Tag: Selbstverwirklichung

Warum Ausmisten nie verkehrt ist (und wann vielleicht doch)

Tipps zum Ausmisten und KonMari | modernslow.com

Ausmisten ist gefühlt in aller Munde – Marie Kondo und der steigenden Aufmerksamkeit für ein minimalistisches Leben sei dank. Und tatsächlich, die Ideen von Marie Kondo sind wirklich hilfreich. Nach meiner Erfahrung ist es aber mit einmal ausmisten nicht getan. Also, auf geht’s in die nächste Runde?!? In diesem Beitrag stelle ich Dir drei Gründe vor, warum Ausmisten immer eine gute Idee ist, wenn Du Dein Leben bewusster gestalten willst – und spreche aber auch über drei Situationen, in denen Du Dein Ausmisten überdenken (und vielleicht auch beenden) solltest.

Ausmisten bedeutet Aktion

Ein bewusstes Leben zu gestalten, klingt nach einer riesigen Aufgabe und nach viel Veränderung – und genau das macht das Beginnen für uns schwer. Wenn das Ziel so unheimlich weit weg erscheint, verfallen wir oft, aus einem Gefühl der Überwältigung heraus, in eine Schockstarre – und tun erst mal nichts. Der Schlüssel ist es, kleine machbare Schritte zu definieren und das Ausmisten bietet Dir genau diese Möglichkeit. Erst kleinere Dinge wie die Handtasche oder den Junk Drawer, dann größere Dinge wie den Kleiderschrank, Papier, Elektronikprodukte oder und Digitales. Entscheidend ist: Du kommst ins Handeln und schaffst so Motivation und Dynamik für die weiteren Schritte.

Dinge vor Gewohnheiten

Ja, es wäre manchmal besser für uns und unser Wohlbefinden, wenn wir zuerst unsere Gewohnheiten änderten. Aber wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Egal welche Gewohnheit oder Situation Du ändern willst, die ersten Schritte fallen oft richtig schwer. Früher aufstehen – klar, aber vielleicht erst morgen. Sport machen – natürlich, aber nicht heute abend, denn der Tag war so anstrengend. Unser Gehirn produziert nur zu gerne solche Ausreden, denn alles beim alten ist der präferierte Zustand unseres Gehirns.

Es fällt uns dagegen leichter, uns von Dingen zu trennen. Natürlich, auch hier produziert unser Gehirn Ausreden, aber der Widerstand wird deutlich geringer ausfallen als wenn Du versuchst, Deinen gesamten Alltag umzukrempeln. Gleichzeitig liegt es in der Natur der Sache, dass Du beim Ausmisten schneller Erfolgserlebnisse feiern kannst als wenn Du Deine Gewohnheiten änderst. Dein Ausmisten schafft so die Motivation und Dynamik, aber auch das Selbstvertrauen, das Du brauchst, um Deine Gewohnheiten zu verändern.

Von außen nach innen

Ein aufgeräumteres, leichteres Außen hilft uns, uns auf unser Inneres zu konzentrieren und dort Veränderungspotential zu erkennen. Weniger Besitz und eine dementsprechend minimalistischere Wohnung erlauben Dir den Blick nach Innen zu richten – vielmehr als Dir das in einer überladenen, vollgepackten Wohnung möglich ist. Das Ausmisten selbst gibt Dir auch die Möglichkeit bestimmte Muster in Deinem Verhalten zu erkennen und Dich zu hinterfragen und legt so die Basis für eine tiefgründigere Seelenforschung.

Warum Ausmisten nie verkehrt ist. Egal, ob Du zum ersten Mal von Marie Kondo hörst oder schon ausgemistet hast, Ausmisten ist immer eine gute Idee (Ausnahmen bestätigen die Regel) | modernslow.com

Ausmisten ist nie verkehrt, aber…

Ausmisten hat große Vorteile und ich kann es absolut empfehlen, regelmäßig zu hinterfragen, welchen Dingen man Platz in seinem Zuhause gewährt. Aber es sollte nicht zur präferierten Aktivität des Wochenendes werden. Ausmisten muss (und soll) auch nicht zur Gewohnheit werden, wie das Bad zu putzen und staubzusagen. Es ist kein Sport und auch nicht das Endziel. Ausmisten ist ein Hilfmittel, eine Methode, um Dein Leben bewusst zu gestalten.

Keine Ablenkung

Ausmisten sollte nicht ersetzen, dass Du über Deine Prioritäten und Deine Wünsche nachdenkst, dass Du Deine Gedanken- und Verhaltensmuster überdenkst, und Dein Leben achtsamer gestaltest. Ausmisten sollte nicht zu einer Form des Prokrastinierens verkommen, in der Du immer wieder das Ausmisten vorschiebst, um Dich nicht mit den wirklich wichtigen Dingen auseinanderzusetzen.

Keine Verschwendung

Wenn Ausmisten zur Gewohnheit wird, besteht die Gefahr, dass Du Dein Einkaufsverhalten nicht anpasst – und genau dieses Einkaufsverhalten ist ja oft der Grund dafür, dass Du ausmisten möchtest (das Zeug muss ja irgendwo herkommen…). “Ich kann es ja einfach ausmisten” ist ein gefährlicher Gedanke – und ein ziemlich teurer noch dazu! Geld für unnütze Dinge auszugeben, die Dir keine Freude bereiten und die Du kurz darauf wieder ausmistest, ist eine absolute Verschwendung. Und genau dieses Geld fehlt Dir dann, um Deine Werte zu leben und Deine Träume zu verwirklichen.

