yoga in Deine Morgen- oder Abendroutine einbaust, kannst Du die Sequenz auch ohne Probleme im Schlafanzug machen. Kleines Geheimnis: das mache ich auch. Wenn ich um 5.00 oder 6.00 Uhr morgens bei gedämpften Licht im Wohnzimmer ein sanfte Yoga-Sequenz mache, werfe ich mich nicht erst in ein Instagram-taugliches Yoga-Outfit.

 

Online-Ressourcen für Yoga im Alltag

Und genau das ist das schöne an den vielen Online-Ressourcen zum Yoga: sie erlauben Dir pragmatisch zu sein und Dich an Deinen persönlichen Bedürfnissen zu orientieren. Hier findest Du Ressourcen, die ich gerne nutze bzw. die Anlaufstellen, die ich aufsuche, wenn ich mal Lust auf eine neue Sequenz habe oder einfach Inspiration rund um Yoga und Meditation suche. Probiere ich gerne durch und lass mir unbedingt in den Kommentaren einen Link zu Deinen persönlichen Lieblings-Sequenzen oder Beiträgen da. Ich freue mich, wenn die Modern Slow Leser (und ich) so neue Inspiration für unsere Yoga-Praxis finden können.

 

 

 

Meine liebsten Yoga Ressourcen

 

Youtube-Kanäle für mehr Om im Alltag

Wie schon an anderer Stelle beschrieben, schätze ich eher sanftere Sequenzen und so wirst Du in den Video-Empfehlungen hier keinen auspowernden Vinyasa-Flow finden. Die hier vorgestellten Kanäle decken aber ein ganzes Spektrum an Yoga-Stilen ab, so dass Du dort auch kraftvollere Sequenzen finden kannst.

 

Mady Morrison (deutschsprachig) | Video-Empfehlung: Sanfter Morgen

 

Happy and Fit Yoga (deutschsprachig) | Video-Empfehlung: Yin Yoga für Entspannung

 

Boho Beautiful (englischsprachig) | Video-Empfehlung: Meditation to end your day

 

Ju Yogi (deutschsprachig) | Video-Empfehlung: Sanfte Morgenroutine im Bett

 

Jana Ciura (deutschsprachig) | Video-Empfehlung: Body Scan

 

Yoga by Candace (englischsprachig) | Video-Empfehlung: Yoga in Bed to Unwind in the Evening

Online-Yoga-Ressourcen helfen Dir Yoga in Deinen Alltag zu integrieren. Mehr Tipps zur Yoga-Routine. | modernslow.com #yoga

Blogs für mehr Om im Alltag

Wenn ich auf der Suche nach Inspiration bin oder konkrete Infos suche, werde ich hier fündig:

Flow&Glow – Yin Yoga, Meditation & achtsame Ernährung | Lese-Empfehlung: Sitzhaltungen für Meditation

 

MOMazing – Yoga für Mütter | Lese-Empfehlung: Mama meditiert: Drei Schritte zu Deiner Meditationspraxis

 

Kaerlighed – Mind, Body & Soul | Lese-Empfehlung: Irrtümer über Meditation

 

OhMyYogi – Yoga, Achtsamkeit, Yogi Lifestyle | Lese-Empfehlung: Wie Du Dich mit Yoga vom Stress befreist

 

Yogareich – Yoga, Meditation, Ayurveda | Lese-Empfehlung: Der Alltag einer Yoga-Mum

 

Wenn Du noch weitere teilenswerte Yoga-Ressourcen hast, poste sie gerne in die Kommentare!

 

Inbox Zero: Warum Dein E-Mail-Postfach leer sein sollte

Wieviele Emails kriegst Du pro Tag? Und wie oft glaubst Du, dass Du jede dieser E-Mails im Schnitt öffnest und scanst? Je nach Job und Anzahl an Newslettern flattern pro Tag ganz schön viele digitale Briefe in Dein Postfach und verlangen nach Deiner Aufmerksamkeit. Einige bleiben ungelesen liegen und schwupps vergisst Du, dass da noch jemand auf Deine Antwort wartet. Oder Du screenst mehrmals die gleiche Email, wenn sie kommt, wenn Du Deine To Do-Liste erstellst, wenn Du sie beantwortest und oft auch noch mehrmals dazwischen. Nicht so ideal oder? Oft sieht Dein E-Mail-Postfach aus wie Du Dich in Deinem Alltag fühlst: zu viel zu organisieren und zu tun. Lass uns das ändern! In diesem Beitrag stelle ich Dir das Konzept Inbox Zero vor, das mir hilft mein E-Mailpostfach unter Kontrolle zu haben, welche Vorteile es bringt, warum auch Du Dein E-Mailpostfach leeren solltest, und wie Du es schaffst, dass auch Dein E-Mailpostfach ganz und gar zen ist.

