4 Tipps für mehr Achtsamkeit beim Essen

Achtsamkeit kann man auch beim Essen praktizieren. In diesem Beitrag erfährst Du 4 Möglichkeiten, wie Du achtsamer essen kannst.

Heute freue ich mich sehr die liebe Ann-Kathrin von Einfach grünlich hier auf Modern Slow begrüßen zu dürfen. Ann-Kathrin ist nicht nur ein unheimlich warmherziger Mensch, sondern auch eine ständige Inspiration für  mich was gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit angeht. In diesem Beitrag stellt Euch Ann-Kathrin 4 Tipps vor, wie ihr Achtsamkeit auch bei Eurer Ernährung praktizieren könnt.

Hallo ihr Lieben, ich freue mich riesig (und bin auch ein bisschen aufgeregt), dass ich heute zur Abwechslung mal nicht auf meinem Blog zu lesen bin, sondern hier bei Katharina meinen Gedanken freien Lauf lassen darf. Vielleicht kennt mich ja der ein oder andere schon von meinem Blog Einfach grünlich. Wie der Name erahnen lässt, dreht sich auf meinem Blog alles um meinen Weg in ein „grüneres“ Leben. „Einfach grünlich“ ist mein Platz für Themen, die mir sehr am Herzen liegen, über die ich gerne berichte und mich austausche und die mein Leben immer grüner werden lassen. Dazu gehören z.B. Nachhaltigkeit, gesunde Ernährung, Entspannung & Achtsamkeit.

Heute möchte ich mich gemeinsam mit euch der Achtsamkeit zuwenden. Viele denken bei Achtsamkeit erstmal an diverse Achtsamkeits-Übungen. Doch es braucht nicht immer bestimmte Übungen, um sein Leben achtsam zu gestalten. Man kann jedem Lebensbereich achtsam begegnen, unter anderem auch der Nahrungsaufnahme. Gerade in der Vorweihnachtszeit, in der man gerne an allen Ecken, sei es der Plätzchenteller bei der Arbeit oder auf dem Weihnachtsmarkt, nascht und futtert, ist es sinnvoll, ganz bewusst und achtsam zu essen. Ein paar Tipps, mit denen ihr ohne jegliche Vorbereitung und Aufwand achtsam Essen könnt, möchte ich euch heute mit auf den Weg geben.

1 Nimm dir Zeit zum Essen

Wer kennt es nicht: die Zeit ist knapp und das Frühstück wird irgendwie auf dem Weg zur Arbeit gegessen. Oder man setzt sich zwar zum Essen an den Tisch, doch gleichzeitig wird telefoniert oder der Fernseher läuft. Oftmals wird das Essen zur Nebensache. Der Hunger wird gestillt, während man eigentlich mit etwas ganz anderem beschäftigt ist. Wer achtsamer essen möchte, der sollte sich die Zeit dafür nehmen. Setzt euch an den Tisch, stellt alles aus oder zur Seite, von dem ihr euch ablenken lassen könntet, esst langsam und kaut jeden Bissen länger als ihr es sonst tun würdet. Genießt euer Essen und die kleine Auszeit.

Falls es euch schwierig fällt langsamer zu essen, dann probiert beim nächsten Mal folgendes aus: Nach jedem Bissen legt ihr euer Besteck neben den Teller und nehmt es erst wieder in die Hände, nachdem euer Mund wieder leer ist.Wenn ihr bei der Arbeit, auf einer Feier oder einfach unterwegs seid, dann ist es verständlich, dass Ihr euch nebenbei noch mit anderen Dingen beschäftigen wollt. In solchen Situationen könnt ihr jedoch versuchen, die ersten 2-3 Bissen achtsam zu essen – ganz in Ruhe, konzentriert und ohne Zeitdruck. Nach diesen ersten Bissen könnt ihr euch dann wieder den Gesprächen etc. zuwenden. Falls ihr wirklich Probleme haben solltet, achtsam zu essen, probiert es mal mit einer Tasse Tee oder Kaffee. Vielen fällt es anfangs nämlich wesentlich leichter, sich auf ein warmes Getränk statt auf eine Mahlzeit zu konzentrieren.

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2 Höre auf die Signale deines Körpers

Wie fühlt ihr euch vor, während und nach dem Essen? Esst ihr, wenn ihr Hunger verspürt oder weil es gerade 12:00 Uhr ist? Habt ihr wirklich Hunger oder vielleicht einfach nur Lust etwas zu essen? Wann hört ihr auf zu essen? Wenn ihr satt seid, wenn ihr keine Lust mehr habt, wenn die Zeit knapp wird oder es euch nicht schmeckt? Fühlt ihr euch nach dem Essen manchmal aufgebläht, müde oder verspürt ihr vielleicht sogar Schmerzen? Und woher kommt plötzlich dieser Heißhunger? Nehmt die Signal, die euer Körper euch sendet, wahr und versucht darauf zu reagieren. Unser Körper weiß eigentlich ganz genau, was er braucht und welche Signale er uns senden muss, um dies auch zu bekommen. In der heutigen Zeit verlernen wir jedoch oftmals diese Signale richtig zu deuten oder verlieren sogar gänzlich unser Hunger- und Sättigungsgefühl.