Kein race to the bottom

Beim Ausmisten geht es nicht darum immer weniger zu besitzen, um bei einer möglichst kleinen Zahl an Besitztümern anzugelangen. Lass Dir nicht einreden, Du wärst erst ein Minimalist, wenn Du nur noch x Teller und y Bücher besitzt. Ich bin kein Freund davon, sich eine Zahl als Limit zu setzen – und finde es toll, dass es Leute wie Sabine gibt, die das genauso sehen. Wie viele Dinge solltest Du denn besitzen dürfen? 100? 125? 200? Was wenn Du 201 besitzt? Hast Du dann versagt? Nein, natürlich nicht. Willkürliche Zielzahlen mögen vielleicht als Indikation oder Inspiration taugen, aber eine wirkliche Handlungsempfehlung sind sie für mich nicht. Das Ziel ist es vielmehr, so die Dinge zu identifizieren, die Dir wichtig sind – und im Umkehrschuss sich von denen zu trennen, die nicht nicht (oder nicht mehr) zu Deinem Leben passen.

 

Ich möchte Dich ermutigen, Deinen Besitz regelmäßig zu hinterfragen. Nicht als Selbstzweck, als Zelebrieren des Ausmistens, sondern als Methode, um Dein Leben und Deine Entscheidungen zu hinterfragen. Manchmal sind wir nicht so achtsam beim Einkaufen, wie wir uns vorgenommen haben. Oft verändern wir uns – und mit uns unsere Bedürfnisse. Die Prämisse, die für mich hinter jeder Ausmist-Entscheidung steht, ist die Dinge zu identifizieren,die ich wirklich schätze, die mich glücklich machen und die ich benutze. Alles andere ist unnütz. Das könnte ich mal brauchen trägt nicht zu Deinem Leben bei.

Wo Du die Linie ziehst, hängt von Dir ab – und wird sich auch im Zeitablauf ändern. Also, nimm den Druck aus der Sache und fang einfach an.

Was fällt Dir beim Ausmisten schwer?

Welche Philosophie verfolgst Du beim Ausmisten?

Konntest Du auch schon einmal feststellen, dass Ausmisten sich auf Dein Innenleben auswirkt?

Warum Ausreden eine schlechte Idee sind

Du hast keine Zeit für Ausreden."Das mache ich später" raubt Dir am Ende vielleicht die Möglichkeit... | modernslow.com

Wir leben unser Leben ein bisschen wie in einer eigenen Welt. Der vertraute Tagesablauf, der immer gleiche Weg zur Arbeit, die immer gleichen Gedanken über den Autofahrer vor uns, die Kollegen, den Partner, uns selbst. Einer dieser sich wiederholenden Gedanken ist: “Keine Zeit. Das mache ich später.” Wenn ich mehr Geld habe, wenn das Leben weniger stressig ist, wenn ich endlich Urlaub nehme, wenn ich in Rente bin. Ja, ich bin der Meinung, dass dieser Gedanke vollkommener Stuss ist. Dass Du Zeit hast. Und dass das Zeitmangeldenken eigentlich eine riesige Chance für Dich ist. Aber letzte Woche musste ich erkennen, dass an dem Gedanken “keine Zeit” ein Funke Wahrheit steckt.

Diese Wahrheit ist: Du hast keine Zeit für Deine Ausreden.

Ja, es gäbe immer einen besseren Moment. Der Urlaubsantrag für 3 Wochen stellt sich leichter, wenn man dem Chef gleichzeitig die eigene Leistung zeigen kann. Mehr Geld macht so ziemlich jede Situation angenehmer. Und Ausflüge, Coffee-Dates mit Freunden oder das Buch, das Du schon immer schreiben wolltest, sind leichter in Deinen Tag einzubauen, wenn Du weniger Stress oder den besagten Urlaub hast.

Aber dieser bessere Moment trügerisch. Denn besser geht immer. Und wenn Du wartest, wenn Du es Dir gemütlich machst, mit Deiner Ausrede “jetzt ist keine Zeit dafür”, verlierst Du am Ende die Möglichkeit.

Letzte Woche ist vollkommen unerwartet meine Schwiegermutter gestorben. Die Details zu ihrer Person und ihrem Tod spielen hier keine Rolle. Aber wenn auch ihr Tod keinen Sinn macht und eine riesige Lücke in unserer Familie hinterlässt, so sehr hoffe ich, dass wir alle diesen Weckruf vernehmen. Wir wissen nicht wieviel Zeit uns und unseren Liebsten bleibt. Der Gedanke macht Angst. Sehr viel Angst.

Aber so sehr wir es auch wünschen, diese Realität, dieser Zeitpunkt in der Zukunft, liegt immer außerhalb unserer Kontrolle. Es ist einfacher, dieser Angst nicht ins Auge zu sehen, die Möglichkeit zu ignorieren und einfach so weiterzumachen.

Aber tun wir nicht so, als hätten unsere Ausreden keinen Preis.