 

 Oft nehmen wir uns tagtäglich viel zu viel vor. Gönne Dir ganz bewusst Zeiten der Ruhe. | www.modernslow.com

 

Digital vereinfachen

Wie viele E-Mails bekommst Du so pro Tag? 5? 10? 25? Oder noch mehr? Auf jeden Fall eine Vielzahl mehr als an guter alter Briefpost.

Unser modernes digitales Leben eröffnet uns viele wundervolle Möglichkeiten. Einfach und schnell miteinander zu kommunizieren ist großartig, aber die tägliche E-Mail-Flut bedeutet auch, dass wir ein vielfaches an Entscheidungen Tag für Tag zu treffen haben.

Jede E-Mail schreit nach unserer Aufmerksamkeit – und je länger sie in unserem E-Maileingang verbleibt, desto häufiger bekommt sie auch diese Aufmerksamkeit.

Warum Dein E-Mailpostfach leer sein sollte

Die leicht provokante Antwort: weil Du dein Briefpostfach ja auch nicht zumüllst. Jeden Tag gehst Du zu Deinem physischen Briefkasten, holst all die Briefe und Postwurfsendungen heraus und sortierst die einkommende Post – wegwerfen, bezahlen, aufheben, usw. Wieso sollte es anders bei Deinem E-Mailpostfach sein? Genauso wie uns ein überquellendes Postfach und ein unaufgeräumter Schreibtisch stressen und überfordern, stresst und überfordert uns ein volles E-Mailpostfach.

 

Mehr Zeit und weniger Stress

Mit einem leeren E-Maileingang verbringst Du weniger Zeit in Deinem Account, denn Du weißt ganz genau, welche E-Mails Deine Aufmerksamkeit benötigen. Solange sich eine E-Mail im Posteingang befindet, neigen wir dazu sie nochmals zu lesen oder zumindest zu überfliegen. Das kostet Zeit und lenkt ab! Und mit dem Konzept, das ich Dir hier vorstelle, verschwendest Du auch nicht Stunden Deiner wertvollen Zeit, Dir eine detaillierte Ordnerstruktur zu überlegen, die am Ende doch nie so ganz Deinen Bedürfnissen gerecht wird.

Der weitaus größere – und für mich persönlich wichtigere – Effekt ist, dass ein leeres Postfach positiv auf Dein Wohlbefinden wirkt. Keine E-Mail im Posteingang – das fühlt sich an nach getaner Arbeit, nach Erfolg, nach ich habe meine To-Dos unter Kontrolle. Mir war nie bewusst, wie anstrengend mein übervolles E-Mailpostfach für mich war – bis ich es radikal geändert habe.

 

Inbox Zero: Das leere E-Mailpostfach

Der Name dieses Konzepts, Inbox Zero, ist klar Programm. Das Ziel ist es, dass am Ende jeden Tages 0, ja null, Nachrichten in Deinem Postfach sind.

 

Die Vorteile von Inbox Zero

  1. Zeitliche Ersparnis. Inbox Zero ist zu Beginn mit ein paar Stunden Arbeit verbunden – mehr dazu gleich. Langfristig gewinnst Du dadurch eine erhebliche Zeitersparnis und schonst Deine Nerven.
  2. Ein System, das funktioniert. Inbox Zero ist dafür ausgelegt, einfach und nachvollziehbar zu sein. Keine schwammige Organisationsstruktur mehr, kein “Wo soll ich diese Mail ablegen?”-Rätseln. Du weißt ohne groß nachzudenken, wo jede einzelne Mail hingehört.
  3. Du nimmst den Druck raus. Anstatt dass Dich tagelang dieselben Nachrichten vorwurfsvoll anstarren, kannst Du Dich mit gutem Gewissen in Dein Postfach einloggen. Denn am Ende des Tages hast Du alles bearbeitet.

