Tag: achtsamkeit

Warum Ausreden eine schlechte Idee sind

Du hast keine Zeit für Ausreden."Das mache ich später" raubt Dir am Ende vielleicht die Möglichkeit... | modernslow.com

Wir leben unser Leben ein bisschen wie in einer eigenen Welt. Der vertraute Tagesablauf, der immer gleiche Weg zur Arbeit, die immer gleichen Gedanken über den Autofahrer vor uns, die Kollegen, den Partner, uns selbst. Einer dieser sich wiederholenden Gedanken ist: “Keine Zeit. Das mache ich später.” Wenn ich mehr Geld habe, wenn das Leben weniger stressig ist, wenn ich endlich Urlaub nehme, wenn ich in Rente bin. Ja, ich bin der Meinung, dass dieser Gedanke vollkommener Stuss ist. Dass Du Zeit hast. Und dass das Zeitmangeldenken eigentlich eine riesige Chance für Dich ist. Aber letzte Woche musste ich erkennen, dass an dem Gedanken “keine Zeit” ein Funke Wahrheit steckt.

Diese Wahrheit ist: Du hast keine Zeit für Deine Ausreden.

Ja, es gäbe immer einen besseren Moment. Der Urlaubsantrag für 3 Wochen stellt sich leichter, wenn man dem Chef gleichzeitig die eigene Leistung zeigen kann. Mehr Geld macht so ziemlich jede Situation angenehmer. Und Ausflüge, Coffee-Dates mit Freunden oder das Buch, das Du schon immer schreiben wolltest, sind leichter in Deinen Tag einzubauen, wenn Du weniger Stress oder den besagten Urlaub hast.

Aber dieser bessere Moment trügerisch. Denn besser geht immer. Und wenn Du wartest, wenn Du es Dir gemütlich machst, mit Deiner Ausrede “jetzt ist keine Zeit dafür”, verlierst Du am Ende die Möglichkeit.

Letzte Woche ist vollkommen unerwartet meine Schwiegermutter gestorben. Die Details zu ihrer Person und ihrem Tod spielen hier keine Rolle. Aber wenn auch ihr Tod keinen Sinn macht und eine riesige Lücke in unserer Familie hinterlässt, so sehr hoffe ich, dass wir alle diesen Weckruf vernehmen. Wir wissen nicht wieviel Zeit uns und unseren Liebsten bleibt. Der Gedanke macht Angst. Sehr viel Angst.

Aber so sehr wir es auch wünschen, diese Realität, dieser Zeitpunkt in der Zukunft, liegt immer außerhalb unserer Kontrolle. Es ist einfacher, dieser Angst nicht ins Auge zu sehen, die Möglichkeit zu ignorieren und einfach so weiterzumachen.

Aber tun wir nicht so, als hätten unsere Ausreden keinen Preis.

“Jetzt ist keine Zeit dafür” bringt Dich vielleicht gänzlich um die Möglichkeit. “Jetzt ist keine Zeit” kostet Dich eine Erinnerung. “Jetzt ist keine Zeit” führt vielleicht in naher oder ferner Zukunft zu “Hätte ich doch nur…”

Und genau da drehen wir uns im Kreis. Unser Tag hat nur 24 Stunden, wir können nur in einem bestimmten Umfang leisten und manche Wünsche sind logistisch einfach nicht realisierbar. Ständig das Gefühl zu haben, mehr tun zu müssen, noch mehr in unseren Tag zu pressen, an Terminen, an Treffen, an To Dos ist gefährlich.

Was bleibt ist das Streben.

Nicht in der eigenen Komfortzone zu verharren und eine Möglichkeit zu verspielen, die eigenen Träume umzusetzen. Sich Zeit zu nehmen, für die wichtigen Dinge. Zeit zu nehmen, für die wichtigen Leute in unserem Leben.

Irren ist menschlich und wir werden Fehlentscheidungen treffen. Wir können uns nur immer wieder daran erinnern, uns darauf besinnen, was zählt. Wir können uns nur immer wieder vor Augen halten, dass “jetzt ist keine Zeit” eine Ausrede ist. Und dass die Konsequenz dieser Ausrede, die leider immer im Raum steht, wenn sie denn eintritt, in ihrer Absolutheit nur sehr schwer zu begreifen ist:

Nie.

 

 

Wie fange ich an? Erste Schritte zu einem bewussten Leben

Da bist Du also: Du möchtest ein bewusstes Leben führen. Aber wie fängst Du an? Und womit? An Inspiration mangelt es nicht und auch nicht an Beiträgen, die Dir erklären, wie Du ausmisten kannst, wie Du eine minimalistische Garderobe erstellst, wie Du meditierst, usw. Aber was ist denn nun der erste Schritt?!? In diesem Beitrag findest Du meine Empfehlung, um Deine ersten Schritte zu einem bewussten Leben zum Beginn einer Erfolgsgeschichte werden zu lassen.

Ein Gefühl der Überwältigung

Jedem Anfang wohnt eine wundervolle Magie, eine ganz besondere Motivation und auch eine ganz schöne Dosis Überwältigung inne. In Deinem Kopf ist dieses Bild, wie Dein Leben aussehen sollte – und um Dich herum die Realität, die eine gefühlte Ewigkeit von dieser Zielvorstellung entfernt ist.

Ich habe lange darüber nachgedacht, was mein Rat für Frauen ist, die ganz am Anfang stehen und die ersten Schritte in ein bewusstes Leben wagen sollen. Sollten sie so vorgehen wie ich? Erst Ausmisten, dann um das Innenleben kümmern? Oder lieber erst meditieren und dann das äußere Chaos zähmen?

Der eine Weg zum bewussten Leben

Die ehrliche Antwort ist: ich weiß es nicht. Ich denke, niemand kann das wissen – außer Du selbst. Es gibt – wie so oft im Leben – nicht den einen Weg. Ich teile auf Modern Slow und in meinem Buch Modern Mindful meinen Weg, in der Hoffnung, dass er Dich inspiriert und zum Nachdenken animiert. Aber es ist mein persönlicher Weg und ich erhebe nicht den Anspruch, dass dieser der allgemein gültige Weg ist.

In diesem Beitrag findest Du daher keine Antwort auf die etwas plakative Frage “erst Ausmisten oder erst meditieren?”. Stattdessen findest Du hier meine Schritte und Tipps, um für Dich selbst herauszufinden, wie Deine ganz eigenen ersten Schritte zu einem bewussten Leben aussehen.

Entscheiden, nicht wünschen

Der Startpunkt Deiner Reise sollte genau das sein: eine Entscheidung. Eine Entscheidung, Dein Leben bewusst zu gestalten – nicht nur der Wunsch, ein bewusstes Leben zu führen. Das klingt wie Haarspalterei, aber es ist doch eine so wichtige Unterscheidung. Wünsche sind großartig, sie regen zum Träumen an und geben uns ein wohlig-warmes Gefühl. Aber sie führen nicht zu Veränderung. Veränderung bedeutet Arbeit – und das bedeutet immer auch: Motivation, Disziplin und Anstrengung.

Wenn Du also wirklich ein bewusstes Leben führen möchtest, dann nimm Die Zügel in die Hand. Gestehe Dir selbst eine aktive Rolle zu. Du gestaltest Dein Leben. Wenn Du Dir Deine Entscheidungskompetenz aberkennst, werden Entscheidungen von anderen für Dich getroffen werden – und andere Menschen verfolgen in der Regel andere Ziele als Du. Also starte genau damit: entscheide Dich, dass Du Dein Leben bewusst gestalten wirst. Sieh der Veränderung – der Selbstmotivation, Disziplin und Anstrengung – ins Auge und sage – ganz bewusst – JA!

Reflektion statt Aktionismus

Solltest Du direkt beginnen wollen – mit dem Ausmisten, mit dem Meditieren, mit einem Achtsamkeitstagebuch – tue das, aber schiebe die Selbstreflektion nicht zu lange vor Dir her. Reflektiere über Deinen Wunsch – und Deine Entscheidung – ein bewusstes Leben zu führen und versuche, Dein Warum zu identifizieren. Dein Warum ist genau das – der Wunsch, das Gefühl, das Ziel, das hinter dem bewussten Leben steht. Warum möchtest Du ein bewusstes Leben führen? Dein Warum ist ein unheimlich starker Motivator – und Dein Wissen darüber wird Dir helfen, die Veränderung Stück für Stück Realität werden zu lassen.

Dein Warum zu kennen, hat aber noch einen weiteren Vorteil: es gibt Dir Hinweise darauf, was Du verändern solltest. Wenn Dein Warum ist, dass Du mehr Zeit mit Deiner Familie verbringen möchtest, werden Deine Schritte anders aussehen, als wenn Dein Warum ist, dass Du ein zufriedenerer Mensch sein möchtest. Die Schritte auf diesem Weg sind nicht konträr, aber der Fokus ist nichtsdestotrotz ein anderer – und das bedingt Dein Vorgehen.