“Jetzt ist keine Zeit dafür” bringt Dich vielleicht gänzlich um die Möglichkeit. “Jetzt ist keine Zeit” kostet Dich eine Erinnerung. “Jetzt ist keine Zeit” führt vielleicht in naher oder ferner Zukunft zu “Hätte ich doch nur…”

Und genau da drehen wir uns im Kreis. Unser Tag hat nur 24 Stunden, wir können nur in einem bestimmten Umfang leisten und manche Wünsche sind logistisch einfach nicht realisierbar. Ständig das Gefühl zu haben, mehr tun zu müssen, noch mehr in unseren Tag zu pressen, an Terminen, an Treffen, an To Dos ist gefährlich.

Was bleibt ist das Streben.

Nicht in der eigenen Komfortzone zu verharren und eine Möglichkeit zu verspielen, die eigenen Träume umzusetzen. Sich Zeit zu nehmen, für die wichtigen Dinge. Zeit zu nehmen, für die wichtigen Leute in unserem Leben.

Irren ist menschlich und wir werden Fehlentscheidungen treffen. Wir können uns nur immer wieder daran erinnern, uns darauf besinnen, was zählt. Wir können uns nur immer wieder vor Augen halten, dass “jetzt ist keine Zeit” eine Ausrede ist. Und dass die Konsequenz dieser Ausrede, die leider immer im Raum steht, wenn sie denn eintritt, in ihrer Absolutheit nur sehr schwer zu begreifen ist:

Nie.

 

 

Warum Zeitmangel eigentlich ein Geschenk ist

Die Zeit rennt - und wir verlieren das Gefühl für das hier und jetzt. | modernslow.com

Wann hast Du zum letzten Mal etwas für Dich getan? Wann hast Du eine Tätigkeit unterbrochen oder abgebrochen, weil es Zeit für das nächste To Do war? Wie viele To Dos schiebst Du von Tag zu Tag, in der Hoffnung, dass Du endlich die Zeit findest, sie abzuarbeiten? Wer kennt ihn nicht: Zeitmangel. In diesem Beitrag stelle ich Dir die wichtigste Veränderung vor, die ich in meinem Mindset innerhalb des letzten Jahres vollzogen habe und aufgrund derer ich inzwischen dankbar für meinen Zeitmangel bin.

Zeitmangel oder 1000 Dinge zu tun

Wessen Alltag ist nicht vollgepackt? Da sind Dinge, die andere von uns erwarten – Chef, Kollegen, Partner, Kinder – und mindestens genauso viele Anforderungen, die wir an uns selbst stellen. Neben dem Alltag, den To Dos, sind da ja auch noch unsere Ideen und Träume. Dieses DIY und jenes Up-Cycling, dieses Rezept oder jenes Beauty-Ritual. Unserer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und Instagram, Pinterest und Co sei dank, mangelt es auch nie an immer neuen Ideen, mit denen wir uns selbst verwirklichen können.

Nun sagen uns unzählige Motivationssprüche auf genau jenen Plattformen doch unseren Träumen zu folgen, to go the extra mile because it’s never crowded. Und ja, unsere Ideen umzusetzen hat eine ungeheure Kraft, eine ungeheure Magie. Ich bin sogar überzeugt davon (nicht erst seit Year of Yes), dass es unheimlich wichtig ist, ja zu Ideen zu sagen – gerade auch, wenn sie außerhalb unserer Komfortzone liegen. Aber in der Realität entscheiden wir uns, Ideen zu verfolgen, um dann – bereits am Anfang oder während der Umsetzung – festzustellen, dass wir uns zu viel aufgehalst haben, dass wir gestresst sind. Und dann? Zwingen wir uns die Extrameile zu gehen, denn aufgeben ist etwas für Verlierer. Oder wir sind von uns enttäuscht, weil wir es offensichtlich nicht schaffen, unsere Ideen zu leben.

Die 1-Million-Euro-Frage

Aber wie geht es denn nun? Wo ist die Balance zwischen ja und nein sagen? Wie können wir Träume verwirklichen und gleichzeitig dem Alltag gerecht werden? Wie sollen wir all das tun, was wir müssen und was wir wollen, ohne ständig zu wenig Zeit zu haben?

Mein Mindset-Shift im Umgang mit Zeitmangel

Wenn  Job, Familie, Selbstverwirklichung, Gesundheit, Freunde, Hobbies und all das zusammenkommen, dann fühlen die meisten von uns genau das: dass die Zeit hinten und vorne nicht reicht. So geht es auch mir: ich habe viele Ideen für alle Bereiche meines Lebens und nie genug Zeit, um diese Ideen umzusetzen. Ich bin kein Fan von busy. Im Gegenteil, Stress und Zeitmangel tun mir nicht gut. Und so habe auch ich mich lange Zeit mit dieser Frage gequält: wie kann ich meine Ideen umsetzen, wenn ich doch sowieso schon zu wenig Zeit habe?

Bis ich eines verstanden habe: Mein chronischer Zeitmangel ist nicht mein größtes Hindernis, sondern meine größte Chance. Mein Zeitmangel ist die beste Möglichkeit um herauszufinden, was wirklich wichtig ist. Wenn Zeit gefühlt in großem Maße zur Verfügung steht, dann verlieren wir uns in Dingen, die ganz nett, aber nicht essentiell sind. So auch mit meinen Ideen. Mein Zeitmangel ist die Möglichkeit, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich toll und wichtig und nicht nur ganz nett sind. Die Kunst ist es natürlich, genau die Ideen und Möglichkeiten zu identifizieren, die tatsächlich die richtigen sind.