 

Am Ende des Tages keine einzige E-Mail in Deinem Postfach – wie das funktionieren soll?

Eigentlich ganz einfach mit ein paar kleinen Regeln!

 

Wie Du zu Inbox Zero gelangst

 

Aufräumen –  aber anders als Du denkst

Zu dem Zeitpunkt als ich zu Inbox Zero gewechselt bin, hatte ich gute 1000 E-Mails in meinem Posteingang. Natürlich waren die nicht alle ungelesen! Aber nachdem ich sie erhalten, gelesen und bearbeitet hatte, habe ich sie eben nicht immer in einen meiner vielen Ordner verschoben. Warum? Weil ich oft einfach nicht so genau wusste, in welchen Ordner, die Email nun gehört. Und ja, ich hatte noch weit mehr E-Mails in einer Vielzahl von Ordnern abgelegt.

Wie ich dieses Chaos gezähmt habe?

Ganz einfach: ich habe einen Ordner mit dem Namen “Alte Struktur” angelegt und alle Ordner und alle E-Mails in meinen Posteingang verschoben.

Das klingt nach einem faulen Ausweg?

Bei weitem nicht! Überlege Dir mal: was wäre gewonnen, wenn ich 2000 alte und bearbeitete E-Mails in eine neue Ordnerstruktur gebracht hätte? Nichts! Im Gegenteil! Ich hätte unheimlich viel Zeit verschwendet. Wenn ich aus irgendeinem Grund wirklich eine dieser alten E-Mails benötige, dann würde ich sowieso die Suchfunktion benutzen.

Also: verschwende bitte keine unnötige Zeit für das Aufräumen. Stelle sicher, dass keine E-Mails dabei verloren gehen, aber schaffe Dir diese alten E-Mail so schnell wie möglich aus dem Weg!

Inbox Zero ist die Möglichkeit Dein digitales Leben zu vereinfachen. Erfahre auf modernslow, wie Du Dein Emailpostfach leer hälst und wie Du davon profitieren wirst. | modernslow.com

 

Der erste Schritt: Ein Postfach für alles

Zu einer übersichtlichen E-Mailstruktur gehört es, alle E-Mails an einem Ort zu haben. Im ersten Schritt solltest Du also alle bestehenden Mail-Postfächer – soweit möglich – auf eines zusammenlegen, so dass Du nur noch ein privates und ein berufliches E-Mail-Postfach zu strukturieren hast. So behältst Du am einfachsten den Überblick.

 

Die Scheingenauigkeit von Ordnern

Um Deinen Posteingang auch langfristig auf null zu reduzieren, legst Du nun eine neue Ordnerstruktur an. Der springende Punkt: diese neue Ordnerstruktur ist nicht thematisch organisiert sondern nach Aufgaben. Das Problem bei einer thematischen Ordnerstruktur ist die Scheinordnung, die Du damit erzeugst. Bei thematischen Ordnern ist Deine Ordnerstruktur nie so fein oder abstrakt, wie Du es gerade brauchst. Das bedeutet, dass Du bei Deinen E-Mails oft eigene Logiken verwendest, warum diese E-Mail in Ordner 1 und diese E-Mail in Ordner 2 kommt. Das Problem: diese Logiken sind über die Zeit hinweg oft nicht stabil, sondern abhängig davon wie wir den Inhalt der E-Mail interpretieren. Das Ergebnis: wir finden die E-Mails nicht da wo wir sie vermuten und benutzen doch schließlich die Suchfunktion.

 

Aufgabenorientierte Ordner

Inbox Zero nutzt die Suchfunktion ganz bewusst – ohne den Umweg über eine detaillierte Ordnerstruktur, die unser Gehirn sowieso überfordert. Stattdessen legst Du eine minimale, aufgabenorientierte Ordnerstruktur an.

 

Mein E-Mailpostfach verfügt aktuell über 4 Ordner:

  1. to do – E-Mails, die eine Aktion meinerseits erfordern
  2. read/review – alle E-Mails, die auf Handbücher oder Anleitungen verweisen
  3. reference – der klassische Ablageordner, d.h. diese E-Mails erfordern keine (weitere) Handlung von mir, aber ich kann die E-Mail auch nicht löschen
  4. maybe – alle E-Mails mit Ideen und Vorschlägen, die toll klingen, aber die – aktuell – weder wichtig noch dringend sind

 

Streng genommen gibt es noch einen weiteren Ordner, den ich nutze – wenn auch im Arbeitsleben nur sehr eingeschränkt: den Papierkorb.

