DAS GEHEIMNIS MEINER YOGA-ROUTINE: EVA {SERIE}

Wir alle kennen es, live happens. Der Alltag überrollt uns – und der Plan ein bisschen zu meditieren oder eine Runde Yoga zu machen, ist hinfällig. Das trifft noch viel mehr zu, wenn sich die Yoga-Sequenz wie ein weiteres To Do anfühlt. Egal ob Anfängerin oder erfahrene Yogi, wenn Deine Yoga-Routine nicht Deinen aktuellen Bedürfnissen entspricht, wird es Dir schwerfallen, sie umzusetzen. Genau darüber habe ich vor gut einem Monat geschrieben: wie ich meine Yoga-Routine gestalte, so dass ich sie nicht ausfallen lasse. Und genau dieser Frage nähern wir uns nun aus unterschiedlichen Richtungen an.

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine wird eine Serie, in der Du die Antworten darauf von ganz unterschiedlichen Frauen finden kannst.

Wir alle kennen diese Zeiten, in denen der Alltag so voll erscheint, dass unmöglich Zeit für uns und unsere Bedürfnisse ist. In denen wir das Gefühl haben, weder die Zeit noch die Energie zu haben, die Matte auszurollen und etwas für uns selbst zu tun. Dabei ist es unerlässlich für unsere Zufriedenheit, unsere Stress-Resistenz und unsere Produktivität, dass wir in uns selbst investieren.

Mein Wunsch hinter dieser Serie ist also das: Dich zu inspirieren, damit Du Deine ganz persönliche Antwort, darauf finden kannst, was Deine Yoga-Routine ausmacht und wie sie ein fester Bestandteil Deines Alltags wird.

 

Den Start macht heute die liebe Eva von Flow&Glow. Eva ist Yoga-Lehrerin und hat zwei Kinder, sie ist also einerseits prädestiniert Yoga in ihren Alltag zu integrieren und kennt andererseits zu gut, die Hektik des Alltags mit Kindern. Und so findest Du auch ein paar wirkliche Goldstück in diesem Interview, von der Bedeutung der Morgenroutine, hin zu Flexibilität und Gelassenheit. Viel Freude bei diesem Interview.

 

Das Geheimnis von Evas Yoga-Routine

Seit wann praktizierst Du Yoga?

Ich habe mich schon als Kind für Yoga interessiert, auch wenn ich anfangs gar nicht so genau wusste, was Yoga überhaupt ist. Alles über Yoga und Geschichten von Yogis haben mich fasziniert. Da ich unaufhörlich von Yoga redete, habe ich dann (viel später) zu meinem 16. Geburtstag ein Yogabuch von einem Schulfreund geschenkt bekommen.

Dieses Geschenk hat mich endlich vom Reden ins Tun gebracht.

Ich habe immer wieder Kurse besucht und irgendwann bin ich dann dabei geblieben und ganz in die Yogawelt eingetaucht.

 

Welche Rolle spielt Yoga in Deinem Alltag?

Dadurch, dass ich Yogalehrerin bin, ist Yoga natürlich ein großer Teil meines Lebens. Doch auch über das Unterrichten hinaus ist Yoga eine Lebenseinstellung für mich. Ich unterrichte an drei Tagen die Woche und wenn ich Workshops gebe, noch häufiger. Das hilft mir natürlich, mich immer wieder mit dem Yoga Spirit zu verbinden und auch meine eigene Praxis weiter wachsen zu lassen.

Wie oft praktizierst du und wie sieht Deine tägliche Yoga-Routine aus?

Yoga ist viel mehr als die körperlichen Stellungen, die wir allgemein als ‚Yoga’ bezeichnen. Yoga ist eine Lebenseinstellung, ein Weg und die körperliche Praxis ist nur ein Teil davon. Doch diese Yoga-Einstellung kann ich über meine körperliche Praxis, über Meditation und das Lesen von spiritueller Literatur nähren. Und dies mache ich täglich. Besonders wichtig ist mir dabei meine morgendliche Praxis. Ich beginne jeden Morgen nach dem Aufwachen damit, meinen Geist dabei zu beobachten, wie die ersten Gedanken einströmen. Das ist wunderschön und verrät ganz viel darüber, wo auf meinem Weg ich mich gerade befinde. Dann setze ich mir eine positive Affirmation für den Tag, mache Atemübungen und meditiere. Das mache ich jeden Morgen, egal wie voll gepackt mein Tag ist. Wenn noch etwas Zeit ist, dann kommen die Asanas dran. Ansonsten mache ich das auch gerne, wenn die Kinder auf dem Weg in die Schule sind. Vor dem Zubettgehen übe ich noch zwei bis drei Yin-Übungen. Manchmal auch eine ganze Sequenz. Und ich habe in letzter Zeit wieder damit begonnen abends eine Metta-Meditation zu machen. Danach kann ich prima einschlafen.

 

Der Alltag überrollt uns und die Yoga-Routine fällt aus. Wie kannst Du es schaffen, Deine Yoga-Routine zu einem festen Bestandteil zu machen? #gewohnheitenändern #yoga | modernslow.com

 Was ist das Geheimnis Deiner Yoga-Routine?

Für mich liegt das Geheimnis darin, dass ich zwar festgelegte Zeiten habe, aber auch flexibel bin. Was ich oben beschrieben habe, klappt natürlich nicht immer, denn ich habe zwei Kinder und bin berufstätig.

Deshalb habe ich mir angewöhnt, das was mir am wichtigsten ist, gleich morgens nach dem Aufstehen zu machen. So kann ich mit einem guten Gefühl in den Tag starten und muss nicht immer daran denken, dass ich noch irgendwo Zeit für meine Yogapraxis finden muss. Auch mein Tag verläuft ganz anders, wenn ich morgens schon mit meinen Atemübungen und Meditation gestartet habe. Das ist mir so wichtig, dass ich es auch wirklich jeden Tag schaffe.

Ansonsten denke ich, sind Gelassenheit und Flexibilität ganz wichtig. Ich finde es nicht schlimm, wenn es mal nicht so klappt, wie geplant. Und auch eine Routine darf sich verändern und mit den jeweiligen Lebensumständen mitwachsen. Als meine Kinder noch kleiner waren, sah meine Routine ganz anders aus. Ich finde, alles darf so passieren, wie es kommt und wie es zu den aktuellen Gegebenheiten passt. Nichts sollte zu Druck oder Stress führen.

 

Was empfiehlst Du Yoga-Einsteigern? 

Nicht zu viel Ehrgeiz und nicht zu viel wollen. Es hört sich super an zu lesen, wie lange jemand schon Yoga übt und auch wie oft. Das klingt manchmal unerreichbar. Doch jeder hat nur 24 Stunden am Tag und das sind immer Idealfälle, die da geschildert werden.

Was zählt ist die Präsenz auf der Matte, das Hier und Jetzt.

Nimm dir lieber weniger vor, gehe kleine, aber dafür regelmäßige Schritte. Wenn du keine 20 Minuten Meditation täglich schaffst, dann mache nur 5 oder 10. Wenn du keine Zeit für eine 90-minütige Yogasequenz hast, dann übe nur den Sonnengruß oder mache ein paar Übungen, die dir gut tun. Nimm dir nicht zu viel vor, lasse los und genieße spielerisch deine Praxis, so wie sie zu dir und deinen Lebensumständen passt.

 

Mehr Tipps für Yoga-Anfänger und noch viel mehr über Yoga, Meditation und übers Glücklichsein findest du auf meiner Website Flow&Glow.

 

Vielen lieben Dank dir, liebe Katharina, für die schönen Fragen. Es hat mir viel Spaß gemacht sie zu beantworten.

Und es würde mich natürlich auch interessieren, wer hier von der Modernslow-Community regelmäßig Yoga praktiziert und was euch dabei wichtig ist.

Namasté und alles Liebe,

eure Eva

DEIN WEG ZU MEHR GELASSENHEIT

Ich schreibe auf Modern Slow regelmäßig über Stress, da es eine Zeit gab, in der Stress mein Leben bestimmt hat – und ich aus vielen Gesprächen, online wie offline, weiß, dass ich damit nicht alleine bin. Viele von uns fühlen sich zerstreut, gestresst, und in unterschiedliche Richtungen gleichzeitig gezerrt. Viele von uns sehnen sich nach mehr Ruhe im Alltag, nach Zeit für sich und für das was zählt. In diesem Beitrag stelle ich Dir mehrere Möglichkeiten vor, mehr Gelassenheit zu kultivieren und so mehr Ruhe in Deinem Alltag zu finden.

 

Weniger Stress, mehr Gelassenheit

Stressphasen waren mir früher nicht unbekannt, aber vor inzwischen mehr als einem Jahr hat etwas in mir klick gemacht. Damals habe ich verstanden, dass eine Pause – so wie sonst – nicht genug war. Dass ich nicht wieder in meine alten Verhaltensmuster zurückfallen darf, sondern wirklich etwas grundlegendes ändern muss. Und genau das habe ich getan. Inzwischen habe ich ein ganzes Arsenal an Methoden, um stressfrei zu leben.

Stress aus meinem Leben zu verbannen und achtsamer zu leben, hatte zudem einen weiteren Effekt, einen den ich so nicht erwartet hatte. Vielmehr noch, mir war gar nicht bewusst, dass das eine Konsequenz aus meinen Bemühungen sein würde. Wovon ich spreche? Von Gelassenheit.

 

Was ist Gelassenheit?

Gelassenheit ist ein komplexes Konstrukt. Gelassenheit ist eine Haltung, ja eine Lebenseinstellung, die damit unser gesamtes (Selbst-)Verständnis umfasst. Wenn ich gelassen bin, bedeutet das, dass ich mir zutraue, mich selbst zu entfalten und dass ich mir zutraue, mit den Herausforderungen, die mir dabei begegnen, umzugehen.

