Tag: persönliche Entwicklung

Warum Ausmisten nie verkehrt ist (und wann vielleicht doch)

Tipps zum Ausmisten und KonMari | modernslow.com

Ausmisten ist gefühlt in aller Munde – Marie Kondo und der steigenden Aufmerksamkeit für ein minimalistisches Leben sei dank. Und tatsächlich, die Ideen von Marie Kondo sind wirklich hilfreich. Nach meiner Erfahrung ist es aber mit einmal ausmisten nicht getan. Also, auf geht’s in die nächste Runde?!? In diesem Beitrag stelle ich Dir drei Gründe vor, warum Ausmisten immer eine gute Idee ist, wenn Du Dein Leben bewusster gestalten willst – und spreche aber auch über drei Situationen, in denen Du Dein Ausmisten überdenken (und vielleicht auch beenden) solltest.

Ausmisten bedeutet Aktion

Ein bewusstes Leben zu gestalten, klingt nach einer riesigen Aufgabe und nach viel Veränderung – und genau das macht das Beginnen für uns schwer. Wenn das Ziel so unheimlich weit weg erscheint, verfallen wir oft, aus einem Gefühl der Überwältigung heraus, in eine Schockstarre – und tun erst mal nichts. Der Schlüssel ist es, kleine machbare Schritte zu definieren und das Ausmisten bietet Dir genau diese Möglichkeit. Erst kleinere Dinge wie die Handtasche oder den Junk Drawer, dann größere Dinge wie den Kleiderschrank, Papier, Elektronikprodukte oder und Digitales. Entscheidend ist: Du kommst ins Handeln und schaffst so Motivation und Dynamik für die weiteren Schritte.

Dinge vor Gewohnheiten

Ja, es wäre manchmal besser für uns und unser Wohlbefinden, wenn wir zuerst unsere Gewohnheiten änderten. Aber wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Egal welche Gewohnheit oder Situation Du ändern willst, die ersten Schritte fallen oft richtig schwer. Früher aufstehen – klar, aber vielleicht erst morgen. Sport machen – natürlich, aber nicht heute abend, denn der Tag war so anstrengend. Unser Gehirn produziert nur zu gerne solche Ausreden, denn alles beim alten ist der präferierte Zustand unseres Gehirns.

Es fällt uns dagegen leichter, uns von Dingen zu trennen. Natürlich, auch hier produziert unser Gehirn Ausreden, aber der Widerstand wird deutlich geringer ausfallen als wenn Du versuchst, Deinen gesamten Alltag umzukrempeln. Gleichzeitig liegt es in der Natur der Sache, dass Du beim Ausmisten schneller Erfolgserlebnisse feiern kannst als wenn Du Deine Gewohnheiten änderst. Dein Ausmisten schafft so die Motivation und Dynamik, aber auch das Selbstvertrauen, das Du brauchst, um Deine Gewohnheiten zu verändern.

Von außen nach innen

Ein aufgeräumteres, leichteres Außen hilft uns, uns auf unser Inneres zu konzentrieren und dort Veränderungspotential zu erkennen. Weniger Besitz und eine dementsprechend minimalistischere Wohnung erlauben Dir den Blick nach Innen zu richten – vielmehr als Dir das in einer überladenen, vollgepackten Wohnung möglich ist. Das Ausmisten selbst gibt Dir auch die Möglichkeit bestimmte Muster in Deinem Verhalten zu erkennen und Dich zu hinterfragen und legt so die Basis für eine tiefgründigere Seelenforschung.

Warum Ausmisten nie verkehrt ist. Egal, ob Du zum ersten Mal von Marie Kondo hörst oder schon ausgemistet hast, Ausmisten ist immer eine gute Idee (Ausnahmen bestätigen die Regel) | modernslow.com

Ausmisten ist nie verkehrt, aber…

Ausmisten hat große Vorteile und ich kann es absolut empfehlen, regelmäßig zu hinterfragen, welchen Dingen man Platz in seinem Zuhause gewährt. Aber es sollte nicht zur präferierten Aktivität des Wochenendes werden. Ausmisten muss (und soll) auch nicht zur Gewohnheit werden, wie das Bad zu putzen und staubzusagen. Es ist kein Sport und auch nicht das Endziel. Ausmisten ist ein Hilfmittel, eine Methode, um Dein Leben bewusst zu gestalten.

Keine Ablenkung

Ausmisten sollte nicht ersetzen, dass Du über Deine Prioritäten und Deine Wünsche nachdenkst, dass Du Deine Gedanken- und Verhaltensmuster überdenkst, und Dein Leben achtsamer gestaltest. Ausmisten sollte nicht zu einer Form des Prokrastinierens verkommen, in der Du immer wieder das Ausmisten vorschiebst, um Dich nicht mit den wirklich wichtigen Dingen auseinanderzusetzen.

Keine Verschwendung

Wenn Ausmisten zur Gewohnheit wird, besteht die Gefahr, dass Du Dein Einkaufsverhalten nicht anpasst – und genau dieses Einkaufsverhalten ist ja oft der Grund dafür, dass Du ausmisten möchtest (das Zeug muss ja irgendwo herkommen…). “Ich kann es ja einfach ausmisten” ist ein gefährlicher Gedanke – und ein ziemlich teurer noch dazu! Geld für unnütze Dinge auszugeben, die Dir keine Freude bereiten und die Du kurz darauf wieder ausmistest, ist eine absolute Verschwendung. Und genau dieses Geld fehlt Dir dann, um Deine Werte zu leben und Deine Träume zu verwirklichen.

Kein race to the bottom

Beim Ausmisten geht es nicht darum immer weniger zu besitzen, um bei einer möglichst kleinen Zahl an Besitztümern anzugelangen. Lass Dir nicht einreden, Du wärst erst ein Minimalist, wenn Du nur noch x Teller und y Bücher besitzt. Ich bin kein Freund davon, sich eine Zahl als Limit zu setzen – und finde es toll, dass es Leute wie Sabine gibt, die das genauso sehen. Wie viele Dinge solltest Du denn besitzen dürfen? 100? 125? 200? Was wenn Du 201 besitzt? Hast Du dann versagt? Nein, natürlich nicht. Willkürliche Zielzahlen mögen vielleicht als Indikation oder Inspiration taugen, aber eine wirkliche Handlungsempfehlung sind sie für mich nicht. Das Ziel ist es vielmehr, so die Dinge zu identifizieren, die Dir wichtig sind – und im Umkehrschuss sich von denen zu trennen, die nicht nicht (oder nicht mehr) zu Deinem Leben passen.

 

Ich möchte Dich ermutigen, Deinen Besitz regelmäßig zu hinterfragen. Nicht als Selbstzweck, als Zelebrieren des Ausmistens, sondern als Methode, um Dein Leben und Deine Entscheidungen zu hinterfragen. Manchmal sind wir nicht so achtsam beim Einkaufen, wie wir uns vorgenommen haben. Oft verändern wir uns – und mit uns unsere Bedürfnisse. Die Prämisse, die für mich hinter jeder Ausmist-Entscheidung steht, ist die Dinge zu identifizieren,die ich wirklich schätze, die mich glücklich machen und die ich benutze. Alles andere ist unnütz. Das könnte ich mal brauchen trägt nicht zu Deinem Leben bei.

Wo Du die Linie ziehst, hängt von Dir ab – und wird sich auch im Zeitablauf ändern. Also, nimm den Druck aus der Sache und fang einfach an.

Was fällt Dir beim Ausmisten schwer?

Welche Philosophie verfolgst Du beim Ausmisten?

Konntest Du auch schon einmal feststellen, dass Ausmisten sich auf Dein Innenleben auswirkt?

Ganz oder gar nicht!?! Neue Gewohnheiten beibehalten

Wer von kennt es nicht? Entweder die ganze Tafel Schokolade essen oder gar nicht. Jeden Tag Sport oder mehrere Monate lang gar kein Sport. Gewohnheiten zu etablieren ist das eine, sie dann dauerhaft beizubehalten das andere. In diesem Beitrag teile ich meine Perspektive auf diese Herausforderung und wieso eine “ganz oder gar nicht” Einstellung nicht das Ende für Deine guten Vorsätze bedeutet.

Ganz oder gar nicht!

Die meisten von uns fallen zumindest für einige Routinen und Gewohnheiten in die “ganz oder gar nicht” Kategorie. Wir essen gar keine Schokolade oder gleich die ganze Tafel. Wir sind richtig diszipliniert oder verfallen in die “jetzt ist es auch schon egal” Denkweise.