Zeitmangel, Stress - unser Alltag ist voll! Dabei war es so befreiend, als ich erkannt habe, dass mein Zeitmangel ein Geschenk ist. | modernslow.com

Die Qual der Wahl

Die richtigen Ideen zu identifizieren, ist manchmal gar nicht so einfach. Egal ob in meinem Job, bei Modern Slow und auch in meiner Freizeit bieten sich ständig Möglichkeiten und Ideen an, die zunächst unheimlich toll klingen. Doch inzwischen versuche ich mich nicht von dem Hochgefühl, das mit einer Möglichkeit einher geht, verführen zu lassen. Stattdessen nehme mir einen kurzen Moment – und ja manchmal auch länger – um zu überlegen, was wirklich eine Möglichkeit und was nur eine Ablenkung ist. Manchmal fällt es mir einfach. Aber manchmal ist es wieder da: das fast reflexartige ja zu allen Möglichkeiten, die mir begegnen.

Fear of Missing Out gibt es wirklich. Egal, um welchen Lebensbereich es geht, es gibt eigentlich immer mehr als nur eine Möglichkeit. Und wer die Wahl hat, hat oft wortwörtlich die Qual. Im Englischen gibt es einen sehr passenden Begriff dafür: analysis paralysis – man überdenkt sämtliche Optionen in einem Maße, das man nicht mehr in der Lage ist, zu entscheiden. Aber, wer die Wahl hat, hat auch Macht – die Macht der Entscheidung. Und das ist eine mächtige Erkenntnis, Denn anstatt reaktiv mit Ideen und Möglichkeiten umzugehen, oder paralysiert auf die vermeintlich beste Möglichkeit zu warten, hast Du – wenn Du Dir darüber bewusst bist – die Macht, die Dinge in Deine Hand zu nehmen und so aktiv etwas gegen den Zeitmangel zu tun.

Meine Währung im Kampf gegen Zeitmangel: Return on invested time

Ich versuche, dass alles was ich tue, dass all die Möglichkeiten, die ich verfolge, einen hohen return on invested time haben. What? Was heißt das jetzt konkret? In der Finanzwelt ist der return on investment, das was Du an Geld zurückbekommst für das Geld das Du eingesetzt hast. Das Konzept ist vergleichbar, aber mir geht es nicht um den monetären Return. Ich meine stattdessen mit Return das, was mir wichtig ist, meine Ziele und Werte. Die Frage, die ich mir bei jeder neuen Möglichkeit oder Idee stelle, ist:

Wenn ich meine Zeit in diese Möglichkeit investiere, hilft mir das meine Ziele zu erreichen und meine Werte zu leben?

Genau diese Frage ist übrigens auch der Grund, warum die Hausarbeit oft den Kürzeren zieht. Egal womit ich es vergleiche, meinem Day Job, Modern Slow, Projekten wie meinem Buch, Zeit mit meinem Sohn und meinem Mann, Zeit für mich und mein Wohlbefinden, Zeit mit Freunden und Familie, der Haushalt hat immer einen niedrigeren return on invested time – außer wir haben nichts mehr zum Anziehen 😉

Das klingt womöglich ziemlich utilitaristisch, dabei ist es vor allem Eines: unheimlich befreiend. Eben weil ich – und meine Umwelt – vor Ideen sprühen, ist Zeitmangel für mich ein echtes Problem. Dieses Kriterium hilft mir, dass ich mich nicht verzettele. Dass ich nicht wieder in Perfektionismus verfalle. Dass ich nicht Dinge tue, die gar nicht im Einklang mit meinen Werten stehen. Dieses Kriterium gibt mir die Freiheit, nein zu sagen. Zu Aufgaben, zu Ideen, zu Erwartungen. Und gleichzeitig gibt es mir die Kraft ja! ja! ja! zu sagen, zu den Dingen, die mir wirklich wichtig sind und die auch für mich wichtig sind.

If it’s not a hell yeah, it’s a no!

Hast Du manchmal das Gefühl, dass Du Dich verzettelst? Oder dass Du zu viel Zeit auf unwichtige Aufgaben verwendest?

Was ist Dein Gefühl: Solltest Du häufiger ja oder häufiger nein sagen?

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest

Modern Mindful - Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest. | modernslow.com

Hallo meine Lieben, die lange Osterpause ist vorbei und der Moment, auf den ich die letzten mehr als fünf Monate hingearbeitet habe ist da: heute stelle ich Euch mein Buch Modern Mindful vor. In den letzten Monaten habe ich unheimlich viel Zeit, Energie und Liebe in dieses Herzensprojekt gesteckt und ich bin so unendlich dankbar, dass ich Euch nun das Ergebnis vorstellen kann: Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest.

Wieso eigentlich ein Buch?

Wer nicht Teil der Modern Slow Community ist (dort gab es bereits vorab mehrere Einblicke in das Buch und meinen Weg dorthin) oder mir auf Instagram folgt, ist wahrscheinlich ein bisschen überrascht. Wieso gibt es ein Buch? Warum ein Buch über Achtsamkeit, Glück und Zufriedenheit?