Jede Form von Veränderung – egal ob positiv oder negativ, egal ob geplant oder überraschend – stellt eine Herausforderung für uns dar. Gelassenheit und das damit verbundene Gefühl von ich kann das schaffen ermöglicht es uns, mit diesen Herausforderungen umzugehen und tatsächlich daran zu wachsen.

Natürlich, Gelassenheit ist nicht in allen Situationen unseres Lebens angemessen. Manchmal ist es unerlässlich, dass wir empört und heftig reagieren, dass wir unsere Meinung (oder Wut) deutlich machen oder sofort handeln. Aber viele Situationen unseres Alltags, viele alltägliche Ärgernisse und Schwierigkeiten, sind oftmals nichts anderes als eine Übung unserer Gelassenheit und Geduld. Egal ob ein verspäteter Zug, der Stau auf dem Weg zur Arbeit, die Meinungsverschiedenheit mit einem Kollegen, der ausverkaufte Lieblingssnack – Situationen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen und die, wenn wir das große Ganze betrachten, nicht wichtig sind, sind genau der Rahmen, in dem unsere Gelassenheit gefragt ist.

 

Mach Dir Dein Leben leichter

Mich hat es anfangs ziemlich überrascht, dass ich – quasi als Nebenprodukt meiner Bemühungen gegen Stress – gelassener wurde. Kleine – belanglose – Dinge, wie eine verpasste U-Bahn oder ein verschüttetes Glas haben mich früher einfach geärgert. Wenn etwas nicht wie am Schnürchen klappte, war es da, das Brodeln in mir und oft habe ich dann noch stundenlang über die ganze Situation gebrütet. Das gehört nun der Vergangenheit an. Vor ein paar Monaten fiel mir mein iPhone  runter – und dieses Mal war das Display komplett kaputt. Früher hätte das jede Menge Ärger, Selbstvorwürfe und langes Brüten bedeutet. Aber: ich blieb vollkommen ruhig. Keine Gedankentricks, kein Mantra vorsagen, ich blieb einfach von mir aus vollkommen ruhig und gelassen. So sehr mich diese neue Seite anfangs verwundert hat, so wunderbar befreiend empfinde ich sie.

 

Gelassenheit ist komplex und doch so befreiend. Wie kannst Du gelassener werden? #stress #gelassenheit | modernslow.com

Wie kannst Du gelassener werden?

Ein wichtiger Schritt um gelassener zu werden, ist es den eigenen Umgang mit Stressauslösern zu verstehen zu verbessern. Denn: Du hast die Situation – den verspäteten Zug, einen Kommentar, den Stau – nicht unter Kontrolle, aber Du hast Deine Reaktion darauf unter Kontrolle. Ich möchte Dir heute drei Möglichkeiten vorstellen, mit denen Du Deinen Umgang mit Stressauslösern verbessern kannst.

Verändere Deine Bewertung

Es hilft oft bereits unheimlich die Situation in Perspektive zu setzen und sich frühere Stresssituationen und deren Bewältigung ins Gedächtnis zu rufen (z.B., wenn S-Bahn nicht fährt, kann ich auf einen Bus ausweichen). Manchmal hilft es schon mit einer anderen, realistischeren Erwartungshaltung in die Situation zu gehen, um nicht beim Eintritt einer Schwierigkeit gleich Stress zu empfinden.

 

Hole Dir Unterstützung von anderen

Gerade im Bezug auf Stress kann es sehr hilfreich sein, sich Hilfe von anderen (gerne auch von mir) zu holen, seine Gefühle mit anderen zu teilen, gemeinsam die Gefühle zu untersuchen, zu verarbeiten und Lösungsansätze zu finden.

 

 

 

 

 

Stärke Deine Entspannungskräfte

Stress ist Anspannung, mental und körperlich. Um besser mit Stressauslösern umzugehen, kannst Du Deine Entspannungskraft trainieren – so dass Du in Stresssitutationen aktiv zu Deiner Entspannung beitragen kannst. Entspannung kannst Du auf viele Arten erzielen: Sport, Meditation, Musik hören, schreiben, bewusst atmen, …

 

Tue Dir Gutes

Eine gelassene Einstellung hat auch etwas mit der Wertschätzung zu tun, die Du Dir selbst entgegenbringst. Wertschätzung Dir selbst gegenüber bedeutet zum einen sich selbst anzunehmen, aber auch sich selbst und den eigenen Körper gut zu behandeln. Das umfasst auch für ausreichend erholsamen Schlaf zu sorgen, sich gesund zu ernähren, sich zu bewegen und sich selbst Ruhepausen zu gönnen.

 

Wenn etwas aus der Stress-Serie hervorgeht, dann dass Du mehrere Angriffspunkte hast, um Stress ganz bewusst zu reduzieren und gelassener und zufriedener zu werden. Die hier vorgestellten Strategien klingen alles andere als revolutionär. Dabei ist die Wirkung so umfassend. Der Weg hierher war alles andere als selbstverständlich und er kostete mich viel Kraft und Arbeit. Aber das war es wert!

 

Möchtest Du mehr Gelassenheit und weniger Stress?

Wie wäre es eine Woche lang ganz gezielt daran zu arbeiten? Der kostenlose Onlinekurs Schluss mit Stress unterstützt Dich genau dabei. Eine Woche lang erhältst Du Impulse, Denkanstöße und gezielte Aufgaben, um etwas gegen den Stress in Deinem Leben zu tun. Hier findest Du weitere Informationen und kannst Dich anmelden.

Schluss mit Stress ist ein kostenloser Onlinekurs von Modern Slow. Du lernst Deine Stressmuster zu erkennen und achtsamer zu leben - für mehr Zufriedenheit in Deinem Leben. | modernslow.com

Dieser Beitrag basiert auf einem Newsletter an die Modern Slow Community vom März 2017. Als Mitglied der Modern Slow Community erhältst auch Du exklusive Beiträge, Arbeitsmaterialien und Tipps rund um ein bewusstes Leben. Sei dabei!

 

DAS GEHEIMNIS MEINER YOGA-ROUTINE

Wie mit jeder Routine gibt es auch beim Yoga Phasen, in denen sich die Routine wie eine Aufgabe auf der täglichen To Do-Liste anfühlt und Phasen, in denen uns die Routine gar nicht wie Routine vorkommt. Seit ich Yoga vor über einem Jahr in meinen täglichen Tagesablauf integriert habe, hat auch meine Yoga-Routine solche Phasen durchlaufen. Doch selbst wenn ich die Routine mal schleifen lies, so habe ich sie doch immer wieder aufgenommen. Meine Yoga-Routine tut mir gut und inzwischen habe ich auch verstanden, wie ich vermeiden kann, dass sich meine Yoga-Routine wie ein To Do anfühlt. Und genau das erfährst Du in diesem Beitrag.

 

Routine ist nicht gleich Routine

Ja, Menschen sind Gewohnheitstiere. Um eine Routine zu etablieren, musst Du sie oft genug durchführen und wiederholen, um sie zu einer Gewohnheit werden zu lassen. All das ist richtig. All das ist wichtig, wenn Du Deine Gewohnheiten ändern willst. Nur was Du tust, ist genauso wichtig. Wenn Deine Routine nicht zu Dir, Deinen Bedürfnissen und Deinem Leben passt, wird Dir die Ausübung der Routine immer schwer fallen.

Egal ob Yoga oder ein anderer Sport. Wir verwenden Zeit und Energie darauf, uns die Gewohnheit anzutrainieren – uns zu disziplieren, die Gewohnheit aufzubauen und beizubehalten. Wir verwenden ebenso Zeit und Energie darauf Gründe zu identifizieren, warum wir die Gewohnheit haben sollten (Ausgeglichenheit, Stressabbau, bessere Figur, weniger Gewicht, …). Was wir tun und wie wir es tun ist oft dagegen weniger der Fokus.

 

 

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine

Ich dachte zum Beispiel lange Zeit, dass meine Yoga-Praxis unbedingt Power Flows umfassen sollte. Ja, sollte bedeutet meistens, dass etwas nicht stimmt. Und genau das war auch der Fall. So schön auch in der Theorie, in der Praxis machen mir Power Flows einfach keinen Spass, was vor allem an den Zeiten liegt, zu denen ich Yoga praktiziere: frühmorgens direkt nach dem Aufwachen und abends vor dem Schlafen.

 

Immer wenn ich denke, ich sollte eine anspruchsvolle, schweißtreibende Routine machen, habe ich besonders große Lust die Yoga-Routine sein zu lassen. Der Zyniker mag geneigt sein zu denken, das liegt an meiner Faulheit. Ich bin zu einem anderen Ergebnis gekommen. Die Wahrheit über meine Yoga-Praxis ist nämlich die: Yoga fühlt sich gut und richtig an, wenn es zwei Dinge für mich tut. 1. meinen Bürostuhl-verkrümmten Körper lockern und dehnen und 2. meine immer aktiven Gedanken beruhigen.

 

Ja, Du hast es erahnt. Power-Vinyasa trifft nicht so ganz diese Bedürfnisse. Yin Yoga dagegen schon. Genauso wie sanfte Flows, die den Fokus auf bewusste Dehnung und Ruhe legen. Wenn ich Lust habe auch ein paar Inversions, aber sonst nichts besonderes.

 

 

 

Du vor allem anderen

 

Das Geheimnis meiner Yoga-Routine ist also das: ich bin mir über meine Bedürfnisse bewusst und akzeptiere sie. Mein Alltag ist voll genug und Yoga soll mir helfen zu entspannen, zu entschleunigen, mich zu erden. Wenn meine Routine das widerspiegelt, freue ich mich darauf – und erreiche genau das, was ich mir davon erhoffe.