Die letzten Wochen waren eine Ausnahmesituation. Eine von der “gar nicht” Sorte, was meine täglichen Routinen angeht. Nur selten Yoga, keine Morgenroutine, keine Abendroutine, kein tägliches Ausfüllen meines Achtsamkeitstagebuchs. Stattdessen spät ins Bett, Aufstehen und sofort in Aufgaben stürzen. Ja natürlich, diese Dinge aufrechtzuerhalten wäre gut gewesen. Es wäre diszipliniert gewesen. Aber an dem Punkt war ich mental nicht. Für all die Routinen war keine Energie mehr. Und das ist auch in Ordnung für mich.

Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man wieder in den Alltag übergehen muss – und will. Es kam der Punkt, an dem ich wieder meine täglichen Gewohnheiten aufnehmen wollte. Wie ich das gemacht habe? Ich habe da angefangen, wo ich aufgehört habe. Für mich ist das der einzige Weg, um Gewohnheiten dauerhaft beizubehalten.

 

Wie Du Gewohnheiten beibehältst

Gewohnheiten neu einzuführen ist aufregend. Die Motivation hilft Dir in den ersten Tagen und Wochen. Aber was wenn die Motivation nachlässt? Und der Alltag überhand nimmt? In diesem Video dreht sich alles darum, wie Du Gewohnheiten beibehältst – gerade, wenn Du ein “ganz oder gar nicht” Typ bist und das Fallen aus einer Gewohnheit mit Schuldgefühlen verbunden ist.

Das Video war – wie das letzte bereits – ein exklusiver Beitrag für die Modern Slow Community. Als Mitglied der Modern Slow Community erhältst Du regelmäßig Hintergrundinfos, persönliche Inspiration und exklusive Beiträge.

Wenn Du mehr über Gewohnheiten wissen möchtest, empfehle ich Dir Gretchen Rubin’s Buch Better than Before. Darin beschreibt und testet sie viele Möglichkeiten, wie wir Gewohnheiten erfolgreich ändern können.

Übrigens: Wenn Du feststeckst auf Deinem Weg zu einem bewussten und einfacheren Leben, unterstütze ich Dich gerne individuell.

Wie fange ich an? Erste Schritte zu einem bewussten Leben

Da bist Du also: Du möchtest ein bewusstes Leben führen. Aber wie fängst Du an? Und womit? An Inspiration mangelt es nicht und auch nicht an Beiträgen, die Dir erklären, wie Du ausmisten kannst, wie Du eine minimalistische Garderobe erstellst, wie Du meditierst, usw. Aber was ist denn nun der erste Schritt?!? In diesem Beitrag findest Du meine Empfehlung, um Deine ersten Schritte zu einem bewussten Leben zum Beginn einer Erfolgsgeschichte werden zu lassen.

Ein Gefühl der Überwältigung

Jedem Anfang wohnt eine wundervolle Magie, eine ganz besondere Motivation und auch eine ganz schöne Dosis Überwältigung inne. In Deinem Kopf ist dieses Bild, wie Dein Leben aussehen sollte – und um Dich herum die Realität, die eine gefühlte Ewigkeit von dieser Zielvorstellung entfernt ist.

Ich habe lange darüber nachgedacht, was mein Rat für Frauen ist, die ganz am Anfang stehen und die ersten Schritte in ein bewusstes Leben wagen sollen. Sollten sie so vorgehen wie ich? Erst Ausmisten, dann um das Innenleben kümmern? Oder lieber erst meditieren und dann das äußere Chaos zähmen?

Der eine Weg zum bewussten Leben

Die ehrliche Antwort ist: ich weiß es nicht. Ich denke, niemand kann das wissen – außer Du selbst. Es gibt – wie so oft im Leben – nicht den einen Weg. Ich teile auf Modern Slow und in meinem Buch Modern Mindful meinen Weg, in der Hoffnung, dass er Dich inspiriert und zum Nachdenken animiert. Aber es ist mein persönlicher Weg und ich erhebe nicht den Anspruch, dass dieser der allgemein gültige Weg ist.

In diesem Beitrag findest Du daher keine Antwort auf die etwas plakative Frage “erst Ausmisten oder erst meditieren?”. Stattdessen findest Du hier meine Schritte und Tipps, um für Dich selbst herauszufinden, wie Deine ganz eigenen ersten Schritte zu einem bewussten Leben aussehen.

Entscheiden, nicht wünschen

Der Startpunkt Deiner Reise sollte genau das sein: eine Entscheidung. Eine Entscheidung, Dein Leben bewusst zu gestalten – nicht nur der Wunsch, ein bewusstes Leben zu führen. Das klingt wie Haarspalterei, aber es ist doch eine so wichtige Unterscheidung. Wünsche sind großartig, sie regen zum Träumen an und geben uns ein wohlig-warmes Gefühl. Aber sie führen nicht zu Veränderung. Veränderung bedeutet Arbeit – und das bedeutet immer auch: Motivation, Disziplin und Anstrengung.

Wenn Du also wirklich ein bewusstes Leben führen möchtest, dann nimm Die Zügel in die Hand. Gestehe Dir selbst eine aktive Rolle zu. Du gestaltest Dein Leben. Wenn Du Dir Deine Entscheidungskompetenz aberkennst, werden Entscheidungen von anderen für Dich getroffen werden – und andere Menschen verfolgen in der Regel andere Ziele als Du. Also starte genau damit: entscheide Dich, dass Du Dein Leben bewusst gestalten wirst. Sieh der Veränderung – der Selbstmotivation, Disziplin und Anstrengung – ins Auge und sage – ganz bewusst – JA!

Reflektion statt Aktionismus

Solltest Du direkt beginnen wollen – mit dem Ausmisten, mit dem Meditieren, mit einem Achtsamkeitstagebuch – tue das, aber schiebe die Selbstreflektion nicht zu lange vor Dir her. Reflektiere über Deinen Wunsch – und Deine Entscheidung – ein bewusstes Leben zu führen und versuche, Dein Warum zu identifizieren. Dein Warum ist genau das – der Wunsch, das Gefühl, das Ziel, das hinter dem bewussten Leben steht. Warum möchtest Du ein bewusstes Leben führen? Dein Warum ist ein unheimlich starker Motivator – und Dein Wissen darüber wird Dir helfen, die Veränderung Stück für Stück Realität werden zu lassen.

Dein Warum zu kennen, hat aber noch einen weiteren Vorteil: es gibt Dir Hinweise darauf, was Du verändern solltest. Wenn Dein Warum ist, dass Du mehr Zeit mit Deiner Familie verbringen möchtest, werden Deine Schritte anders aussehen, als wenn Dein Warum ist, dass Du ein zufriedenerer Mensch sein möchtest. Die Schritte auf diesem Weg sind nicht konträr, aber der Fokus ist nichtsdestotrotz ein anderer – und das bedingt Dein Vorgehen.

Bewusstes Leben heißt…

Wenn Du reflektierst – und das ist bei so einem großen Ziel ein Prozess und nicht eine einmalige Angelegenheit – dann werde konkret, wie Dein bewusstes Leben aussieht. Wohnst Du ländlicher? Wohnst Du in einer kleineren Wohnung als bisher? Reist Du um die Welt? Wie sieht es mit der Arbeit aus? Gibt es bestimmte Dinge oder Tätigkeiten, die Du Dir für Deinen Alltag wünscht? Werde so konkret wie es geht, um Klarheit zu bekommen wie ein bewusstes Leben für Dich aussieht. Du kannst definieren, was ein bewusstes Leben für Dich ganz persönlich umfasst.

Wann immer sich bestimmte Aspekte konkretieren, reflektiere noch einmal kritisch, ob es sich wirklich um Deine persönliche Definition handelt, oder ob Du Dich zu sehr von anderen Leuten inspirieren lassen hast. Inspiration ist etwas wundervolles, aber Inspiration verlangt auch immer von uns, dass wir uns die Frage stellen, was Inspiration und was unser eigener, intrinsischer Wunsch ist. Diese konkreten Aspekte Deines bewussten Lebens geben Dir wertvolle Hinweise darauf, welche Veränderungen Du angehen solltest.

Wie sehen die ersten Schritte für ein bewusstes Leben aus? Wie kannst Du anfangen, ein bewusstes Leben zu gestalten? | modernslow.com

Fang an – ein bewusstes Leben passiert nicht, Du erschaffst es!