Bewusstes Leben heißt…

Wenn Du reflektierst – und das ist bei so einem großen Ziel ein Prozess und nicht eine einmalige Angelegenheit – dann werde konkret, wie Dein bewusstes Leben aussieht. Wohnst Du ländlicher? Wohnst Du in einer kleineren Wohnung als bisher? Reist Du um die Welt? Wie sieht es mit der Arbeit aus? Gibt es bestimmte Dinge oder Tätigkeiten, die Du Dir für Deinen Alltag wünscht? Werde so konkret wie es geht, um Klarheit zu bekommen wie ein bewusstes Leben für Dich aussieht. Du kannst definieren, was ein bewusstes Leben für Dich ganz persönlich umfasst.

Wann immer sich bestimmte Aspekte konkretieren, reflektiere noch einmal kritisch, ob es sich wirklich um Deine persönliche Definition handelt, oder ob Du Dich zu sehr von anderen Leuten inspirieren lassen hast. Inspiration ist etwas wundervolles, aber Inspiration verlangt auch immer von uns, dass wir uns die Frage stellen, was Inspiration und was unser eigener, intrinsischer Wunsch ist. Diese konkreten Aspekte Deines bewussten Lebens geben Dir wertvolle Hinweise darauf, welche Veränderungen Du angehen solltest.

Wie sehen die ersten Schritte für ein bewusstes Leben aus? Wie kannst Du anfangen, ein bewusstes Leben zu gestalten? | modernslow.com

Fang an – ein bewusstes Leben passiert nicht, Du erschaffst es!

Und dann kommt letztendlich der Punkt, an dem Du Deinem eigenen Bauchgefühl vertrauen musst, und einfach startest. Du bist der Experte für Dein Leben. Vertrau Dir selbst und leg los. Triff eine Entscheidung, bei der Du ein gutes Gefühl hast – oder die gut in Dein Leben passt (z.B. ein bereits geplanter Umzug, der das Ausmisten in den Mittelpunkt rückt) – und dann leg los!

Sei achtsam bei jedem Schritt

Während Du Deine Schritte in Richtung bewusstes Leben gehst, sei achtsam, was die Veränderung mit Dir macht. Veränderungen passieren oft in Schüben. Du arbeitest darauf hin und findest Dein Gleichgewicht und dann – weil sich etwas in Deinem Umfeld verändert hat oder weil Du Dich selbst verändert hast – hast Du erneut das Bedürfnis, etwas anzupassen und Dir Dein neues Gleichgewicht zu suchen.

Und ja, Du kannst natürlich mehr als eine Veränderung angehen. Du kannst Ausmisten und Meditieren. Du kannst Deine Wohnung und Dein Innenleben gleichzeitig bewusster gestalten. Beides schließt sich nicht aus. Es passt sogar hervorragend zusammen und verstärkt sich auch gegenseitig. Aber wiederum: sei achtsam. Lass Dich nicht von einem versteckten Perfektionismus überrollen!

Das Leben, das die meisten von uns leben, ist oftmals ein ganzes Stück von einem bewussten Leben entfernt. Stress ist ein ganz normaler Bestandteil des Alltags und Zeit für uns selbst Mangelware. Um solche Gewohnheiten hin zu einem bewussten Leben zu verändern, braucht es Zeit und Energie. Gewähre sie Dir! Wenn Du Dir zu viel auf einmal zugemutet hast, dann fokussiere Dich neu auf einzelne Bereiche – und vertage bestimmte Veränderungen auf später. Vor allem: sei nachsichtig mit Dir selbst. Wichtig ist, dass Du Dich Veränderung bewusst und aktiv vorantreibst. Das Tempo ist Deine Entscheidung.

 

Warum möchtest Du ein bewusstes Leben führen?

Was ist bei Deinem persönlichen Weg gerade der Fokus: Ausmisten und äußere Dinge oder Achtsamkeit und Dein Innenleben?

Hast Du Klarheit über Dein Warum? Und über Deine Zielvorstellung?

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

Warum Zeitmangel eigentlich ein Geschenk ist

Die Zeit rennt - und wir verlieren das Gefühl für das hier und jetzt. | modernslow.com

Wann hast Du zum letzten Mal etwas für Dich getan? Wann hast Du eine Tätigkeit unterbrochen oder abgebrochen, weil es Zeit für das nächste To Do war? Wie viele To Dos schiebst Du von Tag zu Tag, in der Hoffnung, dass Du endlich die Zeit findest, sie abzuarbeiten? Wer kennt ihn nicht: Zeitmangel. In diesem Beitrag stelle ich Dir die wichtigste Veränderung vor, die ich in meinem Mindset innerhalb des letzten Jahres vollzogen habe und aufgrund derer ich inzwischen dankbar für meinen Zeitmangel bin.

Zeitmangel oder 1000 Dinge zu tun

Wessen Alltag ist nicht vollgepackt? Da sind Dinge, die andere von uns erwarten – Chef, Kollegen, Partner, Kinder – und mindestens genauso viele Anforderungen, die wir an uns selbst stellen. Neben dem Alltag, den To Dos, sind da ja auch noch unsere Ideen und Träume. Dieses DIY und jenes Up-Cycling, dieses Rezept oder jenes Beauty-Ritual. Unserer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und Instagram, Pinterest und Co sei dank, mangelt es auch nie an immer neuen Ideen, mit denen wir uns selbst verwirklichen können.

Nun sagen uns unzählige Motivationssprüche auf genau jenen Plattformen doch unseren Träumen zu folgen, to go the extra mile because it’s never crowded. Und ja, unsere Ideen umzusetzen hat eine ungeheure Kraft, eine ungeheure Magie. Ich bin sogar überzeugt davon (nicht erst seit Year of Yes), dass es unheimlich wichtig ist, ja zu Ideen zu sagen – gerade auch, wenn sie außerhalb unserer Komfortzone liegen. Aber in der Realität entscheiden wir uns, Ideen zu verfolgen, um dann – bereits am Anfang oder während der Umsetzung – festzustellen, dass wir uns zu viel aufgehalst haben, dass wir gestresst sind. Und dann? Zwingen wir uns die Extrameile zu gehen, denn aufgeben ist etwas für Verlierer. Oder wir sind von uns enttäuscht, weil wir es offensichtlich nicht schaffen, unsere Ideen zu leben.

Die 1-Million-Euro-Frage

Aber wie geht es denn nun? Wo ist die Balance zwischen ja und nein sagen? Wie können wir Träume verwirklichen und gleichzeitig dem Alltag gerecht werden? Wie sollen wir all das tun, was wir müssen und was wir wollen, ohne ständig zu wenig Zeit zu haben?

Mein Mindset-Shift im Umgang mit Zeitmangel

Wenn  Job, Familie, Selbstverwirklichung, Gesundheit, Freunde, Hobbies und all das zusammenkommen, dann fühlen die meisten von uns genau das: dass die Zeit hinten und vorne nicht reicht. So geht es auch mir: ich habe viele Ideen für alle Bereiche meines Lebens und nie genug Zeit, um diese Ideen umzusetzen. Ich bin kein Fan von busy. Im Gegenteil, Stress und Zeitmangel tun mir nicht gut. Und so habe auch ich mich lange Zeit mit dieser Frage gequält: wie kann ich meine Ideen umsetzen, wenn ich doch sowieso schon zu wenig Zeit habe?

Bis ich eines verstanden habe: Mein chronischer Zeitmangel ist nicht mein größtes Hindernis, sondern meine größte Chance. Mein Zeitmangel ist die beste Möglichkeit um herauszufinden, was wirklich wichtig ist. Wenn Zeit gefühlt in großem Maße zur Verfügung steht, dann verlieren wir uns in Dingen, die ganz nett, aber nicht essentiell sind. So auch mit meinen Ideen. Mein Zeitmangel ist die Möglichkeit, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich toll und wichtig und nicht nur ganz nett sind. Die Kunst ist es natürlich, genau die Ideen und Möglichkeiten zu identifizieren, die tatsächlich die richtigen sind.

Zeitmangel, Stress - unser Alltag ist voll! Dabei war es so befreiend, als ich erkannt habe, dass mein Zeitmangel ein Geschenk ist. | modernslow.com

Die Qual der Wahl

Die richtigen Ideen zu identifizieren, ist manchmal gar nicht so einfach. Egal ob in meinem Job, bei Modern Slow und auch in meiner Freizeit bieten sich ständig Möglichkeiten und Ideen an, die zunächst unheimlich toll klingen. Doch inzwischen versuche ich mich nicht von dem Hochgefühl, das mit einer Möglichkeit einher geht, verführen zu lassen. Stattdessen nehme mir einen kurzen Moment – und ja manchmal auch länger – um zu überlegen, was wirklich eine Möglichkeit und was nur eine Ablenkung ist. Manchmal fällt es mir einfach. Aber manchmal ist es wieder da: das fast reflexartige ja zu allen Möglichkeiten, die mir begegnen.