Eine Routine zu etablieren oder beizubehalten, die nicht Deinen (wahren) Bedürfnissen entspricht ist dagegen unheimlich schwer. Es wird immer diesen inneren Kampf geben, diese Diskussion, in der Du Dich davon überzeugen willst, eine Routine durchzuführen, auf die Du keine Lust hast. Ein innerer Kampf, dank dem Du Dich nach einiger Zeit wie ein willenloser Verlierer fühlst, der aber auch gar keine Veränderung auf die Reihe kriegt.

Wenn Du auch immer mal wieder mit Deinen Gewohnheiten haderst: wie wäre es mit einer anderen Strategie? Wie wäre es, wenn Du Dir Deine Bedürfnisse bewusst machst, und die Routine danach gestaltest?

 

 

Wie sieht Deine Yoga-Routine aus?

 

UNIFORM DRESSING: MEIN WEG ZUR MINIMALISTISCHEN GARDEROBE

Ich schreibe nicht so oft über den Inhalt meines Kleiderschranks. Ich liebe meine minimalistische Garderobe, aber zugleich ist sie auch nichts weiter als eine Methode, ein System. Letztendlich ist egal, was sich darin befindet – jeder von uns hat seinen persönlichen Stil – entscheidend ist vielmehr die Intention dahinter. Deshalb gibt es bei mir auch keine Tipps im Sinne von “Die 5 tollsten Trends für die Herbstgarderobe” oder “Die Top 10 Kleidungsstücke für jede Capsule Wardrobe”. Stattdessen also ein System. Mein persönliches System, Uniform Dressing, sowie meinen Weg dorthin möchte ich Dir heute in diesem Beitrag vorstellen.

 

Am Anfang stand die Capsule Wardrobe

Eigentlich stand am Anfang meine Schwangerschaft. Denn dank derer habe ich für etwa 1 Jahr den Großteil meines Kleiderschranks nicht genutzt. Ein paar Monate nach der Schwangerschaft freute ich mich wieder darauf “normale” Sachen zu tragen, nur das erschreckende war, dass ich die wenigsten Dinge in meinem Kleiderschrank tragen wollte. Ich wollte mich wieder wie ich fühlen, aber mein Kleiderschrank fühlte sich nicht wie ich an.

Und wenn ich ehrlich war hatte er das nie.

Meine Reaktion darauf: ich kaufte ein paar neue Sachen, ein paar davon absolute Lieblingsteile, aber auch ein paar Teile, die mehr mit meiner Frustration über meinen Kleiderschrank als mit meinem Stil zu tun hatten. In dieser Zeit stolperte ich über den Begriff Capsule Wardrobe irgendwo in den Untiefen von Youtube – auf der verzweifelten Suche nach Inspiration. Den Begriff hatte ich vor meiner Schwangerschaft schon mal gehört, aber anders als damals, war ich dieses Mal interessiert. Capsule Wardrobe, 33 Teile, das klang nach Herausforderung und gleichzeitig irgendwie entspannt. Denn ein Problem, das mich mehr und mehr seit der Geburt meines Sohnes gestört hatte war, dass ich – anders als früher – einfach keine Zeit oder Energie hatte mehrere Outfits durchzuprobieren, um eines zu finden, in dem ich mich gut oder zumindest ok fühlte.

Zudem klang zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben – vermutlich dank der Überwältung, die ein Neugeborenes mit sich bringt und einem netten Hormonkarusell in mir – weniger unheimlich angenehm. Weniger es klang nach der Lösung, die ich mir so sehr herbeisehnte.

 

 

Eine Capsule Wardrobe kann Dein Leben um sovieles vereinfachen. Wie damit beginnen? Tipps findest Du auf Modern Slow. | modernslow.com

Neustart mit leerem Kleiderschrank

Also Ausmisten und zwar richtig. Ich hatte schon früher ausgemistet (aka hier 3 Teile, da 3 Teile entsorgt) und ein bisschen Respekt vor der Aufgabe, aber ich war bereit für den Neustart – und dementsprechend radikal. Ganze 9 60l Säcke (ja – ich kann es noch immer kaum glauben) habe ich ausgemistet. Diese Masse an Dingen habe ich verschenkt, verkauft und gespendet. Was mich überraschte: es ging eigentlich ganz schnell und einfach – viel schneller und einfacher als ich es gedacht hatte. Das Entscheidende war: ich hatte mir vorher Gedanken gemacht, was ich tragen wollte. Ich war ehrlich zu mir und meinem Stil gewesen und stand vollkommen hinter der Entscheidung, alles los zu werden, was ich nicht gerne trug. Finde auch Du Deinen Stil mit diesem kostenlosen Arbeitsbuch.

Die erste Capsule Wardrobe

Meine erste Capsule Wardrobe erstellte ich dann für Herbst und Winter 2015/16 – nach meinen Regeln. Ich wollte ein Capsule für 6 Monate statt der üblichen 3 Monate, die Zahl der Teile war mir ziemlich egal, so lange es weniger als 40 waren und ich erlaubte mir 5 Teile innerhalb der 6 Monate auszutauschen oder hinzuzufügen. Die ursprünglichen Regeln, z.B. von Unfancy waren eine Inspiration, aber für mich persönlich nichts was ich übernehmen wollte. Das Ausmisten hatte mir Selbstvertrauen gegeben, auf meine Bedürfnisse zu achten und mich auf das zu konzentrieren, was eigentlich zählt. Dass mein Kleiderschrank zu mir und meinem Leben passt.

 

 

Diese Ehrlichkeit war mein Erfolgsrezept.

Ich war vollkommen begeistert von der Leere (und gleichzeitigen Fülle) in meinem Kleiderschrank. In dieser Zeit entwickelte ich auch die Basis meiner jetzigen minimalistischen Garderobe: Uniform Dressing.

 

Uniform Dressing

Uniform Dressing klingt formal und kompliziert. Dabei ist es das genaue Gegenteil. Eine Uniform kann so ziemlich alles sein – ganz nach Deinen Wünschen und Bedürfnissen. Die Idee des Uniform-Dressing ist, durch die Beschränkung auf ein Outfit (oder einen Outfit-Typ) das morgendliche Anziehen noch weiter zu vereinfachen – ohne die Zufriedenheit mit Deinem Kleiderschrank zu schmälern.

 

Uniform Dressing bedeutet für mich einfach jeden Tag (oder annähernd jeden Tag) mein Lieblingsoutfit zu tragen.

 

Meine Uniform – vor zwei Jahren wie auch heute – ist das Outfit, dass ich ganz am Anfang meiner Reise identifiziert hatte, das Outfit, das ich nach der Schwangerschaft tragen wollte: Hemd und Jeans. Das witzige: ich hatte dieses Outfit zwar schon vor der Schwangerschaft gern getragen, aber nie wirklich geschätzt, da es so einfach war, so wenig mit den aktuellen Trends zu tun hatte, einfach insgesamt so  wenig “fashionable” war.

 

Dabei ist das – Trendyness – das absolut falsche Kriterium für Dein Outfit. Das wesentliche und einzig entscheidende Kriterium ist Dein Wohlbefinden. Fühlst Du Dich in einem Outfit wirklich wohl? Nicht nur in den zwei Minuten vor dem Spiegel, sondern in Deinem Alltag, in Deinem Leben? Das ist was zählt. Und das ist, was auf meine Uniform zutrifft. Und so ist sie nun der Dreh- und Angelpunkt meines Kleiderschranks.

 

Wenn Du dieses System auch auf Deinen Kleiderschrank anwenden möchtest, dann hole Dir jetzt mein neuestes Arbeitsbuch zum Thema Uniform Dressing. Uniform Dressing bedeutet nicht zwangsläufig, jeden Tag das Gleiche zu Tragen. Es ist ein System – und Du kannst dieses System auf Deinen Kleiderschrank übertragen. Hier geht’s zu Deinem Arbeitsbuch.

Uniform Dressing reduziert Deine Garderobe auf ihre Essenz - und vereinfacht Dein Leben ungemein. #capsulewardrobe #minimalistischegarderobe #kleiderschrank

 

 

 

Kern-Capsule Wardrobe, Ganzjahres-Capsule Wardrobe oder einfach minimalistischer Kleiderschrank

Zwei Jahre später und mein Kleiderschrank hat sich selbstverständlich weiterentwickelt. Nur größer ist er nicht geworden. Ich kaufe bewusst ein und so kommen nur wenige Teile neu hinzu. Alle paar Monate hinterfrage ich kritisch, ob meine Kleidungsstücke noch ihren Platz in meinem Kleiderschrank verdienen und miste ggf. einzelne Teile aus.

Auch erstelle ich nicht mehr 2x jährlich von Grund auf eine komplette Capsule Wardrobe. Vielmehr dreht sich alles um meine Uniform. Diese bleibt das ganze Jahr über gleich und ist damit eine Art Kern-Capsule Wardrobe, die ich das ganze Jahr über trage. Drumherum baue ich meine saisonalen Teile. Ein paar Kleider, Röcke und T-Shirts im Sommer, Pullis, Strickjacken und Wollröcke im Winter. Das ist auch schon alles. Das System ist einfach und doch so effektiv.

Mein Ziel für meinen Kleiderschrank ist es ihn so bewusst wie möglich zu gestalten. Kleidungsstücke, in denen ich nicht wohlfühle oder die ich nicht trage, haben da keinen Platz. Aber es ist für micht vollkommen in Ordnung, dass ich ein paar Kleidungsstücke besitze, die ich eher selten trage. Ein Beispiel: meine Wollröcke. Ich trage im Winter lieber Hosen, aber manchmal habe ich einfach Lust auf einen ganz anderen Style und trage dann einen meiner Röcke. Das ist kommt nicht oft vor, aber es macht mir Freude, also verdienen die Röcke ihren Platz in meiner Garderobe. Ich möchte nicht meine Garderobe bis zum maximal machbaren minimieren.