Und dann kommt letztendlich der Punkt, an dem Du Deinem eigenen Bauchgefühl vertrauen musst, und einfach startest. Du bist der Experte für Dein Leben. Vertrau Dir selbst und leg los. Triff eine Entscheidung, bei der Du ein gutes Gefühl hast – oder die gut in Dein Leben passt (z.B. ein bereits geplanter Umzug, der das Ausmisten in den Mittelpunkt rückt) – und dann leg los!

Sei achtsam bei jedem Schritt

Während Du Deine Schritte in Richtung bewusstes Leben gehst, sei achtsam, was die Veränderung mit Dir macht. Veränderungen passieren oft in Schüben. Du arbeitest darauf hin und findest Dein Gleichgewicht und dann – weil sich etwas in Deinem Umfeld verändert hat oder weil Du Dich selbst verändert hast – hast Du erneut das Bedürfnis, etwas anzupassen und Dir Dein neues Gleichgewicht zu suchen.

Und ja, Du kannst natürlich mehr als eine Veränderung angehen. Du kannst Ausmisten und Meditieren. Du kannst Deine Wohnung und Dein Innenleben gleichzeitig bewusster gestalten. Beides schließt sich nicht aus. Es passt sogar hervorragend zusammen und verstärkt sich auch gegenseitig. Aber wiederum: sei achtsam. Lass Dich nicht von einem versteckten Perfektionismus überrollen!

Das Leben, das die meisten von uns leben, ist oftmals ein ganzes Stück von einem bewussten Leben entfernt. Stress ist ein ganz normaler Bestandteil des Alltags und Zeit für uns selbst Mangelware. Um solche Gewohnheiten hin zu einem bewussten Leben zu verändern, braucht es Zeit und Energie. Gewähre sie Dir! Wenn Du Dir zu viel auf einmal zugemutet hast, dann fokussiere Dich neu auf einzelne Bereiche – und vertage bestimmte Veränderungen auf später. Vor allem: sei nachsichtig mit Dir selbst. Wichtig ist, dass Du Dich Veränderung bewusst und aktiv vorantreibst. Das Tempo ist Deine Entscheidung.

 

Warum möchtest Du ein bewusstes Leben führen?

Was ist bei Deinem persönlichen Weg gerade der Fokus: Ausmisten und äußere Dinge oder Achtsamkeit und Dein Innenleben?

Hast Du Klarheit über Dein Warum? Und über Deine Zielvorstellung?

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

5 Zeichen, dass Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben brauchst

Weniger Stress, mehr Achtsamkeit. | modernslow.com

Ist Dein tägliches Leben auch das reinste go go go!? Hast Du oft keinerlei Erinnerung, ob Du das Fenster zu Hause wirklich zugemacht hast? Verschüttest Du oft Dein Getränk? Verfällst Du in Aktionismus, wenn sich unerwartet ein Zeitfenster öffnet? Wenn Du bei diesen Fragen innerlich genickt hast, dann ist das ein Beitrag für Dich. Und wenn Du – weil Du gerade multitaskst oder mit den Gedanken woanders bist oder einfach aus Gewohnheit – diesen Artikel nur überfliegst, hier noch einmal in fett gedruckt, damit Du auch in diesen Fällen den Nutzen für Dich erkennen kannst: Dieser Beitrag gibt Dir die Möglichkeit zu reflektieren, ob Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben brauchst – denn höchstwahrscheinlich trifft mindestens eines dieser Zeichen auch auf Dich zu.

Jede freie Minute ist eine Möglichkeit etwas abzuarbeiten

Kennst Du dieses Verhalten? Sobald sich ein Zeitfenster unerwartet öffnet, beginnst Du wie von Sinnen, To Dos abzuarbeiten. Grüne Welle auf der Nachhausefahrt, ein Meeting das unerwartet kürzer dauert, ein Arzttermin, der nicht wie sonst mit langer Wartezeit verbunden ist – all das sind keine Geschenke für Dich. Keine Gelegenheit um einmal durchzuatmen, tief Luft zu holen und die wenigen freien Minuten mit etwas schönem zu füllen. Nein, diese geschenkte Zeit ist die Gelegenheit endlich die Oberhand über Deine To Do Liste zu bekommen. Diese geschenkte Zeit muss möglichst effizient genutzt werden.

Du verwendest Zeit auf irrelevante Entscheidungen

Tagtäglich sind wir mit einer Vielzahl an Entscheidungen konfrontiert. Einige davon haben weitreichende Auswirkungen, einige wenige bestimmen unser Leben für lange Zeit. Aber die meisten Entscheidungen sind ziemlich unbedeutend. Und doch verschwenden wir oft kostbare Zeit auf diese unbedeutenden Entscheidungen.

Sich bewusst gegen das überanalysieren von irrelevanten Entscheidungen zu entscheiden, bringt eine unheimliche Freiheit mit sich. Ein – etwas unsaisonales, aber nicht weniger treffendes – Beispiel: als wir letztes Jahr unseren Weihnachtsbaum gekauft haben, haben wir uns zwischen zwei Bäumen innerhalb von 30 Sekunden entschieden. Kein Witz, keine Übertreibung.  Der oder der? Der. Ok, erledigt. Der Grund: der Baum ist für uns sekundär – jeder Baum sieht gut aus, wenn wir ihn zuvor als Familie gemeinsam geschmückt haben. Was uns wichtig ist, sind die Rituale rund um Weihnachten, die gemeinsame Zeit, das Vorbereiten, das Baumschmücken, das gemeinsame Essen.

Du stellst zu hohe Erwartungen an Dich

Das Essen ist selbst gemacht und selbstverständlich gibt es jeden Tag ein anderes Gericht, die Wohnung ist immer aufgeräumt, frisch gestaubsaugt, und saisonal dekoriert. Du bist gestylt als wärst Du gerade aus einem Magazin gesprungen – effortlessly chic – und auch selbstverständlich bist Du on top of everything. Das klingt übertrieben, wenn man es so liest, nicht wahr? Aber sei ehrlich: wie oft hast Du solche, oder ähnliche Ansprüche schon an Dich gestellt? Häufiger als Dir lieb ist, häufiger als Dir gut tut. Der härteste Antreiber und der stärkste Kritiker lebt in uns selbst.

5 Zeichen, warum Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben brauchst. | modernslow.com

Du bist ständig am Multitasken

Auch ein Zeichen, dass Du unter Strom stehst und das meiste aus Deiner Zeit herausholen möchtest: Du erliegst dem Bann des Multitasken. Ach, Multitasken klingt einfach so toll. Wie gern würde ich noch mehr in meiner Zeit schaffen. Nur, Multitasken funktioniert einfach nicht – zumindest nicht so wie wir es gerne hätten. Ja, wir können zwei Tätigkeiten parallel ausführen, aber wir brauchen länger und machen mehr Fehler. Klingt doch nicht mehr so toll oder?

Deine Gedanken geben nie Ruhe

Egal was wir tun: die Gedanken rasen. Wenn wir morgens das Frühstück zubereiten, planen wir schon im Kopf unseren Tag und die To Dos. Wenn wir abends im Bett liegen, springen die Gedanken wild zwischen den Ereignissen des Tages und den das darf ich morgen auf gar keinen Fall vergessen – Gedanken hin und her. Wir sehen das oft als eine Art badge of honor – wir sind produktiv, wichtig, busy eben. So habe ich das auch gesehen. Nur, es macht uns krank auf lange Sicht. Wir fühlen uns ausgelaugt und sind nie richtig präsent. Stößt Du auch ständig gegen irgendwelche Dinge? Verschüttest Dein Getränk oder hast keine Erinnerung daran, was Du vor einer Minute getan hast? All das sind Zeichen, dass Du vollkommen in Deinen Gedanken, und nicht in der Gegenwart präsent warst.

Warum mehr Achtsamkeit die Antwort ist

Achtsamkeit entschleunigt, Achtsamkeit gibt Dir die Möglichkeit zu reflektieren, Achtsamkeit lässt Dich zur Ruhe kommen. Dieses Gefühl, Du müsstest aus jeder Sekunde noch etwas herausholen, mehr planen, mehr leisten, ist letztlich eine Einladung für Stress- und Schuldgefühle.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Du mit Achtsamkeit gegen diese Verhaltensmuster angehen kannst. Du kannst meditieren, Du kannst über Dich nachdenken, Du kannst versuchen, Deine Angewohnheiten zu hinterfragen. Achtsamer zu leben bedeutet Dein Leben von grund auf zu verändern.

