5 Zeichen, dass Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben brauchst

Weniger Stress, mehr Achtsamkeit. | modernslow.com

Ist Dein tägliches Leben auch das reinste go go go!? Hast Du oft keinerlei Erinnerung, ob Du das Fenster zu Hause wirklich zugemacht hast? Verschüttest Du oft Dein Getränk? Verfällst Du in Aktionismus, wenn sich unerwartet ein Zeitfenster öffnet? Wenn Du bei diesen Fragen innerlich genickt hast, dann ist das ein Beitrag für Dich. Und wenn Du – weil Du gerade multitaskst oder mit den Gedanken woanders bist oder einfach aus Gewohnheit – diesen Artikel nur überfliegst, hier noch einmal in fett gedruckt, damit Du auch in diesen Fällen den Nutzen für Dich erkennen kannst: Dieser Beitrag gibt Dir die Möglichkeit zu reflektieren, ob Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben brauchst – denn höchstwahrscheinlich trifft mindestens eines dieser Zeichen auch auf Dich zu.

Jede freie Minute ist eine Möglichkeit etwas abzuarbeiten

Kennst Du dieses Verhalten? Sobald sich ein Zeitfenster unerwartet öffnet, beginnst Du wie von Sinnen, To Dos abzuarbeiten. Grüne Welle auf der Nachhausefahrt, ein Meeting das unerwartet kürzer dauert, ein Arzttermin, der nicht wie sonst mit langer Wartezeit verbunden ist – all das sind keine Geschenke für Dich. Keine Gelegenheit um einmal durchzuatmen, tief Luft zu holen und die wenigen freien Minuten mit etwas schönem zu füllen. Nein, diese geschenkte Zeit ist die Gelegenheit endlich die Oberhand über Deine To Do Liste zu bekommen. Diese geschenkte Zeit muss möglichst effizient genutzt werden.

Du verwendest Zeit auf irrelevante Entscheidungen

Tagtäglich sind wir mit einer Vielzahl an Entscheidungen konfrontiert. Einige davon haben weitreichende Auswirkungen, einige wenige bestimmen unser Leben für lange Zeit. Aber die meisten Entscheidungen sind ziemlich unbedeutend. Und doch verschwenden wir oft kostbare Zeit auf diese unbedeutenden Entscheidungen.

Sich bewusst gegen das überanalysieren von irrelevanten Entscheidungen zu entscheiden, bringt eine unheimliche Freiheit mit sich. Ein – etwas unsaisonales, aber nicht weniger treffendes – Beispiel: als wir letztes Jahr unseren Weihnachtsbaum gekauft haben, haben wir uns zwischen zwei Bäumen innerhalb von 30 Sekunden entschieden. Kein Witz, keine Übertreibung.  Der oder der? Der. Ok, erledigt. Der Grund: der Baum ist für uns sekundär – jeder Baum sieht gut aus, wenn wir ihn zuvor als Familie gemeinsam geschmückt haben. Was uns wichtig ist, sind die Rituale rund um Weihnachten, die gemeinsame Zeit, das Vorbereiten, das Baumschmücken, das gemeinsame Essen.

Du stellst zu hohe Erwartungen an Dich

Das Essen ist selbst gemacht und selbstverständlich gibt es jeden Tag ein anderes Gericht, die Wohnung ist immer aufgeräumt, frisch gestaubsaugt, und saisonal dekoriert. Du bist gestylt als wärst Du gerade aus einem Magazin gesprungen – effortlessly chic – und auch selbstverständlich bist Du on top of everything. Das klingt übertrieben, wenn man es so liest, nicht wahr? Aber sei ehrlich: wie oft hast Du solche, oder ähnliche Ansprüche schon an Dich gestellt? Häufiger als Dir lieb ist, häufiger als Dir gut tut. Der härteste Antreiber und der stärkste Kritiker lebt in uns selbst.

5 Zeichen, warum Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben brauchst. | modernslow.com

Du bist ständig am Multitasken

Auch ein Zeichen, dass Du unter Strom stehst und das meiste aus Deiner Zeit herausholen möchtest: Du erliegst dem Bann des Multitasken. Ach, Multitasken klingt einfach so toll. Wie gern würde ich noch mehr in meiner Zeit schaffen. Nur, Multitasken funktioniert einfach nicht – zumindest nicht so wie wir es gerne hätten. Ja, wir können zwei Tätigkeiten parallel ausführen, aber wir brauchen länger und machen mehr Fehler. Klingt doch nicht mehr so toll oder?

Deine Gedanken geben nie Ruhe

Egal was wir tun: die Gedanken rasen. Wenn wir morgens das Frühstück zubereiten, planen wir schon im Kopf unseren Tag und die To Dos. Wenn wir abends im Bett liegen, springen die Gedanken wild zwischen den Ereignissen des Tages und den das darf ich morgen auf gar keinen Fall vergessen – Gedanken hin und her. Wir sehen das oft als eine Art badge of honor – wir sind produktiv, wichtig, busy eben. So habe ich das auch gesehen. Nur, es macht uns krank auf lange Sicht. Wir fühlen uns ausgelaugt und sind nie richtig präsent. Stößt Du auch ständig gegen irgendwelche Dinge? Verschüttest Dein Getränk oder hast keine Erinnerung daran, was Du vor einer Minute getan hast? All das sind Zeichen, dass Du vollkommen in Deinen Gedanken, und nicht in der Gegenwart präsent warst.

Warum mehr Achtsamkeit die Antwort ist

Achtsamkeit entschleunigt, Achtsamkeit gibt Dir die Möglichkeit zu reflektieren, Achtsamkeit lässt Dich zur Ruhe kommen. Dieses Gefühl, Du müsstest aus jeder Sekunde noch etwas herausholen, mehr planen, mehr leisten, ist letztlich eine Einladung für Stress- und Schuldgefühle.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Du mit Achtsamkeit gegen diese Verhaltensmuster angehen kannst. Du kannst meditieren, Du kannst über Dich nachdenken, Du kannst versuchen, Deine Angewohnheiten zu hinterfragen. Achtsamer zu leben bedeutet Dein Leben von grund auf zu verändern.

Möchtest Du Unterstützung dabei, Achtsamkeit in Dein Leben zu integrieren?

Achtsamkeit ist nicht etwas, was Du einfach von einem Tag auf den anderen umsetzt. Es ist ein Weg und entscheidend ist, dass Du jeden Tag, Schritt für Schritt, ein bisschen Achtsamkeit in Dein Leben holst. Mein Buch Modern Mindful zeigt Dir meinen persönlichen Weg zu mehr Achtsamkeit – denn vor weniger als einem Jahr hatte ich alle diese Gewohnheiten. Wenn Du jetzt, noch heute, etwas verändern möchtest, kannst Du direkt meinen einwöchigen, kostenlosen Onlinekurs Schluss mit Stress absolvieren. Hier gehts zur Anmeldung…

Schluss mit Stress ist ein kostenloser Onlinekurs von Modern Slow. Du lernst Deine Stressmuster zu erkennen und achtsamer zu leben - für mehr Zufriedenheit in Deinem Leben. | modernslow.com

Welche dieser Zeichen treffen auf Dich zu?

Welche Angewohnheit könntest Du am leichtesten ändern? Welche würde Dir besonders schwer fallen?

 Mir fiel es tatsächlich leichter das Multitasking abzustellen – hatte ich nicht erwartet – als dieses Gefühl, jede Sekunde nutzen zu müssen, sei es mit To Dos abarbeiten oder in meinem Kopf planen und überlegen und analysieren.

Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest

Modern Mindful - Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest. | modernslow.com

Hallo meine Lieben, die lange Osterpause ist vorbei und der Moment, auf den ich die letzten mehr als fünf Monate hingearbeitet habe ist da: heute stelle ich Euch mein Buch Modern Mindful vor. In den letzten Monaten habe ich unheimlich viel Zeit, Energie und Liebe in dieses Herzensprojekt gesteckt und ich bin so unendlich dankbar, dass ich Euch nun das Ergebnis vorstellen kann: Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest.

Wieso eigentlich ein Buch?

Wer nicht Teil der Modern Slow Community ist (dort gab es bereits vorab mehrere Einblicke in das Buch und meinen Weg dorthin) oder mir auf Instagram folgt, ist wahrscheinlich ein bisschen überrascht. Wieso gibt es ein Buch? Warum ein Buch über Achtsamkeit, Glück und Zufriedenheit?

Auf diese Frage gibt es eine kurze und eine lange Antwort. Die kurze Antwort ist die: Weil Achtsamkeit mein Leben so fundamental verändert hat, dass ich dieses Wissen, meinen Weg und meine Methode mir Dir teilen möchte.

Weil ich den tiefen Wunsch und die Hoffnung, habe, dass Dir dieses Buch helfen kann, egal wo Du gerade in Deinem Leben stehst.

Die lange Antwort beginnt vor knapp einem Jahr. Zu dieser Zeit war ich ziemlich gestresst, sehr gestresst, und ganz schön ausgelaugt. Viel von dem Stress kam von meinem vollen, durchgetakteten Alltag – Vollzeitjob, Kind, Haushalt, damals noch meiner ersten Webseite A Hearty Matter und zugleich die Idee für Modern Slow, die ich umsetzen wollte, Sport, Freunde, Familie, … das volle Programm eben. Aber mindestens genauso viel Stress kam von mir, von meinen hohen Ansprüchen an mich selbst. Zusammen war das eine ziemlich toxische Mischung. Stress war in meinem Alltag vorprogrammiert – und mir schon länger gut bekannt. Über die Jahre hatte ich gelernt damit umzugehen – dachte ich zumindest. Bis ich vor knapp einem Jahr an einem Tiefpunkt realisiert habe, dass ich etwas ändern muss. Dass ich mein Leben wirklich ändern muss, wenn ich nicht will, dass sich kleine, alltägliche Planänderungen regelmäßig anfühlen wie eine mittlere Katastrophe.

