Das Geheimnis von Kathrin's Yoga Routine

DAS GEHEIMNIS MEINER YOGA-ROUTINE: KATHRIN {SERIE}

Wir alle kennen es, live happens. Der Alltag überrollt uns – und der Plan ein bisschen zu meditieren oder eine Runde Yoga zu machen, ist hinfällig. Das trifft noch viel mehr zu, wenn sich die Yoga-Sequenz wie ein weiteres To Do anfühlt. Egal ob Anfängerin oder erfahrene Yogi, wenn Deine Yoga-Routine nicht Deinen aktuellen Bedürfnissen entspricht, wird es Dir schwerfallen, sie umzusetzen. Wir alle kennen diese Zeiten, in denen der Alltag so voll erscheint, dass unmöglich Zeit für uns und unsere Bedürfnisse ist. In denen wir das Gefühl haben, weder die Zeit noch die Energie zu haben, die Matte auszurollen und etwas für uns selbst zu tun. Dabei ist es unerlässlich für unsere Zufriedenheit, unsere Stress-Resistenz und unsere Produktivität, dass wir in uns selbst investieren.

Genau darüber habe ich vor einiger Zeit geschrieben: wie ich meine Yoga-Routine gestalte, so dass ich sie nicht ausfallen lasse. Jetzt ist daraus eine Serie entstanden.

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine ist eine Serie, in der ganz unterschiedliche, echte Frauen erzählen, wie sie Yoga – und ein paar Minuten für sich – in ihren Alltag integrieren.

Der Wunsch hinter dieser Serie: Dich zu inspirieren, damit Du Deine ganz persönliche Antwort, darauf finden kannst, was Deine Yoga-Routine ausmacht und wie sie ein fester Bestandteil Deines Alltags wird.

 

Heute teilt die liebe Kathrin von MOMazing ihre Routine mit uns. Kathrin ist Journalistin und Lehrerin für Prä- und Postnatalyoga und hat zwei Kinder. Sie ist also ein wahrer Yoga-Profi und kennt andererseits zu gut, die Hektik und Herausforderunen eines Alltags mit Kindern.

Und so findest Du auch ein paar wirkliche Goldstücke in diesem Interview, von einem liebevollen Mantra für gestresste Mamas und Frauen, hin zu dem was alles Yogapraxis sein kann.

 

Viel Freude bei diesem Interview. 

 Das Geheimnis von Kathrin's Yoga Routine

Das Geheimnis von Kathrins Yoga-Routine

Seit wann praktizierst Du Yoga?

Seit über zwölf Jahren. Ich war damals als emsige Journalistenschülerin auf der Suche nach Ausgleich zum schnellen Leben als Nachwuchsreporterin. Als ich das erste Mal schüchtern auf einer Yogamatte saß, fühlte ich mich bei aller Fremdheit tief berührt und angekommen. Mantren, Meditation, Pranayama und Asanas wie den Pflug oder die Heuschrecke fand ich einerseits merkwürdig, andererseits faszinierend, so dass ich mich darauf einließ und immer mehr über die Theorie und Praxis lernen wollte. Ich erinnere mich bis heute daran, wie energiegeladen und mit weit geöffnetem Herzen ich nach den Stunden mit dem Fahrrad nach Hause geradelt bin.

Meinen ersten Kopfstand machte ich dann im Sommer beim Yoga auf einem Steg an der Alster. Dieser Perspektiven-Wechsel ist ein gutes Bild für das, was in mir geschah. Mein ganzer Blick aufs Leben hat sich geändert und ich lernte von meinen ersten Lehrern, dass Frieden in der Welt mit Frieden in uns selbst anfängt. Vielen Dank dafür Sita und Ram!

 

 Das Geheimnis von Kathrin's Yoga Routine

Welche Rolle spielt Yoga in Deinem Alltag?

Eine tragende. Ich glaube, wenn man sich einmal auf den Yogaweg begibt, kann man gar nicht anders, als alles zu Yoga werden zu lassen oder sich zumindest zu fragen, wie man auch alltägliche Handlungen mit einer „yogischen“ Haltung ausführen kann. Mir gelingt das nicht immer, aber ich versuche es.

Was ich interessant finde: Mein Yoga hat sich mit mir verändert und mich auch schon durch einige Krisen getragen. Ich glaube zum Beispiel, dass ich ohne Yoga gar nicht in der Lage gewesen wäre, mich für die Liebe mir selbst gegenüber, aber auch meinem Mann gegenüber zu öffnen. Wir lernten uns 2011 kennen, als ich mein Teacher Training bei Power Yoga Germany machte und er wusste so von Anfang an, dass mir meine Yogamatte heilig ist.

Wie oft praktizierst Du?

Jeden Tag auf die ein oder andere Weise.

Bevor mein Sohn 2013 zur Welt kam, stand ich mehrmals in der Woche nach der Arbeit beim Power oder Bikram Yoga auf der Matte. Außerdem übte ich nahezu jeden Morgen mit einer Jivamukti Yoga-DVD für  „Busy People“. Jetzt, wo ich es hier erzähle, muss ich darüber schmunzeln. Als Mama von mittlerweile zwei Kindern übe ich immer noch jeden Tag, vor allem Bhakti Yoga, das Yoga der Hingabe und nach „guten“ Nächten in denen ich durchgehend Schlaf bekomme, sehr gerne früh morgens.

Keine „Class for busy People“, sondern eine an mich und meine Bedürfnisse angepasste Praxis.

 

Wie sieht Deine tägliche Yoga-Routine aus?