 

Unterstützend kannst Du Color Coding verwenden, um das System der Inbox Zero mit maximal 4-5 Kategorien mithilfe verschiedener Farben zu unterscheiden. Aber, die Farben sollten ebenfalls nicht für Themen und Inhalte stehen, sondern nur die aufgabenorientierte Struktur hervorheben.

 

Radikal umsetzen

Schön, aber nun trudeln natürlich Tag für Tag eine Vielzahl an E-Mails ein. Wie schaffe ich es also, dass am Ende jeden Tages mein Postfach tatsächlich leer ist?

 

Immer wenn ich meine E-Mails checke, screene ich die E-Mails im Posteingang und entscheide sofort was damit zu tun ist.

  • Fall 1: Ich antworte sofort – das mache ich, sofern ich die Antwort in 1-2 Minuten geben kann.
  • Fall 2: Ich transferiere die E-Mail in den Ordner to do.
  • Fall 3: Die E-Mail wandert gleich in die Ablage, also Ordner reference.

Und schon ist mein Postfach wieder leer!

 

Den Posteingang langfristig freihalten

Du hast Deinen Posteingang aufgeräumt und willst ihn natürlich weiterhin leer halten. Nun heißt es, eisern bleiben und die neue Gewohnheit bestmöglich zu unterstützen. Die folgenden Tipps helfen Dir dabei, langfristig vom Inbox Zero System zu profitieren:

 

  • Melde Dich rigoros von allen Newslettern ab, die Du sowieso nicht liest. Ja, das gilt auch für die Modern Slow Community. Jedes Newsletter-Abo, das Du seit mindestens 4 Wochen nicht mehr angeschaut hast – oder Du Dich gar nicht mehr erinnerst, wieso Du Dich dafür überhaupt angemeldet hattest – kann weg.
  • Deaktiviere den Versand von Social Media Benachrichtigungen per E-Mail. In den Einstellungen von Facebook & Co. lassen sich solche Info-Mails abstellen.
  • Lege Dir feste Zeiten für Dein E-Mailpostfach zu. Jeder auch noch so kurze Sprung in Dein Email-Postfach (“nur mal schnell schauen”) reißt Dich aus Deiner Konzentration heraus. Deshalb überlege Dir gut, wann Outlook und Co. im Hintergrund geöffnet sind. Für die meisten von uns reicht es vollkommen 2x am Tag die Emails zu checken und abzuarbeiten.

 

Ich verfolge dieses Konzept nun seit 2,5 Jahren und ich bin so unendlich froh, dass ich meine Herangehensweise an E-Mails geändert habe. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du zu viel Zeit mit E-Mails verbringst, dann probier Inbox Zero aus! Ich freue mich, von Deinen Erfahrungen zu hören!

 

Wie viele E-Mails sind gerade in Deinem Postfach?

Wie geht es Dir, wenn Du an Dein E-Mail-Postfach denkst?

 

Das Geheimnis von Christinas Yoga Routine || www.modernslow.de

DAS GEHEIMNIS MEINER YOGA-ROUTINE: CHRISTINA {SERIE}

Wir alle kennen es, live happens. Der Alltag überrollt uns – und der Plan ein bisschen zu meditieren oder eine Runde Yoga zu machen, ist hinfällig. Das trifft noch viel mehr zu, wenn sich die Yoga-Sequenz wie ein weiteres To Do anfühlt. Egal ob Anfängerin oder erfahrene Yogi, wenn Deine Yoga-Routine nicht Deinen aktuellen Bedürfnissen entspricht, wird es Dir schwerfallen, sie umzusetzen. Wir alle kennen diese Zeiten, in denen der Alltag so voll erscheint, dass unmöglich Zeit für uns und unsere Bedürfnisse ist. In denen wir das Gefühl haben, weder die Zeit noch die Energie zu haben, die Matte auszurollen und etwas für uns selbst zu tun. Dabei ist es unerlässlich für unsere Zufriedenheit, unsere Stress-Resistenz und unsere Produktivität, dass wir in uns selbst investieren.