Wenn ihr euch nach manchen Mahlzeiten unwohl fühlt, dann schaut genau hin und versucht die Ursachen dafür rauszufinden. Selbstverständlich kann man auch einfach mal etwas aus lauter Lust statt Hunger essen, denn Essen soll ja auch auf gewisse Art und Weise Spaß machen. Versucht trotzdem einmal zwischen Lust und Hunger zu differenzieren, denn es ist ein viel angenehmeres Gefühl zu wissen, dass man gerade aus Lust isst und sich etwas gönnt, als sich unterbewusst einzureden, dass man ja schon wieder Hunger hat.

Achtsam beobachten sollte man zudem die eigenen Gefühle, die einem zum Essen bewegen bzw. vom Essen abhalten. Fast jeder hat schon mal aus lauter Frust gegessen oder bei Traurigkeit keinen Bissen runterschlucken können. Oftmals nutzen wir Nahrungsmitteln jedoch auch um andere Bedürfnisse zu überdecken oder uns nicht mit bestimmten Emotionen auseinandersetzen zu müssen. Doch erst, wenn wir uns diese Vorgänge bewusst machen, können wir andere Strategien, die ganz losgelöst von der Nahrungsmittelaufnahme sind, entwickeln.

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3 Esse mit all deinen Sinnen

Wenn ihr euer Essen beschreiben müsstet, was würde euch zuerst einfallen? Wahrscheinlich würdet ihr euren Fokus erstmal auf den Geschmack lenken: Es schmeckt lecker – es ist mir zu salzig – es dürfte noch ein bisschen süßer sein. Man kann sein Essen jedoch auch ganz bewusst mit den anderen Sinnen wahrnehmen. Wie sieht euer Essen aus? Habt ihr viele verschiedene Farben auf dem Teller? Kann man die einzelnen Zutaten gut erkennen? Wie riechen euer Essen und die einzelnen Zutaten? Wie verändert sich der Geruch während der Zubereitung? Welche Gewürze riechen besonders stark?Wie fühlt sich euer Essen an? Müsst ihr es gut kauen oder zerläuft es auf der Zunge? Ist es warm oder kalt?

Versucht euch 1x am Tag ganz auf euer Essen zu konzentrieren und es ganzheitlich wahrzunehmen. Mir selbst macht es zum Beispiel sehr viel Spaß, mein Essen schön auf dem Teller zu drapieren, ganz nach dem Motto „Das Auge isst mit“. Und ganz automatisch esse ich diese Mahlzeiten viel langsamer und bewusster.
Ihr könnt aber zum Beispiel auch versuchen, den ersten Bissen von jeder Mahlzeit, mit geschlossenen Augen zu euch zu nehmen. Indem ihr für diesen kurzen Moment eure visuellen Eindrücke ausschaltet, verstärkt ihr das Wahrnehmen der anderen Sinne.

4 Nähre deinen Körper

Ein achtsamer Umgang mit Essen umfasst für mich mehr als nur den Vorgang des Essens selbst. Auch die Wahl der Nahrungsmittel spielt für mich eine große Rolle. Nahrung ist der Kraftstoff für unseren Körper. Und so, wie wir auch unseren Autos den Kraftstoff geben, den sie brauchen, so sollten wir auch unserem Körper die Nahrungsmittel geben, die ihm Kraft schenken und der Gesundheit förderlich sind. Eine ausgewogene Ernährung mit möglichst frischen, saisonalen und regionalen Lebensmitteln, hat für mich einen hohen Stellenwert. Macht euch bewusst, dass jede Mahlzeit, die ihr zu euch nehmt, nicht nur das Hungergefühl oder die Lust stillt, sondern auch eine Möglichkeit ist, eurem Körper mit gesunden Lebensmitteln etwas Gutes zu tun. Versucht mal eure Lebensmittel und Mahlzeiten auszuwählen, während ihr an dieses Zitat denkt: „Achte auf deinen Körper, denn er ist dein Zuhause“.

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Falls ihr nun, nachdem die ganze Zeit „Essen“ das Thema war, hungrig geworden seid, dann schaut doch mal auf meinem Blog vorbei. Dort findet ihr nicht nur eine Vielzahl an leckeren Rezepten (z.B. eine nahrhafte Buddha Bowl oder selbstgemachtes Knusper-Granola) sondern auch Informationen zu gesunder Ernährung (z.B. gesunde Zucker-Alternativen und einzelnen Heilpflanzen sowie deren Anwendungsmöglichkeiten (z.B. vielfältiger Ingwer und meinen Erkältungskiller Nr.1, den Ingwer-Shot).

Wenn ihr euch mehr für Entspannung und Achtsamkeit interessiert, dann findet ihr auf meinem Blog z.B. Tipps für einen achtsamen Schlaf und erfahrt, warum kritzeln sehr entspannend wirken kann.

Gerne könnt ihr mich auch auf Instagram oder bei Facebook besuchen, und mir bei Fragen gerne jederzeit eine Mail an kontakt@einfach-gruenlich.de schicken.

Vielen lieben Dank Ann-Kathrin für die tollen Tipps!

2 Comments

    • modernslow

      Vielen Dank für Deinen inspirierenden Artikel! Liebe Grüße

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