Wenn es gut läuft, klingelt um fünf Uhr mein Wecker und ich schleiche mich in unser Wohnzimmer, um eine Kerze anzuzünden und zu meditieren. So kann ich mich perfekt mit mir selbst verbinden und einen Fokus für den Tag setzen. Danach wecke ich meinen Körper mit Asanas auf, die sich gerade richtig anfühlen. Wenn es dann immer noch still ist, lese ich ein paar Seiten in einem Buch und trinke eine Tasse Tee. Diese Ruhe nehme ich dann mit in den Tag und sie strahlt auf die ganze Familie ab. Ganz oft werden meine Pläne aber durchkreuzt – durch meinen Sohn, der sich bei der Meditation verschlafen und noch etwas mürrisch auf meinen Schoß setzt und hier und jetzt frühstücken möchte oder durch meine Tochter, die hellwach im Schlafsack in ihrem Bettchen steht und mir erwartungsvoll ihre Arme entgegenstreckt. Da sind Kreativität, Flexibilität und Humor gefragt. Ich bin als Mutter generell ein Fan von kleinen Pausen geworden und versuche zum Beispiel in der Mittagsschlafenszeit Yoga Nidra oder Viparita Karani an der Wand zu üben.

Außerdem versuche ich einen achtsamen Abschluss des Tages mit restorativen Posen, einer Tasse Tee und einer Mini-Dankbarkeits-Meditation zu finden.

 

Was ist das Geheimnis Deiner Yoga-Routine?

Mein Geheimnis beruht auf einer Erfahrung, die jeder Yogi kennt, nämlich der Gewissheit, dass es einem nach dem Yoga immer besser geht als vorher.

Außerdem versuche ich mir auf der Matte und im Leben Leichtigkeit und Freude zu bewahren und mich selbst nicht fertig zu machen, wenn es Tage gibt, an denen die Yogamatte zusammengerollt bleibt. Als Mamas sind wir in Sachen Liebe und Hingabe sowieso 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag im Einsatz…

 

Hast du einen Tipp für Mamas, die sich gestresst fühlen?

Ich glaube, dass es essentiell ist, sich als Mutter selbstverantwortlich seinen Raum für Wohlbefinden zu kreieren. Eine Yogapraxis mit Kindern ist herausfordernd, aber auch bereichernd und lässt uns noch mal eine ganz andere Dimension von Yoga erfahren. Und die wichtigste Asana lässt sich ohnehin jederzeit und überall üben: Ein Lächeln – für dich, deinen Partner, dein Kind und alle anderen Lebewesen. Ein Satz von Yogalehrerin Patricia Thielemann geht mir in diesem Zusammenhang nicht aus dem Kopf:

„Lass den Moment zur Ewigkeit werden“.

Jenseits dieser inneren Haltung hilft mir Online-Yoga sehr gut, am Ball zu bleiben und neue Stile und Lehrer zu entdecken.

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Du schreibst einen Blog, der Yoga und Mamasein verbindet. Warum?

Weil Yoga mir ermöglicht, Zufriedenheit zu kultivieren, in Balance zu bleiben und positiv durchs Leben zu gehen. All das möchte ich gerne mit anderen Müttern teilen – glücklicherweise gibt es sehr viele von uns „Yogamamas“. Außerdem ermöglicht mir das Bloggen meine Leidenschaften und Berufswelten zu vereinen. Auf MOMazing kann ich meine Erfahrungen als Journalistin, Mama und Lehrerin für Prä- und Postnatal Yoga einfließen lassen. Das macht mich sehr glücklich!

 

Hast du eine Art Mama-Mantra?

Ich bin genug.

 

   Das Geheimnis von Kathrin's Yoga Routine

 

Mehr zu Kathrin und wo Du sie finden kannst:

Kathrin Mechkat, Mama eines Sohns (4) und einer Tochter (2), Wahl-Hamburgerin, Journalistin, Lehrerin für Prä- und Postnatalyoga, Gründerin von MOMazing – Das Mama Yoga Love Mag.

Hier findest Du Kathrin auf Facebook, Instagram und Pinterest.

 

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine

DAS GEHEIMNIS MEINER YOGA-ROUTINE: EVA {SERIE}

Wir alle kennen es, live happens. Der Alltag überrollt uns – und der Plan ein bisschen zu meditieren oder eine Runde Yoga zu machen, ist hinfällig. Das trifft noch viel mehr zu, wenn sich die Yoga-Sequenz wie ein weiteres To Do anfühlt. Egal ob Anfängerin oder erfahrene Yogi, wenn Deine Yoga-Routine nicht Deinen aktuellen Bedürfnissen entspricht, wird es Dir schwerfallen, sie umzusetzen. Genau darüber habe ich vor gut einem Monat geschrieben: wie ich meine Yoga-Routine gestalte, so dass ich sie nicht ausfallen lasse. Und genau dieser Frage nähern wir uns nun aus unterschiedlichen Richtungen an.

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine wird eine Serie, in der Du die Antworten darauf von ganz unterschiedlichen Frauen finden kannst.

Wir alle kennen diese Zeiten, in denen der Alltag so voll erscheint, dass unmöglich Zeit für uns und unsere Bedürfnisse ist. In denen wir das Gefühl haben, weder die Zeit noch die Energie zu haben, die Matte auszurollen und etwas für uns selbst zu tun. Dabei ist es unerlässlich für unsere Zufriedenheit, unsere Stress-Resistenz und unsere Produktivität, dass wir in uns selbst investieren.

Mein Wunsch hinter dieser Serie ist also das: Dich zu inspirieren, damit Du Deine ganz persönliche Antwort, darauf finden kannst, was Deine Yoga-Routine ausmacht und wie sie ein fester Bestandteil Deines Alltags wird.