Kleine, große Schritte zu Achtsamkeit und Glück

Nachdem ich diesen Entschluss gefasst hatte, hat sich natürlich mein Leben nicht über Nacht geändert. Aber Stück für Stück habe ich Achtsamkeit mehr in mein Leben gelassen und Stück für Stück hat diese Lebensweise meinen Alltag, mein gesamtes Leben verändert. Komplett und umfassend verändert.

Modern Mindful - Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest | modernslow.com

Dabei habe ich äußerlich betrachtet rein gar nichts verändert: gleicher Job, gleiches Vollzeitpensum. Ein Kind, dessen Betreuungsstunden ich nicht erhöht habe. Mann, Freunde, Familie, Haushalt, Modern Slow, Sport. All das ist gleich geblieben. Nicht einmal eine Haushaltshilfe habe ich eingestellt.

Alles, was ich verändert habe ist in mir.

Alles, was ich verändert habe, lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Achtsamkeit.

Seit ein paar Monaten kombiniere ich nun auch Achtsamkeit, Dankbarkeit und Schreiben, indem ich jeden Tag, morgens und abends, ein paar Fragen für mich beantworte.

Das Ergebnis überwältigt mich noch immer.

Seit ich damit begonnen habe, bin ich gelassener und glücklicher. Deutlich gelassener und glücklicher. Diese Fragen haben meinen Alltag in einem Ausmaß bereichert, das ich nicht für möglich gehalten hätte.

Ich bin so begeistert, von dem was ich gelernt habe, von dieser so umfassenden Veränderung, dass ich mein Wissen und meine Tagebuchfragen mit Dir teilen möchte. Ich möchte Dir helfen, Achtsamkeit nachhaltig in Dein Leben zu integrieren, damit Du Dich weniger gestresst und dafür glücklicher fühlst.

Das Konzept von Modern Mindful

Modern Mindful ist das Ergebnis meiner Suche nach einem Weg, mein Leben bewusster zu gestalten, ohne dabei mein ganzes Leben über den Haufen zu werfen. Genau das ist die Philosophie hinter Modern Slow – es ist meine Philosophie: ich bin der Meinung, dass Du die Lösung für ein achtsames Leben nicht auf einer einsamen Berghütte findest, sondern in Dir selbst – da, wo Du gerade bist.

Ich hoffe, dass Dich Modern Mindful dabei unterstützen wird, ein achtsames Leben zu gestalten – egal, wo Du gerade bist. Egal, ob Du Dich bereits mit Achtsamkeit auseinandergesetzt hast. Egal, ob Du nur etwas von den Ärgernissen des Alltags genervt bist, oder wirklich unter dem Stress in Deinem Leben leidest. Achtsamkeit kann Dir helfen, damit umzugehen, und mehr Glück und Zufriedenheit zu finden.

Modern Mindful enthält ein Achtsamkeitstagebuch für 100 Tage. | modernslow.com

Aber ganz klar: Achtsamkeit ist keine schnelle Lösung.

Ich halte nichts von Methoden (oder Gesichtscremes), die grandiose Ergebnisse über Nacht versprechen. Genauso wenig möchte ich mit Modern Mindful suggerieren, dass Du nur das Buch kaufen musst, es liest und dann ist alles Friede Freude Eierkuchen.

Modern Mindful will Dich unterstützen, etwas zu verändern – aber Du musst selbst aktiv werden. Daher gibt es Modern Mindful ausschließlich als Hardcopy Buch. Modern Mindful ist Dein täglicher Begleiter, der Dir hilft, Deinen Alltag, Tag für Tag, Stück für Stück, achtsamer zu gestalten.

Modern Mindful enthält die wesentlichen Konzepte, die mir geholfen haben, es enthält meine persönlichen Erfahrungen, Übungen und ein Tagebuch für 100 Tage. Modern Mindful ist Wissens- und Inspirationsquelle, Arbeits- und Tagebuch in einem. Ich möchte Dich ermutigen, nicht nur das Buch, sondern auch einen Stift in die Hand zu nehmen und dabei tatsächlich ins Handeln, ins Verändern, zu kommen.

Ein Blick in Modern Mindful

Modern Mindful hat insgesamt 280 Seiten und besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil stelle ich Dir das Konzept der Achtsamkeit vor, zeige Dir warum Achtsamkeit so entscheidend für Deine Zufriedenheit ist und wie Du Achtsamkeit in Dein Leben nachhaltig integrieren kannst. In diesem Teil warten 11 Übungen auf Dich, die Dir helfen, Deine Gedanken und Dein Handeln zu hinterfragen, um zu verstehen, wie Dein Weg zu mehr Glück und Zufriedenheit aussehen kann.

Selbstreflektion ist ein wesentlicher Bestandteil von Modern Mindful. Je mehr Du Dich selbst verstehst, desto mehr kannst Du an Dir und Deinem Leben arbeiten. Das Ziel ist dabei wortwörtlich Selbstverständnis – entwickle Verständnis für Dich und Deine Gedanken. Höre hin, nimm Deine Gedanken an und versuche negative Gedankenschleifen Stück für Stück aufzulösen. Das ist ein ganzes Stück Arbeit, aber es ist all die Mühen wert.

 

Inhalt von Modern Mindful | modernslow.com

 

Der zweite Teil von Modern Mindful ist ein Achtsamkeitstagebuch für 100 Tage, das Dir hilft Dein Leben Tag für Tag, Stück für Stück, achtsamer zu gestalten. Das Tagebuch enthält ein paar Fragen für morgens und abends und unterstützt Dich so, Dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit zu nehmen – um zu reflektieren, um Dich Dir selbst zuzuwenden, um dankbar zu sein. Es sind genau die Fragen, die ich seit Monaten selbst täglich für mich beantworte.

Wenn ich jetzt daran denke, wie ich mich vor knapp einem Jahr gefühlt habe, dann fühlt sich dieses Leben Lichtjahre entfernt an. Nicht weil es so lange her ist – was ist schon ein Jahr – sondern weil ich mich nicht anders fühlen könnte. Wenn ich eine derartige Veränderung in meinem Leben erreichen kann, dann kannst Du das auch!

Wenn Du Dir eine solch umfassende Veränderung wünschst, dann gibt es einen Weg.

Modern Mindful – Wie Du Glück und Zufriedenheit im Hier und Jetzt findest  ist verfügbar bei

Kaufe jetzt Modern Mindful und mache den nächsten Schritt zu einem achtsameren Leben

uvm.

Alles Liebe

Katharina

Tagebuch schreiben oder Journaling – wie Dich Schreiben glücklicher macht

Tagebuch schreiben verbessert Dein Leben. | modernslow.com

Ich möchte, dass die Inhalte von Modern Slow Dir dabei helfen, Dein Leben bewusster zu gestalten und zufriedener zu sein. Dass Du hier nicht nur Inspiration findest, sondern auch das Handwerkszeug, dass Du benötigst, um diese Ideen in Dein Leben zu integrieren. Oft sind die Beiträge daher in Form von Tipps und Strategien aufgebaut. Der heutige Beitrag ist anders. Nicht in seinem Ziel. Ganz und gar nicht. Auch in diesem Beitrag möchte ich Dir eine Methode vorstellen, die mein Leben unendlich bereichert. Aber dieser Beitrag ist dennoch anders. Er ist persönlicher und weniger strategiegetrieben. Weil es zu dem Thema passt. Und weil viele von uns mentale Blockaden und Gedankenmuster haben, die uns den Zugang zu diesem Thema versperren oder zumindest erschweren. Der heutige Beitrag stellt Dir ein unheimlich mächtiges Hilfmittel vor – das Tagebuch schreiben – und zeigt Dir, wie ich nach vielen vielen Jahren endlich einen Zugang dazu gefunden habe, der mir guttut.

Tagebuch schreiben, Journaling, oder einfach schreiben

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich, wenn ich vor einem guten halben Jahr den Titel gelesen hätte, den Artikel weggeklickt. Schön, dass Du noch da bist. 🙂 Der Grund dafür ist, dass ich bis vor kurzem eine Assoziation mit Tagebuch schreiben in meinem Kopf hatte, die alles andere als positiv war. Die meisten von uns haben es schon mal versucht, aber viele haben es wieder aufgegeben. Wenn das auch auf Dich zutrifft, lass Dich nicht von dem Begriff abschrecken: Tagebuch schreiben, Journaling, oder einfach schreiben – wichtig ist nicht, wie Du es nennst, sondern dass Du es tust – denn schreiben hat eine unheimliche Kraft.

Die Kraft des Schreibens

Forschung aus dem Feld der positiven Psychologie legt nahe, dass Schreiben sich positiv auf unser Wohlbefinden auswirkt. Du hast das sicherlich schon einmal an Dir selbst beobachtet. Wenn Du Dich geärgert hast und eine wütende Email verfasst hast, um Dich bei dem Verursacher zu beschweren und Deinem Ärger Luft zu machen, ist die ganze Situation deutlich entspannter, nachdem Du die Email geschrieben hast. Nicht nachdem Du sie abgeschickt hast, sondern bereits nachdem Du sie geschrieben hast, geht es Dir schon deutlich besser.