Möchtest Du Unterstützung dabei, Achtsamkeit in Dein Leben zu integrieren?

Achtsamkeit ist nicht etwas, was Du einfach von einem Tag auf den anderen umsetzt. Es ist ein Weg und entscheidend ist, dass Du jeden Tag, Schritt für Schritt, ein bisschen Achtsamkeit in Dein Leben holst. Mein Buch Modern Mindful zeigt Dir meinen persönlichen Weg zu mehr Achtsamkeit – denn vor weniger als einem Jahr hatte ich alle diese Gewohnheiten. Wenn Du jetzt, noch heute, etwas verändern möchtest, kannst Du direkt meinen einwöchigen, kostenlosen Onlinekurs Schluss mit Stress absolvieren. Hier gehts zur Anmeldung…

Schluss mit Stress ist ein kostenloser Onlinekurs von Modern Slow. Du lernst Deine Stressmuster zu erkennen und achtsamer zu leben - für mehr Zufriedenheit in Deinem Leben. | modernslow.com

Welche dieser Zeichen treffen auf Dich zu?

Welche Angewohnheit könntest Du am leichtesten ändern? Welche würde Dir besonders schwer fallen?

 Mir fiel es tatsächlich leichter das Multitasking abzustellen – hatte ich nicht erwartet – als dieses Gefühl, jede Sekunde nutzen zu müssen, sei es mit To Dos abarbeiten oder in meinem Kopf planen und überlegen und analysieren.

Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest

Modern Mindful - Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest. | modernslow.com

Hallo meine Lieben, die lange Osterpause ist vorbei und der Moment, auf den ich die letzten mehr als fünf Monate hingearbeitet habe ist da: heute stelle ich Euch mein Buch Modern Mindful vor. In den letzten Monaten habe ich unheimlich viel Zeit, Energie und Liebe in dieses Herzensprojekt gesteckt und ich bin so unendlich dankbar, dass ich Euch nun das Ergebnis vorstellen kann: Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest.

Wieso eigentlich ein Buch?

Wer nicht Teil der Modern Slow Community ist (dort gab es bereits vorab mehrere Einblicke in das Buch und meinen Weg dorthin) oder mir auf Instagram folgt, ist wahrscheinlich ein bisschen überrascht. Wieso gibt es ein Buch? Warum ein Buch über Achtsamkeit, Glück und Zufriedenheit?

Auf diese Frage gibt es eine kurze und eine lange Antwort. Die kurze Antwort ist die: Weil Achtsamkeit mein Leben so fundamental verändert hat, dass ich dieses Wissen, meinen Weg und meine Methode mir Dir teilen möchte.

Weil ich den tiefen Wunsch und die Hoffnung, habe, dass Dir dieses Buch helfen kann, egal wo Du gerade in Deinem Leben stehst.

Die lange Antwort beginnt vor knapp einem Jahr. Zu dieser Zeit war ich ziemlich gestresst, sehr gestresst, und ganz schön ausgelaugt. Viel von dem Stress kam von meinem vollen, durchgetakteten Alltag – Vollzeitjob, Kind, Haushalt, damals noch meiner ersten Webseite A Hearty Matter und zugleich die Idee für Modern Slow, die ich umsetzen wollte, Sport, Freunde, Familie, … das volle Programm eben. Aber mindestens genauso viel Stress kam von mir, von meinen hohen Ansprüchen an mich selbst. Zusammen war das eine ziemlich toxische Mischung. Stress war in meinem Alltag vorprogrammiert – und mir schon länger gut bekannt. Über die Jahre hatte ich gelernt damit umzugehen – dachte ich zumindest. Bis ich vor knapp einem Jahr an einem Tiefpunkt realisiert habe, dass ich etwas ändern muss. Dass ich mein Leben wirklich ändern muss, wenn ich nicht will, dass sich kleine, alltägliche Planänderungen regelmäßig anfühlen wie eine mittlere Katastrophe.

Kleine, große Schritte zu Achtsamkeit und Glück

Nachdem ich diesen Entschluss gefasst hatte, hat sich natürlich mein Leben nicht über Nacht geändert. Aber Stück für Stück habe ich Achtsamkeit mehr in mein Leben gelassen und Stück für Stück hat diese Lebensweise meinen Alltag, mein gesamtes Leben verändert. Komplett und umfassend verändert.

Modern Mindful - Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest | modernslow.com

Dabei habe ich äußerlich betrachtet rein gar nichts verändert: gleicher Job, gleiches Vollzeitpensum. Ein Kind, dessen Betreuungsstunden ich nicht erhöht habe. Mann, Freunde, Familie, Haushalt, Modern Slow, Sport. All das ist gleich geblieben. Nicht einmal eine Haushaltshilfe habe ich eingestellt.

Alles, was ich verändert habe ist in mir.

Alles, was ich verändert habe, lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Achtsamkeit.

Seit ein paar Monaten kombiniere ich nun auch Achtsamkeit, Dankbarkeit und Schreiben, indem ich jeden Tag, morgens und abends, ein paar Fragen für mich beantworte.

Das Ergebnis überwältigt mich noch immer.

Seit ich damit begonnen habe, bin ich gelassener und glücklicher. Deutlich gelassener und glücklicher. Diese Fragen haben meinen Alltag in einem Ausmaß bereichert, das ich nicht für möglich gehalten hätte.

Ich bin so begeistert, von dem was ich gelernt habe, von dieser so umfassenden Veränderung, dass ich mein Wissen und meine Tagebuchfragen mit Dir teilen möchte. Ich möchte Dir helfen, Achtsamkeit nachhaltig in Dein Leben zu integrieren, damit Du Dich weniger gestresst und dafür glücklicher fühlst.

Das Konzept von Modern Mindful

Modern Mindful ist das Ergebnis meiner Suche nach einem Weg, mein Leben bewusster zu gestalten, ohne dabei mein ganzes Leben über den Haufen zu werfen. Genau das ist die Philosophie hinter Modern Slow – es ist meine Philosophie: ich bin der Meinung, dass Du die Lösung für ein achtsames Leben nicht auf einer einsamen Berghütte findest, sondern in Dir selbst – da, wo Du gerade bist.

Ich hoffe, dass Dich Modern Mindful dabei unterstützen wird, ein achtsames Leben zu gestalten – egal, wo Du gerade bist. Egal, ob Du Dich bereits mit Achtsamkeit auseinandergesetzt hast. Egal, ob Du nur etwas von den Ärgernissen des Alltags genervt bist, oder wirklich unter dem Stress in Deinem Leben leidest. Achtsamkeit kann Dir helfen, damit umzugehen, und mehr Glück und Zufriedenheit zu finden.

Modern Mindful enthält ein Achtsamkeitstagebuch für 100 Tage. | modernslow.com

Aber ganz klar: Achtsamkeit ist keine schnelle Lösung.

Ich halte nichts von Methoden (oder Gesichtscremes), die grandiose Ergebnisse über Nacht versprechen. Genauso wenig möchte ich mit Modern Mindful suggerieren, dass Du nur das Buch kaufen musst, es liest und dann ist alles Friede Freude Eierkuchen.

Modern Mindful will Dich unterstützen, etwas zu verändern – aber Du musst selbst aktiv werden. Daher gibt es Modern Mindful ausschließlich als Hardcopy Buch. Modern Mindful ist Dein täglicher Begleiter, der Dir hilft, Deinen Alltag, Tag für Tag, Stück für Stück, achtsamer zu gestalten.

Modern Mindful enthält die wesentlichen Konzepte, die mir geholfen haben, es enthält meine persönlichen Erfahrungen, Übungen und ein Tagebuch für 100 Tage. Modern Mindful ist Wissens- und Inspirationsquelle, Arbeits- und Tagebuch in einem. Ich möchte Dich ermutigen, nicht nur das Buch, sondern auch einen Stift in die Hand zu nehmen und dabei tatsächlich ins Handeln, ins Verändern, zu kommen.

Ein Blick in Modern Mindful

Modern Mindful hat insgesamt 280 Seiten und besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil stelle ich Dir das Konzept der Achtsamkeit vor, zeige Dir warum Achtsamkeit so entscheidend für Deine Zufriedenheit ist und wie Du Achtsamkeit in Dein Leben nachhaltig integrieren kannst. In diesem Teil warten 11 Übungen auf Dich, die Dir helfen, Deine Gedanken und Dein Handeln zu hinterfragen, um zu verstehen, wie Dein Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit aussehen kann.