 

Den Start macht heute die liebe Eva von Flow&Glow. Eva ist Yoga-Lehrerin und hat zwei Kinder, sie ist also einerseits prädestiniert Yoga in ihren Alltag zu integrieren und kennt andererseits zu gut, die Hektik des Alltags mit Kindern. Und so findest Du auch ein paar wirkliche Goldstück in diesem Interview, von der Bedeutung der Morgenroutine, hin zu Flexibilität und Gelassenheit. Viel Freude bei diesem Interview.

 

Das Geheimnis von Evas Yoga-Routine

Seit wann praktizierst Du Yoga?

Ich habe mich schon als Kind für Yoga interessiert, auch wenn ich anfangs gar nicht so genau wusste, was Yoga überhaupt ist. Alles über Yoga und Geschichten von Yogis haben mich fasziniert. Da ich unaufhörlich von Yoga redete, habe ich dann (viel später) zu meinem 16. Geburtstag ein Yogabuch von einem Schulfreund geschenkt bekommen.

Dieses Geschenk hat mich endlich vom Reden ins Tun gebracht.

Ich habe immer wieder Kurse besucht und irgendwann bin ich dann dabei geblieben und ganz in die Yogawelt eingetaucht.

 

Welche Rolle spielt Yoga in Deinem Alltag?

Dadurch, dass ich Yogalehrerin bin, ist Yoga natürlich ein großer Teil meines Lebens. Doch auch über das Unterrichten hinaus ist Yoga eine Lebenseinstellung für mich. Ich unterrichte an drei Tagen die Woche und wenn ich Workshops gebe, noch häufiger. Das hilft mir natürlich, mich immer wieder mit dem Yoga Spirit zu verbinden und auch meine eigene Praxis weiter wachsen zu lassen.

Wie oft praktizierst du und wie sieht Deine tägliche Yoga-Routine aus?

Yoga ist viel mehr als die körperlichen Stellungen, die wir allgemein als ‚Yoga’ bezeichnen. Yoga ist eine Lebenseinstellung, ein Weg und die körperliche Praxis ist nur ein Teil davon. Doch diese Yoga-Einstellung kann ich über meine körperliche Praxis, über Meditation und das Lesen von spiritueller Literatur nähren. Und dies mache ich täglich. Besonders wichtig ist mir dabei meine morgendliche Praxis. Ich beginne jeden Morgen nach dem Aufwachen damit, meinen Geist dabei zu beobachten, wie die ersten Gedanken einströmen. Das ist wunderschön und verrät ganz viel darüber, wo auf meinem Weg ich mich gerade befinde. Dann setze ich mir eine positive Affirmation für den Tag, mache Atemübungen und meditiere. Das mache ich jeden Morgen, egal wie voll gepackt mein Tag ist. Wenn noch etwas Zeit ist, dann kommen die Asanas dran. Ansonsten mache ich das auch gerne, wenn die Kinder auf dem Weg in die Schule sind. Vor dem Zubettgehen übe ich noch zwei bis drei Yin-Übungen. Manchmal auch eine ganze Sequenz. Und ich habe in letzter Zeit wieder damit begonnen abends eine Metta-Meditation zu machen. Danach kann ich prima einschlafen.

 

Der Alltag überrollt uns und die Yoga-Routine fällt aus. Wie kannst Du es schaffen, Deine Yoga-Routine zu einem festen Bestandteil zu machen? #gewohnheitenändern #yoga | modernslow.com

 Was ist das Geheimnis Deiner Yoga-Routine?

Für mich liegt das Geheimnis darin, dass ich zwar festgelegte Zeiten habe, aber auch flexibel bin. Was ich oben beschrieben habe, klappt natürlich nicht immer, denn ich habe zwei Kinder und bin berufstätig.

Deshalb habe ich mir angewöhnt, das was mir am wichtigsten ist, gleich morgens nach dem Aufstehen zu machen. So kann ich mit einem guten Gefühl in den Tag starten und muss nicht immer daran denken, dass ich noch irgendwo Zeit für meine Yogapraxis finden muss. Auch mein Tag verläuft ganz anders, wenn ich morgens schon mit meinen Atemübungen und Meditation gestartet habe. Das ist mir so wichtig, dass ich es auch wirklich jeden Tag schaffe.

Ansonsten denke ich, sind Gelassenheit und Flexibilität ganz wichtig. Ich finde es nicht schlimm, wenn es mal nicht so klappt, wie geplant. Und auch eine Routine darf sich verändern und mit den jeweiligen Lebensumständen mitwachsen. Als meine Kinder noch kleiner waren, sah meine Routine ganz anders aus. Ich finde, alles darf so passieren, wie es kommt und wie es zu den aktuellen Gegebenheiten passt. Nichts sollte zu Druck oder Stress führen.

 

Was empfiehlst Du Yoga-Einsteigern? 

Nicht zu viel Ehrgeiz und nicht zu viel wollen. Es hört sich super an zu lesen, wie lange jemand schon Yoga übt und auch wie oft. Das klingt manchmal unerreichbar. Doch jeder hat nur 24 Stunden am Tag und das sind immer Idealfälle, die da geschildert werden.

Was zählt ist die Präsenz auf der Matte, das Hier und Jetzt.

Nimm dir lieber weniger vor, gehe kleine, aber dafür regelmäßige Schritte. Wenn du keine 20 Minuten Meditation täglich schaffst, dann mache nur 5 oder 10. Wenn du keine Zeit für eine 90-minütige Yogasequenz hast, dann übe nur den Sonnengruß oder mache ein paar Übungen, die dir gut tun. Nimm dir nicht zu viel vor, lasse los und genieße spielerisch deine Praxis, so wie sie zu dir und deinen Lebensumständen passt.

 

Mehr Tipps für Yoga-Anfänger und noch viel mehr über Yoga, Meditation und übers Glücklichsein findest du auf meiner Website Flow&Glow.