Genau darüber habe ich vor einiger Zeit geschrieben: wie ich meine Yoga-Routine gestalte, so dass ich sie nicht ausfallen lasse. Jetzt ist daraus eine Serie entstanden.

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine ist eine Serie, in der ganz unterschiedliche, echte Frauen erzählen, wie sie Yoga – und ein paar Minuten für sich – in ihren Alltag integrieren.

Der Wunsch hinter dieser Serie: Dich zu inspirieren, damit Du Deine ganz persönliche Antwort, darauf finden kannst, was Deine Yoga-Routine ausmacht und wie sie ein fester Bestandteil Deines Alltags wird.

Heute teilt die liebe Christina von Happy Mind Magazine ihre Routine mit uns. Christina ist wie sie selbst sagt “total verknallt in Yoga”. Sie ist aber auch Mama einer Zweijährigen und ihre Beziehung zum Yoga hat so auch schon unterschiedliche Phasen durchgemacht. Richtig cool für alle, die schon immer mal Ayurveda ausprobieren wollten: Christina bietet nun einen einwöchigen Einsteigerkurs an, so dass Du Ayurveda auch in Dein Leben holen kannst. Das Interview zu Christinas Yoga-Routine ist natürlich voller Inspiration, die Dir in Deinem Alltag und Deiner Yoga-Routine helfen werden, z.B. wie sehr sich Yoga auf die Stimmung und Einstellung auswirkt und wie wichtig Einfachheit ist.

 

Viel Freude bei diesem Interview. 

Das Geheimnis von Christinas Yoga-Routine

Seit wann praktizierst Du Yoga?

Ich übe Yoga seit 2010. Es fing ganz klassisch an, weil ich mich nach Weihnachten dick und unbeweglich gefühlt habe. Mein bester Freund nahm mich mit auf die Geburtstagsparty von Saskia von GLOW Yoga in Hamburg und sie gab damals Stunden in einem etwas ranzigen Stadtteilbüro in St. Pauli.

Da war es um mich geschehen und die große Yoga Liebe begann.

 

Welche Rolle spielt Yoga in Deinem Alltag?

Yoga ist, zusammen mit meiner kleinen Tochter und meinem Mann, meine absolute Priorität. Ich funktioniere nicht gut, wenn ich nicht yoge. Somit steht es in direkten Zusammenhang mit meinem Mama-Leben und Wifey-Leben.

Wenn ich nicht gut zu mir bin, bin ich auch keine gute Mama und eine quakige Ehefrau. Yoga ist mein Lebensretter und Seelentröster. Yoga ist meine Energiequelle und meine Psychotherapie. Yoga ist meine Rückkehr zu mir selbst, wenn ich mich den Tag über mal etwas verloren habe.

Ich würde nie wieder ohne sein wollen.

 Das Geheimnis von Christinas Yoga Routine || www.modernslow.de

 

Wie oft praktizierst Du?

Wenn du Asana, Pranayama und Meditation meinst: Täglich. Jeden Morgen und manchmal noch zwischendurch und am Abend. Ab und zu gehe ich Samstags in eine Ashtanga-Klasse hier in Hannover und übe die erste Reihe. Da wird immer das Gleiche geübt in der gleichen Reihenfolge. Früher hätte ich mich darauf nicht einlassen können, aber heute liebe ich Wiederholung.

 

 

 Das Geheimnis von Christinas Yoga Routine || www.modernslow.de

Wie sieht Deine tägliche Yoga-Routine aus?

Ich starte mit 3, 5 oder 7 Sonnengrüßen pro Seite, getaktet mit Ujjayi Pranayama

Dann übe ich eine Reihe therapeutisches Yoga mit 3, 5 oder 7 Wiederholungen mit Ujjayi Pranayama außer anders angegeben

 

  • Dynamische Twists im Liegen
  • Yogisches Radfahren
  • Pavana Mukta Asana
  • Dynamischer Sarvangasana (Schulterstand)
  • Pashimottanasana (Sitzende Vorwärtsbeuge)
  • Navasana (Boot)
  • Yogische Sit-ups mit Kaphalabhati (Feueratmung)
  • Dynamisches Baddhakonasana (Schmetterling) mit normaler Atmung
  • Statisches Baddhakonasana mit Kaphalabhati
  • Statisches Baddhakonasana mit Ujjayi
  • Malasana (Tiefe Hocke)
  • Women Warrior Pose, die kannte ich vorher auch nicht: Man steht aus der tiefen Hocke auf, nimmt die Arme weit über den Kopf mit zusammengeführten Händen. Dann geht man recht flott und dynamisch wieder in die Hocke und schlägt sanft mit den gefalteten Händen auf den Boden. Dabei manifestiert man einen Wunsch. Das wiederholt man 3, 5 oder 7 mal. Die Übung ist der Knaller, quasi Squats, bei denen man mit dem Universum kommuniziert.