Fear of Missing Out gibt es wirklich. Egal, um welchen Lebensbereich es geht, es gibt eigentlich immer mehr als nur eine Möglichkeit. Und wer die Wahl hat, hat oft wortwörtlich die Qual. Im Englischen gibt es einen sehr passenden Begriff dafür: analysis paralysis – man überdenkt sämtliche Optionen in einem Maße, das man nicht mehr in der Lage ist, zu entscheiden. Aber, wer die Wahl hat, hat auch Macht – die Macht der Entscheidung. Und das ist eine mächtige Erkenntnis, Denn anstatt reaktiv mit Ideen und Möglichkeiten umzugehen, oder paralysiert auf die vermeintlich beste Möglichkeit zu warten, hast Du – wenn Du Dir darüber bewusst bist – die Macht, die Dinge in Deine Hand zu nehmen und so aktiv etwas gegen den Zeitmangel zu tun.

Meine Währung im Kampf gegen Zeitmangel: Return on invested time

Ich versuche, dass alles was ich tue, dass all die Möglichkeiten, die ich verfolge, einen hohen return on invested time haben. What? Was heißt das jetzt konkret? In der Finanzwelt ist der return on investment, das was Du an Geld zurückbekommst für das Geld das Du eingesetzt hast. Das Konzept ist vergleichbar, aber mir geht es nicht um den monetären Return. Ich meine stattdessen mit Return das, was mir wichtig ist, meine Ziele und Werte. Die Frage, die ich mir bei jeder neuen Möglichkeit oder Idee stelle, ist:

Wenn ich meine Zeit in diese Möglichkeit investiere, hilft mir das meine Ziele zu erreichen und meine Werte zu leben?

Genau diese Frage ist übrigens auch der Grund, warum die Hausarbeit oft den Kürzeren zieht. Egal womit ich es vergleiche, meinem Day Job, Modern Slow, Projekten wie meinem Buch, Zeit mit meinem Sohn und meinem Mann, Zeit für mich und mein Wohlbefinden, Zeit mit Freunden und Familie, der Haushalt hat immer einen niedrigeren return on invested time – außer wir haben nichts mehr zum Anziehen 😉

Das klingt womöglich ziemlich utilitaristisch, dabei ist es vor allem Eines: unheimlich befreiend. Eben weil ich – und meine Umwelt – vor Ideen sprühen, ist Zeitmangel für mich ein echtes Problem. Dieses Kriterium hilft mir, dass ich mich nicht verzettele. Dass ich nicht wieder in Perfektionismus verfalle. Dass ich nicht Dinge tue, die gar nicht im Einklang mit meinen Werten stehen. Dieses Kriterium gibt mir die Freiheit, nein zu sagen. Zu Aufgaben, zu Ideen, zu Erwartungen. Und gleichzeitig gibt es mir die Kraft ja! ja! ja! zu sagen, zu den Dingen, die mir wirklich wichtig sind und die auch für mich wichtig sind.

If it’s not a hell yeah, it’s a no!

Hast Du manchmal das Gefühl, dass Du Dich verzettelst? Oder dass Du zu viel Zeit auf unwichtige Aufgaben verwendest?

Was ist Dein Gefühl: Solltest Du häufiger ja oder häufiger nein sagen?

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

5 Zeichen, dass Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben brauchst

Weniger Stress, mehr Achtsamkeit. | modernslow.com

Ist Dein tägliches Leben auch das reinste go go go!? Hast Du oft keinerlei Erinnerung, ob Du das Fenster zu Hause wirklich zugemacht hast? Verschüttest Du oft Dein Getränk? Verfällst Du in Aktionismus, wenn sich unerwartet ein Zeitfenster öffnet? Wenn Du bei diesen Fragen innerlich genickt hast, dann ist das ein Beitrag für Dich. Und wenn Du – weil Du gerade multitaskst oder mit den Gedanken woanders bist oder einfach aus Gewohnheit – diesen Artikel nur überfliegst, hier noch einmal in fett gedruckt, damit Du auch in diesen Fällen den Nutzen für Dich erkennen kannst: Dieser Beitrag gibt Dir die Möglichkeit zu reflektieren, ob Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben brauchst – denn höchstwahrscheinlich trifft mindestens eines dieser Zeichen auch auf Dich zu.

Jede freie Minute ist eine Möglichkeit etwas abzuarbeiten

Kennst Du dieses Verhalten? Sobald sich ein Zeitfenster unerwartet öffnet, beginnst Du wie von Sinnen, To Dos abzuarbeiten. Grüne Welle auf der Nachhausefahrt, ein Meeting das unerwartet kürzer dauert, ein Arzttermin, der nicht wie sonst mit langer Wartezeit verbunden ist – all das sind keine Geschenke für Dich. Keine Gelegenheit um einmal durchzuatmen, tief Luft zu holen und die wenigen freien Minuten mit etwas schönem zu füllen. Nein, diese geschenkte Zeit ist die Gelegenheit endlich die Oberhand über Deine To Do Liste zu bekommen. Diese geschenkte Zeit muss möglichst effizient genutzt werden.

Du verwendest Zeit auf irrelevante Entscheidungen

Tagtäglich sind wir mit einer Vielzahl an Entscheidungen konfrontiert. Einige davon haben weitreichende Auswirkungen, einige wenige bestimmen unser Leben für lange Zeit. Aber die meisten Entscheidungen sind ziemlich unbedeutend. Und doch verschwenden wir oft kostbare Zeit auf diese unbedeutenden Entscheidungen.

Sich bewusst gegen das überanalysieren von irrelevanten Entscheidungen zu entscheiden, bringt eine unheimliche Freiheit mit sich. Ein – etwas unsaisonales, aber nicht weniger treffendes – Beispiel: als wir letztes Jahr unseren Weihnachtsbaum gekauft haben, haben wir uns zwischen zwei Bäumen innerhalb von 30 Sekunden entschieden. Kein Witz, keine Übertreibung.  Der oder der? Der. Ok, erledigt. Der Grund: der Baum ist für uns sekundär – jeder Baum sieht gut aus, wenn wir ihn zuvor als Familie gemeinsam geschmückt haben. Was uns wichtig ist, sind die Rituale rund um Weihnachten, die gemeinsame Zeit, das Vorbereiten, das Baumschmücken, das gemeinsame Essen.

Du stellst zu hohe Erwartungen an Dich

Das Essen ist selbst gemacht und selbstverständlich gibt es jeden Tag ein anderes Gericht, die Wohnung ist immer aufgeräumt, frisch gestaubsaugt, und saisonal dekoriert. Du bist gestylt als wärst Du gerade aus einem Magazin gesprungen – effortlessly chic – und auch selbstverständlich bist Du on top of everything. Das klingt übertrieben, wenn man es so liest, nicht wahr? Aber sei ehrlich: wie oft hast Du solche, oder ähnliche Ansprüche schon an Dich gestellt? Häufiger als Dir lieb ist, häufiger als Dir gut tut. Der härteste Antreiber und der stärkste Kritiker lebt in uns selbst.

5 Zeichen, warum Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben brauchst. | modernslow.com

Du bist ständig am Multitasken

Auch ein Zeichen, dass Du unter Strom stehst und das meiste aus Deiner Zeit herausholen möchtest: Du erliegst dem Bann des Multitasken. Ach, Multitasken klingt einfach so toll. Wie gern würde ich noch mehr in meiner Zeit schaffen. Nur, Multitasken funktioniert einfach nicht – zumindest nicht so wie wir es gerne hätten. Ja, wir können zwei Tätigkeiten parallel ausführen, aber wir brauchen länger und machen mehr Fehler. Klingt doch nicht mehr so toll oder?

Deine Gedanken geben nie Ruhe

Egal was wir tun: die Gedanken rasen. Wenn wir morgens das Frühstück zubereiten, planen wir schon im Kopf unseren Tag und die To Dos. Wenn wir abends im Bett liegen, springen die Gedanken wild zwischen den Ereignissen des Tages und den das darf ich morgen auf gar keinen Fall vergessen – Gedanken hin und her. Wir sehen das oft als eine Art badge of honor – wir sind produktiv, wichtig, busy eben. So habe ich das auch gesehen. Nur, es macht uns krank auf lange Sicht. Wir fühlen uns ausgelaugt und sind nie richtig präsent. Stößt Du auch ständig gegen irgendwelche Dinge? Verschüttest Dein Getränk oder hast keine Erinnerung daran, was Du vor einer Minute getan hast? All das sind Zeichen, dass Du vollkommen in Deinen Gedanken, und nicht in der Gegenwart präsent warst.

Warum mehr Achtsamkeit die Antwort ist

Achtsamkeit entschleunigt, Achtsamkeit gibt Dir die Möglichkeit zu reflektieren, Achtsamkeit lässt Dich zur Ruhe kommen. Dieses Gefühl, Du müsstest aus jeder Sekunde noch etwas herausholen, mehr planen, mehr leisten, ist letztlich eine Einladung für Stress- und Schuldgefühle.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Du mit Achtsamkeit gegen diese Verhaltensmuster angehen kannst. Du kannst meditieren, Du kannst über Dich nachdenken, Du kannst versuchen, Deine Angewohnheiten zu hinterfragen. Achtsamer zu leben bedeutet Dein Leben von grund auf zu verändern.