 

Vielen lieben Dank dir, liebe Katharina, für die schönen Fragen. Es hat mir viel Spaß gemacht sie zu beantworten.

Und es würde mich natürlich auch interessieren, wer hier von der Modernslow-Community regelmäßig Yoga praktiziert und was euch dabei wichtig ist.

Namasté und alles Liebe,

eure Eva

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine

DAS GEHEIMNIS MEINER YOGA-ROUTINE

Wie mit jeder Routine gibt es auch beim Yoga Phasen, in denen sich die Routine wie eine Aufgabe auf der täglichen To Do-Liste anfühlt und Phasen, in denen uns die Routine gar nicht wie Routine vorkommt. Seit ich Yoga vor über einem Jahr in meinen täglichen Tagesablauf integriert habe, hat auch meine Yoga-Routine solche Phasen durchlaufen. Doch selbst wenn ich die Routine mal schleifen lies, so habe ich sie doch immer wieder aufgenommen. Meine Yoga-Routine tut mir gut und inzwischen habe ich auch verstanden, wie ich vermeiden kann, dass sich meine Yoga-Routine wie ein To Do anfühlt. Und genau das erfährst Du in diesem Beitrag.

 

Routine ist nicht gleich Routine

Ja, Menschen sind Gewohnheitstiere. Um eine Routine zu etablieren, musst Du sie oft genug durchführen und wiederholen, um sie zu einer Gewohnheit werden zu lassen. All das ist richtig. All das ist wichtig, wenn Du Deine Gewohnheiten ändern willst. Nur was Du tust, ist genauso wichtig. Wenn Deine Routine nicht zu Dir, Deinen Bedürfnissen und Deinem Leben passt, wird Dir die Ausübung der Routine immer schwer fallen.

Egal ob Yoga oder ein anderer Sport. Wir verwenden Zeit und Energie darauf, uns die Gewohnheit anzutrainieren – uns zu disziplieren, die Gewohnheit aufzubauen und beizubehalten. Wir verwenden ebenso Zeit und Energie darauf Gründe zu identifizieren, warum wir die Gewohnheit haben sollten (Ausgeglichenheit, Stressabbau, bessere Figur, weniger Gewicht, …). Was wir tun und wie wir es tun ist oft dagegen weniger der Fokus.

 

 

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine

Ich dachte zum Beispiel lange Zeit, dass meine Yoga-Praxis unbedingt Power Flows umfassen sollte. Ja, sollte bedeutet meistens, dass etwas nicht stimmt. Und genau das war auch der Fall. So schön auch in der Theorie, in der Praxis machen mir Power Flows einfach keinen Spass, was vor allem an den Zeiten liegt, zu denen ich Yoga praktiziere: frühmorgens direkt nach dem Aufwachen und abends vor dem Schlafen.

 

Immer wenn ich denke, ich sollte eine anspruchsvolle, schweißtreibende Routine machen, habe ich besonders große Lust die Yoga-Routine sein zu lassen. Der Zyniker mag geneigt sein zu denken, das liegt an meiner Faulheit. Ich bin zu einem anderen Ergebnis gekommen. Die Wahrheit über meine Yoga-Praxis ist nämlich die: Yoga fühlt sich gut und richtig an, wenn es zwei Dinge für mich tut. 1. meinen Bürostuhl-verkrümmten Körper lockern und dehnen und 2. meine immer aktiven Gedanken beruhigen.

 

Ja, Du hast es erahnt. Power-Vinyasa trifft nicht so ganz diese Bedürfnisse. Yin Yoga dagegen schon. Genauso wie sanfte Flows, die den Fokus auf bewusste Dehnung und Ruhe legen. Wenn ich Lust habe auch ein paar Inversions, aber sonst nichts besonderes.

 

 

 

Du vor allem anderen

 

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine ist also das: ich bin mir über meine Bedürfnisse bewusst und akzeptiere sie. Mein Alltag ist voll genug und Yoga soll mir helfen zu entspannen, zu entschleunigen, mich zu erden. Wenn meine Routine das widerspiegelt, freue ich mich darauf – und erreiche genau das, was ich mir davon erhoffe.

Eine Routine zu etablieren oder beizubehalten, die nicht Deinen (wahren) Bedürfnissen entspricht ist dagegen unheimlich schwer. Es wird immer diesen inneren Kampf geben, diese Diskussion, in der Du Dich davon überzeugen willst, eine Routine durchzuführen, auf die Du keine Lust hast. Ein innerer Kampf, dank dem Du Dich nach einiger Zeit wie ein willenloser Verlierer fühlst, der aber auch gar keine Veränderung auf die Reihe kriegt.

Wenn Du auch immer mal wieder mit Deinen Gewohnheiten haderst: wie wäre es mit einer anderen Strategie? Wie wäre es, wenn Du Dir Deine Bedürfnisse bewusst machst, und die Routine danach gestaltest?

 

 

Wie sieht Deine Yoga-Routine aus?

 

Modern Mindful - Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest. | modernslow.com

Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest

Hallo meine Lieben, die lange Osterpause ist vorbei und der Moment, auf den ich die letzten mehr als fünf Monate hingearbeitet habe ist da: heute stelle ich Euch mein Buch Modern Mindful vor. In den letzten Monaten habe ich unheimlich viel Zeit, Energie und Liebe in dieses Herzensprojekt gesteckt und ich bin so unendlich dankbar, dass ich Euch nun das Ergebnis vorstellen kann: Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest.

 

Wieso eigentlich ein Buch?

Wer nicht Teil der Modern Slow Community ist (dort gab es bereits vorab mehrere Einblicke in das Buch und meinen Weg dorthin) oder mir auf Instagram folgt, ist wahrscheinlich ein bisschen überrascht. Wieso gibt es ein Buch? Warum ein Buch über Achtsamkeit, Glück und Zufriedenheit?