Tagebuch schreiben, journaling, einfach schreiben - egal wie Du es nennst: Schreiben fördert Dein Wohlbefinden. | modernslow.com

Erwartungshaltung und Gedankenmuster

Obwohl ich schon als Kind eine große Faszination für Bücher und das Schreiben hatte, habe ich nie ein Tagebuch geschrieben. Na gut, für ein, zwei Wochen hier und da. Aber nichts was der Rede wert ist. Nichts, was einer Routine nahekommt. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob die Bücher noch existieren. Ich habe die starke Vermutung, dass ich sie weggeworfen habe, als ich mein Kinderzimmer ausgemistet habe und von zuhause ausgezogen sind. Wenn dem so ist, nicht weiter schlimm. Denn eben weil das Tagebuchschreiben nie eine wichtige Routine für mich war, habe ich auch keine emotionale Bindung an wenigen Versuche, die ich in meiner Kindheit gewagt habe.

Dabei hatte ich immer die Idee, wie schön es wäre Tagbuch zu schreiben. Ein schönes Tagebuch. Eines, dass man selbst Jahre später liest. Eines, dass die Kinder oder Enkel mal lesen werden. Eines, dass vielleicht eines Tages so interessant ist, dass es auch andere Menschen lesen werden.

Ganz schön schwere Gedanken und ganz schön hohe Anforderungen an einen Teenager, der sich gerade mit den üblichen Problemen dieser Zeit herumschlägt (wieso mag mich XYZ nicht?, was wohl die anderen über mich denken?, bin ich gut genug? und all diese schönen, zerstörerischen Gedanken, die einem in seiner Jugend durch den Kopf geistern).

Was schade ist, denn genau diese absurde Erwartungshaltung und diese negativen Gedankenmuster haben letztlich dazu geführt, dass ich zu dieser traurigen Schlussfolgerung gekommen bin: ich bin dafür einfach nicht gemacht. Zum Tagebuchschreiben. Zum Schreiben generell. Schließlich schreibt doch jeder, der das später mehr oder weniger Ernst betreibt schon seit frühester Kindheit. Jeder Schreiberling, ob Schriftsteller oder Journalist, wird doch nicht müde zu erwähnen, wie viel er schon während seiner Kindheit und Jugend geschrieben hat. Tagebuch, Gedichte, vielleicht sogar einen Roman. Also lieber gar nicht schreiben!

Sag nein zu dem inneren Zensor

Nach Jahren ohne nenneswerte Schreibpraxis, hat das Schreiben inzwischen einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben. By design. Denn ich habe über die Jahre verstanden, dass Schreiben eben doch für mich wichtig ist. Nun schreibe ich für Modern Slow, Schreiben hat auch eine wichtige Rolle in meinem day job, und ich schreibe inzwischen auch in einem Tagebuch. Schreiben ist nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken und das möchte ich auch gar nicht.

Der Schlüssel zum Schreiben, den ich in meinem Job und auf Modern Slow gelernt habe – und der insbesondere für das Tagebuchschreiben essentiell ist, ist dabei so einfach: Schreib was Du denkst – ohne gleich zu redigieren. Natürlich, geschriebenes das veröffentlicht werden soll, muss irgendwann überarbeitet werden. Aber das ist der zweite Schritt. Und für Dein Tagebuch gilt das umso mehr: die Gedanken sollen raus auf dem Kopf und auf das Papier. Keine Angst vor dem – vermeitlichen – Versagen.

Tagebuch schreiben - journaling - oder einfach nur schreiben: egal ist, wie Du es nennst. Wichtig - für Dein Wohlbefinden - ist, dass Du es tust. | modernslow.com

Einfacher Einstieg: Stream of Consciousness

Für mich der einfachste Einstieg zum Tagebuch-Schreiben ist das Stream of Consciousness-Schreiben, d.h. Du schreibst einfach was Du denkst. Diese Methode ist leicht umzusetzen, da Du nicht von vornherein in die Rolle des Bewerters (“was war heute erwähnenswert”) kommst, sondern einfach das zu Papier bringst, was Dich gerade in dem Moment bewegt. Das sind manchmal triviale Dinge. Das ist vollkommen egal: das Ziel ist bring das zu Papier, was gerade in Deinem Kopf ist. Danach fühlst Du Dich aufgeräumter und ruhiger.

Das ist auch die Methode, die Julia Cameron in The Artist’s Way als Morgenseiten empfiehlt: morgens, bevor Du etwas anders tust, 3 Seiten handschriftlich als stream of consciousness schreiben. Für den Einstieg mag das vielleicht zu umfangreich sein . Vielleicht möchtest Du auch lieber als Tagesabschluss schreiben. Ich persönlich schreibe auch keine 3 Seiten, wenn ich als stream of consciousness schreibe. Wenn Dich das Konzept interessiert, findest Du hier auf Julia Cameron’s Homepage mehr Infos und hier bei Sunray von The Organized Cardigan einen Erfahrungsbericht.

Schreiben ist ehrlich

Inzwischen habe ich auch meinen Frieden mit den Tagebuch-Versuchen als Kind geschlossen. Das, was mich damals abgehalten hat, einfach zu schreiben, das, was mir ein unangenehmes Gefühl gegeben hat, nachdem ich etwas geschrieben hatte, war die Ehrlichkeit und die Authentizität, die damit einher geht, seine Gedanken auf Papier zu bannen. Dinge zu Papier zu bringen, vor allem wenn es sich um die eigenen Gefühle handelt, ist ehrlich, ungeschönt, und manchmal ein bisschen brutal (Sabine von A Hungry Mind hat sich hierzu unheimlich bewegende Gedanken gemacht). Aber gerade aus diesem Grund ist es eine wundervolle und starke Methode, mit der Du Dein Leben bewusster und achtsamer gestalten kannst.

Schreibst Du Tagebuch oder hast als Kind Tagebuch geschrieben?

Wie fühlst Du Dich dabei Dinge auf Papier festzuhalten?

 

 

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

Wie Meditation Dein Leben verbessert

Meditation ist ein unheimlich wertvolles und mächtiges Tool um Dein Wohlbefinden zu steigern und Stress zu reduzieren. Außerdem hilft Dir Meditation gelassener zu werden. Wie wertvoll diese Eigenschaft ist, habe ich in den letzten Monaten immer wieder an mir entdeckt. In diesem Beitrag erfährst Du wie Meditation Dein Leben verbessert und wie Du Meditation in Dein Leben integrieren kannst.

Meditation bringt Gelassenheit

Gelassenheit ist eine großartige Eigenschaft, die nicht nur im Miteinander mit anderen hilft. Ich muss gestehen, dass es mich manchmal verwundert hat, je mehr ich diese in sich ruhende Gelassenheit an mir entdeckt habe. Ja, Du hast es erraten, früher war das nicht gerade meine Stärke. Anfangs fand ich es ganz schön komisch, dass ich in Situationen, in denen ich mich sonst unheimlich geärgert habe, einfach ruhig blieb. Es war sogar so ungewohnt, dass ich mich manchmal gefragt habe, ob noch alles an mir stimmt. Bis es klick gemacht hat und ich erkannt habe: diese Gelassenheit ist so unheimlich befreiend!

Meditation bringt Ruhe

Meditation hilft Dir die sonst so rasenden Gedanken zu beruhigen, indem Du immer wieder sanft zu Deinem Atem oder Deinem Mantra zurückkehrst. Das ist nicht immer leicht. Wir sind es mehr und mehr gewohnt von äußeren Reizen überflutet zu werden und das persistente Bingen unserer Smartphones führt dazu, dass wir regelrecht verlernen, uns länger auf nur eine Tätigkeit zu konzentrieren.

Wenn wir uns dann tatsächlich für eine Meditationseinheit niederlassen, dann zwickt es im Rücken, der Nacken spannt und die Gedanken wollen einfach keine Ruhe geben. Meditation verlangt nicht viel von Dir – einfach nur immer wieder zum Atem zurückkehren ohne Dein Abschweifen zu bewerten oder zu verurteilen. Doch gerade am Anfang unserer Praxis kostet das mitunter viel Willenskraft nicht den Gedanken nachzujagen, sondern sie ziehen zu lassen. Aber das Ergebnis dieser Übung ist es wert! Denn selbst wenn es schwer fällt, wirst Du danach ruhiger und ausgeglichener fühlen.

Wie Meditation auf Deinen Körper wirkt

Meditation erhöht nicht nur Dein subjektives Wohlbefinden und Deine allgemeine Zufriedenheit, es wirkt auch nachhaltig auf Deinen Körper. Meditation stärkt das Immunsystem und senkt den Blutdruck. Vielmehr noch, Meditation wirkt insbesondere auf den Teil Deines Gehirns, der für Stress-Empfinden verantwortlich ist (mehr dazu unter anderem hier und hier). So lernst Du mit regelmäßiger Meditation das Handwerkszeug, mit dem Du aktiv Stress entgegenwirken kannst.

Meditation verbessert Dein Leben grundlegend. Ruhe, Gelassenheit, und sogar körperliche Verbesserungen sind möglich. | modernslow.com

Wie ich die Kraft von Meditation selbst erlebt habe

Meditation ist nun sein mehreren Monaten ein fester Bestandteil meines Lebens und die Ruhe und Gelassenheit, die ich dadurch erfahren habe, möchte ich auf gar keinen Fall missen. Dank meiner Meditationspraxis – die wahrlich nicht umfangreich ist, im Schnitt komme ich auf 5 Minuten täglich – habe ich an mentaler Stärke und Lebensqualität gewonnen.