 

Wo geht die Reise hin?

Auch nach fast 2 Jahren bin ich dem Uniform Dressing nicht überdrüssig. Im Gegenteil, dadurch dass ich ein paar Teile in meinem Kleiderschrank behalte, mit denen ich aus der Uniform ausbrechen kann, habe ich überhaupt nicht das Gefühl mich einzuschränken. Im Gegenteil: ich schätze die Freiheit meiner Uniform. Auch das war ein interessanter Lerneffekt aus dem #juni15x30 Kleiderschrank-Experiment: eine minimalistische Garderobe mit nur 15 Teilen war mir nicht zu klein was die Outfits anging. Es war mir einfach zu anstrengend, um mit der Wäsche hinterher zu kommen.

Ich liebe meine minimalistische Garderobe und möchte sie nicht missen. Nach zwei Jahren hat sich dank meiner minimalistischen Garderobe eine gewisse Gelassenheit im Bezug auf meinen Kleiderschrank eingestellt. Eine Gelassenheit, dass mein Kleiderschrank, das passende Outfit bereit hält (vorbei sind die “oh, was soll ich nur anziehen?!?”-Momente). Eine Gelassenheit nicht jedem Trend hinterhereifern zu müssen – um ehrlich zu sein, weiß ich nicht mal was ich laut Vogue und Co aktuell tragen “sollte”. Eine Gelassenheit auf die richtige Ergänzung ür meinen Kleiderschrank zu warten (aktuell: ein schwarzer Rollkragenpullover). Und diese Gelassenheit fühlt sich einfach gut an.

 

Wie stehst Du zu Deinem Kleiderschrank?

Was würdest Du tragen, wenn Du all die “Tipps” von außen ignorierst?

 

Tipps zum Ausmisten und KonMari | modernslow.com

Warum Ausmisten nie verkehrt ist (und wann vielleicht doch)

Ausmisten ist gefühlt in aller Munde – Marie Kondo und der steigenden Aufmerksamkeit für ein minimalistisches Leben sei dank. Und tatsächlich, die Ideen von Marie Kondo sind wirklich hilfreich. Nach meiner Erfahrung ist es aber mit einmal ausmisten nicht getan. Also, auf geht’s in die nächste Runde?!? In diesem Beitrag stelle ich Dir drei Gründe vor, warum Ausmisten immer eine gute Idee ist, wenn Du Dein Leben bewusster gestalten willst – und spreche aber auch über drei Situationen, in denen Du Dein Ausmisten überdenken (und vielleicht auch beenden) solltest.

 

Ausmisten bedeutet Aktion

Ein bewusstes Leben zu gestalten, klingt nach einer riesigen Aufgabe und nach viel Veränderung – und genau das macht das Beginnen für uns schwer. Wenn das Ziel so unheimlich weit weg erscheint, verfallen wir oft, aus einem Gefühl der Überwältigung heraus, in eine Schockstarre – und tun erst mal nichts. Der Schlüssel ist es, kleine machbare Schritte zu definieren und das Ausmisten bietet Dir genau diese Möglichkeit. Erst kleinere Dinge wie die Handtasche oder den Junk Drawer, dann größere Dinge wie den Kleiderschrank, Papier, Elektronikprodukte oder und Digitales. Entscheidend ist: Du kommst ins Handeln und schaffst so Motivation und Dynamik für die weiteren Schritte.

 

Dinge vor Gewohnheiten

Ja, es wäre manchmal besser für uns und unser Wohlbefinden, wenn wir zuerst unsere Gewohnheiten änderten. Aber wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Egal welche Gewohnheit oder Situation Du ändern willst, die ersten Schritte fallen oft richtig schwer. Früher aufstehen – klar, aber vielleicht erst morgen. Sport machen – natürlich, aber nicht heute abend, denn der Tag war so anstrengend. Unser Gehirn produziert nur zu gerne solche Ausreden, denn alles beim alten ist der präferierte Zustand unseres Gehirns.

Es fällt uns dagegen leichter, uns von Dingen zu trennen. Natürlich, auch hier produziert unser Gehirn Ausreden, aber der Widerstand wird deutlich geringer ausfallen als wenn Du versuchst, Deinen gesamten Alltag umzukrempeln. Gleichzeitig liegt es in der Natur der Sache, dass Du beim Ausmisten schneller Erfolgserlebnisse feiern kannst als wenn Du Deine Gewohnheiten änderst. Dein Ausmisten schafft so die Motivation und Dynamik, aber auch das Selbstvertrauen, das Du brauchst, um Deine Gewohnheiten zu verändern.

 

Von außen nach innen

Ein aufgeräumteres, leichteres Außen hilft uns, uns auf unser Inneres zu konzentrieren und dort Veränderungspotential zu erkennen. Weniger Besitz und eine dementsprechend minimalistischere Wohnung erlauben Dir den Blick nach Innen zu richten – vielmehr als Dir das in einer überladenen, vollgepackten Wohnung möglich ist. Das Ausmisten selbst gibt Dir auch die Möglichkeit bestimmte Muster in Deinem Verhalten zu erkennen und Dich zu hinterfragen und legt so die Basis für eine tiefgründigere Seelenforschung.

Warum Ausmisten nie verkehrt ist. Egal, ob Du zum ersten Mal von Marie Kondo hörst oder schon ausgemistet hast, Ausmisten ist immer eine gute Idee (Ausnahmen bestätigen die Regel) | modernslow.com

 

Ausmisten ist nie verkehrt, aber…

Ausmisten hat große Vorteile und ich kann es absolut empfehlen, regelmäßig zu hinterfragen, welchen Dingen man Platz in seinem Zuhause gewährt. Aber es sollte nicht zur präferierten Aktivität des Wochenendes werden. Ausmisten muss (und soll) auch nicht zur Gewohnheit werden, wie das Bad zu putzen und staubzusagen. Es ist kein Sport und auch nicht das Endziel. Ausmisten ist ein Hilfmittel, eine Methode, um Dein Leben bewusst zu gestalten.

Keine Ablenkung

Ausmisten sollte nicht ersetzen, dass Du über Deine Prioritäten und Deine Wünsche nachdenkst, dass Du Deine Gedanken- und Verhaltensmuster überdenkst, und Dein Leben achtsamer gestaltest. Ausmisten sollte nicht zu einer Form des Prokrastinierens verkommen, in der Du immer wieder das Ausmisten vorschiebst, um Dich nicht mit den wirklich wichtigen Dingen auseinanderzusetzen.

Keine Verschwendung

Wenn Ausmisten zur Gewohnheit wird, besteht die Gefahr, dass Du Dein Einkaufsverhalten nicht anpasst – und genau dieses Einkaufsverhalten ist ja oft der Grund dafür, dass Du ausmisten möchtest (das Zeug muss ja irgendwo herkommen…). “Ich kann es ja einfach ausmisten” ist ein gefährlicher Gedanke – und ein ziemlich teurer noch dazu! Geld für unnütze Dinge auszugeben, die Dir keine Freude bereiten und die Du kurz darauf wieder ausmistest, ist eine absolute Verschwendung. Und genau dieses Geld fehlt Dir dann, um Deine Werte zu leben und Deine Träume zu verwirklichen.

Kein race to the bottom

Beim Ausmisten geht es nicht darum immer weniger zu besitzen, um bei einer möglichst kleinen Zahl an Besitztümern anzugelangen. Lass Dir nicht einreden, Du wärst erst ein Minimalist, wenn Du nur noch x Teller und y Bücher besitzt. Ich bin kein Freund davon, sich eine Zahl als Limit zu setzen – und finde es toll, dass es Leute wie Sabine gibt, die das genauso sehen. Wie viele Dinge solltest Du denn besitzen dürfen? 100? 125? 200? Was wenn Du 201 besitzt? Hast Du dann versagt? Nein, natürlich nicht. Willkürliche Zielzahlen mögen vielleicht als Indikation oder Inspiration taugen, aber eine wirkliche Handlungsempfehlung sind sie für mich nicht. Das Ziel ist es vielmehr, so die Dinge zu identifizieren, die Dir wichtig sind – und im Umkehrschuss sich von denen zu trennen, die nicht nicht (oder nicht mehr) zu Deinem Leben passen.

 

Ich möchte Dich ermutigen, Deinen Besitz regelmäßig zu hinterfragen. Nicht als Selbstzweck, als Zelebrieren des Ausmistens, sondern als Methode, um Dein Leben und Deine Entscheidungen zu hinterfragen. Manchmal sind wir nicht so achtsam beim Einkaufen, wie wir uns vorgenommen haben. Oft verändern wir uns – und mit uns unsere Bedürfnisse. Die Prämisse, die für mich hinter jeder Ausmist-Entscheidung steht, ist die Dinge zu identifizieren,die ich wirklich schätze, die mich glücklich machen und die ich benutze. Alles andere ist unnütz. Das könnte ich mal brauchen trägt nicht zu Deinem Leben bei.

Wo Du die Linie ziehst, hängt von Dir ab – und wird sich auch im Zeitablauf ändern. Also, nimm den Druck aus der Sache und fang einfach an.

Was fällt Dir beim Ausmisten schwer?

minimalistisch wohnen und doch gemütlich? | www.modernslow.com

Geht Minimalistisch Wohnen auch gemütlich?

Welches Bild siehst Du vor Deinem inneren Auge, wenn Du an eine minimalistische Wohnung denkst? Kahle Wände, leere Regale? Unsere Wohnung sieht so nicht aus, aber das ist mehr den Umständen und meinen Prioritäten geschuldet. Umso mehr freut es mich daher, dass die liebe Steffi, ihres Zeichens Lebensraum-Coach und Interieur-Stylistin heute in diesem Beitrag ihr Wissen mit uns teilt und zeigt, dass sich minimalistisch wohnen und eine gemütliche Wohnung nicht gegenseitig ausschließen.