Auf diese Frage gibt es eine kurze und eine lange Antwort. Die kurze Antwort ist die: Weil Achtsamkeit mein Leben so fundamental verändert hat, dass ich dieses Wissen, meinen Weg und meine Methode mir Dir teilen möchte.

Weil ich den tiefen Wunsch und die Hoffnung, habe, dass Dir dieses Buch helfen kann, egal wo Du gerade in Deinem Leben stehst.

Die lange Antwort beginnt vor knapp einem Jahr. Zu dieser Zeit war ich ziemlich gestresst, sehr gestresst, und ganz schön ausgelaugt. Viel von dem Stress kam von meinem vollen, durchgetakteten Alltag – Vollzeitjob, Kind, Haushalt, damals noch meiner ersten Webseite A Hearty Matter und zugleich die Idee für Modern Slow, die ich umsetzen wollte, Sport, Freunde, Familie, … das volle Programm eben. Aber mindestens genauso viel Stress kam von mir, von meinen hohen Ansprüchen an mich selbst. Zusammen war das eine ziemlich toxische Mischung. Stress war in meinem Alltag vorprogrammiert – und mir schon länger gut bekannt. Über die Jahre hatte ich gelernt damit umzugehen – dachte ich zumindest. Bis ich vor knapp einem Jahr an einem Tiefpunkt realisiert habe, dass ich etwas ändern muss. Dass ich mein Leben wirklich ändern muss, wenn ich nicht will, dass sich kleine, alltägliche Planänderungen regelmäßig anfühlen wie eine mittlere Katastrophe.

 

Modern Mindful - Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest | modernslow.com

Kleine, große Schritte zu Achtsamkeit und Glück

Nachdem ich diesen Entschluss gefasst hatte, hat sich natürlich mein Leben nicht über Nacht geändert. Aber Stück für Stück habe ich Achtsamkeit mehr in mein Leben gelassen und Stück für Stück hat diese Lebensweise meinen Alltag, mein gesamtes Leben verändert. Komplett und umfassend verändert.

Dabei habe ich äußerlich betrachtet rein gar nichts verändert: gleicher Job, gleiches Vollzeitpensum. Ein Kind, dessen Betreuungsstunden ich nicht erhöht habe. Mann, Freunde, Familie, Haushalt, Modern Slow, Sport. All das ist gleich geblieben. Nicht einmal eine Haushaltshilfe habe ich eingestellt.

Alles, was ich verändert habe ist in mir.

Alles, was ich verändert habe, lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Achtsamkeit.

 

Seit ein paar Monaten kombiniere ich nun auch Achtsamkeit, Dankbarkeit und Schreiben, indem ich jeden Tag, morgens und abends, ein paar Fragen für mich beantworte.

Das Ergebnis überwältigt mich noch immer.

Seit ich damit begonnen habe, bin ich gelassener und glücklicher. Deutlich gelassener und glücklicher. Diese Fragen haben meinen Alltag in einem Ausmaß bereichert, das ich nicht für möglich gehalten hätte.

Ich bin so begeistert, von dem was ich gelernt habe, von dieser so umfassenden Veränderung, dass ich mein Wissen und meine Tagebuchfragen mit Dir teilen möchte. Ich möchte Dir helfen, Achtsamkeit nachhaltig in Dein Leben zu integrieren, damit Du Dich weniger gestresst und dafür glücklicher fühlst.

 

Das Konzept von Modern Mindful

Modern Mindful ist das Ergebnis meiner Suche nach einem Weg, mein Leben bewusster zu gestalten, ohne dabei mein ganzes Leben über den Haufen zu werfen. Genau das ist die Philosophie hinter Modern Slow – es ist meine Philosophie: ich bin der Meinung, dass Du die Lösung für ein achtsames Leben nicht auf einer einsamen Berghütte findest, sondern in Dir selbst – da, wo Du gerade bist.

Ich hoffe, dass Dich Modern Mindful dabei unterstützen wird, ein achtsames Leben zu gestalten – egal, wo Du gerade bist. Egal, ob Du Dich bereits mit Achtsamkeit auseinandergesetzt hast. Egal, ob Du nur etwas von den Ärgernissen des Alltags genervt bist, oder wirklich unter dem Stress in Deinem Leben leidest. Achtsamkeit kann Dir helfen, damit umzugehen, und mehr Glück und Zufriedenheit zu finden.

Aber ganz klar: Achtsamkeit ist keine schnelle Lösung.

Ich halte nichts von Methoden (oder Gesichtscremes), die grandiose Ergebnisse über Nacht versprechen. Genauso wenig möchte ich mit Modern Mindful suggerieren, dass Du nur das Buch kaufen musst, es liest und dann ist alles Friede Freude Eierkuchen.

 

Modern Mindful will Dich unterstützen, etwas zu verändern – aber Du musst selbst aktiv werden. Daher gibt es Modern Mindful ausschließlich als Hardcopy Buch. Modern Mindful ist Dein täglicher Begleiter, der Dir hilft, Deinen Alltag, Tag für Tag, Stück für Stück, achtsamer zu gestalten.

 

Modern Mindful enthält die wesentlichen Konzepte, die mir geholfen haben, es enthält meine persönlichen Erfahrungen, Übungen und ein Tagebuch für 100 Tage. Modern Mindful ist Wissens- und Inspirationsquelle, Arbeits- und Tagebuch in einem. Ich möchte Dich ermutigen, nicht nur das Buch, sondern auch einen Stift in die Hand zu nehmen und dabei tatsächlich ins Handeln, ins Verändern, zu kommen.