Möchtest Du Unterstützung dabei, Achtsamkeit in Dein Leben zu integrieren?

Achtsamkeit ist nicht etwas, was Du einfach von einem Tag auf den anderen umsetzt. Es ist ein Weg und entscheidend ist, dass Du jeden Tag, Schritt für Schritt, ein bisschen Achtsamkeit in Dein Leben holst. Mein Buch Modern Mindful zeigt Dir meinen persönlichen Weg zu mehr Achtsamkeit – denn vor weniger als einem Jahr hatte ich alle diese Gewohnheiten. Wenn Du jetzt, noch heute, etwas verändern möchtest, kannst Du direkt meinen einwöchigen, kostenlosen Onlinekurs Schluss mit Stress absolvieren. Hier gehts zur Anmeldung…

Schluss mit Stress ist ein kostenloser Onlinekurs von Modern Slow. Du lernst Deine Stressmuster zu erkennen und achtsamer zu leben - für mehr Zufriedenheit in Deinem Leben. | modernslow.com

Welche dieser Zeichen treffen auf Dich zu?

Welche Angewohnheit könntest Du am leichtesten ändern? Welche würde Dir besonders schwer fallen?

 Mir fiel es tatsächlich leichter das Multitasking abzustellen – hatte ich nicht erwartet – als dieses Gefühl, jede Sekunde nutzen zu müssen, sei es mit To Dos abarbeiten oder in meinem Kopf planen und überlegen und analysieren.

Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest

Modern Mindful - Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest. | modernslow.com

Hallo meine Lieben, die lange Osterpause ist vorbei und der Moment, auf den ich die letzten mehr als fünf Monate hingearbeitet habe ist da: heute stelle ich Euch mein Buch Modern Mindful vor. In den letzten Monaten habe ich unheimlich viel Zeit, Energie und Liebe in dieses Herzensprojekt gesteckt und ich bin so unendlich dankbar, dass ich Euch nun das Ergebnis vorstellen kann: Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest.

Wieso eigentlich ein Buch?

Wer nicht Teil der Modern Slow Community ist (dort gab es bereits vorab mehrere Einblicke in das Buch und meinen Weg dorthin) oder mir auf Instagram folgt, ist wahrscheinlich ein bisschen überrascht. Wieso gibt es ein Buch? Warum ein Buch über Achtsamkeit, Glück und Zufriedenheit?

Auf diese Frage gibt es eine kurze und eine lange Antwort. Die kurze Antwort ist die: Weil Achtsamkeit mein Leben so fundamental verändert hat, dass ich dieses Wissen, meinen Weg und meine Methode mir Dir teilen möchte.

Weil ich den tiefen Wunsch und die Hoffnung, habe, dass Dir dieses Buch helfen kann, egal wo Du gerade in Deinem Leben stehst.

Die lange Antwort beginnt vor knapp einem Jahr. Zu dieser Zeit war ich ziemlich gestresst, sehr gestresst, und ganz schön ausgelaugt. Viel von dem Stress kam von meinem vollen, durchgetakteten Alltag – Vollzeitjob, Kind, Haushalt, damals noch meiner ersten Webseite A Hearty Matter und zugleich die Idee für Modern Slow, die ich umsetzen wollte, Sport, Freunde, Familie, … das volle Programm eben. Aber mindestens genauso viel Stress kam von mir, von meinen hohen Ansprüchen an mich selbst. Zusammen war das eine ziemlich toxische Mischung. Stress war in meinem Alltag vorprogrammiert – und mir schon länger gut bekannt. Über die Jahre hatte ich gelernt damit umzugehen – dachte ich zumindest. Bis ich vor knapp einem Jahr an einem Tiefpunkt realisiert habe, dass ich etwas ändern muss. Dass ich mein Leben wirklich ändern muss, wenn ich nicht will, dass sich kleine, alltägliche Planänderungen regelmäßig anfühlen wie eine mittlere Katastrophe.

Kleine, große Schritte zu Achtsamkeit und Glück

Nachdem ich diesen Entschluss gefasst hatte, hat sich natürlich mein Leben nicht über Nacht geändert. Aber Stück für Stück habe ich Achtsamkeit mehr in mein Leben gelassen und Stück für Stück hat diese Lebensweise meinen Alltag, mein gesamtes Leben verändert. Komplett und umfassend verändert.

Modern Mindful - Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest | modernslow.com

Dabei habe ich äußerlich betrachtet rein gar nichts verändert: gleicher Job, gleiches Vollzeitpensum. Ein Kind, dessen Betreuungsstunden ich nicht erhöht habe. Mann, Freunde, Familie, Haushalt, Modern Slow, Sport. All das ist gleich geblieben. Nicht einmal eine Haushaltshilfe habe ich eingestellt.

Alles, was ich verändert habe ist in mir.

Alles, was ich verändert habe, lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Achtsamkeit.

Seit ein paar Monaten kombiniere ich nun auch Achtsamkeit, Dankbarkeit und Schreiben, indem ich jeden Tag, morgens und abends, ein paar Fragen für mich beantworte.

Das Ergebnis überwältigt mich noch immer.

Seit ich damit begonnen habe, bin ich gelassener und glücklicher. Deutlich gelassener und glücklicher. Diese Fragen haben meinen Alltag in einem Ausmaß bereichert, das ich nicht für möglich gehalten hätte.

Ich bin so begeistert, von dem was ich gelernt habe, von dieser so umfassenden Veränderung, dass ich mein Wissen und meine Tagebuchfragen mit Dir teilen möchte. Ich möchte Dir helfen, Achtsamkeit nachhaltig in Dein Leben zu integrieren, damit Du Dich weniger gestresst und dafür glücklicher fühlst.

Das Konzept von Modern Mindful

Modern Mindful ist das Ergebnis meiner Suche nach einem Weg, mein Leben bewusster zu gestalten, ohne dabei mein ganzes Leben über den Haufen zu werfen. Genau das ist die Philosophie hinter Modern Slow – es ist meine Philosophie: ich bin der Meinung, dass Du die Lösung für ein achtsames Leben nicht auf einer einsamen Berghütte findest, sondern in Dir selbst – da, wo Du gerade bist.

Ich hoffe, dass Dich Modern Mindful dabei unterstützen wird, ein achtsames Leben zu gestalten – egal, wo Du gerade bist. Egal, ob Du Dich bereits mit Achtsamkeit auseinandergesetzt hast. Egal, ob Du nur etwas von den Ärgernissen des Alltags genervt bist, oder wirklich unter dem Stress in Deinem Leben leidest. Achtsamkeit kann Dir helfen, damit umzugehen, und mehr Glück und Zufriedenheit zu finden.

Modern Mindful enthält ein Achtsamkeitstagebuch für 100 Tage. | modernslow.com

Aber ganz klar: Achtsamkeit ist keine schnelle Lösung.

Ich halte nichts von Methoden (oder Gesichtscremes), die grandiose Ergebnisse über Nacht versprechen. Genauso wenig möchte ich mit Modern Mindful suggerieren, dass Du nur das Buch kaufen musst, es liest und dann ist alles Friede Freude Eierkuchen.

Modern Mindful will Dich unterstützen, etwas zu verändern – aber Du musst selbst aktiv werden. Daher gibt es Modern Mindful ausschließlich als Hardcopy Buch. Modern Mindful ist Dein täglicher Begleiter, der Dir hilft, Deinen Alltag, Tag für Tag, Stück für Stück, achtsamer zu gestalten.

Modern Mindful enthält die wesentlichen Konzepte, die mir geholfen haben, es enthält meine persönlichen Erfahrungen, Übungen und ein Tagebuch für 100 Tage. Modern Mindful ist Wissens- und Inspirationsquelle, Arbeits- und Tagebuch in einem. Ich möchte Dich ermutigen, nicht nur das Buch, sondern auch einen Stift in die Hand zu nehmen und dabei tatsächlich ins Handeln, ins Verändern, zu kommen.

Ein Blick in Modern Mindful

Modern Mindful hat insgesamt 280 Seiten und besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil stelle ich Dir das Konzept der Achtsamkeit vor, zeige Dir warum Achtsamkeit so entscheidend für Deine Zufriedenheit ist und wie Du Achtsamkeit in Dein Leben nachhaltig integrieren kannst. In diesem Teil warten 11 Übungen auf Dich, die Dir helfen, Deine Gedanken und Dein Handeln zu hinterfragen, um zu verstehen, wie Dein Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit aussehen kann.

Selbstreflektion ist ein wesentlicher Bestandteil von Modern Mindful. Je mehr Du Dich selbst verstehst, desto mehr kannst Du an Dir und Deinem Leben arbeiten. Das Ziel ist dabei wortwörtlich Selbstverständnis – entwickle Verständnis für Dich und Deine Gedanken. Höre hin, nimm Deine Gedanken an und versuche negative Gedankenschleifen Stück für Stück aufzulösen. Das ist ein ganzes Stück Arbeit, aber es ist all die Mühen wert.