 

Abschließend meditiere ich meist 20-30 Minuten mit meinem Mantra, das mich jetzt schon über 6 Monate begleitet. Wenn ich mal keine Zeit habe, mache ich 108 Wiederholungen mit meiner JapaMala.

 

Was ist das Geheimnis Deiner Yoga-Routine?

Sie funktioniert für mich. Sie wurde mir von meinem Lady Guru gegeben. 😀 Mein Lady Guru ist meine Ayurveda Ärztin hier in Hannover, Dr. Kalpana Bandecar. Sie hat indische Wurzeln und ist eine faszinierende Frau, die mir quasi den Allerwertesten gerettet hat. Als ich zu ihr kam, war ich sehr erschöpft und weit weg von Yoga Routine und gesundem Essen. Sie hat mich wieder ins Licht geführt, deswegen nenne ich sie meinen Guru. Ich brauche Menschen in meinem Leben, die mich immer wieder daran erinnern, dass ich aus dem Licht komme und auch genau dort hingehöre.

 

Früher habe ich immer alles mögliche ausprobiert, von diversen Kundalini Sets über Mantras und Vinyasa-Yogareihen. Das hat alles nie so lange gehalten und ich wollte immer etwas Neues. Und letztendlich kam ich dann zurück zu dem, was ich als allererstes im Yoga gelernt habe. Die Basics: Sonnengruß und Ujjayi Atmung und eben dieses Bija-Mantra. Ich glaube, mehr braucht man nicht, um Zufriedenheit in der Yogapraxis zu finden. Einfachheit siegt! Das stelle ich immer wieder in allen Lebensbereichen fest.

 

Jetzt übe ich diese Reihe und das Mantra schon seit über einem halben Jahr und ich liebe sie. Ich variiere auch mal nach Tagesform und wenn ich besonders viel zu tun hab, gibt es auch mal nur recht dynamische Sonnengrüße und ich mache 7 Wiederholungen pro Seite plus Meditation. Oder ich mache nur die Reihe und Meditation. Oder Sonnengrüße und die Reihe am Morgen und die Meditation am Abend. So bleibt es flexibel.

Ich schaue da einfach jeden Morgen, was sich gut anfühlt und wie mein Arbeitspensum ist. Allerdings ist die Ausrede mit der Arbeit ja auch immer nur der Widerstand vom Ego. Für Yoga ist immer Zeit. Man muss es nur stark genug wollen.

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine. Ehrliche Serie über echte Frauen und ihre Yoga-Praxis. | modernslow.com

 

Fotocredits: Sina Niemeyer (Meditation), Linda David

 

Das Geheimnis von Annas Yoga Routine || www.modernslow.de

DAS GEHEIMNIS MEINER YOGA-ROUTINE: ANNA {SERIE}

Wir alle kennen es, live happens. Der Alltag überrollt uns – und der Plan ein bisschen zu meditieren oder eine Runde Yoga zu machen, ist hinfällig. Das trifft noch viel mehr zu, wenn sich die Yoga-Sequenz wie ein weiteres To Do anfühlt. Egal ob Anfängerin oder erfahrene Yogi, wenn Deine Yoga-Routine nicht Deinen aktuellen Bedürfnissen entspricht, wird es Dir schwerfallen, sie umzusetzen. Wir alle kennen diese Zeiten, in denen der Alltag so voll erscheint, dass unmöglich Zeit für uns und unsere Bedürfnisse ist. In denen wir das Gefühl haben, weder die Zeit noch die Energie zu haben, die Matte auszurollen und etwas für uns selbst zu tun. Dabei ist es unerlässlich für unsere Zufriedenheit, unsere Stress-Resistenz und unsere Produktivität, dass wir in uns selbst investieren.