Auf diese Frage gibt es eine kurze und eine lange Antwort. Die kurze Antwort ist die: Weil Achtsamkeit mein Leben so fundamental verändert hat, dass ich dieses Wissen, meinen Weg und meine Methode mir Dir teilen möchte.

Weil ich den tiefen Wunsch und die Hoffnung, habe, dass Dir dieses Buch helfen kann, egal wo Du gerade in Deinem Leben stehst.

Die lange Antwort beginnt vor knapp einem Jahr. Zu dieser Zeit war ich ziemlich gestresst, sehr gestresst, und ganz schön ausgelaugt. Viel von dem Stress kam von meinem vollen, durchgetakteten Alltag – Vollzeitjob, Kind, Haushalt, damals noch meiner ersten Webseite A Hearty Matter und zugleich die Idee für Modern Slow, die ich umsetzen wollte, Sport, Freunde, Familie, … das volle Programm eben. Aber mindestens genauso viel Stress kam von mir, von meinen hohen Ansprüchen an mich selbst. Zusammen war das eine ziemlich toxische Mischung. Stress war in meinem Alltag vorprogrammiert – und mir schon länger gut bekannt. Über die Jahre hatte ich gelernt damit umzugehen – dachte ich zumindest. Bis ich vor knapp einem Jahr an einem Tiefpunkt realisiert habe, dass ich etwas ändern muss. Dass ich mein Leben wirklich ändern muss, wenn ich nicht will, dass sich kleine, alltägliche Planänderungen regelmäßig anfühlen wie eine mittlere Katastrophe.

Kleine, große Schritte zu Achtsamkeit und Glück

Nachdem ich diesen Entschluss gefasst hatte, hat sich natürlich mein Leben nicht über Nacht geändert. Aber Stück für Stück habe ich Achtsamkeit mehr in mein Leben gelassen und Stück für Stück hat diese Lebensweise meinen Alltag, mein gesamtes Leben verändert. Komplett und umfassend verändert.

Modern Mindful - Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest | modernslow.com

Dabei habe ich äußerlich betrachtet rein gar nichts verändert: gleicher Job, gleiches Vollzeitpensum. Ein Kind, dessen Betreuungsstunden ich nicht erhöht habe. Mann, Freunde, Familie, Haushalt, Modern Slow, Sport. All das ist gleich geblieben. Nicht einmal eine Haushaltshilfe habe ich eingestellt.

Alles, was ich verändert habe ist in mir.

Alles, was ich verändert habe, lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Achtsamkeit.

Seit ein paar Monaten kombiniere ich nun auch Achtsamkeit, Dankbarkeit und Schreiben, indem ich jeden Tag, morgens und abends, ein paar Fragen für mich beantworte.

Das Ergebnis überwältigt mich noch immer.

Seit ich damit begonnen habe, bin ich gelassener und glücklicher. Deutlich gelassener und glücklicher. Diese Fragen haben meinen Alltag in einem Ausmaß bereichert, das ich nicht für möglich gehalten hätte.

Ich bin so begeistert, von dem was ich gelernt habe, von dieser so umfassenden Veränderung, dass ich mein Wissen und meine Tagebuchfragen mit Dir teilen möchte. Ich möchte Dir helfen, Achtsamkeit nachhaltig in Dein Leben zu integrieren, damit Du Dich weniger gestresst und dafür glücklicher fühlst.

Das Konzept von Modern Mindful

Modern Mindful ist das Ergebnis meiner Suche nach einem Weg, mein Leben bewusster zu gestalten, ohne dabei mein ganzes Leben über den Haufen zu werfen. Genau das ist die Philosophie hinter Modern Slow – es ist meine Philosophie: ich bin der Meinung, dass Du die Lösung für ein achtsames Leben nicht auf einer einsamen Berghütte findest, sondern in Dir selbst – da, wo Du gerade bist.

Ich hoffe, dass Dich Modern Mindful dabei unterstützen wird, ein achtsames Leben zu gestalten – egal, wo Du gerade bist. Egal, ob Du Dich bereits mit Achtsamkeit auseinandergesetzt hast. Egal, ob Du nur etwas von den Ärgernissen des Alltags genervt bist, oder wirklich unter dem Stress in Deinem Leben leidest. Achtsamkeit kann Dir helfen, damit umzugehen, und mehr Glück und Zufriedenheit zu finden.

Modern Mindful enthält ein Achtsamkeitstagebuch für 100 Tage. | modernslow.com

Aber ganz klar: Achtsamkeit ist keine schnelle Lösung.

Ich halte nichts von Methoden (oder Gesichtscremes), die grandiose Ergebnisse über Nacht versprechen. Genauso wenig möchte ich mit Modern Mindful suggerieren, dass Du nur das Buch kaufen musst, es liest und dann ist alles Friede Freude Eierkuchen.

Modern Mindful will Dich unterstützen, etwas zu verändern – aber Du musst selbst aktiv werden. Daher gibt es Modern Mindful ausschließlich als Hardcopy Buch. Modern Mindful ist Dein täglicher Begleiter, der Dir hilft, Deinen Alltag, Tag für Tag, Stück für Stück, achtsamer zu gestalten.