 

Geht Minimalistisch Wohnen auch gemütlich?

Immer wieder werde ich gefragt, wie sich Minimalismus mit gemütlichen Wohnen verträgt. Denn viele Menschen haben – wenn sie an minimalistische Räume denken ­– eher einen cleanen Look vor ihrem inneren Auge. Gemütlichkeit? Fehlanzeige. Mit diesen schnellen Tipps schaffst du im Nu noch mehr Gemütlichkeit in deinem Raum.

 

Minimalistisch wohnen – Mehr als nur ein Trend

Minimalismus ist viel mehr als ein kurzweiliger Trend: es ist eine Bewegung. Denn das Reduzieren der Dinge weckt die Sehnsucht der Menschen, wieder selbstbestimmter zu leben, weniger Entscheidungen zu treffen, mehr Zeit zu haben und in sich selbst anzukommen. In meiner Arbeit als Lebensraum-Coach und Interieur-Stylistin bin ich die Schnittstelle für Innen und Außen: Beides bedingt sich und strahlt aufeinander ab. Ich habe festgestellt, dass ein minimalistischer Raum große Auswirkungen auf die geistige Klarheit hat. Ein weiterer Nebeneffekt: Wer minimalistisch lebt und sich von materiellen Dingen im Außen trennen kann, wird gleichzeitig darin geschult, auch inneren Ballast besser loslassen zu können. Doch ein minimalistischer Raum kann noch viel mehr: Er kann dich von außen dabei unterstützen, deine inneren Bedürfnisse zu stillen.

 

Qualität statt Quantität für mehr Verbindung

Häufig wissen wir gar nicht, was unsere Bedürfnisse an einen Raum sind und welche Möbel zum eigenen Typ passen. Wir haben verlernt, auf unsere innere Stimme zu hören und verbinden mit den meisten Gegenständen in unserem Zuhause keine Emotion mehr. Sie stehen häufig dort, weil wir sie dort schon immer standen, sie Platzhalter oder ein Geschenk sind. Und wenn wir umziehen, möchten wir ebenfalls alles schnell fertig haben. Wir kaufen dann häufig die gesamte Einrichtung in ein bis zwei großen Möbelhäusern.

Das Problem: Dinge werden austauschbar und verlieren an Bedeutung. Und ein Raum verliert seine Persönlichkeit, wirkt eher wie eine Möbelausstellung. Bereits beim Möbelkauf vergessen wir innezuhalten und in uns hinein zu spüren, ob dieser Gegenstand wirklich zu uns und unseren Bedürfnissen passt. Um herauszufinden, kannst du meinen Persönlichkeitstest machen.

Bei Minimalismus geht es darum, eine bewusste Auswahl zu treffen und auf Qualität statt Quantität zu setzen. Das Thema Nachhaltigkeit bekommt in Verbindung mit Minimalismus eine große Bedeutung. Du kennst das sicher auch: Kaufst du ein Möbelstück vom Schreiner um die Ecke den du persönlich kennst, schafft das nicht nur eine ganz andere emotionale Verbindung zum Möbelstück – die gute Qualität hält auch länger und schon somit Umwelt und Ressourcen.

 

Minimalismus 2.0: kahle Räume waren gestern

Viele Menschen assoziieren mit Minimalismus Ungemütlichkeit, kahle Räume und weiße Wände. Doch gibt es auch etwas dazwischen: also minimalistische Gemütlichkeit? Ich bin kein Freund von starren Korsetts. Daher lade ich dich ein, dich davon zu befreien wie Minimalismus sein muss. Spüre stattdessen in dich hinein und entscheide für dich, wie deine persönliche Definition von Minimalismus aussieht. Denn jeder Mensch ist einzigartig und hat individuelle Bedürfnisse an sein Zuhause.

Geht minimalistisch wohnen auch gemütlich? #interior #skandi | modernslow.com

Minimalismus als Basis

Wie schaffst du es also, wieder eine persönliche Bindung zu deinem Raum aufzubauen und dich darin wohler zu fühlen – und das trotz minimalistischer Einrichtung? Klar, der erste Schritt ist das Aussortieren, aber das hast du sicher schon erledigt, oder spielst bereits mit dem Gedanken. Und falls nicht: auch fein. Der nächste Schritt ist die Gemütlichkeit:

 

Meine 3 Tipps für mehr Gemütlichkeit

#1 Inszeniere persönliche Gegenstände

Gemütliche Räume leben von kleinen Stilbrüchen und Gegenständen, die mit positiven Gefühlen verankert sind. Im Möbelhaus empfinden wir die inszenierten Räume deshalb häufig als unpersönlich, weil Stilbrüche fehlen und zum Beispiel fast ausschließlich neue Sachen dekoriert werden, zu denen wir keine Verbindung haben. Lade deinen Raum – oder eine Ecke – also positiv auf, indem du ein paar Gegenstände mit einbindest, die dich an etwas Schönes erinnern, die du aus dem Urlaub mitgebracht hast oder die eine Geschichte erzählen, also vintage sind.

 

#2 Bilde Gruppen

Inszenierst du deine persönlichen Gegenstände in einer Gruppe mit anderen Gegenständen, wirkt die Gruppe als Gesamtensemble. Es ist dann fast egal, ob die Gegenstände innerhalb der Gruppe zueinander passen. Ruhiger und klarer wird deine Gruppe allerdings, wenn du dich auf ein Merkmal konzentrierst – zum Beispiel die Farbe weiß oder ein bestimmtes Material. Ich persönlich liebe weiße Porzellanvasen. Mein gemeinsames Merkmal sind geometrische Muster. Inszenierst du mehrere Gruppen nebeneinander – zum Beispiel auf deiner Fensterbank – halte einen Abstand zwischen den Gruppen ein, der mindestens zweimal die Breite der Gruppe beträgt. So wirkt jede Gruppe für sich selbst und stiehlt der anderen Gruppe nicht die Show.

 

#3 Beleuchtung

Generell gilt: viele kleine Lichtquellen sind gemütlicher als eine große. Denn sie zaubern am Abend eine heimelige Wohlfühlatmosphäre. Für mich persönlich zählt die Deckenlampe nicht dazu und ist am Abend ein No-Go. Meine Empfehlung für ein mittelgroßes Wohnzimmer zum Beispiel lautet: Nimm mindestens drei Lichtquellen. Für noch mehr Gemütlichkeit achte darauf wenig LED-Lampen zu verwenden, Glühbirnen zu kaufen die warmes Licht abgeben und Dimmer zu verwenden.

 

Du siehst, es ist gar nicht so schwer, minimalistisch zu wohnen und mit ein paar Handgriffen ein Zuhause fürs Herz zu gestalten – deinen Kraftplatz. Da viele meiner Klienten und Kunden gar nicht wissen, welcher Typ sie sind, habe ich einen Persönlichkeitstest konzipiert um genau das herauszufinden. Es ist der erste Schritt zu mehr Klarheit, Selbstbewusstsein und Achtsamkeit. Wenn du Lust hast, lade ich dich dazu ein, mitzumachen – das ist mein Geschenk für dich. Welcher Typ bist du – und wie kann dein Zuhause dir Kraft spenden.

Vielen Dank für deine Zeit,

Deine Steffi

Stefanie Adam arbeitet als Lebensraum-Coach und Interieur-Stylistin und unterstützt Menschen dabei sowohl in ihrem Inneren, als auch in ihrem Umfeld Klarheit zu schaffen und sich ihren eigenen Kraftplatz zu schaffen: Für mehr inneres und äußeres Gleichgewicht.
Homepage: Stefanie Adam
Blog: Feine Seele
Instagram: Feine Seele

 

Fotos: Stefanie Adam

 

Wie fange ich an? Erste Schritte zu einem bewussten Leben

Da bist Du also: Du möchtest ein bewusstes Leben führen. Aber wie fängst Du an? Und womit? An Inspiration mangelt es nicht und auch nicht an Beiträgen, die Dir erklären, wie Du ausmisten kannst, wie Du eine minimalistische Garderobe erstellst, wie Du meditierst, usw. Aber was ist denn nun der erste Schritt?!? In diesem Beitrag findest Du meine Empfehlung, um Deine ersten Schritte zu einem bewussten Leben zum Beginn einer Erfolgsgeschichte werden zu lassen.

 

Ein Gefühl der Überwältigung

Jedem Anfang wohnt eine wundervolle Magie, eine ganz besondere Motivation und auch eine ganz schöne Dosis Überwältigung inne. In Deinem Kopf ist dieses Bild, wie Dein Leben aussehen sollte – und um Dich herum die Realität, die eine gefühlte Ewigkeit von dieser Zielvorstellung entfernt ist.

Ich habe lange darüber nachgedacht, was mein Rat für Frauen ist, die ganz am Anfang stehen und die ersten Schritte in ein bewusstes Leben wagen sollen. Sollten sie so vorgehen wie ich? Erst Ausmisten, dann um das Innenleben kümmern? Oder lieber erst meditieren und dann das äußere Chaos zähmen?

 

Der eine Weg zum bewussten Leben

Die ehrliche Antwort ist: ich weiß es nicht. Ich denke, niemand kann das wissen – außer Du selbst. Es gibt – wie so oft im Leben – nicht den einen Weg. Ich teile auf Modern Slow und in meinem Buch Modern Mindful meinen Weg, in der Hoffnung, dass er Dich inspiriert und zum Nachdenken animiert. Aber es ist mein persönlicher Weg und ich erhebe nicht den Anspruch, dass dieser der allgemein gültige Weg ist.