Selbstreflektion ist ein wesentlicher Bestandteil von Modern Mindful. Je mehr Du Dich selbst verstehst, desto mehr kannst Du an Dir und Deinem Leben arbeiten. Das Ziel ist dabei wortwörtlich Selbstverständnis – entwickle Verständnis für Dich und Deine Gedanken. Höre hin, nimm Deine Gedanken an und versuche negative Gedankenschleifen Stück für Stück aufzulösen. Das ist ein ganzes Stück Arbeit, aber es ist all die Mühen wert.

 

Inhalt von Modern Mindful | modernslow.com

 

Der zweite Teil von Modern Mindful ist ein Achtsamkeitstagebuch für 100 Tage, das Dir hilft Dein Leben Tag für Tag, Stück für Stück, achtsamer zu gestalten. Das Tagebuch enthält ein paar Fragen für morgens und abends und unterstützt Dich so, Dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit zu nehmen – um zu reflektieren, um Dich Dir selbst zuzuwenden, um dankbar zu sein. Es sind genau die Fragen, die ich seit Monaten selbst täglich für mich beantworte.

Wenn ich jetzt daran denke, wie ich mich vor knapp einem Jahr gefühlt habe, dann fühlt sich dieses Leben Lichtjahre entfernt an. Nicht weil es so lange her ist – was ist schon ein Jahr – sondern weil ich mich nicht anders fühlen könnte. Wenn ich eine derartige Veränderung in meinem Leben erreichen kann, dann kannst Du das auch!

Wenn Du Dir eine solch umfassende Veränderung wünschst, dann gibt es einen Weg.

Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest  ist verfügbar bei

Kaufe jetzt Modern Mindful und mache den nächsten Schritt zu einem achtsameren Leben

uvm.

Alles Liebe

Katharina

Tagebuch schreiben oder Journaling – wie Dich Schreiben glücklicher macht

Tagebuch schreiben verbessert Dein Leben. | modernslow.com

Ich möchte, dass die Inhalte von Modern Slow Dir dabei helfen, Dein Leben bewusster zu gestalten und zufriedener zu sein. Dass Du hier nicht nur Inspiration findest, sondern auch das Handwerkszeug, dass Du benötigst, um diese Ideen in Dein Leben zu integrieren. Oft sind die Beiträge daher in Form von Tipps und Strategien aufgebaut. Der heutige Beitrag ist anders. Nicht in seinem Ziel. Ganz und gar nicht. Auch in diesem Beitrag möchte ich Dir eine Methode vorstellen, die mein Leben unendlich bereichert. Aber dieser Beitrag ist dennoch anders. Er ist persönlicher und weniger strategiegetrieben. Weil es zu dem Thema passt. Und weil viele von uns mentale Blockaden und Gedankenmuster haben, die uns den Zugang zu diesem Thema versperren oder zumindest erschweren. Der heutige Beitrag stellt Dir ein unheimlich mächtiges Hilfmittel vor – das Tagebuch schreiben – und zeigt Dir, wie ich nach vielen vielen Jahren endlich einen Zugang dazu gefunden habe, der mir guttut.

Tagebuch schreiben, Journaling, oder einfach schreiben

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich, wenn ich vor einem guten halben Jahr den Titel gelesen hätte, den Artikel weggeklickt. Schön, dass Du noch da bist. 🙂 Der Grund dafür ist, dass ich bis vor kurzem eine Assoziation mit Tagebuch schreiben in meinem Kopf hatte, die alles andere als positiv war. Die meisten von uns haben es schon mal versucht, aber viele haben es wieder aufgegeben. Wenn das auch auf Dich zutrifft, lass Dich nicht von dem Begriff abschrecken: Tagebuch schreiben, Journaling, oder einfach schreiben – wichtig ist nicht, wie Du es nennst, sondern dass Du es tust – denn schreiben hat eine unheimliche Kraft.

Die Kraft des Schreibens

Forschung aus dem Feld der positiven Psychologie legt nahe, dass Schreiben sich positiv auf unser Wohlbefinden auswirkt. Du hast das sicherlich schon einmal an Dir selbst beobachtet. Wenn Du Dich geärgert hast und eine wütende Email verfasst hast, um Dich bei dem Verursacher zu beschweren und Deinem Ärger Luft zu machen, ist die ganze Situation deutlich entspannter, nachdem Du die Email geschrieben hast. Nicht nachdem Du sie abgeschickt hast, sondern bereits nachdem Du sie geschrieben hast, geht es Dir schon deutlich besser.

Tagebuch schreiben, journaling, einfach schreiben - egal wie Du es nennst: Schreiben fördert Dein Wohlbefinden. | modernslow.com

Erwartungshaltung und Gedankenmuster

Obwohl ich schon als Kind eine große Faszination für Bücher und das Schreiben hatte, habe ich nie ein Tagebuch geschrieben. Na gut, für ein, zwei Wochen hier und da. Aber nichts was der Rede wert ist. Nichts, was einer Routine nahekommt. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob die Bücher noch existieren. Ich habe die starke Vermutung, dass ich sie weggeworfen habe, als ich mein Kinderzimmer ausgemistet habe und von zuhause ausgezogen sind. Wenn dem so ist, nicht weiter schlimm. Denn eben weil das Tagebuchschreiben nie eine wichtige Routine für mich war, habe ich auch keine emotionale Bindung an wenigen Versuche, die ich in meiner Kindheit gewagt habe.

Dabei hatte ich immer die Idee, wie schön es wäre Tagbuch zu schreiben. Ein schönes Tagebuch. Eines, dass man selbst Jahre später liest. Eines, dass die Kinder oder Enkel mal lesen werden. Eines, dass vielleicht eines Tages so interessant ist, dass es auch andere Menschen lesen werden.

Ganz schön schwere Gedanken und ganz schön hohe Anforderungen an einen Teenager, der sich gerade mit den üblichen Problemen dieser Zeit herumschlägt (wieso mag mich XYZ nicht?, was wohl die anderen über mich denken?, bin ich gut genug? und all diese schönen, zerstörerischen Gedanken, die einem in seiner Jugend durch den Kopf geistern).

Was schade ist, denn genau diese absurde Erwartungshaltung und diese negativen Gedankenmuster haben letztlich dazu geführt, dass ich zu dieser traurigen Schlussfolgerung gekommen bin: ich bin dafür einfach nicht gemacht. Zum Tagebuchschreiben. Zum Schreiben generell. Schließlich schreibt doch jeder, der das später mehr oder weniger Ernst betreibt schon seit frühester Kindheit. Jeder Schreiberling, ob Schriftsteller oder Journalist, wird doch nicht müde zu erwähnen, wie viel er schon während seiner Kindheit und Jugend geschrieben hat. Tagebuch, Gedichte, vielleicht sogar einen Roman. Also lieber gar nicht schreiben!

Sag nein zu dem inneren Zensor

Nach Jahren ohne nenneswerte Schreibpraxis, hat das Schreiben inzwischen einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben. By design. Denn ich habe über die Jahre verstanden, dass Schreiben eben doch für mich wichtig ist. Nun schreibe ich für Modern Slow, Schreiben hat auch eine wichtige Rolle in meinem day job, und ich schreibe inzwischen auch in einem Tagebuch. Schreiben ist nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken und das möchte ich auch gar nicht.

Der Schlüssel zum Schreiben, den ich in meinem Job und auf Modern Slow gelernt habe – und der insbesondere für das Tagebuchschreiben essentiell ist, ist dabei so einfach: Schreib was Du denkst – ohne gleich zu redigieren. Natürlich, geschriebenes das veröffentlicht werden soll, muss irgendwann überarbeitet werden. Aber das ist der zweite Schritt. Und für Dein Tagebuch gilt das umso mehr: die Gedanken sollen raus auf dem Kopf und auf das Papier. Keine Angst vor dem – vermeitlichen – Versagen.

Tagebuch schreiben - journaling - oder einfach nur schreiben: egal ist, wie Du es nennst. Wichtig - für Dein Wohlbefinden - ist, dass Du es tust. | modernslow.com

Einfacher Einstieg: Stream of Consciousness

Für mich der einfachste Einstieg zum Tagebuch-Schreiben ist das Stream of Consciousness-Schreiben, d.h. Du schreibst einfach was Du denkst. Diese Methode ist leicht umzusetzen, da Du nicht von vornherein in die Rolle des Bewerters (“was war heute erwähnenswert”) kommst, sondern einfach das zu Papier bringst, was Dich gerade in dem Moment bewegt. Das sind manchmal triviale Dinge. Das ist vollkommen egal: das Ziel ist bring das zu Papier, was gerade in Deinem Kopf ist. Danach fühlst Du Dich aufgeräumter und ruhiger.

