5 Dinge, die Du dieses Wochenende ausmisten kannst

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Ganz klar, die Wohnung und sein gesamtes Leben auszumisten, ist ein riesiger Schritt. All den Ballast, der einen herunterzieht – emotional oder wortwörtlich – abzuwerfen, ist ein unheimlich wertvoller Schritt, um sein Leben bewusster zu gestalten und wieder mehr zu genießen. Aber manchmal ist der Schritt einfach zu groß. Gerade, wenn die Veränderung zu umwälzend, zu drastisch erscheint, scheuen wir davor zurück den ersten Schritt zu gehen. Deshalb möchte ich Dich ermutigen, anzufangen – einfach anzufangen. In diesem Beitrag, stelle ich Dir 5 Bereiche vor, die Du dieses Wochenende ausmisten kannst – such Dir einen aus, wenn Du nicht so viel Zeit hast, oder arbeite alle 5 ab. Egal. Das wichtigste ist: fang an. Und lass die Resultate für sich sprechen!

5 Dinge, die Du dieses Wochenende ausmisten kannst

Egal, wieviel Zeit Du dieses Wochenende hast, zumindest einen dieser Bereiche kannst Du ohne Probleme ausmisten. Und dann achte in den nächsten Tagen darauf, was die Ordnung in einem noch so kleinen Teil Deines Lebens mit Dir macht. Ordnung schafft Ordnung. Wenn Du anfängst, in einem Bereich bewusster zu handeln, den Ballast auszumisten, und Dein Leben einfacher machen, dann hat auch das einen positiven Effekt auf andere Bereiche. Probier es aus!

Egal, welchen dieser Bereich Du ausmistest, eine Regel möchte ich Dir dabei ans Herz legen: räum alles raus. Versuche nicht die Sachen, die Du aussortieren möchtest, herauszupicken. Räume stattdessen alles heraus, miste aus und entscheide Dich ganz bewusst dafür, was Du behältst und wieder einräumst.

Ausmisten #1: Deine Handtasche

Nimm Dir am Wochenende ein paar Minuten Zeit und miste Deine Handtasche aus. Nur das Nötige mitzunehmen tut nicht nur Deinem Rücken gut! | modernslow.com

Je größer die Handtasche, desto mehr verwandelt sie sich in ein Schwarzes Loch – oder geht das nur mir so? Haargummis, Lippenstifte, Notizzettel, Kassenzettel, Taschentücher, wahlweise auch Haarnadeln, Kinderspielzeug, Ladekabel, und Stifte. Oder vielleicht auch etwas Essbares? Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, in der Handtasche landet alles. Nimm Dir ein paar Minuten Zeit, leere Deine Handtasche komplett aus und packe nur die Dinge ein, die Du wirklich brauchst. Nichts für “es könnte ja sein, dass…” Fälle – die treten sowieso nie ein und selbst wenn sie doch eintreten, Du bist intelligent und kreativ – Du findest eine Lösung.

Ausmisten #2: Junk Drawer

Das Schwarze Loch in Eurer Küche oder Garderobe: der Junk Drawer. Gibt es da einen deutschen Begriff? Ich finde den englischen Begriff einfach so treffend – und ihr wisst garantiert, welchen Schub ich meine. Der Schub, in dem alles landet, wofür man kein Zuhause hat. Tesa, Tempo-Packungen, Stifte, Notizblöcke, Kram – vorzugsweise halb aufgebraucht. Als ich unseren Junk Drawer das letzte Mal ausgemistet habe, kamen sage und schreibe 8 Packungen Papiertaschentücher zum Vorschein – alle angebrochen. #genuggesagt

Sein Leben auszumisten ist eine riesige Aufgabe. Lass Dich nicht einschüchtern davon. In diesem Beitrag stelle ich Dir 5 Bereiche vor, die Du dieses Wochenende ausmisten kannst. | modernslow.com

Ausmisten #3: Vorratsschrank

Ein paar Vorräte zu haben ist praktisch – keine Frage. Manchmal vergisst man etwas auf den Einkaufszettel zu schreiben, manchmal ändert sich die Planung, manchmal hat man unerwartet Gäste. Aber ganz ehrlich: weißt Du was so alles in Deinem Vorratsschrank auf seinen Einsatz wartet? Oft lagern wir mehr als wir brauchen. Seien wir ehrlich – für die meisten Dinge, ist es kein Problem kurzfristig Ersatz zu finden oder zu kaufen. Nimm Dir also eine Stunde Zeit und miste Deinen Vorratsschrank aus. Ist schon etwas weit über das Haltbarkeitsdatum? Was solltest Du baldmöglichst aufbrauchen? Mache Dir eine Liste oder räume alles was möglichst bald aufgebraucht werden sollte in ein Fach, so dass Du Dir darüber bewusst bist und in den nächsten Wochen Deine Vorräte reduzierst.