In diesem Beitrag findest Du daher keine Antwort auf die etwas plakative Frage “erst Ausmisten oder erst meditieren?”. Stattdessen findest Du hier meine Schritte und Tipps, um für Dich selbst herauszufinden, wie Deine ganz eigenen ersten Schritte zu einem bewussten Leben aussehen.

 

Entscheiden, nicht wünschen

Der Startpunkt Deiner Reise sollte genau das sein: eine Entscheidung. Eine Entscheidung, Dein Leben bewusst zu gestalten – nicht nur der Wunsch, ein bewusstes Leben zu führen. Das klingt wie Haarspalterei, aber es ist doch eine so wichtige Unterscheidung. Wünsche sind großartig, sie regen zum Träumen an und geben uns ein wohlig-warmes Gefühl. Aber sie führen nicht zu Veränderung. Veränderung bedeutet Arbeit – und das bedeutet immer auch: Motivation, Disziplin und Anstrengung.

Wenn Du also wirklich ein bewusstes Leben führen möchtest, dann nimm Die Zügel in die Hand. Gestehe Dir selbst eine aktive Rolle zu. Du gestaltest Dein Leben. Wenn Du Dir Deine Entscheidungskompetenz aberkennst, werden Entscheidungen von anderen für Dich getroffen werden – und andere Menschen verfolgen in der Regel andere Ziele als Du. Also starte genau damit: entscheide Dich, dass Du Dein Leben bewusst gestalten wirst. Sieh der Veränderung – der Selbstmotivation, Disziplin und Anstrengung – ins Auge und sage – ganz bewusst – JA!

 

Reflektion statt Aktionismus

Solltest Du direkt beginnen wollen – mit dem Ausmisten, mit dem Meditieren, mit einem Achtsamkeitstagebuch – tue das, aber schiebe die Selbstreflektion nicht zu lange vor Dir her.

Reflektiere über Deinen Wunsch – und Deine Entscheidung – ein bewusstes Leben zu führen und versuche, Dein Warum zu identifizieren.

Dein Warum ist genau das – der Wunsch, das Gefühl, das Ziel, das hinter dem bewussten Leben steht. Warum möchtest Du ein bewusstes Leben führen? Dein Warum ist ein unheimlich starker Motivator – und Dein Wissen darüber wird Dir helfen, die Veränderung Stück für Stück Realität werden zu lassen.

Dein Warum zu kennen, hat aber noch einen weiteren Vorteil: es gibt Dir Hinweise darauf, was Du verändern solltest. Wenn Dein Warum ist, dass Du mehr Zeit mit Deiner Familie verbringen möchtest, werden Deine Schritte anders aussehen, als wenn Dein Warum ist, dass Du ein zufriedenerer Mensch sein möchtest. Die Schritte auf diesem Weg sind nicht konträr, aber der Fokus ist nichtsdestotrotz ein anderer – und das bedingt Dein Vorgehen.

Achtsamkeit hat umfassende Auswirkungen auf mein Leben. | modernslow.com

Bewusstes Leben heißt…

Wenn Du reflektierst – und das ist bei so einem großen Ziel ein Prozess und nicht eine einmalige Angelegenheit – dann werde konkret, wie Dein bewusstes Leben aussieht. Wohnst Du ländlicher? Wohnst Du in einer kleineren Wohnung als bisher? Reist Du um die Welt? Wie sieht es mit der Arbeit aus? Gibt es bestimmte Dinge oder Tätigkeiten, die Du Dir für Deinen Alltag wünscht? Werde so konkret wie es geht, um Klarheit zu bekommen wie ein bewusstes Leben für Dich aussieht. Du kannst definieren, was ein bewusstes Leben für Dich ganz persönlich umfasst.

Wann immer sich bestimmte Aspekte konkretieren, reflektiere noch einmal kritisch, ob es sich wirklich um Deine persönliche Definition handelt, oder ob Du Dich zu sehr von anderen Leuten inspirieren lassen hast. Inspiration ist etwas wundervolles, aber Inspiration verlangt auch immer von uns, dass wir uns die Frage stellen, was Inspiration und was unser eigener, intrinsischer Wunsch ist. Diese konkreten Aspekte Deines bewussten Lebens geben Dir wertvolle Hinweise darauf, welche Veränderungen Du angehen solltest.

 

Wie sehen die ersten Schritte für ein bewusstes Leben aus? Wie kannst Du anfangen, ein bewusstes Leben zu gestalten? | modernslow.com

Fang an – ein bewusstes Leben passiert nicht, Du erschaffst es!

Und dann kommt letztendlich der Punkt, an dem Du Deinem eigenen Bauchgefühl vertrauen musst, und einfach startest. Du bist der Experte für Dein Leben. Vertrau Dir selbst und leg los. Triff eine Entscheidung, bei der Du ein gutes Gefühl hast – oder die gut in Dein Leben passt (z.B. ein bereits geplanter Umzug, der das Ausmisten in den Mittelpunkt rückt) – und dann leg los!

 

Sei achtsam bei jedem Schritt

Während Du Deine Schritte in Richtung bewusstes Leben gehst, sei achtsam, was die Veränderung mit Dir macht. Veränderungen passieren oft in Schüben. Du arbeitest darauf hin und findest Dein Gleichgewicht und dann – weil sich etwas in Deinem Umfeld verändert hat oder weil Du Dich selbst verändert hast – hast Du erneut das Bedürfnis, etwas anzupassen und Dir Dein neues Gleichgewicht zu suchen.

Und ja, Du kannst natürlich mehr als eine Veränderung angehen. Du kannst Ausmisten und Meditieren. Du kannst Deine Wohnung und Dein Innenleben gleichzeitig bewusster gestalten. Beides schließt sich nicht aus. Es passt sogar hervorragend zusammen und verstärkt sich auch gegenseitig. Aber wiederum: sei achtsam. Lass Dich nicht von einem versteckten Perfektionismus überrollen!

Das Leben, das die meisten von uns leben, ist oftmals ein ganzes Stück von einem bewussten Leben entfernt. Stress ist ein ganz normaler Bestandteil des Alltags und Zeit für uns selbst Mangelware. Um solche Gewohnheiten hin zu einem bewussten Leben zu verändern, braucht es Zeit und Energie. Gewähre sie Dir! Wenn Du Dir zu viel auf einmal zugemutet hast, dann fokussiere Dich neu auf einzelne Bereiche – und vertage bestimmte Veränderungen auf später. Vor allem: sei nachsichtig mit Dir selbst. Wichtig ist, dass Du Dich Veränderung bewusst und aktiv vorantreibst. Das Tempo ist Deine Entscheidung.

 

Was ist auf Deinem persönlichen Weg gerade Deine größte Herausforderung?

Worauf legst Du gerade den Fokus?  Ausmisten oder Innenleben?

capsule wardrobe | modernslow.com

Wie klein kann eine minimalistische Garderobe wirklich sein?

Ein minimalistischer Kleiderschrank klingt erstrebenswert und schwierig zugleich. Wie oft solltest Du ein Kleidungsstück tragen, damit es einen Platz in Deiner minimalistischen Garderobe erhält? Wie so oft im Leben, gibt es keine einfache, absolute Antwort. Eine minimalistische Garderobe ist immer eine Gratwanderung zwischen einer kleinen, überschaubaren Garderobe und einer Garderobe, die Dir viele Möglichkeiten bietet und genau deshalb Freude bereitet, weil ein paar besondere oder ausgefallene Teile darin enthalten sind. In diesem Beitrag stelle ich Dir einige Möglichkeiten vor, wie Du eine kleinere Garderobe austesten kannst, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Deine ganz individuelle minimalistische Garderobe aussehen könnte.

 

Was ist denn nun die magische Zahl?

Mit diversen Capsule Wardrobe Konzepten kursieren genauso viele Empfehlungen, wie viele Teile denn nun in einer Capsule Wardrobe enthalten sein dürfen. Ich persönlich habe mich nie an diese Zahlen gehalten. Wieso ist meine Capsule Wardrobe erst vollständig, wenn ich 33 oder 37 Teile habe? Soll ich jetzt noch Teile kaufen, nur weil ich 31 Teile ausgewählt habe? Oder noch welche aussortieren, weil ich ich 35 Kleidungsstücke ausgewählt habe? Ihr seht schon: von solchen willkürlichen Zielgrößen halte ich wenig.

Aber: sie geben dennoch eine gute Indikation. 30-40 Teile für 3 Monate sind für die meisten von uns genau der Umfang, der uns zwingt, bewusst den Inhalt unseres Kleiderschranks zu hinterfragen, ohne komplett in Angstschweiss auszubrechen. Gerade bei den ersten Versuchen… Selbst wenn Du Dir noch nicht so ganz darüber im Klaren bist, was denn nun Dein Stil ist (hier findest Du Hilfe, um Deinen Stil zu finden) und welche Teile am Besten zu kombinieren sind, deckst Du mit 30-40 Teilen genügend Optionen ab, um in den 3 Monaten einer Capsule Wardrobe nicht vollkommen verzweifelt vor dem Kleiderschrank zu stehen.

Wege zur minimalistischen Garderobe

Ohne Ausmisten geht es nicht. Um eine minimalistische Garderobe zusammenzustellen, wirst Du Teile aus Deinem Kleiderschrank verbannen müssen. Aber welche? Wir tun uns oft schwer einzuschätzen, wie viele Teile aus unserem Kleiderschrank wir tatsächlich tragen. Genauso verhält es sich mit der Frage, wie oft wir bestimmte Kleidungsstücke tragen. Um ein Gefühl für Deine minimalistische Garderobe oder Deine erste Capsule Wardrobe zu erhalten – ohne gleich mit dem Ausmisten zu starten –  kannst Du mehrere Möglichkeiten nutzen. Diese Challenges geben Dir die Möglichkeit, Deine Favoriten – und die Teile, die Du nie trägst – zu identifizieren ohne direkt mit dem Ausmisten zu starten. Gerade wenn Du befürchtest, dass Dir das Ausmisten Deines Kleiderschranks schwerfallen wird, kann so eine Challenge eine gute Möglichkeit sein, um wirklich praktische Informationen zu Deinem Trageverhalten zu sammeln.