Das ist auch die Methode, die Julia Cameron in The Artist’s Way als Morgenseiten empfiehlt: morgens, bevor Du etwas anders tust, 3 Seiten handschriftlich als stream of consciousness schreiben. Für den Einstieg mag das vielleicht zu umfangreich sein . Vielleicht möchtest Du auch lieber als Tagesabschluss schreiben. Ich persönlich schreibe auch keine 3 Seiten, wenn ich als stream of consciousness schreibe. Wenn Dich das Konzept interessiert, findest Du hier auf Julia Cameron’s Homepage mehr Infos und hier bei Sunray von The Organized Cardigan einen Erfahrungsbericht.

Schreiben ist ehrlich

Inzwischen habe ich auch meinen Frieden mit den Tagebuch-Versuchen als Kind geschlossen. Das, was mich damals abgehalten hat, einfach zu schreiben, das, was mir ein unangenehmes Gefühl gegeben hat, nachdem ich etwas geschrieben hatte, war die Ehrlichkeit und die Authentizität, die damit einher geht, seine Gedanken auf Papier zu bannen. Dinge zu Papier zu bringen, vor allem wenn es sich um die eigenen Gefühle handelt, ist ehrlich, ungeschönt, und manchmal ein bisschen brutal (Sabine von A Hungry Mind hat sich hierzu unheimlich bewegende Gedanken gemacht). Aber gerade aus diesem Grund ist es eine wundervolle und starke Methode, mit der Du Dein Leben bewusster und achtsamer gestalten kannst.

Schreibst Du Tagebuch oder hast als Kind Tagebuch geschrieben?

Wie fühlst Du Dich dabei Dinge auf Papier festzuhalten?

 

 

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

Wie ich Stress verbannt habe {Stress-Strategie 5: Dankbarkeit}

Nachhaltig Stress abbauen und aus seinem Leben verbannen ist gar nicht so schwer. | modernslow.com

Zeit offline zu verbringen, To Dos zu streichen, Stressgefühle gar nicht erst aufkommen zu lassen, all das ist unheimlich wichtig für mein heutiges Leben. Aber das war nicht immer so. Immer mehr, mehr, mehr war für mich lange Zeit auch bei Projekten, To Dos und der täglichen Planung mein Credo. In dieser Beitragsreihe erfährst Du wie ich mein Leben nachhaltig entschleunigt habe und es geschafft habe, Stress aus meinem Leben zu verbannen. In diesem Beitrag stelle ich Dir meine fünfte Stress-Strategie vor: Dankbarkeit.

Stress-Strategie 5: Dankbarkeit

Wir kennen bestimmt alle diese Situation: wir empfinden negative Situationen und Emotionen als weniger schlimm, wenn wir positive Gefühle haben. Mehr noch: es fördert unser gesamtes Wohlbefinden, wenn wir mehr positive als negative Emotionen erleben. Auch wenn wir die negativen Emotionen bis zu einem gewissen Grad beeinflussen können – indem wir uns nicht über kleine belanglose Dinge ärgern, indem wir uns nicht mehr mit Menschen umgeben, die uns nicht guttun – den größten Hebel haben wir selbst auf die positiven Gefühle. Dankbarkeit ist ein wundervolles Mittel um genau dieses mehr an positiven Emotionen zu erreichen.

Dankbarkeit. | modernslow.com

Wenn wir dankbar sind, können wir die Anzahl an positiven Gefühlen erhöhen und diese positiven Gefühle sogar intensivieren, wenn wir uns später an bestimmte Erlebnisse oder Situationen zurückerinnern.

Wie kannst Du Dankbarkeit in Deinen Alltag integrieren?

Sei präsent

Genießen und dankbar sein setzt voraus, dass Du all die positiven Dinge, die Dir widerfahren, die um Dich herum passieren, auch tatsächlich wahr nimmst. Oft sind wir in Gedanken, grübeln über die Vergangenheit oder planen die Zukunft, ohne wirklich wahrzunehmen was im jetzt passiert. Je mehr Du versuchst, achtsam durch Deinen Tag zu gehen, desto mehr wirst Du positive Dinge wahrnehmen können.

Dankbar zu sein und Dankbarkeit zu zeigen hat unheimlich viel für mein Wohlbefinden getan. | modernslow.com

Dankbarkeit zeigen

Nicht nur, dass wir oft gar nicht im gegenwärtigen Moment leben. Oft sind wir in unserem Kopf so fokussiert auf uns, unsere Bedürfnisse, unsere Wünsche, unsere To Dos, dass wir all die Menschen um uns herum nicht wirklich wahrnehmen und dabei all das, was uns an positiven Dingen widerfährt als selbstverständlich annehmen. Die Unterstützung der Kollegin, die nette Geste der anderen Kita-Mutter, den Beitrag unseres Partners – dass andere Menschen für uns Mühen auf sich nehmen, nehmen wir oft gar nicht wahr. Sei achtsam dafür, was andere für Dich tun und zeige ehrliche Dankbarkeit dafür. Damit schaffst Du nicht nur positive Emotionen für Dich, sondern auch für die anderen Menschen.

 

Counting my blessings

Gerade in Stress-Situationen, wenn ich mit Dingen konfrontiert werde, die mir vollkommen gegen den Strich laufen, aber auch vollkommen außer meiner Kontrolle liegen (z.B. eine S-Bahn-Vollsperrung, wenn ich meinen Sohn aus der Kita holen will), hilft es mir, in meinem Kopf eine Liste zu führen, für Dinge die ich dankbar bin. Damit kann ich meine rasenden Gedanken beruhigen und meinen Blick auf das Wesentliche lenken. Gerade wenn der Alltag durcheinander gewirbelt wird, hilft diese Methode, sich bewusst zu machen, was zählt – und was einfach eine Übung unserer Geduld ist. Im Fall der S-Bahn-Vollsperrung kam ich über eine halbe Stunde zu spät zur Kita. Mein Sohn hatte es nicht einmal gemerkt, dass er später als sonst geholt wurde. Das Essen stand trotzdem schnell auf dem Tisch – Leftovers sei dank (das war auch eines der Dinge für die ich dankbar war, als ich in der Kälte auf einen Zug gewartet habe :)). Im Endeffekt: alles kein Problem. Und die Dankbarkeitsliste hat mir geholfen, die Ruhe zu bewahren.

 

Reflexion

Ruhepausen oder der Abend bieten sich an, um den Tag positiv Revue passieren zu lassen. Egal ob in Gedanken oder auf Papier, positive Momente zu reflektieren und dankbar dafür zu sein, macht Dich zufriedener und glücklicher. Ich persönliche praktiziere meine Dankbarkeitsroutine am Abend schriftlich in Tagebuchform (und zwar diesem), da ich so die positiven Effekte einer Abendroutine, des Tagebuchschreibens und der Dankbarkeitspraxis kombinieren kann.

 

Welche Rolle spielt Dankbarkeit für Dein Leben?

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

Wie ich Stress verbannt habe {Stress-Strategie 4: Abschalten}

Nachhaltig Stress abbauen und aus seinem Leben verbannen ist gar nicht so schwer. | modernslow.com

Zeit offline zu verbringen, To Dos zu streichen, Stressgefühle gar nicht erst aufkommen zu lassen, all das ist unheimlich wichtig für mein heutiges Leben. Aber das war nicht immer so. Immer mehr, mehr, mehr war für mich lange Zeit auch bei Projekten, To Dos und der täglichen Planung mein Credo. In dieser Beitragsreihe erfährst Du wie ich mein Leben nachhaltig entschleunigt habe und es geschafft habe, Stress aus meinem Leben zu verbannen. In diesem Beitrag stelle ich Dir meine vierte Stress-Strategie vor: achtsam und bewusst Abschalten.

Stress-Strategie 4: Bewusst Abschalten

Unser Alltag ist oft ganz schön voll und laut. Unser Gehirn läuft die meiste Zeit auf Hochtouren und all unsere Sinne sind gefordert. An vielen Tagen ertappe ich mich, dass mein Gehirn sich anfühlt wie ein Browserfenster mit 15 Tabs gleichzeitig offen. Ab und an mag das ok sein – unser Gehirn hat schließlich eine enorme Rechenleistung – aber als Dauerzustand ist das anstrengend und führt vor allem zu einem: Stress.