Die Wirksamkeit von Meditation und der damit verbundenen konzentrierten Atmung habe ich aber auch schon in einem vollkommen anderen Kontext, nämlich während der Schwangerschaft und Geburt meines Sohnes erlebt. Die ganze Schwangerschaft hinweg war Yoga, aber insbesondere Atem- und Meditationsübungen ein wichtiger Bestandteil meines Alltags. In den letzten Wochen vor der Geburt habe ich diese Übungen jeden Tag für fast eine Stunde gemacht. Das Ergebnis: ich war bis zum Einsetzen der Wehen (eine Woche nach Termin) körperlich fit und auch seelisch unheimlich ausgeglichen. Und die Geburt? Ich habe noch nie (und seitdem nie wieder) eine so tiefe Ruhe und Konzentration erlebt. Nein, die Geburt war nicht schmerzfrei (nicht mal annähernd…), aber dank meiner ruhigen und bewussten Atmung hatte ich zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, dass das, was da gerade passiert, machbar ist, dass ich die Ruhe und Kraft in mir habe, die es braucht. Diese tief in mir ruhende Gewissheit war so mächtig! Natürlich spielten mein Mann, meine Hebammen, und meine Vorbereitung eine wichtige Rolle. Aber ich bin überzeugt, dass meine Meditationspraxis der Schlüssel zum positiven Erleben dieser Situation war.

Wie Du Meditation in Dein Leben integrieren kannst

Die wichtigste Erkenntnis im Bezug auf Meditation ist meiner Meinung diese: was zählt ist nicht, wie lange Du meditierst, sondern, dass Du es regelmäßig tust. Schon kurze Meditationseinheiten zeigen ihre Wirkung. Du kannst auch zunächst beginnen, einfach Wartepausen in Deinem Alltag zu nutzen, um ganz bewusst Deine Atmung zu vertiefen und Dich voll auf den Atem zu konzentrieren. Egal ob beim Warten an der Schlange im Supermarkt oder im Aufzug, Du kannst diese “verlorene Zeit” für Dich nutzen und ganz achtsam und fokussiert atmen.

Ich bin kein ausgebildeter Meditationslehrer, sondern habe mir selbst Zugang zu der Materie verschafft – ganz im Sinne von just do it. Geleitete Meditationen sind eine gute Möglichkeit für den Einstieg, ebenso die Achtsamkeitsmeditation, bei der Du Dich einfach vollständig auf die Atmung konzentrierst. Wenn Du mit dem Meditieren beginnen möchtest, habe ich hier ein paar Anlaufstellen für Dich zusammengestellt.

Bei Eva von Flow & Glow kannst Du Tipps für die passende Sitzhaltung finden.

Bei Fuck Lucky Go Happy findest Du Tipps, wie Du es nachhaltig schaffst, Meditation in Dein Leben zu holen.

Auf Youtube gibt es viele geführte Meditationen (hier findest Du eine Auswahl derer, die ich oft benutze) und sogar komplette Meditationskurse, die unterschiedliche Meditationsformen vorstellen und Übungen dazu anbieten.

Hast Du schon einmal meditiert oder meditierst Du regelmäßig?

Welche Form der Meditation passt am besten zu Dir?

Welche Wirkung von Meditation hast Du an Dir feststellen können?

 

 

 

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

Wie ich Stress verbannt habe {Stress-Strategie 5: Dankbarkeit}

Nachhaltig Stress abbauen und aus seinem Leben verbannen ist gar nicht so schwer. | modernslow.com

Zeit offline zu verbringen, To Dos zu streichen, Stressgefühle gar nicht erst aufkommen zu lassen, all das ist unheimlich wichtig für mein heutiges Leben. Aber das war nicht immer so. Immer mehr, mehr, mehr war für mich lange Zeit auch bei Projekten, To Dos und der täglichen Planung mein Credo. In dieser Beitragsreihe erfährst Du wie ich mein Leben nachhaltig entschleunigt habe und es geschafft habe, Stress aus meinem Leben zu verbannen. In diesem Beitrag stelle ich Dir meine fünfte Stress-Strategie vor: Dankbarkeit.

Stress-Strategie 5: Dankbarkeit

Wir kennen bestimmt alle diese Situation: wir empfinden negative Situationen und Emotionen als weniger schlimm, wenn wir positive Gefühle haben. Mehr noch: es fördert unser gesamtes Wohlbefinden, wenn wir mehr positive als negative Emotionen erleben. Auch wenn wir die negativen Emotionen bis zu einem gewissen Grad beeinflussen können – indem wir uns nicht über kleine belanglose Dinge ärgern, indem wir uns nicht mehr mit Menschen umgeben, die uns nicht guttun – den größten Hebel haben wir selbst auf die positiven Gefühle. Dankbarkeit ist ein wundervolles Mittel um genau dieses mehr an positiven Emotionen zu erreichen.

Dankbarkeit. | modernslow.com

Wenn wir dankbar sind, können wir die Anzahl an positiven Gefühlen erhöhen und diese positiven Gefühle sogar intensivieren, wenn wir uns später an bestimmte Erlebnisse oder Situationen zurückerinnern.

Wie kannst Du Dankbarkeit in Deinen Alltag integrieren?

Sei präsent

Genießen und dankbar sein setzt voraus, dass Du all die positiven Dinge, die Dir widerfahren, die um Dich herum passieren, auch tatsächlich wahr nimmst. Oft sind wir in Gedanken, grübeln über die Vergangenheit oder planen die Zukunft, ohne wirklich wahrzunehmen was im jetzt passiert. Je mehr Du versuchst, achtsam durch Deinen Tag zu gehen, desto mehr wirst Du positive Dinge wahrnehmen können.

Dankbar zu sein und Dankbarkeit zu zeigen hat unheimlich viel für mein Wohlbefinden getan. | modernslow.com

Dankbarkeit zeigen

Nicht nur, dass wir oft gar nicht im gegenwärtigen Moment leben. Oft sind wir in unserem Kopf so fokussiert auf uns, unsere Bedürfnisse, unsere Wünsche, unsere To Dos, dass wir all die Menschen um uns herum nicht wirklich wahrnehmen und dabei all das, was uns an positiven Dingen widerfährt als selbstverständlich annehmen. Die Unterstützung der Kollegin, die nette Geste der anderen Kita-Mutter, den Beitrag unseres Partners – dass andere Menschen für uns Mühen auf sich nehmen, nehmen wir oft gar nicht wahr. Sei achtsam dafür, was andere für Dich tun und zeige ehrliche Dankbarkeit dafür. Damit schaffst Du nicht nur positive Emotionen für Dich, sondern auch für die anderen Menschen.

 

Counting my blessings

Gerade in Stress-Situationen, wenn ich mit Dingen konfrontiert werde, die mir vollkommen gegen den Strich laufen, aber auch vollkommen außer meiner Kontrolle liegen (z.B. eine S-Bahn-Vollsperrung, wenn ich meinen Sohn aus der Kita holen will), hilft es mir, in meinem Kopf eine Liste zu führen, für Dinge die ich dankbar bin. Damit kann ich meine rasenden Gedanken beruhigen und meinen Blick auf das Wesentliche lenken. Gerade wenn der Alltag durcheinander gewirbelt wird, hilft diese Methode, sich bewusst zu machen, was zählt – und was einfach eine Übung unserer Geduld ist. Im Fall der S-Bahn-Vollsperrung kam ich über eine halbe Stunde zu spät zur Kita. Mein Sohn hatte es nicht einmal gemerkt, dass er später als sonst geholt wurde. Das Essen stand trotzdem schnell auf dem Tisch – Leftovers sei dank (das war auch eines der Dinge für die ich dankbar war, als ich in der Kälte auf einen Zug gewartet habe :)). Im Endeffekt: alles kein Problem. Und die Dankbarkeitsliste hat mir geholfen, die Ruhe zu bewahren.

 

Reflexion

Ruhepausen oder der Abend bieten sich an, um den Tag positiv Revue passieren zu lassen. Egal ob in Gedanken oder auf Papier, positive Momente zu reflektieren und dankbar dafür zu sein, macht Dich zufriedener und glücklicher. Ich persönliche praktiziere meine Dankbarkeitsroutine am Abend schriftlich in Tagebuchform (und zwar diesem), da ich so die positiven Effekte einer Abendroutine, des Tagebuchschreibens und der Dankbarkeitspraxis kombinieren kann.

 

Welche Rolle spielt Dankbarkeit für Dein Leben?

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

Warum Du (und ich!) eine Abendroutine haben sollten

Eine Abendroutine hilft mit dem Tag abzuschließen. | modernslow.com

Eine Morgenroutine zu etablieren, hat meinen Alltag unheimlich entspannt – und gleichzeitig meine Produktivität und Konzentration enorm gesteigert. Es gibt viele Gründe, die nahelegen, den Tag auch mit einer Abendroutine zu beenden. In diesem Beitrag stelle ich Dir diese Gründe für eine Abendroutine vor. Du erfährst auch, warum es mir bisher schwer fiel eine Abendroutine einzuhalten und mit welchen Strategien ich arbeite um nachhaltig eine Abendroutine einzuführen.