Kleiderbügel-Ballett

Am Anfang eines Monats drehst Du alle Kleiderbügel im Kleiderschrank um 180 Grad. Wann immer Du ein Kleidungsstück trägst, drehst Du den zugehörigen Kleiderbügel wieder in die “richtige” Richtung. Die Idee ist, dass Du am Ende des Monats ganz einfach siehst, welche Kleidungsstücke Du tatsächlich nicht trägst. Schwieriger wird es natürlich, wenn Du viele Deiner Kleidungsstücke in Schüben und Fachböden verstaut hast, aber die Grundidee ist sicher adaptierbar.

Wie klein kann eine minimalistische Garderobe sein? | modernslow.com

Eine Kleiderschrank-Challenge

Kleiderschrank-Challenges sind eine schöne Möglichkeit um das eigene Kleidungsverhalten besser kennenzulernen ohne in große Vorleistung zu gehen, was Ausmisten o.ä. angeht. Das Prinzip ist immer gleich: x Teile für x Tage. Es gibt eine 10×10 Challenge, eine 30×30 Challenge, und ab diesem Donnerstag auch eine 15×30 Challenge. Sunray und Micha legen eine Schippe drauf und laden dazu ein nur 15 Teile in 30 Tagen zu tragen. Ich bin gespannt und dabei. Wer meine Outfits sehen will (die bei 15 Teilen bestimmt schnell repetitiv sind :)), kann diese auf Instagram sehen.

Das Minimalism-Game für den Kleiderschrank

Eine wie ich finde sehr umständliche Methode, aber sicher mit vielen Einsichten verbunden. Analog zum Vorgehen der Minimalists packst Du Deinen Kleiderschrank in Kisten und hängst nur Kleidungsstücke in Deinen Kleiderschrank zurück, wenn Du sie getragen hast.

Eine Travel Capsule

Eine Reise bedeutet für Dich genau das: Du nimmst nur einen Ausschnitt aus Deinem Kleiderschrank mit. Und wenn Du Gepäckbeschränkungen hast, wirst Du die Teile auswählen, die (1) am besten geeignet sind und (2) ohne die Du nicht sein möchtest. Klar, je nach Urlaubsziel und Aktivitäten kann der Informationsgehalt für Deine alltägliche Garderobe begrenzt sein. Aber eine Travel Capsule ist eine tolle Möglichkeit, um in das Mindset zu kommen, dass hinter einer minimalistischen Garderobe steht.

 

Meine Tipps für das Erstellen Deiner minimalistischen Garderobe

In dem folgenden Video findest Du meine Tipps, um Deine Capsule Wardrobe oder eine minimalistische Garderobe zu erstellen. Ja, ein Video…! Heute gibt es ein neues Format auf Modern Slow. Das Video hatte tatsächlich seine Premiere bereits im Frühjahr diesen Jahres, denn es war ein exklusiver Beitrag für die Modern Slow Community. Wenn auch Du regelmäßig exklusive Beiträge, persönliche Inspiration und Hintergrundinfos vor allen anderen erhalten möchtest, kannst Du hier Mitglied der Modern Slow Community werden. Viel Spass mit dem Video (und seid nachsichtig, es war mein Erstes… :))

Was ist Deine Schätzung: wie viele Kleidungsstücke trägst Du in 30 Tagen?

Was hat Dich bisher abgehalten, eine Capsule Wardrobe zu probieren?

Warum Zeitmangel eigentlich ein Geschenk ist

Wann hast Du zum letzten Mal etwas für Dich getan? Wann hast Du eine Tätigkeit unterbrochen oder abgebrochen, weil es Zeit für das nächste To Do war? Wie viele To Dos schiebst Du von Tag zu Tag, in der Hoffnung, dass Du endlich die Zeit findest, sie abzuarbeiten? Wer kennt ihn nicht: Zeitmangel. In diesem Beitrag stelle ich Dir die wichtigste Veränderung vor, die ich in meinem Mindset innerhalb des letzten Jahres vollzogen habe und aufgrund derer ich inzwischen dankbar für meinen Zeitmangel bin.

 

Zeitmangel oder 1000 Dinge zu tun

Wessen Alltag ist nicht vollgepackt? Da sind Dinge, die andere von uns erwarten – Chef, Kollegen, Partner, Kinder – und mindestens genauso viele Anforderungen, die wir an uns selbst stellen. Neben dem Alltag, den To Dos, sind da ja auch noch unsere Ideen und Träume. Dieses DIY und jenes Up-Cycling, dieses Rezept oder jenes Beauty-Ritual. Unserer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und Instagram, Pinterest und Co sei dank, mangelt es auch nie an immer neuen Ideen, mit denen wir uns selbst verwirklichen können.

Nun sagen uns unzählige Motivationssprüche auf genau jenen Plattformen doch unseren Träumen zu folgen, to go the extra mile because it’s never crowded. Und ja, unsere Ideen umzusetzen hat eine ungeheure Kraft, eine ungeheure Magie. Ich bin sogar überzeugt davon (nicht erst seit Year of Yes), dass es unheimlich wichtig ist, ja zu Ideen zu sagen – gerade auch, wenn sie außerhalb unserer Komfortzone liegen. Aber in der Realität entscheiden wir uns, Ideen zu verfolgen, um dann – bereits am Anfang oder während der Umsetzung – festzustellen, dass wir uns zu viel aufgehalst haben, dass wir gestresst sind. Und dann? Zwingen wir uns die Extrameile zu gehen, denn aufgeben ist etwas für Verlierer. Oder wir sind von uns enttäuscht, weil wir es offensichtlich nicht schaffen, unsere Ideen zu leben.

Die 1-Million-Euro-Frage

Aber wie geht es denn nun? Wo ist die Balance zwischen ja und nein sagen? Wie können wir Träume verwirklichen und gleichzeitig dem Alltag gerecht werden? Wie sollen wir all das tun, was wir müssen und was wir wollen, ohne ständig zu wenig Zeit zu haben?

 

Mein Mindset-Shift im Umgang mit Zeitmangel

Wenn  Job, Familie, Selbstverwirklichung, Gesundheit, Freunde, Hobbies und all das zusammenkommen, dann fühlen die meisten von uns genau das: dass die Zeit hinten und vorne nicht reicht. So geht es auch mir: ich habe viele Ideen für alle Bereiche meines Lebens und nie genug Zeit, um diese Ideen umzusetzen. Ich bin kein Fan von busy. Im Gegenteil, Stress und Zeitmangel tun mir nicht gut. Und so habe auch ich mich lange Zeit mit dieser Frage gequält: wie kann ich meine Ideen umsetzen, wenn ich doch sowieso schon zu wenig Zeit habe?

Bis ich eines verstanden habe: Mein chronischer Zeitmangel ist nicht mein größtes Hindernis, sondern meine größte Chance. Mein Zeitmangel ist die beste Möglichkeit um herauszufinden, was wirklich wichtig ist. Wenn Zeit gefühlt in großem Maße zur Verfügung steht, dann verlieren wir uns in Dingen, die ganz nett, aber nicht essentiell sind. So auch mit meinen Ideen. Mein Zeitmangel ist die Möglichkeit, mich auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich toll und wichtig und nicht nur ganz nett sind. Die Kunst ist es natürlich, genau die Ideen und Möglichkeiten zu identifizieren, die tatsächlich die richtigen sind.

 

Zeitmangel, Stress - unser Alltag ist voll! Dabei war es so befreiend, als ich erkannt habe, dass mein Zeitmangel ein Geschenk ist. | modernslow.com

Die Qual der Wahl

Die richtigen Ideen zu identifizieren, ist manchmal gar nicht so einfach. Egal ob in meinem Job, bei Modern Slow und auch in meiner Freizeit bieten sich ständig Möglichkeiten und Ideen an, die zunächst unheimlich toll klingen. Doch inzwischen versuche ich mich nicht von dem Hochgefühl, das mit einer Möglichkeit einher geht, verführen zu lassen. Stattdessen nehme mir einen kurzen Moment – und ja manchmal auch länger – um zu überlegen, was wirklich eine Möglichkeit und was nur eine Ablenkung ist. Manchmal fällt es mir einfach. Aber manchmal ist es wieder da: das fast reflexartige ja zu allen Möglichkeiten, die mir begegnen.

Fear of Missing Out gibt es wirklich. Egal, um welchen Lebensbereich es geht, es gibt eigentlich immer mehr als nur eine Möglichkeit. Und wer die Wahl hat, hat oft wortwörtlich die Qual. Im Englischen gibt es einen sehr passenden Begriff dafür: analysis paralysis – man überdenkt sämtliche Optionen in einem Maße, das man nicht mehr in der Lage ist, zu entscheiden. Aber, wer die Wahl hat, hat auch Macht – die Macht der Entscheidung. Und das ist eine mächtige Erkenntnis, Denn anstatt reaktiv mit Ideen und Möglichkeiten umzugehen, oder paralysiert auf die vermeintlich beste Möglichkeit zu warten, hast Du – wenn Du Dir darüber bewusst bist – die Macht, die Dinge in Deine Hand zu nehmen und so aktiv etwas gegen den Zeitmangel zu tun.