Gerade mit hohen Ansprüchen kommt das Gefühl ständig etwas tun zu müssen. Dabei ist das weder gesund noch gut für unsere Produktivität. Stattdessen sollten wir uns und unserem Gehirn auch mal eine Pause gönnen.

Nichts tun

Wann hast Du das letzte Mal nichts getan? Wirklich nichts? Einfach nur den Gedanken nachhängen. Den Moment ganz bewusst wahrnehmen. Ich muss gestehen, nichts – wirklich nichts – zu tun, finde ich unsagbar schwer. Da ist zum einen die To Do Liste. Auch wenn ich sie guten Gewissens zusammenkürze, so fühlt es sich dennoch komisch an, eine Aufgabe zu streichen, um stattdessen nichts zu tun. Das schlechte Gewissen, ja es meldet sich, sobald ich nichts tue. Um dem zuvor zu kommen, verfolge ich zwei Strategien.

Eine Möglichkeit, die ich nutze, ist die Mini-Auszeit. Ich nehme mir ganz bewusst Zeit während ich eine Tasse Kaffee oder Tee trinke nichts zu tun. Einfach nur sein. Manchmal konzentriere ich mich ganz bewusst auf das Trinken, manchmal bin ich einfach nur im Moment. Ein kurzer Moment Leere und Stille. Kein Smartphone, kein Laptop, kein Planer, kein Multitasking. Nur sein.

Die zweite Möglichkeit ist bewusst eine entspannende Tätigkeit in die Auszeit zu legen. Denn wenn ich dabei etwas tue, fällt es mir viel leichter auch mehr Zeit für Entspannung und Ruhe einzuplanen.

Nimm Dir Zeit für Dich selbst: Bewusst abschalten und entspannend sind essentiell, wenn Du Stress unter Kontrolle bekommen möchtest. | modernslow.com

Calm your mind

Der wichtigste Schritt um tatsächlich Ruhe zu erreichen, ist es die ständig rasenden Gedanken zu beruhigen und das Gedankenkarusell zu entschleunigen. Yoga und Meditation sind für mich die wichtigsten Helfer, um das zu erreichen. Ich starte jeden Morgen mit einer sanften Yogaeinheit. Die Ruhe meiner Morgenroutine hilft mir bewusst und sanft in den Tag zu starten. An besonders vollen und anstrengenden Tagen nehme ich mir auch Abends Zeit für eine entspannende Yogaroutine.

An manchen Tagen fällt es mir schwer, die Gedanken zu beruhigen. Alle paar Sekunden versuche ich dann mich wieder auf meinen Atem zu konzentrieren. Anfangs war das frustierend. Aber inzwischen weiß ich: genau das hilft. Selbst wenn mir eine Meditation einmal schwerfällt – und ja, diese Tage gibt es öfter als ich es möchte – dann ist das wundervolle Ergebnis dennoch das: mehr Ruhe in meinem Kopf.

Zeit offline verbringen

Seien wir ehrlich: ständig im Internet und auf sozialen Medien zu sein, ist nicht nur zeitintensiv, sondern auch mental anstrengend. Ich bin dankbar für das, was das Internet ermöglicht und es freut mich unheimlich, wie viele tolle Leute ich so kennenlernen konnte. Aber ständig Zeit online zu verbringen, trägt auch ganz schön zu unserer inneren Unruhe und dem Gedankenkarusell bei. Bewusst abschalten und Zeit offline verbringen bringt Ruhe in unseren Alltag und unseren Kopf. Wann immer ich Zeit bewusst offline verbracht habe, fühle ich mich präsenter, fokussierter, und weniger gestresst.

Hast Du Lust Deine Onlinezeit zu überdenken und diese Zeit bewusster zu gestalten?

Dann habe ich genau das richtige für Dich:

Digital Detox - der kostenlose, einwöchige Emailkurs von Modern Slow. Verbringe Zeit bewusst online und offline. | modernslow.com

Pause machen

Eine Pause im Alltag kann viele Facetten haben: ein Bad nehmen, ein gutes Buch lesen, einen Spaziergang machen, oder eine Sendung anschauen. Ja, viele Minimalisten trennen sich vom Fernseher. Ich kann es verstehen, 99% dessen was kommt (zu einer Zeit zu der ich wach bin – das Abend- und Nachtprogramm von arte und 3sat wäre ja durchaus manchmal ganz interessant), ist Käse und Zeitverschwendung. Aber mal eine Dokumentation auf Netflix zusammen mit meinem Mann anschauen? Wieso nicht? Ich nehme mir bewusst Zeit, ab und zu für begrenzte Zeit passiv zu konsumieren. Kein Binge-watching von Sendungen, die ich sowieso dämlich finde. Aber eine Sendung, die mich interessiert, zu Unterhaltungszwecken? Warum nicht? Ja, es wäre so viel distinguierter, wenn ich stattdessen ein Buch lesen würde. Wenn ich stattdessen philosophische Gespräche führt. Es wäre so viel kreativer, wenn ich in dieser Zeit etwas schreiben würde. Es wäre so viel perfekter. Und es wäre  ist vollkommener Schwachsinn, es nur deshalb nicht zu tun.

 

Wie integrierst Du Pausen in Deinen Alltag?

Welche Rolle spielt Dein Smartphone? Verbringst Du Deine Pause oft online?

Wie hältst Du es mit dem Fernsehen?

 

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

Wie Achtsamkeit mein Leben verändert hat

Achtsamkeit hat umfassende Auswirkungen auf mein Leben. | modernslow.com

Gerade wenn man anfängt sich damit zu beschäftigen, ist Achtsamkeit ein schwer greifbares Konzept. Was muss ich tun um achtsam zu sein? Und woran merke ich es, dass ich mein Leben achtsam und bewusst lebe? In diesem Beitrag werde ich ein ganzes Stück persönlicher und teile mit Dir fünf Veränderungen, die ich an mir bemerkt habe, seit ich mein Leben achtsamer und bewusster gestalte.

Ich bin entspannter

Wenn ich jetzt an die Zeit vor ein paar Jahren denke, dann bin ich erstaunt und verwundert (und ein bisschen beschämt) wie oft ich mich im Laufe eines Tages über Kleinigkeiten und Nichtigkeiten geärgert habe. Achtsam zu leben hat mir ermöglicht sowohl präsenter zu sein, als auch das große Ganze im Blick zu haben. Und da spielen die kleinen Ärgernisse des Alltags einfach keine Rolle. So bin ich ruhiger, fokussierter und insgesamt entspannter. Ich kann natürlich nur begrenzt aus der Sicht von anderen sprechen, aber ich persönlich halte es so besser mit mir selbst aus…

Ich bin anderen gegenüber nachsichtiger

Achtsamkeit bedeutet in sich hineinzuhorchen. Und was man da manchmal hört, ist nicht immer schön. Diese Gedanken zu akzeptieren, nicht zu werten, und wieder ziehen zu lassen, macht mich nachsichtiger mir selbst gegenüber. Was mich ein wenig überrascht hat, ist dass ich auch anderen Menschen gegenüber nachsichtiger bin. Damit meine ich nicht, dass ich mutwillig destruktives oder böshaltiges Verhalten toleriere. Vielmehr meine ich, dass ich das Schimpfen der Frau in der U-Bahn über den vollen Zug, die kurz angebundene Art der anderen Mutter in der Kita, und auch die angesäuerte Laune meines Mannes nach einem langen, stressigen Arbeitstag nicht persönlich nehme. People have their own problems. Meistens sind andere schlicht mit ihren eigenen Herausforderungen beschäftigt und da ist meine Befindlichkeit nicht ihre höchste Priorität – und auch nichts was sie willentlich verletzen.

Ich nehme mein Leben intensiver wahr

Achtsamkeit hat mir die Augen geöffnet mehr im Moment zu leben. Ich habe mich schon während der Schulzeit und während des Studiums über kleine Dinge gefreut. Die Farbe des Himmels, eine kleine Blume mitten auf der Straße, der Vogel, der einfach nicht wegfliegt, sondern mich neugierig betrachtet. Aber früher fand ich das ein bisschen lächerlich. Kaum ist mir ein Lächeln über die Lippen gehuscht, habe ich es schon unterdrückt. Schwachsinn, Esokram, und sowieso keine Zeit für so etwas. Nun weiß ich es besser. Natürlich habe ich Zeit für so etwas. Genauso wie ich Zeit habe, das Buch mit meinem Sohn zu lesen ohne ständig auf mein Smartphone zu schauen.