 

Inhalt von Modern Mindful | modernslow.com

 

Der zweite Teil von Modern Mindful ist ein Achtsamkeitstagebuch für 100 Tage, das Dir hilft Dein Leben Tag für Tag, Stück für Stück, achtsamer zu gestalten. Das Tagebuch enthält ein paar Fragen für morgens und abends und unterstützt Dich so, Dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit zu nehmen – um zu reflektieren, um Dich Dir selbst zuzuwenden, um dankbar zu sein. Es sind genau die Fragen, die ich seit Monaten selbst täglich für mich beantworte.

Wenn ich jetzt daran denke, wie ich mich vor knapp einem Jahr gefühlt habe, dann fühlt sich dieses Leben Lichtjahre entfernt an. Nicht weil es so lange her ist – was ist schon ein Jahr – sondern weil ich mich nicht anders fühlen könnte. Wenn ich eine derartige Veränderung in meinem Leben erreichen kann, dann kannst Du das auch!

Wenn Du Dir eine solch umfassende Veränderung wünschst, dann gibt es einen Weg.

Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest  ist verfügbar bei

Kaufe jetzt Modern Mindful und mache den nächsten Schritt zu einem achtsameren Leben

uvm.

Alles Liebe

Katharina

Tagebuch schreiben oder Journaling – wie Dich Schreiben glücklicher macht

Tagebuch schreiben verbessert Dein Leben. | modernslow.com

Ich möchte, dass die Inhalte von Modern Slow Dir dabei helfen, Dein Leben bewusster zu gestalten und zufriedener zu sein. Dass Du hier nicht nur Inspiration findest, sondern auch das Handwerkszeug, dass Du benötigst, um diese Ideen in Dein Leben zu integrieren. Oft sind die Beiträge daher in Form von Tipps und Strategien aufgebaut. Der heutige Beitrag ist anders. Nicht in seinem Ziel. Ganz und gar nicht. Auch in diesem Beitrag möchte ich Dir eine Methode vorstellen, die mein Leben unendlich bereichert. Aber dieser Beitrag ist dennoch anders. Er ist persönlicher und weniger strategiegetrieben. Weil es zu dem Thema passt. Und weil viele von uns mentale Blockaden und Gedankenmuster haben, die uns den Zugang zu diesem Thema versperren oder zumindest erschweren. Der heutige Beitrag stellt Dir ein unheimlich mächtiges Hilfmittel vor – das Tagebuch schreiben – und zeigt Dir, wie ich nach vielen vielen Jahren endlich einen Zugang dazu gefunden habe, der mir guttut.

Tagebuch schreiben, Journaling, oder einfach schreiben

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich, wenn ich vor einem guten halben Jahr den Titel gelesen hätte, den Artikel weggeklickt. Schön, dass Du noch da bist. 🙂 Der Grund dafür ist, dass ich bis vor kurzem eine Assoziation mit Tagebuch schreiben in meinem Kopf hatte, die alles andere als positiv war. Die meisten von uns haben es schon mal versucht, aber viele haben es wieder aufgegeben. Wenn das auch auf Dich zutrifft, lass Dich nicht von dem Begriff abschrecken: Tagebuch schreiben, Journaling, oder einfach schreiben – wichtig ist nicht, wie Du es nennst, sondern dass Du es tust – denn schreiben hat eine unheimliche Kraft.

Die Kraft des Schreibens

Forschung aus dem Feld der positiven Psychologie legt nahe, dass Schreiben sich positiv auf unser Wohlbefinden auswirkt. Du hast das sicherlich schon einmal an Dir selbst beobachtet. Wenn Du Dich geärgert hast und eine wütende Email verfasst hast, um Dich bei dem Verursacher zu beschweren und Deinem Ärger Luft zu machen, ist die ganze Situation deutlich entspannter, nachdem Du die Email geschrieben hast. Nicht nachdem Du sie abgeschickt hast, sondern bereits nachdem Du sie geschrieben hast, geht es Dir schon deutlich besser.

Tagebuch schreiben, journaling, einfach schreiben - egal wie Du es nennst: Schreiben fördert Dein Wohlbefinden. | modernslow.com

Erwartungshaltung und Gedankenmuster

Obwohl ich schon als Kind eine große Faszination für Bücher und das Schreiben hatte, habe ich nie ein Tagebuch geschrieben. Na gut, für ein, zwei Wochen hier und da. Aber nichts was der Rede wert ist. Nichts, was einer Routine nahekommt. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob die Bücher noch existieren. Ich habe die starke Vermutung, dass ich sie weggeworfen habe, als ich mein Kinderzimmer ausgemistet habe und von zuhause ausgezogen sind. Wenn dem so ist, nicht weiter schlimm. Denn eben weil das Tagebuchschreiben nie eine wichtige Routine für mich war, habe ich auch keine emotionale Bindung an wenigen Versuche, die ich in meiner Kindheit gewagt habe.

Dabei hatte ich immer die Idee, wie schön es wäre Tagbuch zu schreiben. Ein schönes Tagebuch. Eines, dass man selbst Jahre später liest. Eines, dass die Kinder oder Enkel mal lesen werden. Eines, dass vielleicht eines Tages so interessant ist, dass es auch andere Menschen lesen werden.

Ganz schön schwere Gedanken und ganz schön hohe Anforderungen an einen Teenager, der sich gerade mit den üblichen Problemen dieser Zeit herumschlägt (wieso mag mich XYZ nicht?, was wohl die anderen über mich denken?, bin ich gut genug? und all diese schönen, zerstörerischen Gedanken, die einem in seiner Jugend durch den Kopf geistern).

Was schade ist, denn genau diese absurde Erwartungshaltung und diese negativen Gedankenmuster haben letztlich dazu geführt, dass ich zu dieser traurigen Schlussfolgerung gekommen bin: ich bin dafür einfach nicht gemacht. Zum Tagebuchschreiben. Zum Schreiben generell. Schließlich schreibt doch jeder, der das später mehr oder weniger Ernst betreibt schon seit frühester Kindheit. Jeder Schreiberling, ob Schriftsteller oder Journalist, wird doch nicht müde zu erwähnen, wie viel er schon während seiner Kindheit und Jugend geschrieben hat. Tagebuch, Gedichte, vielleicht sogar einen Roman. Also lieber gar nicht schreiben!

Sag nein zu dem inneren Zensor

Nach Jahren ohne nenneswerte Schreibpraxis, hat das Schreiben inzwischen einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben. By design. Denn ich habe über die Jahre verstanden, dass Schreiben eben doch für mich wichtig ist. Nun schreibe ich für Modern Slow, Schreiben hat auch eine wichtige Rolle in meinem day job, und ich schreibe inzwischen auch in einem Tagebuch. Schreiben ist nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken und das möchte ich auch gar nicht.

Der Schlüssel zum Schreiben, den ich in meinem Job und auf Modern Slow gelernt habe – und der insbesondere für das Tagebuchschreiben essentiell ist, ist dabei so einfach: Schreib was Du denkst – ohne gleich zu redigieren. Natürlich, geschriebenes das veröffentlicht werden soll, muss irgendwann überarbeitet werden. Aber das ist der zweite Schritt. Und für Dein Tagebuch gilt das umso mehr: die Gedanken sollen raus auf dem Kopf und auf das Papier. Keine Angst vor dem – vermeitlichen – Versagen.

Tagebuch schreiben - journaling - oder einfach nur schreiben: egal ist, wie Du es nennst. Wichtig - für Dein Wohlbefinden - ist, dass Du es tust. | modernslow.com

Einfacher Einstieg: Stream of Consciousness

Für mich der einfachste Einstieg zum Tagebuch-Schreiben ist das Stream of Consciousness-Schreiben, d.h. Du schreibst einfach was Du denkst. Diese Methode ist leicht umzusetzen, da Du nicht von vornherein in die Rolle des Bewerters (“was war heute erwähnenswert”) kommst, sondern einfach das zu Papier bringst, was Dich gerade in dem Moment bewegt. Das sind manchmal triviale Dinge. Das ist vollkommen egal: das Ziel ist bring das zu Papier, was gerade in Deinem Kopf ist. Danach fühlst Du Dich aufgeräumter und ruhiger.

Das ist auch die Methode, die Julia Cameron in The Artist’s Way als Morgenseiten empfiehlt: morgens, bevor Du etwas anders tust, 3 Seiten handschriftlich als stream of consciousness schreiben. Für den Einstieg mag das vielleicht zu umfangreich sein . Vielleicht möchtest Du auch lieber als Tagesabschluss schreiben. Ich persönlich schreibe auch keine 3 Seiten, wenn ich als stream of consciousness schreibe. Wenn Dich das Konzept interessiert, findest Du hier auf Julia Cameron’s Homepage mehr Infos und hier bei Sunray von The Organized Cardigan einen Erfahrungsbericht.