 

Meine Währung im Kampf gegen Zeitmangel: Return on invested time

Ich versuche, dass alles was ich tue, dass all die Möglichkeiten, die ich verfolge, einen hohen return on invested time haben. What? Was heißt das jetzt konkret? In der Finanzwelt ist der return on investment, das was Du an Geld zurückbekommst für das Geld das Du eingesetzt hast. Das Konzept ist vergleichbar, aber mir geht es nicht um den monetären Return. Ich meine stattdessen mit Return das, was mir wichtig ist, meine Ziele und Werte. Die Frage, die ich mir bei jeder neuen Möglichkeit oder Idee stelle, ist:

Wenn ich meine Zeit in diese Möglichkeit investiere, hilft mir das meine Ziele zu erreichen und meine Werte zu leben?

Genau diese Frage ist übrigens auch der Grund, warum die Hausarbeit oft den Kürzeren zieht. Egal womit ich es vergleiche, meinem Day Job, Modern Slow, Projekten wie meinem Buch, Zeit mit meinem Sohn und meinem Mann, Zeit für mich und mein Wohlbefinden, Zeit mit Freunden und Familie, der Haushalt hat immer einen niedrigeren return on invested time – außer wir haben nichts mehr zum Anziehen 😉

Das klingt womöglich ziemlich utilitaristisch, dabei ist es vor allem Eines: unheimlich befreiend. Eben weil ich – und meine Umwelt – vor Ideen sprühen, ist Zeitmangel für mich ein echtes Problem. Dieses Kriterium hilft mir, dass ich mich nicht verzettele. Dass ich nicht wieder in Perfektionismus verfalle. Dass ich nicht Dinge tue, die gar nicht im Einklang mit meinen Werten stehen. Dieses Kriterium gibt mir die Freiheit, nein zu sagen. Zu Aufgaben, zu Ideen, zu Erwartungen. Und gleichzeitig gibt es mir die Kraft ja! ja! ja! zu sagen, zu den Dingen, die mir wirklich wichtig sind und die auch für mich wichtig sind.

If it’s not a hell yeah, it’s a no!

 

Hast Du manchmal das Gefühl, dass Du Dich verzettelst? Oder dass Du zu viel Zeit auf unwichtige Aufgaben verwendest?

Was ist Dein Gefühl: Solltest Du häufiger ja oder häufiger nein sagen?

Weniger Stress, mehr Achtsamkeit. | modernslow.com

5 Zeichen, dass Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben brauchst

Ist Dein tägliches Leben auch das reinste go go go!? Hast Du oft keinerlei Erinnerung, ob Du das Fenster zu Hause wirklich zugemacht hast? Verschüttest Du oft Dein Getränk? Verfällst Du in Aktionismus, wenn sich unerwartet ein Zeitfenster öffnet? Wenn Du bei diesen Fragen innerlich genickt hast, dann ist das ein Beitrag für Dich. Und wenn Du – weil Du gerade multitaskst oder mit den Gedanken woanders bist oder einfach aus Gewohnheit – diesen Artikel nur überfliegst, hier noch einmal in fett gedruckt, damit Du auch in diesen Fällen den Nutzen für Dich erkennen kannst: Dieser Beitrag gibt Dir die Möglichkeit zu reflektieren, ob Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben brauchst – denn höchstwahrscheinlich trifft mindestens eines dieser Zeichen auch auf Dich zu.

Jede freie Minute ist eine Möglichkeit etwas abzuarbeiten

Kennst Du dieses Verhalten? Sobald sich ein Zeitfenster unerwartet öffnet, beginnst Du wie von Sinnen, To Dos abzuarbeiten. Grüne Welle auf der Nachhausefahrt, ein Meeting das unerwartet kürzer dauert, ein Arzttermin, der nicht wie sonst mit langer Wartezeit verbunden ist – all das sind keine Geschenke für Dich. Keine Gelegenheit um einmal durchzuatmen, tief Luft zu holen und die wenigen freien Minuten mit etwas schönem zu füllen. Nein, diese geschenkte Zeit ist die Gelegenheit endlich die Oberhand über Deine To Do Liste zu bekommen. Diese geschenkte Zeit muss möglichst effizient genutzt werden.

Du verwendest Zeit auf irrelevante Entscheidungen

Tagtäglich sind wir mit einer Vielzahl an Entscheidungen konfrontiert. Einige davon haben weitreichende Auswirkungen, einige wenige bestimmen unser Leben für lange Zeit. Aber die meisten Entscheidungen sind ziemlich unbedeutend. Und doch verschwenden wir oft kostbare Zeit auf diese unbedeutenden Entscheidungen.

Sich bewusst gegen das überanalysieren von irrelevanten Entscheidungen zu entscheiden, bringt eine unheimliche Freiheit mit sich. Ein – etwas unsaisonales, aber nicht weniger treffendes – Beispiel: als wir letztes Jahr unseren Weihnachtsbaum gekauft haben, haben wir uns zwischen zwei Bäumen innerhalb von 30 Sekunden entschieden. Kein Witz, keine Übertreibung.  Der oder der? Der. Ok, erledigt. Der Grund: der Baum ist für uns sekundär – jeder Baum sieht gut aus, wenn wir ihn zuvor als Familie gemeinsam geschmückt haben. Was uns wichtig ist, sind die Rituale rund um Weihnachten, die gemeinsame Zeit, das Vorbereiten, das Baumschmücken, das gemeinsame Essen.

Du stellst zu hohe Erwartungen an Dich

Das Essen ist selbst gemacht und selbstverständlich gibt es jeden Tag ein anderes Gericht, die Wohnung ist immer aufgeräumt, frisch gestaubsaugt, und saisonal dekoriert. Du bist gestylt als wärst Du gerade aus einem Magazin gesprungen – effortlessly chic – und auch selbstverständlich bist Du on top of everything. Das klingt übertrieben, wenn man es so liest, nicht wahr? Aber sei ehrlich: wie oft hast Du solche, oder ähnliche Ansprüche schon an Dich gestellt? Häufiger als Dir lieb ist, häufiger als Dir gut tut. Der härteste Antreiber und der stärkste Kritiker lebt in uns selbst.

5 Zeichen, warum Du mehr Achtsamkeit in Deinem Leben brauchst. | modernslow.com

Du bist ständig am Multitasken

Auch ein Zeichen, dass Du unter Strom stehst und das meiste aus Deiner Zeit herausholen möchtest: Du erliegst dem Bann des Multitasken. Ach, Multitasken klingt einfach so toll. Wie gern würde ich noch mehr in meiner Zeit schaffen. Nur, Multitasken funktioniert einfach nicht – zumindest nicht so wie wir es gerne hätten. Ja, wir können zwei Tätigkeiten parallel ausführen, aber wir brauchen länger und machen mehr Fehler. Klingt doch nicht mehr so toll oder?

Deine Gedanken geben nie Ruhe

Egal was wir tun: die Gedanken rasen. Wenn wir morgens das Frühstück zubereiten, planen wir schon im Kopf unseren Tag und die To Dos. Wenn wir abends im Bett liegen, springen die Gedanken wild zwischen den Ereignissen des Tages und den das darf ich morgen auf gar keinen Fall vergessen – Gedanken hin und her. Wir sehen das oft als eine Art badge of honor – wir sind produktiv, wichtig, busy eben. So habe ich das auch gesehen. Nur, es macht uns krank auf lange Sicht. Wir fühlen uns ausgelaugt und sind nie richtig präsent. Stößt Du auch ständig gegen irgendwelche Dinge? Verschüttest Dein Getränk oder hast keine Erinnerung daran, was Du vor einer Minute getan hast? All das sind Zeichen, dass Du vollkommen in Deinen Gedanken, und nicht in der Gegenwart präsent warst.

Warum mehr Achtsamkeit die Antwort ist

Achtsamkeit entschleunigt, Achtsamkeit gibt Dir die Möglichkeit zu reflektieren, Achtsamkeit lässt Dich zur Ruhe kommen. Dieses Gefühl, Du müsstest aus jeder Sekunde noch etwas herausholen, mehr planen, mehr leisten, ist letztlich eine Einladung für Stress- und Schuldgefühle.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Du mit Achtsamkeit gegen diese Verhaltensmuster angehen kannst. Du kannst meditieren, Du kannst über Dich nachdenken, Du kannst versuchen, Deine Angewohnheiten zu hinterfragen. Achtsamer zu leben bedeutet Dein Leben von grund auf zu verändern.

Möchtest Du Unterstützung dabei, Achtsamkeit in Dein Leben zu integrieren?

Achtsamkeit ist nicht etwas, was Du einfach von einem Tag auf den anderen umsetzt. Es ist ein Weg und entscheidend ist, dass Du jeden Tag, Schritt für Schritt, ein bisschen Achtsamkeit in Dein Leben holst. Mein Buch Modern Mindful zeigt Dir meinen persönlichen Weg zu mehr Achtsamkeit – denn vor weniger als einem Jahr hatte ich alle diese Gewohnheiten. Wenn Du jetzt, noch heute, etwas verändern möchtest, kannst Du direkt meinen einwöchigen, kostenlosen Onlinekurs Schluss mit Stress absolvieren. Hier gehts zur Anmeldung…

Schluss mit Stress ist ein kostenloser Onlinekurs von Modern Slow. Du lernst Deine Stressmuster zu erkennen und achtsamer zu leben - für mehr Zufriedenheit in Deinem Leben. | modernslow.com

Welche dieser Zeichen treffen auf Dich zu?

Welche Angewohnheit könntest Du am leichtesten ändern? Welche würde Dir besonders schwer fallen?

 Mir fiel es tatsächlich leichter das Multitasking abzustellen – hatte ich nicht erwartet – als dieses Gefühl, jede Sekunde nutzen zu müssen, sei es mit To Dos abarbeiten oder in meinem Kopf planen und überlegen und analysieren.