Genau darüber habe ich vor einiger Zeit geschrieben: wie ich meine Yoga-Routine gestalte, so dass ich sie nicht ausfallen lasse. Jetzt ist daraus eine Serie entstanden.

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine ist eine Serie, in der ganz unterschiedliche, echte Frauen erzählen, wie sie Yoga – und ein paar Minuten für sich – in ihren Alltag integrieren.

Der Wunsch hinter dieser Serie: Dich zu inspirieren, damit Du Deine ganz persönliche Antwort, darauf finden kannst, was Deine Yoga-Routine ausmacht und wie sie ein fester Bestandteil Deines Alltags wird.

Heute teilt die liebe Anna von langsam.achtsam.echt ihre Routine mit uns. Auf ihrem Instagram-Account produziert Anna unheimlich kreative Fotos und schreibt sehr ehrliche, inspirierende und zum nachdenken anregende Beiträge. Anna ist Mutter von zwei Mädchen und ist gerade schwanger mit Baby #3. Und auch in diesem Interview findest Du ein paar Weisheiten und Erkenntnisse, die Dir in Deinem Alltag und Deiner Yoga-Routine helfen werden, z.B. wie man wieder in die Routine kommt, wie sehr Yoga auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden kann, und wie viel Dir selbst kleine Einheiten an Kraft geben können.

 

Viel Freude bei diesem Interview. 

 

Das Geheimnis von Annas Yoga-Routine

 

Seit wann praktizierst Du Yoga?

Irgendwann in der Oberstufenzeit hat mir eine Freundin mal ein Buch mit Yoga-Übungen ausgeliehen. Es waren nur Standbilder, keine Anleitungen, aber ich habe diese ab und an gemacht und es fühlte sich gut an. Früher habe ich sehr viel Judo gemacht und bin mit meinem Mann bouldern gegangen. Ersteres verschwand mit dem Umzug in eine andere Stadt für mein Studium, letzteres haben wir auch nach der Geburt der ersten Tochter wieder aufgenommen. Das lief sich aber dann aus, weil es mir aufgrund meiner Rektus-Diastase unangenehm war.

Ich suchte also nach einer Sportart, die mir gefiel und mir gut tat. Eine Weile lang probierte ich Kanga (Aerobic mit Baby im Tragetuch). Mit dem Umzug nach Berlin vor drei Jahren ergaben sich dann wieder neue Möglichkeiten. Auf Yoga stieß ich an ungefähr jeder zweiten Ecke und machte auch mal ein Youtube-Video mit. Als dann eine gute Bekannte während ihrer Yoga-Ausbildung Kurse anbot, war ich sofort dabei. Seitdem ist Yoga in der einen oder anderen Form immer in meinem Leben.

 

Welche Rolle spielt Yoga in Deinem Alltag?

Ich bin immer noch absolute Anfängerin. Mein Leben möchte ich gern langsam und achtsam führen. Ich merke, wie ich deutlich entspannter bin, wenn ich regelmäßig Yoga mache und meditiere, auch wenn es nur kurz ist. Mein Körper wird flexibler, ich fühle mich ausgeruhter, schlafe besser und bin auch geduldiger mit mir selbst und den Kindern.

  Das Geheimnis von Annas Yoga Routine || www.modernslow.de

Wie oft praktizierst Du?

Eine Zeit lang habe ich es geschafft, jeden Wochentag morgens um 6 Uhr aufzustehen und Yoga zu machen. Mit besagter guten Bekannten hatte ich in einer Einzelstunde eine Morgenroutine ausgearbeitet, an die ich mich noch leidlich erinnerte. Manchmal machte ich auch Yoga nach Videos. Im Sommer ging ich einmal die Woche morgens zum Open Air Yoga am Haubentaucher.

 

Während dieser Zeit habe ich wieder festgestellt, wie unheimlich gut es mir tut!

 

Mit dem Beginn meiner dritten Schwangerschaft kam eine große Müdigkeit. Ich musste 10 Stunden Schlaf bekommen, ansonsten war ich den ganzen Tag müde. Leider fiel meine Yoga-Routine dem zum Opfer. Nachdem die Müdigkeit und Übelkeit vorbei waren, versuchte ich wieder, wenigstens dreimal die Woche morgens oder abends Yoga zu machen. Dann kamen die Feiertage und wir waren viel unterwegs.