Schreiben ist ehrlich

Inzwischen habe ich auch meinen Frieden mit den Tagebuch-Versuchen als Kind geschlossen. Das, was mich damals abgehalten hat, einfach zu schreiben, das, was mir ein unangenehmes Gefühl gegeben hat, nachdem ich etwas geschrieben hatte, war die Ehrlichkeit und die Authentizität, die damit einher geht, seine Gedanken auf Papier zu bannen. Dinge zu Papier zu bringen, vor allem wenn es sich um die eigenen Gefühle handelt, ist ehrlich, ungeschönt, und manchmal ein bisschen brutal (Sabine von A Hungry Mind hat sich hierzu unheimlich bewegende Gedanken gemacht). Aber gerade aus diesem Grund ist es eine wundervolle und starke Methode, mit der Du Dein Leben bewusster und achtsamer gestalten kannst.

Schreibst Du Tagebuch oder hast als Kind Tagebuch geschrieben?

Wie fühlst Du Dich dabei Dinge auf Papier festzuhalten?

 

 

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

Wie Meditation Dein Leben verbessert

Meditation ist ein unheimlich wertvolles und mächtiges Tool um Dein Wohlbefinden zu steigern und Stress zu reduzieren. Außerdem hilft Dir Meditation gelassener zu werden. Wie wertvoll diese Eigenschaft ist, habe ich in den letzten Monaten immer wieder an mir entdeckt. In diesem Beitrag erfährst Du wie Meditation Dein Leben verbessert und wie Du Meditation in Dein Leben integrieren kannst.

Meditation bringt Gelassenheit

Gelassenheit ist eine großartige Eigenschaft, die nicht nur im Miteinander mit anderen hilft. Ich muss gestehen, dass es mich manchmal verwundert hat, je mehr ich diese in sich ruhende Gelassenheit an mir entdeckt habe. Ja, Du hast es erraten, früher war das nicht gerade meine Stärke. Anfangs fand ich es ganz schön komisch, dass ich in Situationen, in denen ich mich sonst unheimlich geärgert habe, einfach ruhig blieb. Es war sogar so ungewohnt, dass ich mich manchmal gefragt habe, ob noch alles an mir stimmt. Bis es klick gemacht hat und ich erkannt habe: diese Gelassenheit ist so unheimlich befreiend!

Meditation bringt Ruhe

Meditation hilft Dir die sonst so rasenden Gedanken zu beruhigen, indem Du immer wieder sanft zu Deinem Atem oder Deinem Mantra zurückkehrst. Das ist nicht immer leicht. Wir sind es mehr und mehr gewohnt von äußeren Reizen überflutet zu werden und das persistente Bingen unserer Smartphones führt dazu, dass wir regelrecht verlernen, uns länger auf nur eine Tätigkeit zu konzentrieren.

Wenn wir uns dann tatsächlich für eine Meditationseinheit niederlassen, dann zwickt es im Rücken, der Nacken spannt und die Gedanken wollen einfach keine Ruhe geben. Meditation verlangt nicht viel von Dir – einfach nur immer wieder zum Atem zurückkehren ohne Dein Abschweifen zu bewerten oder zu verurteilen. Doch gerade am Anfang unserer Praxis kostet das mitunter viel Willenskraft nicht den Gedanken nachzujagen, sondern sie ziehen zu lassen. Aber das Ergebnis dieser Übung ist es wert! Denn selbst wenn es schwer fällt, wirst Du danach ruhiger und ausgeglichener fühlen.

Wie Meditation auf Deinen Körper wirkt

Meditation erhöht nicht nur Dein subjektives Wohlbefinden und Deine allgemeine Zufriedenheit, es wirkt auch nachhaltig auf Deinen Körper. Meditation stärkt das Immunsystem und senkt den Blutdruck. Vielmehr noch, Meditation wirkt insbesondere auf den Teil Deines Gehirns, der für Stress-Empfinden verantwortlich ist (mehr dazu unter anderem hier und hier). So lernst Du mit regelmäßiger Meditation das Handwerkszeug, mit dem Du aktiv Stress entgegenwirken kannst.

Meditation verbessert Dein Leben grundlegend. Ruhe, Gelassenheit, und sogar körperliche Verbesserungen sind möglich. | modernslow.com

Wie ich die Kraft von Meditation selbst erlebt habe

Meditation ist nun sein mehreren Monaten ein fester Bestandteil meines Lebens und die Ruhe und Gelassenheit, die ich dadurch erfahren habe, möchte ich auf gar keinen Fall missen. Dank meiner Meditationspraxis – die wahrlich nicht umfangreich ist, im Schnitt komme ich auf 5 Minuten täglich – habe ich an mentaler Stärke und Lebensqualität gewonnen.

Die Wirksamkeit von Meditation und der damit verbundenen konzentrierten Atmung habe ich aber auch schon in einem vollkommen anderen Kontext, nämlich während der Schwangerschaft und Geburt meines Sohnes erlebt. Die ganze Schwangerschaft hinweg war Yoga, aber insbesondere Atem- und Meditationsübungen ein wichtiger Bestandteil meines Alltags. In den letzten Wochen vor der Geburt habe ich diese Übungen jeden Tag für fast eine Stunde gemacht. Das Ergebnis: ich war bis zum Einsetzen der Wehen (eine Woche nach Termin) körperlich fit und auch seelisch unheimlich ausgeglichen. Und die Geburt? Ich habe noch nie (und seitdem nie wieder) eine so tiefe Ruhe und Konzentration erlebt. Nein, die Geburt war nicht schmerzfrei (nicht mal annähernd…), aber dank meiner ruhigen und bewussten Atmung hatte ich zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, dass das, was da gerade passiert, machbar ist, dass ich die Ruhe und Kraft in mir habe, die es braucht. Diese tief in mir ruhende Gewissheit war so mächtig! Natürlich spielten mein Mann, meine Hebammen, und meine Vorbereitung eine wichtige Rolle. Aber ich bin überzeugt, dass meine Meditationspraxis der Schlüssel zum positiven Erleben dieser Situation war.

Wie Du Meditation in Dein Leben integrieren kannst

Die wichtigste Erkenntnis im Bezug auf Meditation ist meiner Meinung diese: was zählt ist nicht, wie lange Du meditierst, sondern, dass Du es regelmäßig tust. Schon kurze Meditationseinheiten zeigen ihre Wirkung. Du kannst auch zunächst beginnen, einfach Wartepausen in Deinem Alltag zu nutzen, um ganz bewusst Deine Atmung zu vertiefen und Dich voll auf den Atem zu konzentrieren. Egal ob beim Warten an der Schlange im Supermarkt oder im Aufzug, Du kannst diese “verlorene Zeit” für Dich nutzen und ganz achtsam und fokussiert atmen.

Ich bin kein ausgebildeter Meditationslehrer, sondern habe mir selbst Zugang zu der Materie verschafft – ganz im Sinne von just do it. Geleitete Meditationen sind eine gute Möglichkeit für den Einstieg, ebenso die Achtsamkeitsmeditation, bei der Du Dich einfach vollständig auf die Atmung konzentrierst. Wenn Du mit dem Meditieren beginnen möchtest, habe ich hier ein paar Anlaufstellen für Dich zusammengestellt.

Bei Eva von Flow & Glow kannst Du Tipps für die passende Sitzhaltung finden.

Bei Fuck Lucky Go Happy findest Du Tipps, wie Du es nachhaltig schaffst, Meditation in Dein Leben zu holen.

Auf Youtube gibt es viele geführte Meditationen (hier findest Du eine Auswahl derer, die ich oft benutze) und sogar komplette Meditationskurse, die unterschiedliche Meditationsformen vorstellen und Übungen dazu anbieten.

Hast Du schon einmal meditiert oder meditierst Du regelmäßig?

Welche Form der Meditation passt am besten zu Dir?

Welche Wirkung von Meditation hast Du an Dir feststellen können?

 

 

 

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

Wie ich Stress verbannt habe {Stress-Strategie 5: Dankbarkeit}

Nachhaltig Stress abbauen und aus seinem Leben verbannen ist gar nicht so schwer. | modernslow.com

Zeit offline zu verbringen, To Dos zu streichen, Stressgefühle gar nicht erst aufkommen zu lassen, all das ist unheimlich wichtig für mein heutiges Leben. Aber das war nicht immer so. Immer mehr, mehr, mehr war für mich lange Zeit auch bei Projekten, To Dos und der täglichen Planung mein Credo. In dieser Beitragsreihe erfährst Du wie ich mein Leben nachhaltig entschleunigt habe und es geschafft habe, Stress aus meinem Leben zu verbannen. In diesem Beitrag stelle ich Dir meine fünfte Stress-Strategie vor: Dankbarkeit.

Stress-Strategie 5: Dankbarkeit

Wir kennen bestimmt alle diese Situation: wir empfinden negative Situationen und Emotionen als weniger schlimm, wenn wir positive Gefühle haben. Mehr noch: es fördert unser gesamtes Wohlbefinden, wenn wir mehr positive als negative Emotionen erleben. Auch wenn wir die negativen Emotionen bis zu einem gewissen Grad beeinflussen können – indem wir uns nicht über kleine belanglose Dinge ärgern, indem wir uns nicht mehr mit Menschen umgeben, die uns nicht guttun – den größten Hebel haben wir selbst auf die positiven Gefühle. Dankbarkeit ist ein wundervolles Mittel um genau dieses mehr an positiven Emotionen zu erreichen.