Modern Mindful enthält die wesentlichen Konzepte, die mir geholfen haben, es enthält meine persönlichen Erfahrungen, Übungen und ein Tagebuch für 100 Tage. Modern Mindful ist Wissens- und Inspirationsquelle, Arbeits- und Tagebuch in einem. Ich möchte Dich ermutigen, nicht nur das Buch, sondern auch einen Stift in die Hand zu nehmen und dabei tatsächlich ins Handeln, ins Verändern, zu kommen.

Ein Blick in Modern Mindful

Modern Mindful hat insgesamt 280 Seiten und besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil stelle ich Dir das Konzept der Achtsamkeit vor, zeige Dir warum Achtsamkeit so entscheidend für Deine Zufriedenheit ist und wie Du Achtsamkeit in Dein Leben nachhaltig integrieren kannst. In diesem Teil warten 11 Übungen auf Dich, die Dir helfen, Deine Gedanken und Dein Handeln zu hinterfragen, um zu verstehen, wie Dein Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit aussehen kann.

Selbstreflektion ist ein wesentlicher Bestandteil von Modern Mindful. Je mehr Du Dich selbst verstehst, desto mehr kannst Du an Dir und Deinem Leben arbeiten. Das Ziel ist dabei wortwörtlich Selbstverständnis – entwickle Verständnis für Dich und Deine Gedanken. Höre hin, nimm Deine Gedanken an und versuche negative Gedankenschleifen Stück für Stück aufzulösen. Das ist ein ganzes Stück Arbeit, aber es ist all die Mühen wert.

 

Inhalt von Modern Mindful | modernslow.com

 

Der zweite Teil von Modern Mindful ist ein Achtsamkeitstagebuch für 100 Tage, das Dir hilft Dein Leben Tag für Tag, Stück für Stück, achtsamer zu gestalten. Das Tagebuch enthält ein paar Fragen für morgens und abends und unterstützt Dich so, Dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit zu nehmen – um zu reflektieren, um Dich Dir selbst zuzuwenden, um dankbar zu sein. Es sind genau die Fragen, die ich seit Monaten selbst täglich für mich beantworte.

Wenn ich jetzt daran denke, wie ich mich vor knapp einem Jahr gefühlt habe, dann fühlt sich dieses Leben Lichtjahre entfernt an. Nicht weil es so lange her ist – was ist schon ein Jahr – sondern weil ich mich nicht anders fühlen könnte. Wenn ich eine derartige Veränderung in meinem Leben erreichen kann, dann kannst Du das auch!

Wenn Du Dir eine solch umfassende Veränderung wünschst, dann gibt es einen Weg.

Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest  ist verfügbar bei

Kaufe jetzt Modern Mindful und mache den nächsten Schritt zu einem achtsameren Leben

uvm.

Alles Liebe

Katharina

Wie Achtsamkeit mein Leben verändert hat

Achtsamkeit hat umfassende Auswirkungen auf mein Leben. | modernslow.com

Gerade wenn man anfängt sich damit zu beschäftigen, ist Achtsamkeit ein schwer greifbares Konzept. Was muss ich tun um achtsam zu sein? Und woran merke ich es, dass ich mein Leben achtsam und bewusst lebe? In diesem Beitrag werde ich ein ganzes Stück persönlicher und teile mit Dir fünf Veränderungen, die ich an mir bemerkt habe, seit ich mein Leben achtsamer und bewusster gestalte.

Ich bin entspannter

Wenn ich jetzt an die Zeit vor ein paar Jahren denke, dann bin ich erstaunt und verwundert (und ein bisschen beschämt) wie oft ich mich im Laufe eines Tages über Kleinigkeiten und Nichtigkeiten geärgert habe. Achtsam zu leben hat mir ermöglicht sowohl präsenter zu sein, als auch das große Ganze im Blick zu haben. Und da spielen die kleinen Ärgernisse des Alltags einfach keine Rolle. So bin ich ruhiger, fokussierter und insgesamt entspannter. Ich kann natürlich nur begrenzt aus der Sicht von anderen sprechen, aber ich persönlich halte es so besser mit mir selbst aus…

Ich bin anderen gegenüber nachsichtiger

Achtsamkeit bedeutet in sich hineinzuhorchen. Und was man da manchmal hört, ist nicht immer schön. Diese Gedanken zu akzeptieren, nicht zu werten, und wieder ziehen zu lassen, macht mich nachsichtiger mir selbst gegenüber. Was mich ein wenig überrascht hat, ist dass ich auch anderen Menschen gegenüber nachsichtiger bin. Damit meine ich nicht, dass ich mutwillig destruktives oder böshaltiges Verhalten toleriere. Vielmehr meine ich, dass ich das Schimpfen der Frau in der U-Bahn über den vollen Zug, die kurz angebundene Art der anderen Mutter in der Kita, und auch die angesäuerte Laune meines Mannes nach einem langen, stressigen Arbeitstag nicht persönlich nehme. People have their own problems. Meistens sind andere schlicht mit ihren eigenen Herausforderungen beschäftigt und da ist meine Befindlichkeit nicht ihre höchste Priorität – und auch nichts was sie willentlich verletzen.