 

Seit Anfang des Jahres mache ich wieder regelmäßig Yoga. Wenn ich früh genug aufwache, mache ich es morgens.

 

Ich habe mir aber auch eine kleine Gute-Nacht-Routine erarbeitet (bzw. bei Pinterest herausgesucht), sodass ich es meistens schaffe, wenigstens einmal am Tag ein bisschen Yoga zu machen. Nicht an allen Tagen, aber es wird wieder mehr.

Wie sieht Deine tägliche Yoga-Routine aus?

Unter der Woche klingelt mein Wecker um 6:30 Uhr. Ich mache Yoga ganz unprätentiös in Yogahose und Schlafshirt, die Matte rolle ich meistens sogar noch am Abend vorher aus, damit ich mich auch wirklich daran erinnere. Ich beginne im Sitzen, schließe die Augen und versuche, mich ganz auf mich und die bevorstehende Einheit zu konzentrieren. Ich meditiere für etwa 10 Minuten; auch weil ich weiß, dass es immer sein kann, dass die Kinder aufwachen. Mit Meditation startet mein Tag ganz anders. Yoga kann ich auch am Abend noch machen, aber dass ich morgens meditiere ist mir sehr wichtig.

Dann strecke und dehne ich mich zu allen Seiten, um meinen Körper aufzuwecken. Meine Routine sieht jeden Tag etwas anders aus. Ich bin noch zu sehr Anfängerin, um mir eine ganze, aufeinander aufbauende Stunde (beziehungsweise halbe oder auch nur Viertelstunde) zusammen zu stellen. Daher suche ich mir am Anfang der Woche einige Videos heraus, die ich ausprobieren will, und ergänze sie mit dem, was mir einfällt. Es sind aber immer rückenstreckende, beckenöffnende und rückenstärkende Übungen dabei, weil das gerade für mich in der Schwangerschaft am wichtigsten ist.

 Das Geheimnis von Annas Yoga Routine || www.modernslow.de

 Das Geheimnis von Annas Yoga Routine || www.modernslow.de

 Das Geheimnis von Annas Yoga Routine || www.modernslow.de

Die Routine endet mit einem kurzen Shavasana, bei dem ich mir gern eine entspannende Musik anmache (“Weightless” von der Gruppe Marconi Union). Dann gehe ich ins Bad und meistens wachen dann auch schon die Kinder auf. Wenn nicht, gehe ich anschließend in die Küche, bereite mir einen Tee zu und reflektiere über die wichtigsten Punkte, die ich an dem Tag erledigen möchte. Auch das gehört für mich zum Yoga.

 

Was ist das Geheimnis Deiner Yoga-Routine?

Ich habe erfahren, dass es beim Yoga um mehr geht als nur körperliche Flexibilität und Stärke. Es ist etwas, das mein Lebensgefühl verkörpert. Yoga bereichert mich. Ich bin aber auch entspannt, wenn ich es mehrere Tage oder sogar wochenlang nicht schaffe, zu praktizieren. Ein Innehalten, Durchatmen und bewusstes Handeln, das ist für mich Yoga. Und auch wenn ich nicht jeden Tag einer Yoga-Routine folge, so integriere ich doch diese Achtsamkeit im Alltag.

 

Außerdem weiß ich, was genau für mich am wichtigsten ist, nämlich die Meditation, der Fokus des Geistes. Deswegen mache ich das immer am Anfang, damit ich ruhig reagieren kann, wenn ich gestört werde. Wachen die Kinder auf, schauen sie entweder zu, machen mit oder sind unruhig und wollen in ihrem Morgen begleitet werden. Dann unterbreche ich, denn es ist mir nicht so sehr wichtig, ob Yoga am Morgen oder am Abend mache und wie lange meine Einheit wird.

 

Am besten tut es mir, eine angeleitete Stunde mitzumachen. Derzeit schaffe ich das leider nicht, aber ich mache lieber das, was ich kann, anstatt es aufgrund fehlender Möglichkeiten ganz zu lassen. Diese Flexibilität und der Fokus auf das, worum es für mich wirklich geht, sind vielleicht mein “Geheimnis”.

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine. Yoga-Routine beibehalten, auch in der Schwangerschaft. | modernslow.com #schwangerenyoga