Gründe für eine Abendroutine

Die wohl größten Vorteile einer Abendroutine sind, dass wir leichter einschlafen und besser und erholsamer Schlafen. Warum beides erstrebenswert ist muss ich nicht erklären oder? So viel sei gesagt, ein erholsamer Schlaf ist unheimlich wichtig für unser Wohlbefinden, für unsere Konzentration und unsere Produktivität. Ähnlich wie bei der Morgenroutine tut uns (und unserem Gehirn) der routinierte Ablauf des Abends gut. Wir wissen genau was auf uns zukommt und müssen keine bewussten Entscheidungen mehr treffen. Die Routine ermöglicht es uns achtsam den Tag zu beenden. Unser Geist kommt zur Ruhe und wir entspannen uns – ideale Voraussetzungen, um gut einzuschlafen.

Wie könnte deine Abendroutine aussehen?

Eine Abendroutine kann all das umfassen, was Dir gut tut. Einzige Voraussetzung ist, dass es Dir wirklich hilft zur Ruhe zu kommen. Bewegung tut und gut und hilft, dass wir abends gut einschlafen können. Aber ein anstrengendes Workout kurz vor dem ins Bett gehen ist eher nicht geeignet, da das das Einschlafen oft schwieriger macht. Stattdessen empfiehlt sich eine entspannende Yoga-Sequenz oder eine kurze Meditation. Auch schön: ein gutes Buch lesen – so lange es Dich nicht dazu verleitet länger wach zu bleiben als Du eigentlich wolltest…

Ebenfalls wichtig: kein Smartphone. Das blaue Licht aktiviert unser Gehirn und inhibiert die Melatonin-Ausschüttung (das Hormon, das uns schläfrig macht) – also etwas, was wir gerade am Abend nicht wollen. Zudem: ähnlich wie bei der Morgenroutine tut es uns und unserem Geist gut, wenn wir ohne äußere Einflüsse den Tag beenden können – ohne Nachrichten, ohne Likes, ohne soziale Vergleiche.

Eine Abendroutine hilft Dir den Tag achtsam und entspannt zu beenden. | modernslow.com

Warum ich Schwierigkeiten hatte eine Abendroutine zu etablieren

In meinem Kopf weiß ich, wie gut eine Abendroutine wäre, und doch habe ich lange Zeit damit gekämpft eine Abendroutine wirklich nachhaltig einzuführen. Die Abendstunden sind meine Zeit. Abgesehen von der einen Stunde am Morgen, die mit Yoga und Schreiben gefüllt ist, sind die Stunden nachdem mein Sohn ins Bett gegangen ist, meine Freizeit. Egal ob Zeit mit meinem Mann, Zeit für Modern Slow, Zeit für mich oder – wenn auch sehr eingeschränkt – Hausarbeit, all das findet in diesem Zeitfenster statt. Und ja, das fühlt sich oft einfach viel zu kurz an! Da fällt es schwer, Zeit freizuschaufeln, um eine Abendroutine durchzuführen – noch dazu, wenn ich weiß, dass ich nicht zu spät ins Bett gehen sollte, um mein Schlafpensum zu bekommen.

Meine Strategien und Tricks

Mein Helferlein: mein Smartphone

Ja, paradoxerweise hilft mir mein Smartphone dabei eine Abendroutine einzuhalten. Mein iPhone hat eine tolle Funktion, die mir unheimlich hilft bei der Abendroutine (liebe Android-User: wenn es so etwas bei Euch auch gibt, kommentiert gerne oder schreibt mir eine Nachricht, dann füge ich diese Info in diesen Beitrag hinzu). Das Tool heißt Schlafenszeit und ist bei der Wecker/Uhr Funktion zu finden. Du kannst einstellen, von wann bis wann Du schlafen willst, und Dein iPhone erinnert Dich x Minuten vorher (und stellt automatisch einen Wecker). Genial. Mir war vorher gar nicht bewusst, an wie vielen Tagen ich die Uhr nicht im Blick hatte und deshalb zu spät ins Bett kam (und die Abendroutine aus Zeitgründen gestrichen habe). Dank dieses kleinen Tools werde ich nun rechtzeitig an meine Schlafenszeit erinnert. Bin ich immer im Bett, wenn ich es auch sein möchte? Nein, bei weitem nicht. Aber im Schnitt schaffe ich es deutlich früher ins Bett, und das ist immerhin etwas.

 

Mehr Zeit einplanen als nötig

Meine Schlafenzeit-Erinnerung kommt 30 Minuten bevor ich im Bett sein will. Das ist viel länger als ich für meine aktuelle Abendroutine benötige. Aber ich habe festgestellt, dass mich ein kürzeres Zeitfenster schlicht und einfach nervt. Eben weil mir die Abendstunden so wichtig sind, möchte ich mich nicht durch meine Abendroutine gegängelt oder gestresst fühlen. Außerdem ist das auch der Hinweis, dass ich spätestens ab diesem Signal nicht mehr auf Social Media unterwegs bin.

Schreiben als Teil der Abendroutine. | modernslow.com

Weniger ist mehr – gerade wenns schwer fällt

Meine aktuelle Abendroutine ist das absolute Minimum und dauert nur ein paar Minuten. Nachdem ich im Bad war, setze ich mich kurz ins Bett und schreibe ein paar Zeilen. Wenn ich das Gefühl habe, dass meine Gedanken besonders unruhig sind, meditiere ich kurz. Wenn ich mich besonders verspannt fühle, mache ich noch ein paar sanfte Yogaübungen im Bett. Und dann Licht aus und gute Nacht – denn meistens bin ich zu diesem Zeitpunkt einfach nur müde (ich stehe ja um 5.00 Uhr auf…). Yoga finde ich einen tollen Bestandteil einer Abendroutine, aber für mich war es bisher nicht umsetzbar, Yoga in die Routine zu integrieren. Wenn ich abends Yoga mache, dann direkt nachdem mein Sohn im Bett ist, bevor ich zu meinem eigentlichen Abendprogramm übergehe.

Meine Abendroutine ist sehr kurz und einfach gehalten. Dennoch spüre ich wie sehr es mir gut tut, dass die letzten Minuten vor dem Schlafen immer gleich ablaufen. Wenn auch Du bisher Schwierigkeiten hattest, eine Abendroutine zu etablieren, kann ich Dir nur empfehlen klein anzufangen (wiederum: don’t let the perfect be the enemy of the good).

 

Hast Du eine Abendroutine?

Gehst Du auch immer später ins Bett als Du willst (oder solltest)?

Wie sähe Dein perfekter Abend aus?

 

 

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

In 7 Schritten zu Deiner minimalistischen Garderobe

Meine minimalistische Garderobe kann nicht ohne: das weiße Hemd. | modernslow.com

Unabhängig davon, ob Du eine Capsule Wardrobe hast oder nicht: Du kannst Deinen Kleiderschrank minimalistischer gestalten und Dein Leben so unheimlich vereinfachen. Seit ich vor anderthalb Jahren meinen Kleiderschrank radikal ausgemistet und minimalistisch gestaltet habe, bin ich so zufrieden wie noch nie mit meiner Garderobe. Seit mein Kleiderschrank – nach früheren Standards – quasi leer ist, hatte ich kein einziges Mal mehr den berüchtigten “ahhh, nichts zum Anziehen” Moment. Im Gegenteil, ich bin in kürzester Zeit angezogen und fühle mich jedesmal wohl in meiner Kleidung. In diesem Beitrag stelle ich Dir die Schritte vor, mit denen Du Deine minimalistische Garderobe realisieren kannst.

1 Ausmisten

Ja, am Ausmisten führt kein Weg vorbei. Deine minimalistische Garderobe (oder Teile davon) befindet sich schon in Deinem aktuellen Kleiderschrank, aber sie ist verborgen unter jeder Menge anderer Kleidung. Du weißt schon, die „ach, das kann ich noch zu Hause tragen“ Klamotten, die „das sieht bestimmt klasse aus, wenn … – irgendetwas mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von weniger als 50% – passiert“ Kleidung, die „ich weiß nicht so recht, aber es war im Sale“ Stücke. Um Deine minimalistische Garderobe zu erstellen, muss erst einmal alles raus aus dem Kleiderschrank und auf die Waagschale: sicher behalten – vielleicht – definitiv weg. Mehr Tipps speziell zum Kleiderschrank ausmisten, findest Du hier bei Modern Slow. Und Sabine von A Hungry Mind hat einen tollen Artikel, der mit den üblichen Gedankenschleifen rund ums Ausmisten gehörig aufräumt.

 

2 CSI Kleiderschrank

Sei aufmerksam und achtsam während Du ausmistest. Gibt es Kleidungsstücke, die Du immer wieder kaufst, aber letztendlich (so gut wie) nie trägst? Gibt es Kleidungsstücke, von denen Du am liebsten mehrere hättest? Kannst Du Kaufmuster erkennen? Gibt es Farben/ Stoffe/ Muster, die Du immer wieder kaufst? Welche Kleidungsstücke trägst Du am häufigsten? Was macht die Kleidungsstücke aus, die Du schon seit Jahren gerne trägst? Auch wenn Du Kleidungsstücke aussortierst, versuche möglichst viele Informationen daraus zu ziehen. Diese Informationen werden Dir in vielerlei Hinsicht helfen: um Deinen Stil besser zu verstehen und um Deine Einkäufe in Zukunft bewusster und gezielter zu gestalten.