Unseren Vorratsschrank miste ich inzwischen regelmäßig aus. Auch wenn ich versuche sehr bewusst einzukaufen, so bleiben doch immer mehr Sachen als geplant im Vorratsschrank. Ich erstelle dann immer eine Liste, die in der Küche hängt, so dass ich jederzeit sehen kann, was ich aufbrauchen will.

Ausmisten #4: Kleiderschrank

Eine Capsule Wardrobe macht Dein Leben um so vieles einfacher. | modernslow.com

Ich habe am Montag ja bereits ausführlich über die Vorzüge eines schlankeren Kleiderschranks geschrieben. Wenn Du also ein paar Stunden zur Verfügung hast, räume Deinen gesamten Kleiderschrank aus und entscheide Dich bewusst dafür, was Du behalten und anziehen möchtest. Sortiere Deine Kleidung am besten in 3 Stapel: sicher behalten, vielleicht, und sicher weg (verkaufen, spenden, wegwerfen – je nachdem). Habe ich Deine Neugier geweckt? Versuche Dich an einer Capsule Wardrobe und sei endlich zufrieden mit Deinem Kleiderschrank! Hier gibts einen ganzen Artikel voller Tipps.

Ausmisten #5: Bücherregal

Früher konnte ich mir nicht vorstellen, mich von meinen Büchern zu trennen. Inzwischen bin ich da sehr pragmatisch. Warum? Weil ich eines meiner Denkmuster verstanden habe. Immer wenn ich früher sagte “ich mag meine Bücher”, dann meinte ich nie alle Bücher. Ich dachte immer an ein paar bestimmte Bücher. An Bücher, die mich berührt haben, die ich mehrmals gelesen habe, die mir etwas bedeuten, unabhängig von dem Gegenstand als solchen. Aber im Bücherregal stehen in der Regel auch andere Bücher. Die die-lese-ich-bestimmt-noch Bücher, die damit-wirke-ich-intellektuell Bücher, die das-musste-ich-während-der-Schulzeit/Studium-lesen Bücher, die war-schon-ganz-ok Bücher. Willst Du solchen Dingen wirklich Platz in Deinem Leben geben? Von Büchern trennen ist nicht immer leicht. Ich habe langsam angefangen. Erst habe ich Bücher aus dem Studium verkauft, von denen ich wusste, dass ich sie nie mehr lesen werde. Dann Schritt für Schritt, habe ich mich auch von Büchern getrennt, die mir einfach nicht gefallen haben, die ich immer Lesen wollte, aber wusste – wenn ich ehrlich war – das das nicht passieren wird.

Sein Leben auszumisten ist eine riesige Aufgabe. Lass Dich nicht einschüchtern davon. Fang an, mit kleinen Schritten, mit großen Schritten – was auch immer. Aber fang an. Die Leichtigkeit in einem Lebensbereich wird Dir Kraft und Energie geben weiterzumachen.

Wo sammelst Du den meisten Kram an?

Was hast Du in rauen Mengen in Deinem Junk Drawer?

Hand aufs Herz: Was war das Lustigste, das Du je in Deiner Handtasche gefunden hast?

 

2 Comments

  1. Liebe Katharina!

    Ein toller Artikel, der mir gleich Luft auf’s Ausmisten machen würde, hätte ich die meisten Sachen nicht schon so weit reduziert, dass ich aktuell nicht weiterkomme, bis ich ein paar Möbel verkauft und umgestellt habe. 😉
    Besonders die Rede von den schwarzen Löchern finde ich sehr plastisch – und treffend. Da merkt man sofort, warum es absolut sinnig ist, dass jedes Ding im Haus seinen ganz besonderen Platz hat, an den es immer wieder zurückgeräumt wird (KonMari vom Feinsten).
    Bei Büchern habe ich mich auch lange schwer getan (und kenne viele, denen das genauso geht, deswegen plane ich dafür auch noch einen Artikel) – aber mittlerweile ebenfalls ein sehr pragmatisches Verhältnis dazu entwickelt, das wirklich befreiend ist. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    • modernslow

      Vielen lieben Dank Jenni! Ich finde es auch sehr inspirierend über Deine Fortschritte zu lesen! 🙂

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