Modern Mindful enthält ein Achtsamkeitstagebuch für 100 Tage. | modernslow.com

Ein Blick in Modern Mindful

Modern Mindful hat insgesamt 280 Seiten und besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil stelle ich Dir das Konzept der Achtsamkeit vor, zeige Dir warum Achtsamkeit so entscheidend für Deine Zufriedenheit ist und wie Du Achtsamkeit in Dein Leben nachhaltig integrieren kannst. In diesem Teil warten 11 Übungen auf Dich, die Dir helfen, Deine Gedanken und Dein Handeln zu hinterfragen, um zu verstehen, wie Dein Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit aussehen kann.

Inhalt von Modern Mindful | modernslow.com

Selbstreflektion ist ein wesentlicher Bestandteil von Modern Mindful. Je mehr Du Dich selbst verstehst, desto mehr kannst Du an Dir und Deinem Leben arbeiten. Das Ziel ist dabei wortwörtlich Selbstverständnis – entwickle Verständnis für Dich und Deine Gedanken. Höre hin, nimm Deine Gedanken an und versuche negative Gedankenschleifen Stück für Stück aufzulösen. Das ist ein ganzes Stück Arbeit, aber es ist all die Mühen wert.

 

Der zweite Teil von Modern Mindful ist ein Achtsamkeitstagebuch für 100 Tage, das Dir hilft Dein Leben Tag für Tag, Stück für Stück, achtsamer zu gestalten. Das Tagebuch enthält ein paar Fragen für morgens und abends und unterstützt Dich so, Dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit zu nehmen – um zu reflektieren, um Dich Dir selbst zuzuwenden, um dankbar zu sein. Es sind genau die Fragen, die ich seit Monaten selbst täglich für mich beantworte.

Wenn ich jetzt daran denke, wie ich mich vor knapp einem Jahr gefühlt habe, dann fühlt sich dieses Leben Lichtjahre entfernt an. Nicht weil es so lange her ist – was ist schon ein Jahr – sondern weil ich mich nicht anders fühlen könnte. Wenn ich eine derartige Veränderung in meinem Leben erreichen kann, dann kannst Du das auch!

Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest ist jetzt verfügbar im Buchhandel.

Hier findest Du weitere Informationen, Erfahrungsberichte, usw.

Alles Liebe

Katharina

Eine Abendroutine hilft mit dem Tag abzuschließen. | modernslow.com

Warum Du (und ich!) eine Abendroutine haben sollten

Eine Morgenroutine zu etablieren, hat meinen Alltag unheimlich entspannt – und gleichzeitig meine Produktivität und Konzentration enorm gesteigert. Es gibt viele Gründe, die nahelegen, den Tag auch mit einer Abendroutine zu beenden. In diesem Beitrag stelle ich Dir diese Gründe für eine Abendroutine vor. Du erfährst auch, warum es mir bisher schwer fiel eine Abendroutine einzuhalten und mit welchen Strategien ich arbeite um nachhaltig eine Abendroutine einzuführen.

Gründe für eine Abendroutine

Die wohl größten Vorteile einer Abendroutine sind, dass wir leichter einschlafen und besser und erholsamer Schlafen. Warum beides erstrebenswert ist muss ich nicht erklären oder? So viel sei gesagt, ein erholsamer Schlaf ist unheimlich wichtig für unser Wohlbefinden, für unsere Konzentration und unsere Produktivität. Ähnlich wie bei der Morgenroutine tut uns (und unserem Gehirn) der routinierte Ablauf des Abends gut. Wir wissen genau was auf uns zukommt und müssen keine bewussten Entscheidungen mehr treffen. Die Routine ermöglicht es uns achtsam den Tag zu beenden. Unser Geist kommt zur Ruhe und wir entspannen uns – ideale Voraussetzungen, um gut einzuschlafen.

 

Wie könnte deine Abendroutine aussehen?

Eine Abendroutine kann all das umfassen, was Dir gut tut. Einzige Voraussetzung ist, dass es Dir wirklich hilft zur Ruhe zu kommen. Bewegung tut und gut und hilft, dass wir abends gut einschlafen können. Aber ein anstrengendes Workout kurz vor dem ins Bett gehen ist eher nicht geeignet, da das das Einschlafen oft schwieriger macht. Stattdessen empfiehlt sich eine entspannende Yoga-Sequenz oder eine kurze Meditation. Auch schön: ein gutes Buch lesen – so lange es Dich nicht dazu verleitet länger wach zu bleiben als Du eigentlich wolltest…

Ebenfalls wichtig: kein Smartphone. Das blaue Licht aktiviert unser Gehirn und inhibiert die Melatonin-Ausschüttung (das Hormon, das uns schläfrig macht) – also etwas, was wir gerade am Abend nicht wollen. Zudem: ähnlich wie bei der Morgenroutine tut es uns und unserem Geist gut, wenn wir ohne äußere Einflüsse den Tag beenden können – ohne Nachrichten, ohne Likes, ohne soziale Vergleiche.

Eine Abendroutine hilft Dir den Tag achtsam und entspannt zu beenden. | modernslow.com

Warum ich Schwierigkeiten hatte eine Abendroutine zu etablieren

In meinem Kopf weiß ich, wie gut eine Abendroutine wäre, und doch habe ich lange Zeit damit gekämpft eine Abendroutine wirklich nachhaltig einzuführen. Die Abendstunden sind meine Zeit. Abgesehen von der einen Stunde am Morgen, die mit Yoga und Schreiben gefüllt ist, sind die Stunden nachdem mein Sohn ins Bett gegangen ist, meine Freizeit. Egal ob Zeit mit meinem Mann, Zeit für Modern Slow, Zeit für mich oder – wenn auch sehr eingeschränkt – Hausarbeit, all das findet in diesem Zeitfenster statt. Und ja, das fühlt sich oft einfach viel zu kurz an! Da fällt es schwer, Zeit freizuschaufeln, um eine Abendroutine durchzuführen – noch dazu, wenn ich weiß, dass ich nicht zu spät ins Bett gehen sollte, um mein Schlafpensum zu bekommen.