Eine Capsule Wardrobe kann Dein Leben um sovieles vereinfachen. Wie damit beginnen? Tipps findest Du auf Modern Slow. | modernslow.com

 

3 Dein Leben, Dein Stil

Wenn Du ehrlich ausgemistet hast, werden die meisten Teile, die auf dem das kann weg Stapel gelandet sind, in diese Kategorien fallen: passt nicht zu mir, darin fühle ich mich nicht wohl, und das trage ich nie. Was diesen Kategorien gemein ist: sie zeigen Dir was Dein Stil ist. Naja, etwas komplizierter: sie zeigen Dir den Negativabdruck Deines Stils, also was Dein Stil gerade nicht ist. Aber dieses Wissen ist unheimlich wertvoll – genauso wie das Wissen um die Teile, die Du immer und immer wieder trägst. All das hilft Dir zu verstehen, in welchen Kleidungsstücken Du Dich wohl fühlst. Denn das ist doch letztendlich das Ziel hinter all dem Ausmisten und kuratieren und minimalisieren: wir wollen einen Kleiderschrank gefüllt mit Kleidung, in der wir uns wohlfühlen – und gut aussehen.

Versuche also Deinen Stil besser zu verstehen. Klingt schwierig? Nun, ganz einfach ist es nicht, aber es ist auch keine Rocket Science. Du musst am Ende nicht Deinen Stil mit einem Adjektiv beschreiben können. Wichtig ist, dass Du selbst eine konkrete Vorstellung davon hast, was Deinen Stil ausmacht und welche Kleidungsstücke Deinem Stil entsprechen. Letztlich ist Dein Stil das Produkt aus Deiner Ästhetik und Deinem Leben.

Um Dir zu helfen Deinen Stil zu finden, kannst Du Dir hier das neue, überarbeitete Arbeitsbuch Finde Deinen Stil – Ohne Stress Gut Angezogen von Modern Slow herunterladen. Auf 25 Seiten findest Du Tipps, Strategien und Gedankenanstöße, mit denen Du Deinen Stil herausfinden kannst.

Finde Deinen Stil und liebe Deine Garderobe. | modernslow.com

4 Basics

Wenn Du weniger Kleidungsstücke im Kleiderschrank haben willst, kommst Du an vielseitig einsetzbaren Basics nicht vorbei. Basics sind die Kleidungsstücke, die Du in verschiedenen Outfits tragen kannst. Was genau Basics für Dich sind, hängt stark von Deinem (Lebens-)Stil ab. Wo spielt sich der Großteil Deines Tages ab, im Büro oder auf dem Spielplatz oder irgendwo dazwischen? Tolle Basics können eine Jeans, ein Hemd oder ein Strickcardigan sein – vollkommen individuell nach Deinen Bedürfnissen.

5 Farblich Abgestimmt

Wenn Du Deinen Stil nun kennst und aufmerksam beim Ausmisten vorgegangen bist, hast Du nun bestimmt eine Vorstellung, was die Farbpalette Deiner Garderobe angeht. Eine farblich abgestimmt Garderobe hilft Dir ebenfalls, die Anzahl Deiner Kleidungsstücke zu reduzieren und Dir gleichzeitig viele Kombinationsmöglichkeiten zu erlauben. Nein, niemand sagt, dass Du ab jetzt als sterotyper Minimalist im Schwarz-Weiß-Look rumlaufen musst. Deine Farbpalette kann vollkommen individuell sein, vielleicht liebst Du dunkle Töne wie burgund, smaragd und lila, oder vielleicht fühlst Du Dich in Pastellfarben am wohlsten. Vielleicht bist Du auch die Person, die sich in kräftigen Farben und auffallenden Prints am wohlsten fühlt. Oder Du bist jemand, der sich am liebsten in neutrale Farben wie weiß, beige, grau, und dunkelblau kleidet. Ganz egal: sei aufmerksam, in welchen Farben Du Dich wohl fühlst – vielleicht hilft Dir auch ein Farbtest, zu finden bei der lieben Sunray von The Organized Cardigan dabei – und stelle Deine Garderobe in diesen Farben zusammen.

 

6 Wunschliste

Jetzt bist Du wahrscheinlich an einem Punkt, an dem Du am liebsten einkaufen gehen würdest. Tu es nicht! Nutze die Gelegenheit und reflektiere noch einmal genau über die Kleidungsstücke, die Du kaufen möchtest. Schreibe alles was Deiner Meinung nach für Deine minimalistische Garderobe fehlt auf. Ja, wie ein Wunschzettel. Sei dabei so konkret wie möglich. Wie genau soll die Jeans aussehen, die noch zu Deinem Glück fehlt? Blau oder schwarz? Skinny oder Boyfriend? Eine bestimmte Waschung? Ziernähte und Reißverschlüsse? Und wenn Du Deinen Wunschzettel erstellt hast, dann wartest Du. Versuche ein paar Tage, vielleicht sogar ein paar Wochen mit Deinem neuen, minimalistischen Kleiderschrank zu leben. Manche Wünsche lösen sich in Luft auf, manche kommen neu dazu. Mit dem Einkaufen zu warten gibt Dir den Raum, ein Gefühl für Deine Garderobe zu entwickeln und Deine Bedürfnisse besser zu verstehen ohne Dein Geld in Kleidungsstücke zu investieren, die Du unter Umständen ein paar Monate später bereits wieder ausmistest.

Erstelle Deine minimalistische Garderobe - und fühle Dich wohl mit Deiner Kleidung, jeden einzelnen Tag. | modernslow.com

7 Keine Kompromisse

Damit deine Garderobe auch längerfristig minimalistisch bleibt, ist die Devise beim Einkauf: keine Kompromisse. Deine Wunschliste hilft Dir dabei, dass Du die richtigen Kleidungsstücke kaufst und nicht am Ende mit 3 schwarzen Jeans dastehst. Die Devise keine Kompromisse gilt auch bevor Du Deine Bankkarte im Laden zückst. Passt das Kleidungsstück wirklich gut? Fühlst Du Dich wirklich wohl darin? Zwickt nichts und fällt es richtig? Ist das Kleidungsstück gut verarbeitet? Ist das Material, das was Du Dir vorstellst und passend für den gewünschten Einsatz? Auch wenn Du Dir noch so sehr eine schwarze Jeans, ein Strickkleid oder ein weißes Hemd wünscht, lass Dich auf keine Kompromisse hinsichtlich Stil, Farbe, Schnitt und Passform ein. Nur wenn alles Deinen Vorstellungen entspricht, wird das Kleidungsstück Deine minimalistische Garderobe bereichern und Dir Freude bereiten.

 

Ja, eine minimalistische Garderobe zu erstellen, kostet ein wenig Zeit und Energie. Aber all das ist es wert! Ich war noch nie so zufrieden mit meiner Kleidung wie die letzten 1,5 Jahre und dieses Gefühl ist einfach unersetzlich!

Viel Erfolg beim Umsetzen! Wenn Du Deine minimalistische Garderobe erstellt hast und ein Foto geteilt hast, lass gerne einen Link dazu hier. Ich freue mich einen Blick in Deinen Kleiderschrank zu erhaschen… 🙂

 

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

Warum es bei uns trotz Minimalismus oft unordentlich ist

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Wenn wir an eine Wohnung nach dem Ausmisten denken, dann sehen wir etwas was auf Pinterest wohl mit den Keywords minimalistisch und skandinavisches Design versehen wäre. Doch weit gefehlt. Zumindest, was unsere Wohnung angeht. Ja, unsere Einrichtung ist eher minimalistisch – Dekoartikel sucht man bei uns eigentlich vergeblich. Aber vollkommen leere Oberflächen wie auf dem Foto von unserem Esstisch oder gestylte Arrangements wie aus der Schöner Wohnen oder AD sind bei uns dennoch eine Seltenheit. In diesem Beitrag erfährst Du warum es bei uns oft unordentlich ist – und warum diese Unordnung für mich in Ordnung ist. Dieser Beitrag ist kein flammendes Manifest dafür althergebrachte Rollenbilder über den Haufen zu werfen. Es ist auch kein Appell, doch weniger Zeit mit der Hausarbeit zu verbringen. Dieser Beitrag ist eine Einladung darüber nachzudenken, ob wir dem schlechte Gewissen,das uns regelmäßig plagt, weil unser Zuhause so viel aufgeräumter, so viel schöner sein könnte, wirklich Aufmerksamkeit schenken sollten.

Warum es bei uns trotz Ausmisten oft unordentlich ist

Nein, das Ziel ist es nicht mit Bildern und Beschreibungen zu schockieren. Bei uns ist es nicht messy, nicht dreckig oder verschmutzt. Aber – und das mag dennoch ein wenig kontrovers sein – es ist auch mal unordentlich und den Finger-Staubtest sollte man auf unseren Regalen besser nicht machen…

Die Wunschvorstellung wäre so schön…

Nun ist dieser Zustand nichts, was ich (oder wir) geziehlt herbeiführen. Natürlich fände ich eine aufgeräumte und gestylte Wohnung toll. Pinterest hält Unmengen an Inspiration bereit und ich werde nicht müde, mich an schön designten und aufgeräumten Wohnungen zu erfreuen.