Ich nehme mein Leben intensiver wahr

Achtsamkeit hat mir die Augen geöffnet mehr im Moment zu leben. Ich habe mich schon während der Schulzeit und während des Studiums über kleine Dinge gefreut. Die Farbe des Himmels, eine kleine Blume mitten auf der Straße, der Vogel, der einfach nicht wegfliegt, sondern mich neugierig betrachtet. Aber früher fand ich das ein bisschen lächerlich. Kaum ist mir ein Lächeln über die Lippen gehuscht, habe ich es schon unterdrückt. Schwachsinn, Esokram, und sowieso keine Zeit für so etwas. Nun weiß ich es besser. Natürlich habe ich Zeit für so etwas. Genauso wie ich Zeit habe, das Buch mit meinem Sohn zu lesen ohne ständig auf mein Smartphone zu schauen.

Achtsamkeit hat mein Leben nachhaltig verändert. | modernslow.com

Ich bin aktiver

Im Moment einfach nur sein, bewusst in sich hineinhören, all das hatte noch einen Nebeneffekt: ich bin mir mehr darüber bewusst geworden, welche Rolle ich in meinem Leben spiele. Das klingt zunächst komisch, denn natürlich spiele ich eine Rolle für mein Leben. Aber wie oft denken wir, dass uns Dinge widerfahren? Dass uns etwas passiert. Wie oft verweisen wir uns in die Beobachterrolle? Das mag bei mir verstärkt sein, dadurch, dass ich ein introvertierter Mensch bin und von Natur aus gerne beobachte. Achtsam und bewusst leben hat mir aber eines ganz deutlich gemacht: ich kann Dinge ändern. Ich kann mein Leben, meine Einstellung, meine Wahrnehmung ändern. Und noch vielmehr, ich kann mein Glück und meine Zufriedenheit beeinflussen.

Ich erlaube mir zu träumen

Das Bewusstsein, dass es an mir liegt, wie ich mit Situationen und Umständen umgehe, gibt mir auch ein Gefühl von Kontrolle. Dieses Gefühl, oder vielmehr noch das Gefühl von in-sich-ruhen, schafft Platz für Träume und Zukunftsvisionen. Und die Erfüllung dieser Träume erscheint nicht mehr wie ein reines Geschenk der Glücksfee, sondern wie etwas auf das ich hinarbeiten kann.

 

Hast Du Dein Leben entschleunigt und versuchst achtsamer zu leben?

Welche Veränderungen hast Du an Dir beobachtet?

 

 

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

Warum alles – auch Minimalismus – mit Deinen Werten beginnt

Kennst Du Deine Werte? Bist Du Dir bewusst, was Du möchtest, was Deine Ziele sind? Ich bin der Meinung, dass Du Deine Werte kennen musst, damit Du Dein Leben ganz bewusst so gestalten kannst, dass es Dich erfüllt und glücklich macht. Seine Werte zu kennen, bedeutet zudem etwas sehr ähnliches wie Minimalismus für mich: bewusst entscheiden. In diesem Beitrag erfährst Du, warum die eigenen Werte zu kennen so wichtig ist und wie Du Deine Werte finden kannst, inklusive eines Arbeitsbuchs mit vielen Tipps und Platz zum Brainstormen.

Warum Du Deine Werte kennen solltest

Seine Werte zu identifizieren, bedeutet letztlich sich selbst besser kennenzulernen und aktiver und bewusster sein Leben zu gestalten. Lange Zeit – wie so viele Anfang 20 – habe ich mich von Werten und Vorstellungen von mir und dem “richtigen” Lebensstil leiten lassen, die nicht vollständig mit meinen eigenen Werten übereinstimmten. Ich bin nicht in die vollkommen falsche Richtung gelaufen, aber es hat eben auch nicht wirklich gepasst. Wiederum: ich bin der Meinung, dass man nicht todunglücklich sein muss, um die „Erlaubnis“ zu haben, sich eine Veränderung zu wünschen.

Wenn Du Dir Deiner Werte nicht bewusst bist, läufst Du Gefahr, dass Deine Werte – das, was Du tief in Dir willst – nicht zu Deinem Leben passen. Tagtäglich stehst Du vor einer unglaublichen Menge an Anforderungen. Anforderungen, die Du Dir selbst stellst und Anforderungen, die andere an Dich stellen. Was passiert, wenn die Vielzahl der Anforderungen nicht zu Dir und Deinen Werten passen? Das birgt vor allem eines: Unzufriedenheit. Diese Unzufriedenheit kann viele Gesichter haben – Du fühlst Dich unwohl, Du bist ausgelaugt, Du fühlst Dich nicht ausgelastet, Du fühlst Dich nicht richtig aufgehoben, Du bist unmotiviert, Du fühlst vielleicht sogar Angst.

Deine Werte sind Dein Kompass

Wenn Du Deine Werte kennst, kannst Du all die Anforderungen einordnen, Du kannst sie priorisieren und manche sogar eliminieren (dazu mehr in der Stress-Serie in ein paar Tagen). Du kannst sogar, über die Zeit, die Anforderungen verändern und gestalten und so Dein Leben mehr und mehr in Einklang mit Deinen Werten bringen. Was das bedeutet, ist denke ich offensichtlich: Glück und Zufriedenheit. Deine Werte helfen Dir dabei bei all den kleinen täglichen Entscheidungen, als auch bei den großen Entscheidungen.

Finde Deine Werte für mehr Zufriedenheit und ein bewusstes Leben. | modernslow.com

Spürst Du eine Unzufriedenheit in Dir?