Dankbarkeit. | modernslow.com

Wenn wir dankbar sind, können wir die Anzahl an positiven Gefühlen erhöhen und diese positiven Gefühle sogar intensivieren, wenn wir uns später an bestimmte Erlebnisse oder Situationen zurückerinnern.

Wie kannst Du Dankbarkeit in Deinen Alltag integrieren?

Sei präsent

Genießen und dankbar sein setzt voraus, dass Du all die positiven Dinge, die Dir widerfahren, die um Dich herum passieren, auch tatsächlich wahr nimmst. Oft sind wir in Gedanken, grübeln über die Vergangenheit oder planen die Zukunft, ohne wirklich wahrzunehmen was im jetzt passiert. Je mehr Du versuchst, achtsam durch Deinen Tag zu gehen, desto mehr wirst Du positive Dinge wahrnehmen können.

Dankbar zu sein und Dankbarkeit zu zeigen hat unheimlich viel für mein Wohlbefinden getan. | modernslow.com

Dankbarkeit zeigen

Nicht nur, dass wir oft gar nicht im gegenwärtigen Moment leben. Oft sind wir in unserem Kopf so fokussiert auf uns, unsere Bedürfnisse, unsere Wünsche, unsere To Dos, dass wir all die Menschen um uns herum nicht wirklich wahrnehmen und dabei all das, was uns an positiven Dingen widerfährt als selbstverständlich annehmen. Die Unterstützung der Kollegin, die nette Geste der anderen Kita-Mutter, den Beitrag unseres Partners – dass andere Menschen für uns Mühen auf sich nehmen, nehmen wir oft gar nicht wahr. Sei achtsam dafür, was andere für Dich tun und zeige ehrliche Dankbarkeit dafür. Damit schaffst Du nicht nur positive Emotionen für Dich, sondern auch für die anderen Menschen.

 

Counting my blessings

Gerade in Stress-Situationen, wenn ich mit Dingen konfrontiert werde, die mir vollkommen gegen den Strich laufen, aber auch vollkommen außer meiner Kontrolle liegen (z.B. eine S-Bahn-Vollsperrung, wenn ich meinen Sohn aus der Kita holen will), hilft es mir, in meinem Kopf eine Liste zu führen, für Dinge die ich dankbar bin. Damit kann ich meine rasenden Gedanken beruhigen und meinen Blick auf das Wesentliche lenken. Gerade wenn der Alltag durcheinander gewirbelt wird, hilft diese Methode, sich bewusst zu machen, was zählt – und was einfach eine Übung unserer Geduld ist. Im Fall der S-Bahn-Vollsperrung kam ich über eine halbe Stunde zu spät zur Kita. Mein Sohn hatte es nicht einmal gemerkt, dass er später als sonst geholt wurde. Das Essen stand trotzdem schnell auf dem Tisch – Leftovers sei dank (das war auch eines der Dinge für die ich dankbar war, als ich in der Kälte auf einen Zug gewartet habe :)). Im Endeffekt: alles kein Problem. Und die Dankbarkeitsliste hat mir geholfen, die Ruhe zu bewahren.

 

Reflexion

Ruhepausen oder der Abend bieten sich an, um den Tag positiv Revue passieren zu lassen. Egal ob in Gedanken oder auf Papier, positive Momente zu reflektieren und dankbar dafür zu sein, macht Dich zufriedener und glücklicher. Ich persönliche praktiziere meine Dankbarkeitsroutine am Abend schriftlich in Tagebuchform (und zwar diesem), da ich so die positiven Effekte einer Abendroutine, des Tagebuchschreibens und der Dankbarkeitspraxis kombinieren kann.

 

Welche Rolle spielt Dankbarkeit für Dein Leben?

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

Warum Du (und ich!) eine Abendroutine haben sollten

Eine Abendroutine hilft mit dem Tag abzuschließen. | modernslow.com

Eine Morgenroutine zu etablieren, hat meinen Alltag unheimlich entspannt – und gleichzeitig meine Produktivität und Konzentration enorm gesteigert. Es gibt viele Gründe, die nahelegen, den Tag auch mit einer Abendroutine zu beenden. In diesem Beitrag stelle ich Dir diese Gründe für eine Abendroutine vor. Du erfährst auch, warum es mir bisher schwer fiel eine Abendroutine einzuhalten und mit welchen Strategien ich arbeite um nachhaltig eine Abendroutine einzuführen.

Gründe für eine Abendroutine

Die wohl größten Vorteile einer Abendroutine sind, dass wir leichter einschlafen und besser und erholsamer Schlafen. Warum beides erstrebenswert ist muss ich nicht erklären oder? So viel sei gesagt, ein erholsamer Schlaf ist unheimlich wichtig für unser Wohlbefinden, für unsere Konzentration und unsere Produktivität. Ähnlich wie bei der Morgenroutine tut uns (und unserem Gehirn) der routinierte Ablauf des Abends gut. Wir wissen genau was auf uns zukommt und müssen keine bewussten Entscheidungen mehr treffen. Die Routine ermöglicht es uns achtsam den Tag zu beenden. Unser Geist kommt zur Ruhe und wir entspannen uns – ideale Voraussetzungen, um gut einzuschlafen.

Wie könnte deine Abendroutine aussehen?

Eine Abendroutine kann all das umfassen, was Dir gut tut. Einzige Voraussetzung ist, dass es Dir wirklich hilft zur Ruhe zu kommen. Bewegung tut und gut und hilft, dass wir abends gut einschlafen können. Aber ein anstrengendes Workout kurz vor dem ins Bett gehen ist eher nicht geeignet, da das das Einschlafen oft schwieriger macht. Stattdessen empfiehlt sich eine entspannende Yoga-Sequenz oder eine kurze Meditation. Auch schön: ein gutes Buch lesen – so lange es Dich nicht dazu verleitet länger wach zu bleiben als Du eigentlich wolltest…

Ebenfalls wichtig: kein Smartphone. Das blaue Licht aktiviert unser Gehirn und inhibiert die Melatonin-Ausschüttung (das Hormon, das uns schläfrig macht) – also etwas, was wir gerade am Abend nicht wollen. Zudem: ähnlich wie bei der Morgenroutine tut es uns und unserem Geist gut, wenn wir ohne äußere Einflüsse den Tag beenden können – ohne Nachrichten, ohne Likes, ohne soziale Vergleiche.

Eine Abendroutine hilft Dir den Tag achtsam und entspannt zu beenden. | modernslow.com

Warum ich Schwierigkeiten hatte eine Abendroutine zu etablieren

In meinem Kopf weiß ich, wie gut eine Abendroutine wäre, und doch habe ich lange Zeit damit gekämpft eine Abendroutine wirklich nachhaltig einzuführen. Die Abendstunden sind meine Zeit. Abgesehen von der einen Stunde am Morgen, die mit Yoga und Schreiben gefüllt ist, sind die Stunden nachdem mein Sohn ins Bett gegangen ist, meine Freizeit. Egal ob Zeit mit meinem Mann, Zeit für Modern Slow, Zeit für mich oder – wenn auch sehr eingeschränkt – Hausarbeit, all das findet in diesem Zeitfenster statt. Und ja, das fühlt sich oft einfach viel zu kurz an! Da fällt es schwer, Zeit freizuschaufeln, um eine Abendroutine durchzuführen – noch dazu, wenn ich weiß, dass ich nicht zu spät ins Bett gehen sollte, um mein Schlafpensum zu bekommen.

Meine Strategien und Tricks

Mein Helferlein: mein Smartphone

Ja, paradoxerweise hilft mir mein Smartphone dabei eine Abendroutine einzuhalten. Mein iPhone hat eine tolle Funktion, die mir unheimlich hilft bei der Abendroutine (liebe Android-User: wenn es so etwas bei Euch auch gibt, kommentiert gerne oder schreibt mir eine Nachricht, dann füge ich diese Info in diesen Beitrag hinzu). Das Tool heißt Schlafenszeit und ist bei der Wecker/Uhr Funktion zu finden. Du kannst einstellen, von wann bis wann Du schlafen willst, und Dein iPhone erinnert Dich x Minuten vorher (und stellt automatisch einen Wecker). Genial. Mir war vorher gar nicht bewusst, an wie vielen Tagen ich die Uhr nicht im Blick hatte und deshalb zu spät ins Bett kam (und die Abendroutine aus Zeitgründen gestrichen habe). Dank dieses kleinen Tools werde ich nun rechtzeitig an meine Schlafenszeit erinnert. Bin ich immer im Bett, wenn ich es auch sein möchte? Nein, bei weitem nicht. Aber im Schnitt schaffe ich es deutlich früher ins Bett, und das ist immerhin etwas.