Die Realität in unserer Wohnung sieht anders aus. Dank Ausmisten hält sich das Chaos in Grenzen und ich versuche auch die Regel von Marie Kondo (jedes Objekt braucht einen Platz) umzusetzen. Aber dennoch. Die Wunschvorstellung ist doch ein ziemliches Stück entfernt…

Grund 1: Wir haben ein Kind

Ein Kind zu haben vergrößert den Haushalt ganz ordentlich – auch wenn man sich Mühe gibt und versucht nur ganz bewusst und nach Bedarf einzukaufen. Die Zahl an Spielsachen versuchen wir möglichst sinnvoll zu gestalten. Dank Toy Rotation klappt das auch sehr gut – und es liegt nie alles in unserer Wohnung verteilt. Kinder bedeuten aber auch, dass es einen weiteren Mitbewohner gibt. Und der findet es klasse, dass ein Teil des Regals ihm gehört. So räumt unser Zweijähriger sehr gerne auf – wie jeder Zweijährige findet er alles großartig, solange er es selbst machen kann und darf. Aber seien wir ehrlich: wenn ein Zweijähriger aufräumt, sieht das anders aus, als wenn ich das tue. Der Stapel an Büchern ist dann eben ein wenig schief. Und wahrscheinlich liegt noch ein zerknitterter Papierflieger dazwischen. Und die Legotiere liegen nicht in der dafür vorgesehenen Kiste, sondern stehen – mal in Reih und Glied, mal ganz verstreut – neben den Büchern. Ja, wenn ich aufräumen würde, würde es so viel ordentlicher aussehen. Aber das tue ich nicht. Ich finde es großartig zu sehen, welche Freude es ihm macht, selbst aufzuräumen. Mir persönlich ist das mehr wert als das farblich abgestimmte Shelf Design.

Warum es bei uns trotz Minimalismus oft unordentlich ist - und das für mich in Ordnung ist. | modernslow.com

Grund 2: I’m busy doing other things

Das klingt wie eine Ausrede. Ich selbst bin kein Fan von busy und dem regelrechten Zelebrieren von Busy-ness. Aber zwischen Vollzeit-Job, Kind und Mann, Familie und Freunden, Zeit für mich, für meine Gesundheit und Modern Slow, bleibt realistisch betrachtet tatsächlich nicht viel Zeit. Haushaltsaufgaben sind für mich Randbeschäftigungen. Ja, ein gewisses Maß an Sauberkeit und Ordnung ist notwendig – und dank Ausmisten ohne großen Zeitaufwand machbar. Aber alles was darüber hinaus geht, würde Zeit von den Tätigkeiten abziehen, die mir wirklich wichtig sind. Selbst die Abende, die für Haushaltstätigkeiten reserviert sind, versuche ich für wichtige und dringende Dinge, wie den Geschirrspüler befüllen und Wäsche waschen, und dann für Familienprojekte, wie z.B. ein Fotoalbum zu unserem Japanurlaub, zu nutzen – und eben nicht für umfassende Putz- oder Aufräumaktionen.

Grund 3: Es ist schlichtweg keine Priorität

Nun, seien wir ehrlich. Wenn mir etwas wichtig ist, dann finde ich die Zeit. Ich finde die Zeit jeden Tag Yoga zu machen. Ich finde die Zeit zu lesen. Ich finde die Zeit für Modern Slow. Ich finde die Zeit jeden Tag gesund zu kochen. Ich finde die Zeit, wirklich präsent zu sein, wenn ich Zeit mit meinem Sohn verbringe. Ja, ich schätze es, dass wir weniger besitzen und so unsere Wohnung ein gewisses Maß an Ordnung ausstrahlt, ohne dass ich extra aufgeräumt habe. Aber mir ist es einfach nicht wichtig genug, dass unsere Wohnung picobello aussieht, dass nichts herumliegt und kein Staubkörnchen auf den Regalen oder dem Fernseher zu finden ist. Ich fände es schön, wenn es so wäre. Aber ich bin einfach nicht bereit meine Zeit oder mein Geld zu investieren, um diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Wenn ich ehrlich bin, dann ist eine vollkommen ordentliche Wohnung einfach keine Priorität. Das schöne: seitdem ich mir das selbst eingestanden habe, habe ich auch deswegen kein schlechtes Gewissen mehr.

So wird unsere Wohnung also weiterhin ein wenig unordentlich aussehen, und ja, bevor Besuch kommt, werden mein Mann und ich versuchen, im Schnellverfahren alle Wollmäuse einzufangen. Und das ist in Ordnung.

Wie viel Zeit verwendest Du um aufzuräumen?

Hast Du Tricks, die das Aufräumen leichter gestalten?

Welche Rolle spielt Ordnung für Dich?

Ich habe ein gespaltenes Verhältnis zur Ordnung. Ich liebe aufgeräumte, minimalistische Flächen. Aber Aufräumen ist für mich immer das To Do, dass ich als erstes von der Liste streiche, um meinen Prioritäten – Familie, Gesundheit, Job und Selbstverwirklichung – mehr Zeit zu verschaffen. Deshalb hatte wohl das umfassende Ausmisten auch so eine unheimlich positive Wirkung auf mich. Dank Ausmisten ist der Unordnung eine natürliche Grenze gesetzt…

 

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

5 Tipps um Dich weniger gehetzt zu fühlen

In den letzten Wochen war es ruhiger auf Modern Slow. Der Grund? Andere private und berufliche Projekte, die für einige Zeit ziemlich viel meiner Aufmerksamkeit gefordert haben. Mit anderen Worten, es war ruhig auf Modern Slow, weil ich genau diese 5 Tipps, um die es in diesem Beitrag geht, umgesetzt habe. Fühlst Du Dich auch immer wieder gehetzt? Zerrissen zwischen verschiedenen Aufgaben? In diesem Beitrag teile ich meine 5 Tipps mit Dir, wie Du Dich weniger gehetzt fühlst.

Tausend Dinge gleichzeitig machen

Wo ist der Unterschied zwischen gehetzt fühlen und Stress? Jeder differenziert da wahrscheinlich anders. Für mich ist das Gefühl gehetzt zu sein eine Vorstufe zum Stress. Es beinhaltet noch nicht das Gefühl, dass mir alles zu viel. Wenn ich wirklich gestresst bin, rasen meine Gedanken, sind abgehackter, weniger zusammenhängend und negativer. In meiner persönlichen Erfahrung hat das Gefühl des gehetzt seins allem voran zwei Eigenschaften: (1) ich fühle mich in unzählige Richtigungen gleichzeitig gezerrt, und (2) ich habe das Gefühl, dass ich alles schneller und am Besten gleichzeit machen sollte.

So kommt es schon mal, dass ich einer Tätigkeit nachgehe, aber gleichzeitig an zwei andere Dinge denke, oder dass ich der Versuchung des Multitasking erliege. Und dann dauert es nicht lange bis ich mich gehetzt fühle. Bis ich das Gefühl habe, dass ich nicht anhalten darf, keine Zeit vergeuden darf. Spätestens wenn ich dieses Gefühl bemerke, weiß ich, dass ich gegensteuern sollte. Einen Gang zurück schalten, einen Schritt zurück machen und die Situation aus der Vogelperspektive betrachten, ist dann die Devise.

Tipps, damit Du Dich weniger gehetzt fühlst. Allesamt Tipps, die ich umsetze, sobald ich das Gefühl habe, dass ich gegensteuern muss. | modernslow.com

Tipps um Dich weniger gehetzt zu fühlen

Mein Vorsatz Stress aus meinem Leben zu verbannen hat dazu geführt, dass ich in den letzten Monaten einige Zeit in dieser Vogelperspektive verbracht habe – und sehr viel über mich gelernt habe. Wenn ich mich gehetzt fühle, hat das in der Regel einen von zwei Gründen: entweder ich habe mir zu viel aufgehalst und muss kürzer treten und entschleunigen oder ich muss mein Mindset ändern.

Tipp 1: Identify the problem

Ein Motto von Gretchen Rubin, das ich in ihren Büchern Better than Before und The Happiness Project kennengelernt habe – übrigens zwei Bücher, die ich absolut empfehle.  Wann immer Gretchen Rubin der Meinung ist, dass sie nicht weiterkommt oder sie sich in Ausreden verfängt, kommt dieses Motto zum Einsatz: Identify the problem. Was ist das Problem?

Diese Herangehensweise ist unheimlich kraftvoll – in diversen Lebenslagen. Manchmal ist das Problem offensichtlich, manchmal müssen wir ein wenig Seelenforschung betreiben, um zu identifizieren, was hinter einem Gefühl oder einer Situation steht. Doch die Frage – was ist das tatsächliche Problem? – kann Dir helfen aus dem Kreislauf aus Multitasking und Stress auszusteigen. Das Problem zu kennen, bedeutet klarer sehen zu können. Wenn klar ist was das Problem ist, kannst Du daran arbeiten, eine Lösung dafür zu finden, denn die gibt es – egal ob Du Aufgaben streichen musst, Deadlines verschiebst, oder einen falschen Glaubenssatz auflöst.

Tipp 2: Setze Prioritäten

Für den Fall, dass ich bemerke, dass ich mir doch zu viel aufgehalst habe, hilft nur eines: To Dos werden gestrichen oder zumindest verschoben. Dabei hilft es unheimlich mir bewusst zu sein, was meine Werte sind und darauf zu vertrauen. Manchmal lasse ich mich von spannenden und interessanten Projekten und Ideen mitreißen, sei es in der Arbeit, im Privatleben, oder im Bezug auf Modern Slow. Das ist schön und aufregend, wenn ich genügend Kapazitäten habe. Wenn ich diese nicht habe, dann ist Nein sagen, die richtige Strategie.