Es versteht sich von selbst, dass sobald Du Deine Werte kennst, ist nicht alles eitel Sonnenschein ist. Es wird weiterhin Situationen geben, in denen Du unzufrieden, wütend oder traurig bist. That’s life. Aber wenn Du im Einklang mit Deinen Werten lebst, wirst Du mehr Glück und Zufriedenheit erleben, als wenn Du Deine Werte nicht kennst oder sie bewusst missachtest.

Eine Episode aus meinem Leben: vor vielen Jahren in meinem früheren Job – noch vor meinem Sabbatical – spürte ich eine große Unzufriedenheit. Es war genau der Job, den ich im Studium angestrebt hatte. Ich war erfolgreich und stieg auf. Auf dem Papier war alles richtig. Aber der Job passte einfach nicht zu mir und meinen Werten. Ich meine damit nicht, dass ich eigentlich keine Karriere machen wollte oder dass meine Tätigkeit ethisch fragwürdig war, sondern dass der Job einfach mit all seinen Facetten nicht zu mir passte. Ich bin wahrlich kein Abenteurer, aber sehr wissbegierig und liebe es Neues zu lernen. Obwohl ich dort immer wieder mit neuen Aufgaben herausgefordert wurde, war das Anforderungsprofil für mein persönliches Empfinden relativ stabil – und mir irgendwie langweilig. Zudem schätze ich sehr viel Freiheit beim Gestalten meiner Arbeit – und das war leider nur begrenzt möglich. All das war mir damals nicht bewusst, ich spürte nur, dass es nicht passte. Ich hatte eine Intuition, was anders sein sollte und habe versucht das umzusetzen.

Wirklich verstanden habe ich all das erst vor ein, zwei Jahren als ich mich mehr mit mir selbst, meinen Wünschen und meinen Werten auseinander gesetzt habe. Dieses Wissen über meine Werte gibt mir ein unheimlich gutes Gefühl. Ein Gefühl von Selbstvertrauen, ein Gefühl von Kontrolle und letztlich ein Gefühl von Zufriedenheit.

Deine individuellen Werte

Deine Werte sind dabei vollkommen individuell – und nicht besser oder schlechter als meine Werte. Wir unterscheiden uns darin, welche Wichtigkeit wir bestimmten Werten beimessen. So mögen viele Menschen Familie als einen Wert von Wichtigkeit für sich identifizieren, aber die Auslegung umfasst das volle Spektrum – Ehe, Kinder, wie wir Familie überhaupt definieren, wie wichtig Familie im Vergleich zu unseren anderen Werten ist. Genauso verhält es sich mit Werten wie Karriere oder Geld. Diese anzustreben macht Dich nicht zu einem schlechten Menschen und es sind keine Werte für die Du Dich schämen solltest. Es liegt an Dir was Du mit diesen Zielen machst und wie Du sie verwirklichst. Vielmehr: zu verleugnen, dass Dir Deine Karriere am Herzen liegt, wird Dich auf Dauer unglücklich machen, da Du das Gefühl hast ein Teil von Dir kann oder darf sich nicht zeigen.

Es sind Deine Werte

Nochmal – denn der Punkt ist mir sehr wichtig: Deine Werte sind individuell und sie sind vor allem das: DEINE. Löse Dich von Anforderungen an Deine Werte, die andere an Dich stellen. Wünsche und Anforderungen von Menschen, die Dir viel bedeuten, können (und werden wohl auch) eine Rolle in Deinem Leben spielen. Aber im ersten Schritt löse Dich von all dem und forsche in Deiner Seele. Was willst Du? Nur Du? Ganz tief drin? In einem späteren Schritt ist die Herausforderung, Deine Werte mit den Anforderungen der Außenwelt in Einklang zu bringen – aber wenn Du Deine Werte kennst, werden sie Dir dafür als Kompass dienen.

Warum seine Werte zu kennen so wichtig für Minimalismus und ein bewusstes Leben ist

Nach dem Artikel ist denke ich klar, warum ich der Meinung bin, dass es erstrebenswert ist, die eigenen Werte zu kennen – ganz egal ob man nun minimalistischer leben möchte oder nicht. Minimalistisch zu leben kann außerdem in sich selbst ein Wert sein. Ich bin aber überzeugt, dass gerade wenn man nach Minimalismus strebt, den eigenen Werte eine besonders hohe Bedeutung zukommt. Minimalismus bedeutet Reduktion. Reduktion auf das Wesentliche. Sowohl was materielle Dinge angeht, als auch nicht materielle Dinge. Nur mit Deinen Werten kannst Du wissen, was wirklich wesentlich für Dich ist. Denn genau darauf kommt es an: was ist wesentlich für Dich. Deine Werte sind so ein Kompass, der dir hilft nach dem zu streben was essentiell ist für Dich und Dein Leben.

Dein Arbeitsbuch, um Deine Werte zu finden

Um Dir zu helfen Deine Werte zu identifizieren, habe ich ein 24-seitiges Arbeitsbuch erstellt. Darin findest Du weiterführende Informationen und die Schritte, die ich benutze, um meine Werte zu finden.

Finde Deine Werte - Finde deinen inneren Kompass für ein bewusstes Leben. | modernslow.com

 

Hast Du schon mal über Deine Werte nachgedacht?

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.