 

Mehr Zeit einplanen als nötig

Meine Schlafenzeit-Erinnerung kommt 30 Minuten bevor ich im Bett sein will. Das ist viel länger als ich für meine aktuelle Abendroutine benötige. Aber ich habe festgestellt, dass mich ein kürzeres Zeitfenster schlicht und einfach nervt. Eben weil mir die Abendstunden so wichtig sind, möchte ich mich nicht durch meine Abendroutine gegängelt oder gestresst fühlen. Außerdem ist das auch der Hinweis, dass ich spätestens ab diesem Signal nicht mehr auf Social Media unterwegs bin.

Schreiben als Teil der Abendroutine. | modernslow.com

Weniger ist mehr – gerade wenns schwer fällt

Meine aktuelle Abendroutine ist das absolute Minimum und dauert nur ein paar Minuten. Nachdem ich im Bad war, setze ich mich kurz ins Bett und schreibe ein paar Zeilen. Wenn ich das Gefühl habe, dass meine Gedanken besonders unruhig sind, meditiere ich kurz. Wenn ich mich besonders verspannt fühle, mache ich noch ein paar sanfte Yogaübungen im Bett. Und dann Licht aus und gute Nacht – denn meistens bin ich zu diesem Zeitpunkt einfach nur müde (ich stehe ja um 5.00 Uhr auf…). Yoga finde ich einen tollen Bestandteil einer Abendroutine, aber für mich war es bisher nicht umsetzbar, Yoga in die Routine zu integrieren. Wenn ich abends Yoga mache, dann direkt nachdem mein Sohn im Bett ist, bevor ich zu meinem eigentlichen Abendprogramm übergehe.

Meine Abendroutine ist sehr kurz und einfach gehalten. Dennoch spüre ich wie sehr es mir gut tut, dass die letzten Minuten vor dem Schlafen immer gleich ablaufen. Wenn auch Du bisher Schwierigkeiten hattest, eine Abendroutine zu etablieren, kann ich Dir nur empfehlen klein anzufangen (wiederum: don’t let the perfect be the enemy of the good).

 

Hast Du eine Abendroutine?

Gehst Du auch immer später ins Bett als Du willst (oder solltest)?

Wie sähe Dein perfekter Abend aus?

 

 

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

5 Tipps um Dich weniger gehetzt zu fühlen

In den letzten Wochen war es ruhiger auf Modern Slow. Der Grund? Andere private und berufliche Projekte, die für einige Zeit ziemlich viel meiner Aufmerksamkeit gefordert haben. Mit anderen Worten, es war ruhig auf Modern Slow, weil ich genau diese 5 Tipps, um die es in diesem Beitrag geht, umgesetzt habe. Fühlst Du Dich auch immer wieder gehetzt? Zerrissen zwischen verschiedenen Aufgaben? In diesem Beitrag teile ich meine 5 Tipps mit Dir, wie Du Dich weniger gehetzt fühlst.

Tausend Dinge gleichzeitig machen

Wo ist der Unterschied zwischen gehetzt fühlen und Stress? Jeder differenziert da wahrscheinlich anders. Für mich ist das Gefühl gehetzt zu sein eine Vorstufe zum Stress. Es beinhaltet noch nicht das Gefühl, dass mir alles zu viel. Wenn ich wirklich gestresst bin, rasen meine Gedanken, sind abgehackter, weniger zusammenhängend und negativer. In meiner persönlichen Erfahrung hat das Gefühl des gehetzt seins allem voran zwei Eigenschaften: (1) ich fühle mich in unzählige Richtigungen gleichzeitig gezerrt, und (2) ich habe das Gefühl, dass ich alles schneller und am Besten gleichzeit machen sollte.

So kommt es schon mal, dass ich einer Tätigkeit nachgehe, aber gleichzeitig an zwei andere Dinge denke, oder dass ich der Versuchung des Multitasking erliege. Und dann dauert es nicht lange bis ich mich gehetzt fühle. Bis ich das Gefühl habe, dass ich nicht anhalten darf, keine Zeit vergeuden darf. Spätestens wenn ich dieses Gefühl bemerke, weiß ich, dass ich gegensteuern sollte. Einen Gang zurück schalten, einen Schritt zurück machen und die Situation aus der Vogelperspektive betrachten, ist dann die Devise.

Tipps, damit Du Dich weniger gehetzt fühlst. Allesamt Tipps, die ich umsetze, sobald ich das Gefühl habe, dass ich gegensteuern muss. | modernslow.com

Tipps um Dich weniger gehetzt zu fühlen

Mein Vorsatz Stress aus meinem Leben zu verbannen hat dazu geführt, dass ich in den letzten Monaten einige Zeit in dieser Vogelperspektive verbracht habe – und sehr viel über mich gelernt habe. Wenn ich mich gehetzt fühle, hat das in der Regel einen von zwei Gründen: entweder ich habe mir zu viel aufgehalst und muss kürzer treten und entschleunigen oder ich muss mein Mindset ändern.

Tipp 1: Identify the problem

Ein Motto von Gretchen Rubin, das ich in ihren Büchern Better than Before und The Happiness Project kennengelernt habe – übrigens zwei Bücher, die ich absolut empfehle.  Wann immer Gretchen Rubin der Meinung ist, dass sie nicht weiterkommt oder sie sich in Ausreden verfängt, kommt dieses Motto zum Einsatz: Identify the problem. Was ist das Problem?

Diese Herangehensweise ist unheimlich kraftvoll – in diversen Lebenslagen. Manchmal ist das Problem offensichtlich, manchmal müssen wir ein wenig Seelenforschung betreiben, um zu identifizieren, was hinter einem Gefühl oder einer Situation steht. Doch die Frage – was ist das tatsächliche Problem? – kann Dir helfen aus dem Kreislauf aus Multitasking und Stress auszusteigen. Das Problem zu kennen, bedeutet klarer sehen zu können. Wenn klar ist was das Problem ist, kannst Du daran arbeiten, eine Lösung dafür zu finden, denn die gibt es – egal ob Du Aufgaben streichen musst, Deadlines verschiebst, oder einen falschen Glaubenssatz auflöst.

Tipp 2: Setze Prioritäten

Für den Fall, dass ich bemerke, dass ich mir doch zu viel aufgehalst habe, hilft nur eines: To Dos werden gestrichen oder zumindest verschoben. Dabei hilft es unheimlich mir bewusst zu sein, was meine Werte sind und darauf zu vertrauen. Manchmal lasse ich mich von spannenden und interessanten Projekten und Ideen mitreißen, sei es in der Arbeit, im Privatleben, oder im Bezug auf Modern Slow. Das ist schön und aufregend, wenn ich genügend Kapazitäten habe. Wenn ich diese nicht habe, dann ist Nein sagen, die richtige Strategie.

Tipp 3: Let it go

Noch wichtiger als Nein zu Aufgaben zu sagen, ist es Nein zu dem Gefühl zu sagen. Eine Minute tief durchatmen, eine Meditation oder entspannende Yoga-Sequenz machen, ganz egal welche Form Du wählst, wichtig ist genau das zu tun, was Deine gehetzten Gedanken Dir ausreden wollen: eine Pause. Beruhige Deine rasenden Gedanken. Nimm Dir Zeit, Dinge langsam und bewusst zu machen. Je mehr die Gedanken rasen, desto mehr brauchst Du diese Pause und die Ruhe. Atme tief durch und löse Dich von den Erwartungen.

 

Tipp 4: Vertraue Deiner Planung

Oft fühle ich mich gehetzt nicht deshalb, was ich den ganzen Tag über zu tun habe, sondern allein aufgrund des Wissens, dass die nächsten Tage wichtige To Dos bereithalten. Gerade wenn wichtige Termine in der zweiten Wochenhälfte liegen, schleicht sich das Gefühl von gehetzt sein ein – allein deshalb weil die wichtigen Termine immer im Hinterkopf präsent sind. In diesen Situationen hilft es mir unheimlich, mir bewusst zu machen, dass ich alles getan habe, dass ich genügend Vorbereitungszeit eingeplant habe, dass ich nicht zu viel in meinen Tag gepackt habe. One day at a time.

Tipp 5: Schalte ab

Ja, ich komme immer wieder darauf zurück – und ich bin nicht allein. Eine Offline-Pause tut einfach immer wieder gut. So sehr ich es schätze mich mit Gleichgesinnten und Freunden auf Social Media zu verbinden, so sehr weiß ich auch, dass das Gefühl der ständigen Erreichbarkeit auf Dauer nicht gut für mich ist. Gerade wenn ich mich gehetzt fühle, ist eine Offline-Pause oft genau das richtige um meinen Tag zu entschleunigen. Egal wie lange die Pause andauert – ob nur einen halben Tag oder mehrere Tage – danach fühle ich mich zu 100% weniger gehetzt.

Kennst Du Deine Zeichen dafür, dass Du gehetzt bist und einen Gang zurück schalten solltest?

Welche Methoden benutzt Du um zu entschleunigen?

Fällt es Dir manchmal schwer Nein zu Aufgaben und Ideen zu sagen?

 

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.