Achtsamkeit hat mein Leben nachhaltig verändert. | modernslow.com

Ich bin aktiver

Im Moment einfach nur sein, bewusst in sich hineinhören, all das hatte noch einen Nebeneffekt: ich bin mir mehr darüber bewusst geworden, welche Rolle ich in meinem Leben spiele. Das klingt zunächst komisch, denn natürlich spiele ich eine Rolle für mein Leben. Aber wie oft denken wir, dass uns Dinge widerfahren? Dass uns etwas passiert. Wie oft verweisen wir uns in die Beobachterrolle? Das mag bei mir verstärkt sein, dadurch, dass ich ein introvertierter Mensch bin und von Natur aus gerne beobachte. Achtsam und bewusst leben hat mir aber eines ganz deutlich gemacht: ich kann Dinge ändern. Ich kann mein Leben, meine Einstellung, meine Wahrnehmung ändern. Und noch vielmehr, ich kann mein Glück und meine Zufriedenheit beeinflussen.

Ich erlaube mir zu träumen

Das Bewusstsein, dass es an mir liegt, wie ich mit Situationen und Umständen umgehe, gibt mir auch ein Gefühl von Kontrolle. Dieses Gefühl, oder vielmehr noch das Gefühl von in-sich-ruhen, schafft Platz für Träume und Zukunftsvisionen. Und die Erfüllung dieser Träume erscheint nicht mehr wie ein reines Geschenk der Glücksfee, sondern wie etwas auf das ich hinarbeiten kann.

 

Hast Du Dein Leben entschleunigt und versuchst achtsamer zu leben?

Welche Veränderungen hast Du an Dir beobachtet?

 

 

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

Vier Buchtipps für ein bewusstes Leben

Meine vier Buchtipps für ein bewussteres Leben. | modernslow.com

Ich bin ein Bücherwurm – war ich schon immer. Wenn mich ein Thema interessiert, dann führt der erste Schritt häufig zu einem Bücherregal – wenn auch inzwischen virtuell, da ich Bücher fast ausschließlich als Hörbuch während meiner morgendlichen und abendlichen S-Bahn-Fahrt oder bei der Hausarbeit konsumiere. So auch als ich anfing mich für ein einfacheres und bewussteres Leben zu interessieren. In diesem Beitrag stelle ich Dir meine top Buchtipps vor. Vier Bücher, die ich für ein bewusstes Leben für absolut lesenswert erachte. Es sind Bücher, deren große und kleine Aussagen so interessant und für mein Leben anwendbar waren – und auch gut geschrieben waren – dass ich sie alle bereits ein zweites (oder drittes) Mal gelesen habe, um noch mehr daraus mitzunehmen und die Kernbotschaften nachhaltig in mein Leben zu integrieren. Die Reihenfolge der Buchtipps ist übrigens willkürlich und keine ab- oder aufsteigende Wertung.

Better than before – Gretchen Rubin

Den Großteil unseres Alltags verbringen wir auf Autopilot. Das ist gut – grundsätzlich – denn ständig Entscheidungen treffen zu müssen ist verdammt anstrengend (und daher auch ein Grund warum ich versuche, die Anzahl an Entscheidungen, z.B. vor dem Kleiderschrank, zu reduzieren. Aber was, wenn wir routiniert Entscheidungen treffen, die wir – wenn wir in Ruhe überlegen – gar nicht treffen wollen? Ja, natürlich wollen wir regelmäßig Sport machen! Aber heute, heute ist es einfach ganz schlecht. Natürlich wissen wir, dass der allabendliche Schokoladensnack nicht das beste für uns ist. Aber damit hören wir erst morgen auf, ganz bestimmt.

Gretchen Rubins Buch setzt sich ausführlich damit auseinander, wie wir ticken und wie wir unseren Autopilot verändern können, so dass Sport tatsächlich zu einer Gewohnheit wird und wir die Gewohnheit, die ganze Tafel Schokolade zu essen, endlich ablegen können. In dem Buch befasst sich Gretchen Rubin mit einer Vielzahl an Strategien, damit wann diese Strategien funktionieren, und welche Fallstricke wir vermeiden sollten. Das Buch ist vollgepackt mit wertvollen Tipps, die Dir helfen Dein Leben bewusster zu gestalten. Obwohl ich es schon zweimal gelesen habe, werde ich es bestimmt bald noch einmal lesen, um noch mehr ihrer Tipps daraus mitzunehmen. Übrigens, Sunray von The Organized Cardigan hat zu dem Buch auch eine ausführliche Review geschrieben und die findest Du hier.

The life-changing magic of tidying up – Marie Kondo

Dieses Buch habe ich inzwischen zweimal gelesen und hatte Zeit die darin enthaltenen Konzepte und Tipps eingehend zu testen. Auch wenn sich das Buch auf den ersten Blick eher mit Themen wie Ordnung halten und Aufräumen beschäftigt, so geht es in der Essenz doch um ein ziemlich rigoroses Ausmisten. Das Buch macht Mut, dass man mit weitaus weniger Dingen leben kann, als man bisher um sich gehortet hat.

Das Kriterium “does it spark joy” finde ich dabei ein sehr gut geeignetes – auch wenn ich der Meinung bin, dass sich die Bedeutung dieser Frage über die Zeit hinweg verändert und daher auch die Antworten anders ausfallen werden. Für mich hängt Minimalismus eben nicht an einer bestimmten Zahl an Dingen. Minimalismus hat für mich auch nicht das Ziel nur noch so wenig Dinge wie möglich zu besitzen. Vielmehr ist das Ziel: nur noch die wesentlichen Dinge – die Dinge, die mir etwas bedeuten, die einen Mehrwert zu meinem Leben beitragen. In diese Philosophie passt Marie Kondos Buch meiner Ansicht nach sehr gut. Mehr zu Marie Kondos Tipps findest Du in meinem Erfahrungsbericht.

Meine vier Buchtipps für ein bewusstes und achtsames Leben. | modernslow.com

168 Hours – Laura Vanderkam

Vor kurzem habe ich das Buch nochmals gelesen und einige der Ideen dieses Buches haben absolut das Potential Dein Denken und Handeln grundlegend zu verändern. Die Kernaussage: die Woche hat 168 Stunden und wenn wir unsere Zeit in diesem Intervall betrachten ist das eigentlich ganz schön viel Zeit. Wie kommt es also, dass wir das Gefühl haben, zu viel zu Arbeiten, zu wenig zu schlafen, zu wenig Zeit mit unseren Kindern zu verbringen und so gar keine Zeit für uns selbst haben? In 168 Hours ermutigt Laura Vanderkam darüber nachzudenken, womit wir unsere wöchentlichen 168 Stunden füllen und bewusster mit unserer Zeit umzugehen.

Anders als der Titel vermuten lässt, handelt es sich nicht um ein Zeitmanagement-Buch im klassischen Sinne. Vielmehr argumentiert Laura Vanderkam vor allem eins: wir können zufriedener sein, wenn wir bewusster mit unseren wöchtentlichen 168 Stunden umgehen. Viele ihrer Aussagen erinnern mich sehr stark an die Ideen, die hinter der Suche nach den eigenen Werten stehen. Dinge, die Dir wichtig sind – egal, ob Arbeit, Kinder, oder Deine Gesundheit – sollten einen gewichtigen Platz in deinem wöchtenlichen Stundenkontingent einnehmen. Wenn Du weißt was Du willst, kannst Du Dein Leben in die Hand nehmen und Deinen Alltag dementsprechend gestalten.

 

Big Magic – Elizabeth Gilbert

Ich habe schon mehrmals auf Instagram die Ode an Big Magic gesungen, und ich werde nicht müde. Das Buch ist einfach fantastisch! Die Kernaussage: Du bist kreativ und kannst ein kreatives Leben führen. Und nein, Kreativität bedeutet nicht, dass Du Dein ganzes Leben über den Haufen werfen musst, um in einer Künstlerkolonie zu leben. Das Buch ist voller kleiner und großer Tipps, wie Du mehr Kreativität in Dein Leben lässt, aber auch über Kreativität hinaus, wie Du Dein Leben lebst, um Dich zufriedener zu fühlen.

Welche Bücher hatten auf Dich und Dein Leben einen großen Effekt?

Welche Bücher hast Du mehrmals gelesen?

Ich freue mich über alle Buchtipps für weiteren Lesestoff!

 

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.