Tipp 3: Let it go

Noch wichtiger als Nein zu Aufgaben zu sagen, ist es Nein zu dem Gefühl zu sagen. Eine Minute tief durchatmen, eine Meditation oder entspannende Yoga-Sequenz machen, ganz egal welche Form Du wählst, wichtig ist genau das zu tun, was Deine gehetzten Gedanken Dir ausreden wollen: eine Pause. Beruhige Deine rasenden Gedanken. Nimm Dir Zeit, Dinge langsam und bewusst zu machen. Je mehr die Gedanken rasen, desto mehr brauchst Du diese Pause und die Ruhe. Atme tief durch und löse Dich von den Erwartungen.

 

Tipp 4: Vertraue Deiner Planung

Oft fühle ich mich gehetzt nicht deshalb, was ich den ganzen Tag über zu tun habe, sondern allein aufgrund des Wissens, dass die nächsten Tage wichtige To Dos bereithalten. Gerade wenn wichtige Termine in der zweiten Wochenhälfte liegen, schleicht sich das Gefühl von gehetzt sein ein – allein deshalb weil die wichtigen Termine immer im Hinterkopf präsent sind. In diesen Situationen hilft es mir unheimlich, mir bewusst zu machen, dass ich alles getan habe, dass ich genügend Vorbereitungszeit eingeplant habe, dass ich nicht zu viel in meinen Tag gepackt habe. One day at a time.

Tipp 5: Schalte ab

Ja, ich komme immer wieder darauf zurück – und ich bin nicht allein. Eine Offline-Pause tut einfach immer wieder gut. So sehr ich es schätze mich mit Gleichgesinnten und Freunden auf Social Media zu verbinden, so sehr weiß ich auch, dass das Gefühl der ständigen Erreichbarkeit auf Dauer nicht gut für mich ist. Gerade wenn ich mich gehetzt fühle, ist eine Offline-Pause oft genau das richtige um meinen Tag zu entschleunigen. Egal wie lange die Pause andauert – ob nur einen halben Tag oder mehrere Tage – danach fühle ich mich zu 100% weniger gehetzt.

Kennst Du Deine Zeichen dafür, dass Du gehetzt bist und einen Gang zurück schalten solltest?

Welche Methoden benutzt Du um zu entschleunigen?

Fällt es Dir manchmal schwer Nein zu Aufgaben und Ideen zu sagen?

 

Katharina

Katharina hilft Dir, Dein Leben bewusst zu leben, so dass Du es in vollen Zügen genießen kannst. Auf Modern Slow schreibt Katharina über all das was zu einem einfachen und bewussten Leben im Hier und Heute gehört. Ohne Esoterik, ohne Dogmatik, dafür mit Herz und echten Erfahrungen.

Einfach mal loslassen: Mit Yin Yoga

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Seit ich vor ein paar Monaten Yin Yoga entdeckt habe, bin ich vollkommen begeistert von dieser Art Yoga zu praktizieren. Die Ruhe dieser Praxis ist oft genau das richtige, um abends nach einem vollen Tag wieder in Einklang zu kommen. Auch morgens starte mit meiner täglichen Yoga-Routine gerne sanft in den Tag – und Yin Yoga ermöglicht mir genau das: den Körper und Geist sanft und achtsam wecken. Daher freut es mich umso mehr, dass die liebe Eva von Flow&Glow Euch heute Yin Yoga etwas genauer vorstellen wird.

 

Hallo ihr Lieben, ich bin Eva von Flow&Glow. Als begeisterte Leserin von Katharinas schönem Blog, freue ich mich, euch hier über eines meiner Lieblingsthemen berichten zu dürfen: das Yin Yoga. Dieser sanfte und sehr wirkungsvolle Yogastil hat mein Herz erobert. Warum, das könnt ihr gleich lesen. Zuerst möchte ich euch kurz erzählen, wo ihr mich ansonsten findet. Wenn ich nicht für Katharina schreibe (was ich heute auch zum ersten Mal tue), dann , kümmere mich um meine zwei Kinder, unterrichte Yoga  (in Neckargemünd bei Heidelberg) oder schreibe für meinen Blog Flow & Glow. Vielleicht kennt ihr meinen Blog ja schon. Wenn nicht, dann schaut doch mal vorbei. Auf Flow& Glow schreibe ich über Yoga, Meditation und alles was glücklich macht. Da ich mich pflanzenbasiert ernähre und viel in der Küche experimentiere, blogge ich auch viele leckere Rezepte.

 

Aber jetzt erzähle ich euch etwas über das Loslassen mit Yin Yoga und warum ich diesen Yogastil so liebe.

 

Einfach mal loslassen: Mit Yin Yoga

Yin und Yang, Ruhe und Aktivität. Beides existiert immer zusammen. Meist haben wir viel Yang in unserem Leben, viel Bewegung, Schnelligkeit und Aktivität. Wir rasen morgens zum Arbeiten, holen gleich im Anschluss unsere Kinder vom Kindergarten ab oder rennen ins Fitnessstudio oder zu einer Freizeitverabredung… Oder oder oder… Zuhause warten dann Post und Haushalt bevor wir erschöpft ins Bett sinken können. Unser Alltag ist sehr Yang bestimmt, er ist schnell, aktiv und durch viele Ereignisse geprägt. Wir sind ständig in Bewegung. Das ist schön, wenn wir zum Ausgleich auch etwas Yin haben: Ruhe, Ausgeglichenheit und Erdung.

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Yin Yoga bietet hier eine wunderbare Ergänzung zum Yang in unserem Leben. Es ist ein sehr sanfter Yogastil, der ein immer tieferes Loslassen ermöglicht. Yin Yoga ist Yoga für die Seele. Und gerade, wenn der Alltag sehr bewegt ist, ist es wichtig, immer wieder die eigene Mitte zu finden, in sich hinein zu hören und zur Ruhe zu kommen. Die sanfte Yin-Praxis entspannt und stärkt den ganzen Körper und ist dabei sehr kraftvoll in der Wirkung.

 

Wie Yin Yoga funktioniert?

Die meisten Yogastile sind mit Kraft, also Yang, verbunden. Sie setzen auf den Wechsel von An- und Entspannung der durch Muskeleinsatz erreicht wird. Yin Yoga ist eine passive Praxis ohne Kraft. Die einzelnen Yogastellungen (Asanas) werden ohne Muskelanspannung – passiv – eingenommen und dafür aber lange gehalten. Du darfst komplett loslassen. Durch diese Passivität werden die tiefen Schichten des Körpers, das Bindegewebe und die Faszien angesprochen. Diese würden durch aktivere Yogastile oder auch Sport so nicht erreicht werden. Auch der Energiefluss in unserem Körper wird durch das lange passive Halten harmonisiert und unsere Selbstheilungskräfte aktiviert.

 

Wie Yin Yoga geübt wird?

Yin Yoga wird kalt geübt, d.h. ohne sich vorher aufzuwärmen. So werden die tiefen Schichten im Körper erreicht. Die Stellungen werden passiv, d.h. ohne Muskelkraft eingenommen und gehalten. Es wird auch nicht muskulär nachgezogen, der Körper sinkt von alleine tiefer in die Stellungen hinein. Es gibt kein Alignment (exakte Ausrichtung) wie im klassischen Yoga. Die Übungen können so angepasst werden, wie sie sich gut anfühlen. Jede Asana wird drei bis fünf Minuten gehalten, Fortgeschrittene können auch länger halten.

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Die Dehnung in den einzelnen Stellungen sollte angenehm sein, so dass man ganz loslassen und innerlich still werden kann. Zur Unterstützung können Hilfsmittel wie Kissen, Decken oder auch Bolster nützlich sein. Nach jeder Asana wird nachgespürt und auf den Energiefluss im Körper geachtet.

 

Was  mir am Yin Yoga besonders gut gefällt?

Mir gefällt die Freiheit im Yin Yoga. Dadurch, dass es kein richtig oder falsch gibt, ist alles offen und der Körper kann selbst in seine Asana hineinfinden.  Das ist unglaublich entspannend und hilft beim Loslassen. Auch wird so der eigene Yogalehrer in uns geschult, das eigene Erspüren unseres Körpers und mit der Zeit auch der tieferen Zusammenhänge in uns, der Zusammenhänge von Körper, Geist und Seele. Wenn wir dies an uns wahrnehmen und verstehen, dann hilft uns das auch zu mehr Achtsamkeit und Harmonie in allen anderen Bereichen unseres Lebens. Und wenn wir das Loslassen auf der Matte üben, so gelingt uns dies auch immer mehr in unserem Alltag.

 

Lerne loszulassen mit Yin Yoga. | modernslow.com

 

Wenn du dich für Yoga interessierst, so findest du auf Flow & Glow noch viel mehr zu diesem Thema, z.B. 5 Tipps für Yogaanfänger, Sitzhaltungen für Yoga und Meditation oder auch wie Sport und Yoga zusammen passen. Und alle die sich sowohl für Yoga als auch Ernährung interessieren, können mal in Sind denn alle Yogis Veganer oder auch Ernährung aus yogischer Sicht reinpiken.

Viele vegane und vollwertige Rezepte wie z.B. für ein leckeres Kurkuma Porridge, meine liebste Thai-Suppe mit rotem Curry oder köstliche Vegane Bounty Happen  findest du ebenfalls auf meinem Blog.

 

Vielen Dank liebe Katharina, dass ich heute auf deinen Seiten über Yin Yoga berichten durfte. Mir hat es viel Spaß gemacht.

Namsté und liebe Grüße an die gesamt Modern Slow Community

Eure Eva