Wie ich Stress verbannt habe {Stress-Strategie #2: smarte Planung}

Nachhaltig Stress abbauen und aus seinem Leben verbannen ist gar nicht so schwer. | modernslow.com

Zeit offline zu verbringen, To Dos zu streichen, Stressgefühle gar nicht erst aufkommen zu lassen, all das ist unheimlich wichtig für mein heutiges Leben. Aber das war nicht immer so. Immer mehr, mehr, mehr war für mich lange Zeit auch bei Projekten, To Dos und der täglichen Planung mein Credo. In dieser Beitragsreihe erfährst Du wie ich mein Leben nachhaltig entschleunigt habe und es geschafft habe, Stress aus meinem Leben zu verbannen. In diesem Beitrag stelle ich Dir meine zweite Stress-Strategie vor: smarte Planung.

Stress-Strategie 2: Smarte Planung

Für manche Leute ist Planung äquivalent zur Selbstkasteiung, für mich persönlich – und in meiner Lebenssituation mit Vollzeitjob, Blog, Kind und Partner – ist es schlicht überlebensnotwendig. Planung hilft mir den Kopf frei zuhaben und mich auf die Ausführung zu konzentrieren. Aber eben weil ich von Natur aus gerne plane, ist es wichtig, dass die Planung nicht zum Selbstzweck wird, sondern tatsächlich dazu beiträgt meinen Alltag zu verbessern und Stress nicht aufkommen zu lassen. Zudem, das wurde mir während meiner Ruhezeit klar: ich muss diszipliniert planen, denn ich neige dazu mir zu viel vorzunehmen.

Planen auf Etappen und mit Rotstift

Ich plane natürlich weiterhin, um den Überblick zu bewahren. Aber nun durchläuft meine Planung mehrere Iterationen, in denen ich immer wieder hinterfrage: kann ich das an diesem Tag, in dieser Woche realistisch schaffen? Oft hilft es schon, mir einfach nur zu überlegen, wie lange die einzelnen Aufgaben dauern. Wenn die Aufgaben länger dauern, als ich an einem Tag wach bin, ist offensichtlich meine Planung falsch. Nun klingt das ziemlich offensichtlich, aber – zumindest für mich – ist das ein häufiges Problem.

Zudem habe ich weitere Strategien entwickelt, mit denen ich meine Planung verbessere und so insgesamt smarter plane.

 

 

Um Stress gar nicht erst aufkommen zu lassen, vertraue ich auf meine zweite Stress-Strategie: smarte Planung. Mehr dazu und meinen anderen Strategien auf Modern Slow |modernslow.com

Aufgaben hinterfragen

Im Zuge meiner Rotstift-Planung hinterfrage ich alle Aufgaben. Klar, als Erwachsener müssen wir oft Dinge erledigen, ohne dass wir wollen. Reifen wechseln, Steuererklärung, … Aber oft, häufiger als Du vielleicht denkst, stehen hinter unseren To Dos Annahmen, die wir uns selbst auferlegen und nie hinterfragen. Musst Du wirklich jeden Tag staubsauen? Musst Du wirklich jeden Tag einen Beitrag auf Social Media posten? Musst Du wirklich ein Fünf-Gänge-Menü am Familienweihnachtsessen servieren? Musst Du wirklich…? Vielleicht stellst Du fest, dass diese Aufgabe wirklich notwendig ist, dass die Aufgabe Dir wirklich wichtig ist. Oft steht hinter so mancher Aufgabe nichts anderes als falscher Perfektionismus. Hinterfrage also, ist diese Aufgabe wirklich wichtig? Ist sie Dir wirklich wichtig? Egal ob Haushalt, Blog, oder Arbeit, nach meiner Erfahrung ist die Antwort auf diese Frage erstaunlich oft nein.

Planungsspielraum einschränken

Gerade am Wochenende oder an Urlaubstagen steht uns mehr Zeit und mehr Flexibilität zur Verfügung, was oft dazu führt, dass wir uns viel zu viel vornehmen. An diesen Tagen sind wir oft so voller Tatendrang, dass wir am liebsten alles erledigen möchten. Damit nicht unnötige Aufgaben von meiner Freizeit und Familienzeit ablenken, schränke ich meine Planung für wenig wichtige Aufgaben bewusst ein. Für mich ist der Haushalt einfach nachrangig gegenüber Zeit mit meinen Liebsten, daher gilt am Wochenende die Prämisse: maximal 4 Ladungen Wäsche. Damit verhindere ich, dass ich nur mal schnell noch eine zusätzliche Ladung in die Wäsche werfe – die dann letztendlich nur mehr meiner wertvollen Zeit bindet, denn die Wäsche will ja schließlich in den Trockner geworfen und zusammengelegt und aufgeräumt werden. Toller Nebeneffekt: ich wasche insgesamt weniger, da durch die künstliche Beschränkung ein wesentlich höherer Anreiz besteht, Kleidung auszulüften und wieder zu tragen. Besser für die Umwelt und besser für meine Zeit.

Der Planung vertrauen

Ich habe viele To Dos, Termine, usw auf dem Schirm – wenn auch nicht alle. Das ist gut, quasi als Back-up zu meinem Planer, aber bringt auch mit sich, dass ich gedanklich schon oft bei den Terminen der kommenden Tage oder Woche bin. Das ist ein weiterer Grund warum meine Planung so wichtig ist. Wenn ich die Planung, inklusive den Rotstift-Runden gemacht habe, zwinge ich mich – ja manchmal muss ich mich wirklich zwingen – nicht mehr über die Planung und die To Dos nachzudenken. Ich vertraue stattdessen meiner Planung, und konzentriere ich mich darauf, das zu erledigen was für heute auf dem Plan steht – nicht mehr und nicht weniger.

 

Planst Du auch viel?

Bist Du auch ein chronischer Zu-viel-Vornehmer?

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Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

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