Meine Strategien und Tricks

Mein Helferlein: mein Smartphone

Ja, paradoxerweise hilft mir mein Smartphone dabei eine Abendroutine einzuhalten. Mein iPhone hat eine tolle Funktion, die mir unheimlich hilft bei der Abendroutine (liebe Android-User: wenn es so etwas bei Euch auch gibt, kommentiert gerne oder schreibt mir eine Nachricht, dann füge ich diese Info in diesen Beitrag hinzu). Das Tool heißt Schlafenszeit und ist bei der Wecker/Uhr Funktion zu finden. Du kannst einstellen, von wann bis wann Du schlafen willst, und Dein iPhone erinnert Dich x Minuten vorher (und stellt automatisch einen Wecker). Genial. Mir war vorher gar nicht bewusst, an wie vielen Tagen ich die Uhr nicht im Blick hatte und deshalb zu spät ins Bett kam (und die Abendroutine aus Zeitgründen gestrichen habe). Dank dieses kleinen Tools werde ich nun rechtzeitig an meine Schlafenszeit erinnert. Bin ich immer im Bett, wenn ich es auch sein möchte? Nein, bei weitem nicht. Aber im Schnitt schaffe ich es deutlich früher ins Bett, und das ist immerhin etwas.

 

Mehr Zeit einplanen als nötig

Meine Schlafenzeit-Erinnerung kommt 30 Minuten bevor ich im Bett sein will. Das ist viel länger als ich für meine aktuelle Abendroutine benötige. Aber ich habe festgestellt, dass mich ein kürzeres Zeitfenster schlicht und einfach nervt. Eben weil mir die Abendstunden so wichtig sind, möchte ich mich nicht durch meine Abendroutine gegängelt oder gestresst fühlen. Außerdem ist das auch der Hinweis, dass ich spätestens ab diesem Signal nicht mehr auf Social Media unterwegs bin.

 

Schreiben als Teil der Abendroutine. | modernslow.com

Weniger ist mehr – gerade wenns schwer fällt

Meine aktuelle Abendroutine ist das absolute Minimum und dauert nur ein paar Minuten. Nachdem ich im Bad war, setze ich mich kurz ins Bett und schreibe ein paar Zeilen. Wenn ich das Gefühl habe, dass meine Gedanken besonders unruhig sind, meditiere ich kurz. Wenn ich mich besonders verspannt fühle, mache ich noch ein paar sanfte Yogaübungen im Bett. Und dann Licht aus und gute Nacht – denn meistens bin ich zu diesem Zeitpunkt einfach nur müde (ich stehe ja um 5.00 Uhr auf…). Yoga finde ich einen tollen Bestandteil einer Abendroutine, aber für mich war es bisher nicht umsetzbar, Yoga in die Routine zu integrieren. Wenn ich abends Yoga mache, dann direkt nachdem mein Sohn im Bett ist, bevor ich zu meinem eigentlichen Abendprogramm übergehe.

Meine Abendroutine ist sehr kurz und einfach gehalten. Dennoch spüre ich wie sehr es mir gut tut, dass die letzten Minuten vor dem Schlafen immer gleich ablaufen. Wenn auch Du bisher Schwierigkeiten hattest, eine Abendroutine zu etablieren, kann ich Dir nur empfehlen klein anzufangen (wiederum: don’t let the perfect be the enemy of the good).

 

Hast Du eine Abendroutine?

Gehst Du auch immer später ins Bett als Du willst (oder solltest)?

Wie sähe Dein perfekter Abend aus?

Organisiere Dein Leben! Ausmisten umfasst nicht nur Gegenstände... | www.modernslow.com

6 Dinge zum Ausmisten, die keine Sachen sind

Minimalismus wird oft damit gleichgesetzt, wenige Dinge zu besitzen und bisweilen asketisch zu leben. Wenn ich mir auch über den Wert des Labels Minimalist an sich nicht sicher bin, so ist die Definition meiner Meinung nach zu kurz gegriffen. Minimalistisch – einfacher und bewusster – zu Leben umfasst mehr als nur die Anzahl Deiner Möbel oder die Größe Deines Kleiderschranks. Vielmehr umfasst es eine Lebenseinstellung, die sich auch auf Deinen Alltag, Deine Gewohnheiten, und Dein soziales Umfeld auswirken.

Natürlich bin ich der Meinung, dass das Ausmisten von Gegenständen, von Besitztümern, ein wichtiger und wertvoller Schritt ist, um Dein Leben zu gestalten. Mir selbst hat das Ausmisten unheimlich geholfen. Nichtsdestotrotz möchte ich Dich mit diesem Beitrag ermutigen, über das klassische Ausmisten hinaus, Dein Leben zu vereinfachen. In diesem Beitrag erhältst Du ein paar Gedankenanstöße, in welchen Bereichen Deines Lebens Du ausmisten könntest, um ein bewussteres und einfacheres Leben zu erreichen.

 

1. Dinge, die Du nicht ändern kannst

Es gibt in unserem Alltag so viele Dinge, die wir nicht beeinflussen können. Dennoch verwenden wir wertvolle Energie darauf, uns darüber zu ärgern oder darüber nachzugrübeln. Der Klassiker: die verspätete U-Bahn (oder Bahn oder Bus). Natürlich ist das ärgerlich, wenn die U-Bahn Verspätung hat. Es bedeutet oft, dass wir einen Anschuss verpassen und letztendlich später nach Hause kommen. Bei einem durchgetakteten Tag (siehe unten) kann das natürlich einige Dinge durcheinander bringen. Aber: hast Du einen Einfluss darauf ob die U-Bahn verspätet ist? Nein! Nichts was Du tust, beeinflusst das Ergebnis. Also lass los! Hake die Situation ab. Es bringt Dir nichts, aber auch wirklich gar nichts, Dich über eine Situation zu ärgern, die Du nicht beeinflussen kannst.

 

2. Perfektionismus

Eigentlich wissen wir doch alle, dass uns Perfektionismus nicht gut tut. Dennoch verfallen wir oft in ein Muster, in dem wir eine Aufgabe nicht abschließen, weil wir noch die letzten 2% herausholen wollen. Dabei ist Perfektionismus im Alltag schlicht fehl am Platz. Jawohl! Perfektionismus macht Dir Dein Leben schwerer und Dich zudem unglücklich. Nach dem bestmöglichen Ergebnis zu streben ist das eine, aber krampfhaft zu versuchen etwas perfekt zu machen, ist oft kontraproduktiv. Natürlich gibt es Aufgaben in Deinem Alltag, denen Du mehr Aufmerksamkeit widmen solltest, aber ständig nach einem perfekten Resultat zu streben, bedeutet einfach nur unnötigen Stress. Ich versuche mir inzwischen ein Zitat aus Elizabeth Gilbert’s Big Magic regelmäßig vor Augen zu halten: Done is better than perfect. Sachen abhaken zu können ist oft tatsächlich mehr wert als Sachen perfekt zu machen.

 

Diese 6 Dinge solltest Du Ausmisten - auch wenn es keine Dinge sind! Steigere Deine Lebensqualität und Deinen Fokus. | www.modernslow.com

 

3. Unnötige Deadlines und Termine

Hast Du schon mal darüber nachgedacht, wieviele Deadlines Du Dir selbst auferlegst? Oft sind wir viel zu optimistisch was wir an einem Tag oder in einer Woche schaffen können und definieren für uns selbst Deadlines, die wir schlichtweg nicht einhalten können. Du weißt wovon ich rede, oder? Sei Dir bei Deiner Wochen- oder Tagesplanung darüber bewusst, und nimm Dir noch einmal am Ende der Planung Zeit, kritisch zu reflektieren, ob das, was Du Dir vorgenommen hast, wirklich machbar ist.

Oft trifft eine zu optimistische Planung dann auch auf zu viele Termine, die Du guten Gewissens in Deinen Kalender stopfst. Stichwort: Freizeitstress? Plane regelmäßige Zeitfenster der Ruhe ein, Zeiten zu denen Du nichts geplant hast und nutze die Zeit bewusst für Deine Familie oder Dich selbst.

 

Oft nehmen wir uns tagtäglich viel zu viel vor. Gönne Dir ganz bewusst Zeiten der Ruhe. | www.modernslow.com

4. Deinen Tagesablauf

Über den Tag hinweg verteilt, verlieren wir oft viel Zeit in vollkommen nebensächlichen Tätigkeiten. Denke mal über Deinen alltäglichen Rhythmus nach. Worauf verwendest Du viel Zeit? Sind das Dinge oder Tätigkeiten, die wirklich so viel Deiner Zeit, Aufmerksamkeit, und Energie verdienen? Frage Dich ganz konkret, ob es Tätigkeiten gibt, die Du einfach eliminieren oder reduzieren kannst, um mehr Zeit für die Dinge zu haben, die Dir am Herzen liegen.

 

5. Multitasking

Oh wie oft bin ich schon dem Charme des Multitasking erlegen! Es klingt so schön: zwei Dinge erledigen und dabei weniger Zeit benötigen. Doch: es ist zu schön um wahr zu sein. Die Realität sieht dann eher so aus: man braucht länger, als wenn man die Tätigkeiten nacheinander abgearbeitet hätte und die Qualität ist oft viel schlechter, da wir eben nur einen Teil unserer Aufmerksamkeit den einzelnen Aufgaben gewidmet haben. Versuche daher ganz bewusst, Multitasking in Deinem Alltag zu eliminieren.

 

6. Beziehungen, die Dir nicht gut tun

Ja, ich weiß, das unliebsame, vielleicht auch unangenehme Thema, über das nur wenige Leute gerne reden, habe ich mir für den Schluss aufgehoben. Dennoch wissen wir alle genau von welchen Beziehungen und Personen die Rede ist. Personen, zu denen man Kontakt hält, aus einem Gefühl der Pflicht heraus, nicht weil man wirklich Zeit miteinander verbringen möchte. Vielleicht sogar Beziehungen, die einem ein schlechtes Gefühl geben. Das ist ein heikles Thema und je nach Art der Beziehung kann es hilfreich und ratsam sein mit jemandem darüber zu reden. Ich möchte Dich dazu ermutigen, den ersten Schritt zu gehen und Deine Beziehungen zu anderen Menschen zu hinterfragen.

Egal ob Möbel oder Termine, Bücher oder Vorstellungen, Kleider oder Beziehungen, ein einfacheres Leben umfasst ein bewusstes Besinnen auf das, was uns wirklich wichtig ist und was unser Leben positiv bereichert.

Welchen dieser Bereiche willst Du als Erstes ausmisten?

Ich versuche gerade sehr bewusst in meiner Tagesplanung zu sein und miste daher insbesondere Bereiche 3 und 4 aus.

Das Ergebnis dieser Bemühungen ist übrigens auch in meinen kostenlosen einwöchigen Onlinekurs Schluss mit Stress geflossen. Hier geht’s zur Anmeldung.

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